Nelli Kossko, „In den Fängen der Zeit“ – drei Bücher in einem Band

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Tipp für ein Weihnachtsgeschenk


Wer noch ein passendes Weihnachtsgeschenk für seine lesenden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte sucht, ist bei der neuen Veröffentlichung von Nelli Kossko „In den Fängen der Zeit. Wege und Irrwege einer Deutschen aus Russland“ (Verlag ratio-books, Lohmar 2018) genau richtig. Mit dem neuen Buch konnte die Journalistin, Schriftstellerin und Zeitungsmacherin, die für ihr Lebenswerk 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt, dem langjährigen Wunsch ihrer zahlreichen Leser gerecht werden – ihre bis 2007 erschienene Trilogie in drei Einzelbänden in einem Sammelband zu vereinen. Unter dem Titel „In den Fängen der Zeit“ präsentiert die aufwendig aufgemachte Geschenkedition alte Inhalte im neuen Gewand.

Das Buch ist eine ergänzte und bearbeitete Sammelausgabe der Trilogie von „Die geraubte Kindheit“ (2003), „Am anderen Ende der Welt“ (2004) und „Wo ist das Land …“ (2007), die als Einzelausgaben schon längst ausverkauft sind. „Ich bin glücklich, meinen Lesern diese lang ersehnte Geschenkausgabe zu präsentieren“, sagt Nelli Kossko. Der lange Weg der Protagonistin ihrer Trilogie, Emma Wagner, beginnt 1944 in Marienheim/Ukraine, verläuft weiter über Bessarabien-Rumänien-Ungarn-Polen bis nach Dresden und schlängelt sich kurz darauf über Polen nach Russland zurück – von Kostroma über den Ural, West- und Ostsibirien bis hin zum Fernen Osten, über Magadan Richtung Kolyma. Erst ab 1956 führt der Weg Emma, und die Autorin selbst, schrittweise zurück in den Westen – zunächst in den Ural, dann nach Moldawien, in die Nähe der Heimat ihrer Eltern, und schließlich nach Deutschland, dem Endpunkt ihrer Irrungen. Hier haben sie und ihre Familie Wurzeln geschlagen, und ihre Wege führen sie nur noch in die vielen Urlaubsländer, aus denen sie immer wieder gerne heimkehrt.

Nelli Kossko,
„In den Fänger der Zeit.
Wege und Irrwege einer Deutschen aus Russland“
383 Seiten, Preis 16,80 Euro (zuzüglich Versandkosten).
ISBN: 978-3-96136-043-7.
Zu beziehen über Buchhandlungen oder online
(beim Verlag ratio-books oder bei Amazon).

 

Neuer Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland nimmt Arbeit auf

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Der neue Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (von links nach
rechts): Walter Gauks, Lilli Bischoff, Dietmar Schulmeister, Johann Thießen (Bundesvorsitzender), Ewald Oster, Albina Nazarenus-Vetter und Valentina Dederer.

Der Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. ist komplett. Mit der Wahl des geschäftsführenden Vorstandes am 4. November und der anschließenden konstituierenden Sitzung nimmt der Vorstand seine Arbeit auf. Neben personellen standen vor allem inhaltliche Fragen im Mittelpunkt. Um die Arbeit des Bundesvorstandes und des Bundesvorsitzenden Johann Thießen zu unterstützen, wurden strategische Ausschüsse gebildet. Erfreulich außerdem: Mit Lilli Bischoff, Albina Nazarenus-Vetter und Valentina Dederer übernehmen drei Frauen zentrale Aufgaben im Bundesvorstand, der nun paritätisch besetzt ist.

Lilli Bischoff führt die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit der Landsmannschaft fort und setzt sich für einen verstärkten Dialog mit den Organisationen der Deutschen in den Herkunftsstaaten ein. Dietmar Schulmeister übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit. Schwerpunkt seiner Arbeit wird es sein, die Positionen der Landsmannschaft sichtbarer zu machen und gleichzeitig die Arbeit der vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vor Ort zu unterstützen. Das Ressort politische Bildung wird federführend von Albina Nazarenus-Vetter gesteuert. Hinzukommen Walter Gauks (Jugend), Ewald Oster (Kultur) und Valentina Dederer (Soziales).

