Aussiedlung – Beheimatung – politische Teilhabe Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland

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Mit rund 2,4 Millionen Menschen stellen die Russlanddeutschen, die seit 1950 als Aussiedler oder Spätaussiedler aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten nach Deutschland gekommen sind, die größte Einwanderergruppe, die die deutsche Gesellschaft seit der Zuwanderung der „Gastarbeiter“ aufgenommen hat. Ebenfalls in engen zeitlichen Zusammenhang mit der Auflösung der Sowjetunion siedelten sich seit 1990 ca. 215.000 ‚Kontingentflüchtlinge‘ mit jüdischem Hintergrund in Deutschland an. Schließlich leben gut 230.000 Menschen in Deutschland, die ausschließlich einen russischen Pass besitzen.

Die Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung zielt darauf ab, die in den letzten Jahren öffentlich nur unzureichend diskutierten Fragen von Beheimatung und Identitäten dieser ganz unterschiedlichen Gruppen in den Mittelpunkt eines ergebnisoffenen und konstruktiven Gesprächs zu stellen. Sie fokussiert auf die Deutschen aus Russland als einer der größten Einwanderergruppen in der Bundesrepublik, nimmt sich jedoch auch der Wechselwirkungen mit anderen russischsprachigen Gruppen und Menschen in Deutschland an.

Traditioneller Neujahrsempfang: Landesgruppe NRW wählt neuen Vorstand

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LMDR NRW LV

Hattingen/Düsseldorf, 21.01.2016„Wir würden uns gern wünschen, dass das Jahr 2017 nicht schlechter wird als sein Vorgänger!“, mit diesen Worten hat der Vorsitzende der Landesgruppe NRW, Alexander Kühl, den Neujahrsempfang 2017 am 21. Januar in Hattingen eröffnet.  Die letzten nicht erfreulichen Ereignisse in der Welt, in Europa und zuletzt das Attentat in Berlin haben ihre Spuren hinterlassen und brachten viele zum Nachdenken. Nichtdestotrotz muss man zusammenhalten wie in guten sowie in den schlechten Tagen und unser alltägliches Leben weiterführen. Darin waren sich alle Teilnehmer des Neujahrsempfangs einig. Auch Thorsten Klute, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein- Westfalen, der die Delegierten der Orts- und Kreisgruppen begrüßte und auf die bevorstehenden Landtagswahlen in NRW hinwies. Er unterstrich den geleisteten Beitrag in der Integrationsarbeit und machte u.a. auf das mit dem Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen erarbeitete elektronische Lehrmedium über die Geschichte der Deutschen aus Russland aufmerksam. Neben der Landespolitik grüßte auch Margret Melsa, Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Hattingen, alle Anwesenden und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Landsmannschaft mit den anderen Vereinen und Verbänden. Anschließend berichtete Johann Thießen, Stellv. Bundesvorsitzender der LMDR e.V., über „Aufgaben und Ziele der Landsmannschaft“ in seiner Ansprache. Rückblickend in Bezug auf die durchgeführten Veranstaltungen und Projekte der Landesgruppe im Jahr 2016 stellte Alexander Kühl in einer etwa 40-minütigen Präsentation die Arbeitsergebnisse dar. Anwesend waren auch andere prominente Gäste wie Valeria Diewald, Geschäftsführerin des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, die ein mit der Otto- Benecke- Stiftung geführtes Projekt angekündigte sowie Dirk Gläser, Bürgermeister der Stadt Hattingen, der „es dann doch noch schaffte“ bei der Landsmannschaft vorbeizuschauen und besonders das ehrenamtliche Engagement der Ortsgruppe Hattingen zu loben. Im Anschluss fand die Landesdelegiertenversammlung mit Neuwahlen unter der Führung und Moderation von Johann Thießen statt. Die 33 Delegierten wählten einen neuen Vorstand der Landesgruppe NRW, der nun von Dietmar Schulmeister angeführt wird. Unterstützt wird er dabei durch Silvana Schindel (stellv. Vorsitzende), Larissa Barthelmös, Roman Friedrich und Fjodor Fast.

Der neue Vorstand bedankt sich bei allen Mitgliedern der Landsmannschaft für ihr Vertrauen und wünscht sich eine produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vorständen aller Kreis- und Ortsgruppen!

Altersarmut bei Spätaussiedlern und klare Aussagen zur Verständigungspolitik

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BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB

Bundesversammlung fasst einstimmige Entschließungen

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB erklärt:

Die versammelten Vertreter der Landsmannschaften und Landesverbände haben am 2. Dezember 2016 einmütig gefordert, das Risiko der Altersarmut bei Spätaussiedlern abzumildern. Dies begrüße ich ausdrücklich.

Ich freue mich außerdem, dass die BdV-Bundesversammlung sich klar zur Fortsetzung der grenzüberschreitenden verständigungspolitischen Arbeit des Verbandes bekannt hat.

Die folgenden Entschließungen wurden einstimmig von den Delegierten verabschiedet. Auch dies werden Schwerpunkte unserer Arbeit in der nunmehr begonnenen Wahlperiode sein.

Entschließungen der BdV-Bundesversammlung vom 2. Dezember 2016

Altersarmut bekämpfen – auch bei Spätaussiedlern

Die Bundesversammlung des BdV blickt mit Besorgnis auf das gesamtgesellschaftlich ansteigende Risiko der Altersarmut.

Die zu uns gekommenen Spätaussiedler sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Ursache hierfür sind die Änderungen des Fremdrentengesetzes (FRG) der 1990er-Jahre sowie die Bestimmungen nach dem Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz von 1996 mit der Deckelung der im Ausland erworbenen anrechenbaren Entgeltpunkte und der Einführung eines niedrigeren Bewertungsfaktors von 0,6.

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