Satzung

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Neu­fas­sung laut Beschluss der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung vom 11./12. Okto­ber 2003

 

Sitz des Ver­ein ist Stutt­gart:

Bun­des­ge­schäfts­stel­le, Rai­tels­berg­stra­ße 49, 70188 Stutt­gart

Bank­kon­ten:

Kon­to: 214 758 001
BLZ: 600 901 00

IBAN: DE91 6009 0100 0214 7580 01
BIC: VOBADESS

Stutt­gar­ter Volks­bank eG

 

 

SATZUNG

§1
Begriff und Wirkungskreis (Arbeitsbereich)

1.Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. betrach­tet sich als die Ver­tre­te­rin aller Russ­land­deut­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

2. Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. schließt alle Russ­land­deut­schen (§ 4), unbe­scha­det der kon­fes­sio­nel­len, welt­an­schau­li­chen und par­tei­po­li­ti­schen Ein­stel­lung des Ein­zel­nen, in einer Orga­ni­sa­ti­on zusam­men und ist über­kon­fes­sio­nell und über­par­tei­li­ch.

 

§ 2
Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Die Lands­mann­schaft führt als Ver­ein den Namen „LANDSMANNSCHAFT DER DEUTSCHEN AUS RUSSLAND E. V.”

2. Der Sitz des Ver­eins ist Stutt­gart. Er ist in das Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen.

3. Das Geschäfts­jahr ist das Kalen­der­jahr.

 

§ 3
Ziel und Zweck der Landsmannschaft

1. Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. mit Sitz in Stutt­gart ver­folgt aus­schließ­li­ch und unmit­tel­bar gemein­nüt­zi­ge und mild­tä­ti­ge Zwecke im Sin­ne des Abschnitts „Steu­er­be­güns­tig­te Zwecke” der Abga­ben­ord­nung.

2. Ziel und Zweck der Lands­mann­schaft sind:

a) För­de­rung der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung und der Aus­rei­se und Auf­nah­me aller Deut­schen und ihrer Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, die die ehe­ma­li­ge Sowjet­uni­on ver­las­sen möch­ten;

b) Bera­tung und Betreu­ung der Aus­sied­ler, Spät­aus­sied­ler, Ver­trie­be­nen, Kriegs­ge­fan­ge­nen, Kriegs­op­fer und Kriegs­hin­ter­blie­be­nen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on in allen Fra­gen der recht­li­chen, sozia­len und wirt­schaft­li­chen Ein­glie­de­rung;

c) För­de­rung der sprach­li­chen, kul­tu­rell-eth­ni­schen und reli­giö­sen Iden­ti­tät der Deut­schen in den ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­bli­ken;

d) För­de­rung der Jugend durch sprach­li­che, schu­li­sche, beruf­li­che, gesell­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Ein­glie­de­rung;

e) För­de­rung des lands­mann­schaft­li­chen Zusam­men­halts im In- und Aus­land und Ver­tie­fung des Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühls mit allen Schich­ten der Bevöl­ke­rung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land;

f) Ver­brei­tung und Ver­tie­fung der geschicht­li­chen Kennt­nis­se über die ehe­ma­li­gen Her­kunfts­ge­bie­te;

g) Unter­stüt­zung von For­schungs­vor­ha­ben auf wis­sen­schaft­li­chem, eth­ni­schem und kul­tu­rel­lem Gebiet;

h) Ein­tre­ten für die Ver­wirk­li­chung der Men­schen­rech­te und des Selbst­be­stim­mungs­rech­tes aller Völ­ker.

3. Der Sat­zungs­zweck wird ver­wirk­licht ins­be­son­de­re durch:

a) Wah­rung und Ver­tre­tung der sozia­len, wirt­schaft­li­chen und hei­mat­po­li­ti­schen Inter­es­sen der Mit­glie­der und Lands­leu­te im Rah­men der Geset­ze gegen­über der Regie­rung und der gesetz­ge­ben­den Kör­per­schaf­ten, vor Behör­den, Gerich­ten und der Öffent­lich­keit, wenn dies der Ver­ein für not­wen­dig erach­tet;

b) Zusam­men­ar­beit mit allen zustän­di­gen Behör­den und ande­ren Insti­tu­tio­nen auf Bun­des-, Lan­des- und kom­mu­na­ler Ebe­ne;

c) Zusam­men­ar­beit mit allen lands­mann­schaft­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen der Deut­schen aus Russ­land im In- und Aus­land;

d) Zusam­men­ar­beit mit ent­spre­chen­den Lehr- und For­schungs­ein­rich­tun­gen;

e) Durch­füh­rung von Aus­stel­lun­gen zur Dar­stel­lung der Geschich­te, ins­be­son­de­re auch des Kriegs- sowie Kriegs­fol­gen­schick­sals der Russ­land­deut­schen;

f) Her­aus­ga­be von Publi­ka­tio­nen zur Erfas­sung, Siche­rung und Pfle­ge des russ­land­deut­schen Kul­tur­gu­tes;

g) Errich­tung und Unter­hal­tung von Ehren­ma­len und Gedenk­ta­feln.

