Bundesdelegiertenversammlung in Fulda 2018

Standard

Johann Thießen zum Bundesvorsitzenden gewählt

Der neue Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (von links nach rechts): Walter Gauks, Ewald Oster, Valentina Dederer, Johann Thießen (Bundesvorsitzender), Lilli Bischoff und Dietmar Schulmeister. Es fehlt Albina Nazarenus-Vetter.

Gut 90 Delegierte kamen am 13. und 14. Oktober 2018 in Fulda (Hessen) zusammen, um einen neuen Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zu wählen und die Weichen für eine Fortführung der erfolgreichen Arbeit zu stellen.

Nach den Berichten des amtierenden Bundesvorsitzenden Johann Thießen (Hessen) und der Bundesgeschäftsführerin Rita Heidebrecht (Stuttgart) wurde Johann Thießen, der das Amt nach dem Rücktritt seines Vorgängers Waldemar Eisenbraun seit Juni 2018 innegehabt hatte, mit knapper Mehrheit zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Er setzte sich mit 47 zu 42 Stimmen gegen seinen Herausforderer Ernst Strohmaier (Baden-Württemberg) durch.

Zu weiteren Bundesvorstandsmitgliedern wurden gewählt:

  • Lilli Bischoff (Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen);
  • Dietmar Schulmeister (Vorsitzender der Landesgruppe NRW);
  • Ewald Oster (Vorsitzender der Landesgruppe Bayern);
  • Valentina Dederer (Vorsitzende der Landesgruppe Rheinland-Pfalz);
  • Albina Nazarenus-Vetter (Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Hessen);
  • Walter Gauks (Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland).

Zusätzlich wurden die Mitglieder der Verbandsausschüsse der Landsmannschaft gewählt und geringfügige Änderungen ihrer Satzung beschlossen.

Schüler, Auszubildende und Studenten haben gemäß Beschluss der Bundesdelegiertenversammlung künftig die Möglichkeit, zu einem erheblich reduzierten Mitgliedsbeitrag (12 statt 30 Euro) der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland beizutreten.

Altersarmut bei Spätaussiedlern – aus der politischen Tagesordnung ausgeklammert!

Standard

Eine Stellungnahme der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Stellungnahme als PDF-Datei herunterladen

Wie die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland erfahren hat, steht das Thema „Altersarmut bei Spätaussiedlern“ nicht auf der Tagesordnung der Regierungskommission. Das ist nicht zu verantworten und auch deshalb nur schwer zu begreifen, weil sich bereits zahlreiche Politiker unserer Auffassung angeschlossen haben, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Konkrete Schritte fehlen bisher jedoch.

Für uns ergibt sich daher die Frage: Soll etwa gerade auch für Deutsche aus Russland der Slogan gelten: „Ruhestand war gestern – malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal.“

Ganz allgemein ist es in einem reichen Land wie der Bundesrepublik ein Skandal, dass die Altersgruppe der 65-Jährigen und darüber mittlerweile den größten Anteil der geringfügig Beschäftigten stellt. 2016 mussten rund 8,6 Millionen Rentner mit weniger als 800 Euro im Monat auskommen und galten damit gemäß EU-Definition als in erheblichem Maße armutsgefährdet.

Bei den Deutschen aus Russland liegt der Anteil der im Alter Armutsgefährdeten noch weit über dem Bundesdurchschnitt. Betroffen sind alle Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion, unabhängig davon, ob sie mit dem Status Heimkehrer, Spätheimkehrer, Aussiedler oder Spätaussiedler geführt werden.

Führungswechsel bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.

Standard

Johann Thießen

Johann Thießen neuer Bundesvorsitzender der LmDR.

(hier pdf-Datei)

Entsprechend §10 Absatz 3 der Satzung unseres Verbandes, wurde Johann Thießen, bisheriger stellvertretender Bundesvorsitzender, am 2. Juni 2018 zum neuen Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland gewählt.

In dieser Funktion wird Johann Thießen den Bundesverband bis zu den regulären Neuwahlen des Bundesvorstandes im Herbst 2018 leiten.

Johann Thießen ist 1954 in Russland geboren. Er lebt seit 1991 in Kassel und ist praktizierender Gynäkologe. Seit 2006 ist Johann Thießen Vorsitzender der Landesgruppe Hessen der LmDR.

Zuvor hatte Waldemar Eisenbraun das Amt des Bundesvorsitzenden der LmDR niedergelegt.

Auf Initiative des bayerischen Landesvorsitzenden Ewald Oster und aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstandes der Landesgruppe Bayern der LmDR hat Waldemar Eisenbraun die neu geschaffene Stelle des Kulturreferenten der Deutschen aus Russland im Freistaat Bayern zum 1. Juni 2018 übernommen.

Eine seiner vielfältigen Aufgaben soll die umfassende Mitwirkung bei der Entstehung des vom Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder angekündigten Kulturzentrums der Deutschen aus Russland mit Sitz in Nürnberg sein.

Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg

Standard

In der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder vom 18. April 2018 vor dem Bayerischen Landtag heißt es: „Auch Vertriebene und Aussiedler bereichern uns mit ihrem kulturellen Erbe. Gerade die Deutschen aus Russland sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Daher gründen wir ein Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg.“

Link zur Regierungserklärung: http://bayern.de/das-beste-fuer-bayern
Link zum dieser Mitteilung im pdf-Format


Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland begrüßt die Zusage des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, ein Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg zu schaffen. Damit wird nicht nur eine langjährige Forderung unseres Verbandes erfüllt, sondern auch ein wichtiges und sichtbares Zeichen in Richtung unserer Landsleute in Bayern und darüber hinaus gesetzt. Das Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland wird das erste dieser Art in ganz Deutschland sein!

Wir betrachten diese erfreuliche Entwicklung als Ergebnis der langjährigen und intensiven Arbeit des Landesverbandes Bayern unserer Landsmannschaft und als deutliche Wertschätzung der vielfältigen Leistungen der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum durch den Freistaat Bayern.

Dr. Markus Söder ist seit über 20 Jahren Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und kennt die Anliegen und Sorgen unserer  Landsleute auch aus zahlreichen persönlichen Kontakten.

Sylvia Stierstorfer (MdL)

Mit seinem Amtsantritt als Ministerpräsident wurde in Bayern erstmals das Amt eines Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Vertriebene und Aussiedler geschaffen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde Sylvia Stierstorfer, Mitglied des Bayerischen Landtages, übertragen, die sich als Kümmerin für den genannten Personenkreis versteht und bereits im engen Kontakt mit unserem Verband steht.


Wir freuen uns auf die positiven Vorzeichen und die großen Vorhaben für unsere Landsleute in Bayern und werden als Landsmannschaft unseren Beitrag zum Erreichen der erklärten Ziele gerne und engagiert leisten.

Waldemar Eisenbraun
(Bundesvorsitzender)