Gemeinsam bewegen! Sport- und Kulturfest in Halle an der Saale am 16. Juni 2012

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Am 16. Juni 2012 fand in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) ein Sport- und Kulturfest statt, an dem Sportmannschaften und Einzelspieler aus ganz Deutschland um Pokale und Medaillen in folgenden Turnieren kämpfen konnten: Fußball, Volleyball, Schach und Tischtennis.



Sport ist populär unter Russlanddeutschen sowohl in ihren Herkunftsgebieten, als auch hier in Deutschland. Davon zeugt auch eine hohe Zahl der bekannten Sportler russlanddeutscher Herkunft, wie z. B. der Fußballer Andreas Beck (FC Hoffenheim) oder Ina Menzer, Boxweltmeisterin im Federgewicht. Viele Vereine und Verbände der Spätaussiedler haben sich zur Aufgabe gemacht, über sportliche Aktivitäten zur Integration der Russlanddeutschen in Deutschland beizutragen. Auch für den Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland ist Sport eine der Richtungen der Arbeit, über die sehr viele Jugendliche erreicht werden und ihnen bei ihrer Integration geholfen werden kann.

Sollten die Katholiken aus Russland sich organisieren? Ihre Meinung ist uns wichtig!

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Bereits beim ersten Treffen des neuen Beraterkreises von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Vertriebene und Aussiedler, wurde die Frage formuliert: Sollten die Katholiken aus Russland sich organisieren und eine Laienorganisation gründen?

Katholikentag in Mannheim 2012: Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (links) und Visitator Dr. Alexander Hoffmann mit jungen Besuchern.

Ehrenamt: “Motivieren – Medien – moderne Technik”

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Vertreter von etwa 15 Orts- und Kreisgruppen der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft aus allen Teilen des Freistaates waren zu der Multiplikatorenschulung erschienen, die sich am 12. und 13. Mai in Straubing mit den Themen ehrenamtlicher Arbeit “Motivieren – Medien – moderne Technik” befasste. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gefördert.

Die Teilnehmer der Multiplikatorenschulung in Straubing.     Mehr Fotos

 Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Mitglied des bayerischen Landesvorstandes der Landsmannschaft, Karl Kromer, der die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes würdigte, der in den meisten Fällen zusätzlich zu einem harten Arbeitstag im Hauptberuf geleistet werde. Als Belohnung der Arbeit nannte Kromer Veranstaltungen wie die Feier zum 55-jährigen Bestehen der Orts- und Kreisgruppe Augsburg im April d.J., bei der einfach alles gestimmt habe.

28 Jahre ehrenamtliches Engagement

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Baden-württembergische Landesehrennadel für Ida Jobe

Stadtrat Alfred Schick überreichte Ida Jobe die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.  

Im Rahmen einer Muttertagsfeier der Ortsgruppe Oberschwaben-Allgäu (Baden-Württemberg) am 5. Mai im Gemeinderaum der katholischen Kirche St. Maria in Weingarten wurde die Vorsitzende der Ortsgruppe, Ida Jobe, mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Die Organisation der Veranstaltung und die Ehrung selbst verliefen in enger Zusammenarbeit des Vorstandes der Ortsgruppe mit der Weingartener Stadtverwaltung. Bei der Zusammenstellung des umfangreichen Rahmenprogramms mit Tanzdarbietungen, Musik, Gedichten und Geschichten konnten die Verantwortlichen auf die Unterstützung der Tanzschullehrerin Swetlana Kopp und der Kulturreferentin Nelly Mack bauen.

Als Vertreter des Weingartener Oberbürgermeisters überreichte Stadtrat Alfred Schick die Ehrennadel – die höchste Auszeichnung, die das Land Baden-Württemberg für ehrenamtliches Engagement zu vergeben hat! Damit wurde verdientermaßen der Einsatz einer Frau anerkannt, die sich seit nunmehr 28 Jahren für ihre Landsleute aus der ehemaligen Sowjetunion einsetzt.

Ida Jobe mit Stadtrat Alfred Schick und den Vertretern der Landsmannschaft (von rechts): Pius Lutz (Landesvorstand Baden-Württemberg und Ortsgruppenvorstand Oberschwaben-Allgäu), Ludmilla Holzwarth (stellvertretende Landesvorsitzende Baden-Württemberg), Adolf Fetsch (Bundesvorsitzender) und Leontine Wacker (Landesvorsitzende Baden-Württemberg).

Frauenquote verwirklicht

Dem ehrenvollen Anlass angemessen, waren nicht nur knapp 100 Gäste in den Gemeinderaum gekommen, sondern auch die Mitglieder des Ortsgruppenvorstandes, die Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg der Landsmannschaft, Leontine Wacker, ihre Stellvertreterin Ludmilla Holzwarth und der Bundesvorsitzende Adolf Fetsch.