Johann Thießen sagt:
„Mit dem neuen Bundesvorstand sind wir hervorragend aufgestellt, die Interessen unserer Landsleute zu vertreten. Der Mix aus erfahrenen Mitgliedern im Bundesvorstand und neuen Kollegen bringt neue Impulse für unsere Arbeit und frischen Wind bei den Herausforderungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und denke, wir können einiges in Bewegung setzen.“

Bundesdelegiertenversammlung in Fulda 2018

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Johann Thießen zum Bundesvorsitzenden gewählt

Der neue Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (von links nach rechts): Walter Gauks, Ewald Oster, Valentina Dederer, Johann Thießen (Bundesvorsitzender), Lilli Bischoff und Dietmar Schulmeister. Es fehlt Albina Nazarenus-Vetter.

Gut 90 Delegierte kamen am 13. und 14. Oktober 2018 in Fulda (Hessen) zusammen, um einen neuen Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zu wählen und die Weichen für eine Fortführung der erfolgreichen Arbeit zu stellen.

Nach den Berichten des amtierenden Bundesvorsitzenden Johann Thießen (Hessen) und der Bundesgeschäftsführerin Rita Heidebrecht (Stuttgart) wurde Johann Thießen, der das Amt nach dem Rücktritt seines Vorgängers Waldemar Eisenbraun seit Juni 2018 innegehabt hatte, mit knapper Mehrheit zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Er setzte sich mit 47 zu 42 Stimmen gegen seinen Herausforderer Ernst Strohmaier (Baden-Württemberg) durch.

Zu weiteren Bundesvorstandsmitgliedern wurden gewählt:

  • Lilli Bischoff (Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen);
  • Dietmar Schulmeister (Vorsitzender der Landesgruppe NRW);
  • Ewald Oster (Vorsitzender der Landesgruppe Bayern);
  • Valentina Dederer (Vorsitzende der Landesgruppe Rheinland-Pfalz);
  • Albina Nazarenus-Vetter (Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Hessen);
  • Walter Gauks (Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland).

Zusätzlich wurden die Mitglieder der Verbandsausschüsse der Landsmannschaft gewählt und geringfügige Änderungen ihrer Satzung beschlossen.

Schüler, Auszubildende und Studenten haben gemäß Beschluss der Bundesdelegiertenversammlung künftig die Möglichkeit, zu einem erheblich reduzierten Mitgliedsbeitrag (12 statt 30 Euro) der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland beizutreten.

Altersarmut bei Spätaussiedlern – aus der politischen Tagesordnung ausgeklammert!

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Eine Stellungnahme der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

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Wie die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland erfahren hat, steht das Thema „Altersarmut bei Spätaussiedlern“ nicht auf der Tagesordnung der Regierungskommission. Das ist nicht zu verantworten und auch deshalb nur schwer zu begreifen, weil sich bereits zahlreiche Politiker unserer Auffassung angeschlossen haben, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Konkrete Schritte fehlen bisher jedoch.

Für uns ergibt sich daher die Frage: Soll etwa gerade auch für Deutsche aus Russland der Slogan gelten: „Ruhestand war gestern – malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal.“

Ganz allgemein ist es in einem reichen Land wie der Bundesrepublik ein Skandal, dass die Altersgruppe der 65-Jährigen und darüber mittlerweile den größten Anteil der geringfügig Beschäftigten stellt. 2016 mussten rund 8,6 Millionen Rentner mit weniger als 800 Euro im Monat auskommen und galten damit gemäß EU-Definition als in erheblichem Maße armutsgefährdet.

Bei den Deutschen aus Russland liegt der Anteil der im Alter Armutsgefährdeten noch weit über dem Bundesdurchschnitt. Betroffen sind alle Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion, unabhängig davon, ob sie mit dem Status Heimkehrer, Spätheimkehrer, Aussiedler oder Spätaussiedler geführt werden.