 

§ 4
Volksgruppenzugehörigkeit

1. Russ­land­deut­scher ist ein Deut­scher, der in den Gren­zen der UdSSR von 1937 gebo­ren ist.

2. Als Russ­land­deut­scher gilt auch ein Deut­scher, der von min­des­tens einem russ­land­deut­schen Eltern- oder Groß­el­tern­teil abstammt oder mit einem russ­land­deut­schen Ehe­gat­ten ver­hei­ra­tet ist.

Als Russ­land­deut­scher gilt auch ein Deut­scher, der län­ge­re Zeit in dem im § 4 Abs. 1 bezeich­ne­ten Gebiet gewohnt hat und sei­ne Ver­bun­den­heit mit der russ­land­deut­schen Volks­grup­pe bekun­det.

 

§ 5
Mitgliedschaft

1. Ordent­li­ches Mit­glied der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. kann jeder Deut­sche wer­den, der Russ­land­deut­scher ist oder als Russ­land­deut­scher gilt, sofern er voll­jäh­rig und im Besitz der bür­ger­li­chen Ehren­rech­te ist und ihm nicht das Recht der Zuge­hö­rig­keit zu Ver­ei­nen abge­spro­chen ist.

2. Die Auf­nah­me von ordent­li­chen Mit­glie­dern erfolgt auf­grund und mit Wir­kung vom Zeit­punkt der schrift­li­chen Bei­tritts­er­klä­rung. Über die Auf­nah­me ent­schei­det die für den Wohn­ort des Lands­man­nes zustän­di­ge unter­s­te Gebiets­glie­de­rung. In Zwei­fels­fäl­len ent­schei­det die nächst höhe­re Gebiets­glie­de­rung oder der Bun­des­vor­stand.

3. Die ordent­li­chen Mit­glie­der der Lands­mann­schaft sind berech­tigt,

a) die Ein­rich­tun­gen der Lands­mann­schaft zu benut­zen,

b) an Ver­an­stal­tun­gen teil­zu­neh­men,

c) nach Maß­ga­be die­ser Sat­zung und der Ver­bands­ord­nung an Ver­samm­lun­gen teil­zu­neh­men und zu wäh­len oder gewählt zu wer­den.

4. Die ordent­li­chen Mit­glie­der sind ver­pflich­tet, den von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung fest­ge­leg­ten Mit­glieds­bei­trag jähr­li­ch im Vor­aus direkt an die Bun­des­ge­schäfts­stel­le zu ent­rich­ten.

5. Die ordent­li­chen Mit­glie­der ver­pflich­ten sich mit ihrem Bei­tritt, die Sat­zung, die Ver­bands­ord­nun­gen und die Beschlüs­se der zustän­di­gen Orga­ne der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. zu beach­ten und die Zwecke und Zie­le nach Kräf­ten zu för­dern.

6. Die ordent­li­chen Mit­glie­der unter­wer­fen sich bei Streit­fäl­len mit den Orga­nen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. oder unter­ein­an­der, soweit sol­che dem lands­mann­schaft­li­chen Ver­hält­nis ent­sprin­gen, den Ent­schei­dun­gen im Wege des Bun­des­schieds­kom­mis­si­ons­ver­fah­rens der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V.

7. Ordent­li­chen Mit­glie­dern gleich­ge­stellt sind alle Fami­li­en­mit­glie­der des Haus­hal­tes eines ordent­li­chen Mit­glie­des. Fami­li­en­mit­glie­der sind Mit­glie­der ohne Bei­trags­pflicht.

8. Die Monats­zeit­schrift „Volk auf dem Weg” ist das offi­zi­el­le Organ der Lands­mann­schaft. Sie wird den Mit­glie­dern ohne Erhe­bung eines Bezugs­gel­des gelie­fert.

 

§ 6
Beendigung der Mitgliedschaft und Einschränkung der Mitgliedschaftsrechte

Die Mit­glied­schaft endet durch Tod, frei­wil­li­gen Aus­tritt, Aberken­nung oder Aus­schluss.