Ida Jobe war die Freude und Rührung anzumerken, als Stadtrat Alfred Schick und Leontine Wacker in ihren Grußworten ihre Verdienste würdigten. Dabei wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Ida Jobe ihren Weg sowohl vor als auch nach der Aussiedlung nach Deutschland gemacht hat.

Adolf Fetsch lobte in seiner Festansprache das Wirken Ida Jobes. Sie gehöre zu den Mitgliedern der Landsmannschaft, die sich neben ihrem eigentlichen Beruf mit ehrenamtlichem Engagement für ihre Landsleute einsetzten. Nicht einmal sie selbst könne wohl sagen, wie vielen von ihnen sie bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, beim Gang zu Behörden, beim Ausfüllen von Formularen, beim Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen, bei der Vermittlung in Ausbildungsgänge und bei vielem mehr geholfen habe.

Ida Jobe gehöre in vorderster Linie zum Heer der landsmannschaftlichen Sozialberaterinnen und -berater, die allein in den vergangenen beiden Jahrzehnten mehr als eine Million offiziell verbuchter Beratungs- und Betreuungsstunden geleistet hätten – eine Zahl, die man nicht oft genug nennen könne, wenn es darum gehe, über die Arbeit der Landsmannschaft zu berichten.

Ida Jobe sei eine der Vorzeigefrauen des Vereins, die dazu beigetragen hätten, dass die in den letzten Wochen und Monaten immer wieder diskutierte Frauenquote in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in der Landsmannschaft längst verwirklicht ist.

Insbesondere gelte das für die Landesgruppe Baden-Württemberg mit Leontine Wacker an der Spitze und einem Vorstand, der sich zur Hälfte aus Frauen zusammensetzt. Hinzu komme, dass nicht weniger als 14 der insgesamt 23 baden-württembergischen Orts- und Kreisgruppen der Landsmannschaft von Frauen geleitet würden, und an Sozial- und Kulturtagungen beteiligten sich oft so wenige Männer, dass man beinahe eine Männerquote fordern müsste.

28 Jahre Ehrenamt

Ida Jobe wurde am 26. Juli 1950 in Balchasch, Kasachstan, in einer deutschen Arbeiterfamilie geboren, die dorthin nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Ukraine vertrieben worden war. Nach Erlangung der Mittleren Reife in Karaganda war sie zwei Jahre als Chemielaborantin beschäftigt und studierte gleichzeitig an der Universität Karaganda. Nach erfolgreichem Abschluss 1972 arbeitete sie als Mathematiklehrerin.

Um die Chancen auf eine Ausreisegenehmigung nach Deutschland zu erhöhen, zog die Familie Jobe 1978 nach Dnjep­ropetrowsk, Ukraine. Es dauerte fünf Jahre, bis die Ausreise am 9. September 1983 tatsächlich genehmigt wurde und die Familie am 27. Oktober desselben Jahren über Friedland nach Weingarten kam.

Ida Jobe absolvierte einen Deutschkurs und schrieb sich dann an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten ein. Nach erfolgreichem Studium und der Referendarzeit arbeitete sie ab 1992 als Mathematiklehrerin in verschiedenen Einrichtungen. Seit 2010 ist sie Pensionärin.

Bereits ein Jahr nach ihrer Aussiedlung nach Deutschland im Jahr 1983 wurde sie Vorsitzende der Orts- und Kreisgruppe Oberschwaben-Allgäu und Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Baden-Württemberg. Seit 1990 ist sie außerdem Mitglied der Revisionskommission des Bundesvorstandes der Landsmannschaft. Die goldene Ehrennadel, die ihr 2004 verliehen wurden, war der verdiente Lohn ihres Engagements.

Alle genannten Aufgaben nimmt Ida Jobe nach wie vor wahr, und sie hat dafür gesorgt, dass ihre Orts- und Kreisgruppe eine der größten und aktivsten Gliederungen der Landsmannschaft in Baden-Württemberg geblieben ist – in dem Bundesland also, in dem rund 800.000 der insgesamt 2,8 Millionen im Bundesgebiet lebenden Deutschen aus Russland eine neue Heimat gefunden haben und in dem die Landsmannschaft traditionell am stärksten vertreten ist.

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Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen mit der Partnerregion Tjumen in Russland

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Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen

der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

mit der Partnerregion

des Landes Niedersachsen, Tjumen in Russland,

vom 30. Mai bis 3. Juni 2012

 Höhepunkte des Programms:

 30. Mai 2012, Mittwoch:

▪ Begrüßung der Gäste aus Tjumen durch die 1. Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Lilli Bischoff;

▪ Besuch im Niedersächsischen Landtag; Begrüßung durch den Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Götz (MdL);

▪ Demokratieforum im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages: Niedersachsen im System des Föderalismus / Tjumen als Region der Russischen Föderation.

Die Teilnehmer der Begegnung vor dem Schlossmuseum in Jever