Außerordentlichen Sitzung in Ulm

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Am 3. Februar 2011 trafen wir uns in der “Oase” in Ulm zu einer außerordentlichen Sitzung, an der sich auch die Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg, Leontine Wacker, beteiligte.

Es war wichtig, vor den Wahlen des neuen Vorstandes der Orts- und Kreisgruppe Ulm im März 2011 eine Strategie auszuarbeiten, um neue Ehrenamtliche für die Tätigkeit im Vorstand zu gewinnen.

Nach der Vorstellungsrunde der Anwesenden ging es sofort an die Arbeit. Da wir glücklicherweise junge, interessierte Landsleute dabei hatten, war es angebracht, sowohl auf die  Geschichte als auch auf die Struktur der Landsmannschaft einzugehen. Sehr behilflich war dabei die Festschrift “60 Jahre Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. 30 Jahre Patenschaft des Landes Baden-Württemberg“, die die wichtigsten Entwicklungsetappen und Schwerpunkte der landsmannschaftlichen Arbeit herausstellt. Außerdem kam es zu einer anregenden Diskussion über einige Punkte der Satzung und der Verbandsordnung, über die bei der Außerordentlichen Bundesdelegiertenversammlung der Landsmannschaft entschieden werden soll.

Die Teilnehmer kamen zu der Überzeugung, dass neue und schon erfahrene Landsleute im neuen Vorstand der Orts- und Kreisgruppe Ulm zusammenarbeiten sollten; das Vereinsleben könne davon nur profitieren.

Wir bedanken uns herzlich bei allen für ihre Bereitschaft mitzumachen; damit dürfte einer guten Zusammenarbeit nichts im Wege stehen.

Landesvorstand Baden-Württemberg

 

Hannes und Greta 2011

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Die jungen Schauspieler der Orts- und Kreisgruppe Karlsruhe haben Erfolg

 

Am 8. und 9. Januar 2011 wurde im Festsaal des Studentenhauses am KIT in Karlsruhe ein musikalisches Märchen aufgeführt. Die Mitglieder der Orts- und Kreisgruppe Karlsruhe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hatten viel Mühe, Geduld und Arbeit in die Vorbereitung der Aufführung gesteckt.

 

Um das Märchen auf die Beine zu stellen, hatte das Jugendhaus Hilfe von vielen Seiten bekommen. Das Kulturamt der Stadt Karlsruhe beteiligte sich finanziell an dem Projekt, die Konditoreien Lörz und Gordani zauberten wunderschöne Torten für die Aufführung, die Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters unterstützten das Projekt von Anfang an. Unzählige Mitarbeiter der Ortsgruppe sowie Ehrenamtliche, Jugendliche und Kinder sorgten auf und hinter der Bühne für eine gelungene Aufführung. Die gesamte Tontechnik war sehr professionell geschnitten und angepasst, wofür Constantin Martjan, ein 16-jährigen Schüler, verantwortlich war.

„Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.

Es war so finster und auch so bitterkalt…“

Kann man sich heutzutage im Wald des modernen, technischen, gefühllosen Lebens verlaufen? Ist es draußen immer noch so finster und bitterkalt? Lassen unsere heutige Gesellschaft und unser beschleunigter Lebenswandel nicht auch Kinder “verhungern”, und schicken wir sie nicht auch oft allein in den Wald, um des eigenen Lebens wieder froh zu werden? „Geld regiert die Welt“ proklamieren die Mütter im Märchen und lassen ihre Kinder mit ihren Problemen allein.

Aber als die Kinder erwachsen geworden sind, wundern sich ihre Eltern, weshalb sie so grausam sind. Und sofort kommen Fragen wie: „Hätten wir genug Zeit gehabt, mit unseren Familien zusammen zu sein? Was hätten wir tun sollen, außer Gutenachtgeschichten vorzulesen?”

Solche Fragen und die damit verbundenen Probleme wurden unter der Regie von Ida Martjan, in dem modernen Märchen “Hannes und Greta 2011″ thematisiert.

Die Zuschauer konnten sich in vielen der dargestellten Szenen wieder finden. So hat beispielsweise Hannes’ Mutter (Ida Martjan) an seinem Geburtstag keine Zeit, da sie Besuch bekommt und – um vor diesem zu glänzen – lieber einen Kuchen für den Besuch als für ihren Sohn bäckt.

Auch in der Schule haben Hannes (Cornelius Martjan) und Greta (Anita Ort) Sorgen. Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit anderen Schülern reagiert die Lehrerin mit Unverständnis und bestraft die gesamte Klasse mit einer komplizierten Aufgabe.

Auch die anderen Lehrer haben kein Verständnis für ihre Schüler und beschäftigen sich lieber mit Methoden als mit Menschen. Sie können nicht aus ihrer Haut heraus und müssen sich mit Papierkram und dem Druck der Schulbehörde herumplagen.

Die Eltern werfen den Lehrern vor, sie würden sich zu wenig um ihre Kinder kümmern, und die Lehrer werfen den Eltern vor, sie würden ihre Kinder vernachlässigen. So kommt es zu einer Zuspitzung der Situation, bei der jeder nur noch seine eigene Wahrheit sieht.

Aber auch die Kinder müssen sich Fragen stellen. Die berühmte Hexe (Elena Paul) wartet auf die Kinder nicht im Knusperhäuschen, sondern im “McDowwels”. Sie hält dort verfettete Kinder als Helfer gefangen und ist ständig auf der Suche nach „frischen“ Kindern.

Am Ende des Märchens wurden den Zuschauern unterschiedliche Zukunftsvisionen vorgestellt – finstere, technokratische, kalte und gefühllose, aber auch selige, glückliche und zuversichtliche. Wie das Märchen enden sollte, konnte jeder Zuschauer frei für sich entscheiden.

Als buntes und komödienhaftes Musical aufgeführt, befasste sich die Aufführung mit durchaus sehr ernsthaften Themen, verpackt in witzigen, lebhaften und abwechslungsreichen Szenen.

Roman Miller