1. Der frei­wil­li­ge Aus­tritt aus der Lands­mann­schaft erfolgt zum Ende eines Kalen­der­jah­res nach vor­her­ge­hen­der vier­tel­jähr­li­cher schrift­li­cher Aus­tritts­er­klä­rung bei der für den Wohn­ort des Mit­glieds zustän­di­gen unters­ten Gebiets­glie­de­rung oder unmit­tel­bar bei der Bun­des­ge­schäfts­stel­le.

2. Die Aberken­nung der ordent­li­chen Mit­glied­schaft erfolgt bei mehr als sechs­mo­na­ti­gem schuld­haf­ten Ver­zug in der Bei­trags­leis­tung auf Antrag oder nach Anhö­rung des Vor­stan­des der für den Wohn­ort des Lands­man­nes zustän­di­gen unters­ten Gebiets­glie­de­rung durch die nächst höhe­re Gebiets­glie­de­rung oder die Bun­des­ge­schäfts­stel­le.

3. Die Ein­schrän­kung der Mit­glied­schafts­rech­te (z.B. vor­über­ge­hen­des Ruhen der Mit­glied­schaft, der Funk­tio­nen bzw. Amts­trä­ger­schaft usw.) oder der Aus­schluss eines ordent­li­chen Mit­glie­des kön­nen wegen Gefähr­dung oder Schä­di­gung der Inter­es­sen der Lands­mann­schaft auf Antrag einer Glie­de­rung durch den Bun­des­vor­stand mit 2/3-Mehrheit der an der Sit­zung teil­neh­men­den Bun­des­vor­stands­mit­glie­der erfol­gen, gegen des­sen Ent­schei­dung bin­nen Monats­frist ab der Zustel­lung des schrift­li­chen Beschei­des die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on ange­ru­fen wer­den kann. Die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on ent­schei­det end­gül­tig.

4. Der Bun­des­vor­stand und der zustän­di­ge Lan­des­vor­stand kön­nen von sich aus ein Ver­fah­ren zur Ein­schrän­kung der Mit­glied­schafts­rech­te oder ein Aus­schluss­ver­fah­ren gemäß den Bestim­mun­gen des § 6 Abs. 3 ein­lei­ten.

5. Aus­ge­schie­de­ne Mit­glie­der sind ver­pflich­tet, die bis zum Zeit­punkt der Wirk­sam­keit ihres Aus­schei­dens fäl­li­gen Mit­glieds­bei­trä­ge zu ent­rich­ten.

 

§ 7
Außerordentliche Mitgliedschaft

1. Per­so­nen, die nicht Russ­land­deut­sche sind und sich im Sin­ne des § 3 die­ser Sat­zung betä­ti­gen, kön­nen auf Wunsch als för­dern­de Mit­glie­der in die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. auf­ge­nom­men wer­den.

2. Per­so­nen, die sich beson­de­re Ver­diens­te um das Russ­land­deutsch­tum erwor­ben haben, kön­nen zu Ehren­mit­glie­dern der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. ernannt wer­den.

3. Die Ehren­mit­glied­schaft der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. wird durch den Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft ver­lie­hen und aberkannt. Die Ver­lei­hung und Aberken­nung hat schrift­li­ch zu erfol­gen und bedarf der Zustim­mung der Dele­gier­ten­ver­samm­lung.

4. För­dern­de und Ehren­mit­glie­der haben das Recht, an Ver­samm­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. gemäß die­ser Sat­zung ohne Stimm­recht teil­zu­neh­men.

 

§ 8
Amtsträger der Landsmannschaft

Amts­trä­ger der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. kön­nen nur ordent­li­che Mit­glie­der sein.

 

§ 9
Wahlen und Beschlüsse

1. Die Abstim­mung erfolgt in der Regel offen durch Hand­auf­he­ben, Erhe­ben von den Sit­zen oder Namens­auf­ruf. Auf Antrag eines Stimm­be­rech­tig­ten muss bei Wahlen eine gehei­me Abstim­mung mit­tels Stimm­zet­tel erfol­gen. In ande­ren Fra­gen erfolgt gehei­me Abstim­mung nur, wenn min­des­tens ein Drit­tel der Ver­samm­lungs­teil­neh­mer eine sol­che for­dert. Mit­glie­der eines Organs, die von der Abstim­mung per­sön­li­ch betrof­fen sind, stim­men nicht mit; dies gilt nicht bei Wahlen.

2. Bei Beschluss­fas­sung und Annah­me eines Antra­ges ent­schei­det die ein­fa­che Mehr­heit der abge­ge­be­nen Stim­men. Bei Stim­men­gleich­heit ist ein Antrag abge­lehnt. Stimm­ent­hal­tun­gen wer­den weder für noch gegen den Antrag gezählt. Eine Ver­tre­tung in der Stim­men­ab­ga­be ist unzu­läs­sig.

3. Bei der Wahl ist bei Gleich­heit der abge­ge­be­nen Stim­men für Wahl­be­wer­ber ein zwei­ter Wahl­gang erfor­der­li­ch. Ergibt der zwei­te Wahl­gang aber­mals Stim­men­gleich­heit, so ent­schei­det das Los.

4. Bei der Wahl des Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft oder des Vor­sit­zen­den einer ihrer Glie­de­run­gen ist die ein­fa­che Mehr­heit der anwe­sen­den Stimm­be­rech­tig­ten erfor­der­li­ch. Kommt die­se im ers­ten Wahl­gang nicht zustan­de, so erfolgt eine Stich­wahl zwi­schen den bei­den Kan­di­da­ten mit der höchs­ten Stim­men­zahl unter sinn­ge­mä­ßer Anwen­dung des § 9 Abs. 3 bei etwai­ger Stim­men­gleich­heit.

5. Bei der Wahl von Vor­stands­mit­glie­dern gilt als gewählt, wer die meis­ten der abge­ge­be­nen Stim­men erhal­ten hat. Bei Gleich­heit der abge­ge­be­nen Stim­men fin­det § 9 Abs.3 Anwen­dung.

 

§ 10
Beurkundung von Beschlüssen: Niederschriften

1. Über jede Sit­zung oder Ver­samm­lung eines Organs ist eine Nie­der­schrift (Pro­to­koll) anzu­fer­ti­gen.

2. In die Nie­der­schrift sind Ort, Tag und Zeit der Sit­zung oder Ver­samm­lung, die Tages­ord­nung, die Namen der anwe­sen­dem Mit­glie­der des Organs, der Wort­laut der Anträ­ge und Beschlüs­se, die Namen der Wahl­be­wer­ber und die Ergeb­nis­se der Wahlen auf­zu­neh­men. Die Anzahl der zustim­men­den, ableh­nen­den und sich ent­hal­ten­den Stim­men ist fest­zu­hal­ten. Per­sön­li­che Erklä­run­gen sind auf Wunsch des Betrof­fe­nen wört­li­ch auf­zu­neh­men.

3. Die Nie­der­schrift ist vom Lei­ter der Sit­zung oder Ver­samm­lung des Organs und dem Pro­to­koll­füh­rer zu unter­zeich­nen.

 

§ 11
Bundesorgane der Landsmannschaft

Die Bun­des­or­ga­ne der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. sind a) die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung, b) der Bun­des­vor­stand, c) der Bei­rat, d) die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on.

 

§ 12
Die Bundesdelegiertenversammlung

1. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung setzt sich zusam­men aus:

a) den Mit­glie­dern des Bun­des­vor­stan­des;

b) dem Vor­sit­zen­den jeder Lan­des­grup­pe, bei Ver­hin­de­rung — oder zu a) gehö­rend — des­sen Stell­ver­tre­ter oder einem aus den Rei­hen der Vor­stands­mit­glie­der durch Vor­stands­be­schluss bestimm­ten Ver­tre­ter;

c) den Ver­tre­tern der von den Vor­stän­den der ein­zel­nen Orts- und Kreis­grup­pen nach nach­fol­gen­dem Schlüs­sel gewähl­ten Dele­gier­ten:

von 50 bis 250 zah­len­den Mit­glie­der ein Dele­gier­ter, von 251 bis 500 zah­len­den Mit­glie­der zwei Dele­gier­te, von 501 bis 750 zah­len­den Mit­glie­der drei Dele­gier­te und dar­über vier Dele­gier­te.

d) den vom Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft für beson­de­re Fra­gen (maxi­mal 5) beru­fe­nen Fach­re­fe­ren­ten, sofern kei­ne Ablei­tung von a-c;

e) je einem Ver­tre­ter der kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen der Deut­schen aus Russ­land ent­spre­chend § 14, Abs. 6. a);

f) den drei Mit­glie­dern der Bun­des­schieds­kom­mis­si­on, sofern kei­ne Ablei­tung von a-e;

g) den drei Mit­glie­dern des Ehren­aus­schus­ses, sofern kei­ne Ablei­tung von a-f;

h) den drei Mit­glie­dern der Bun­des­rech­nungs­prü­fer, sofern kei­ne Ablei­tung von a-g.

i) Mit­glie­der, die kei­ne Der­le­gier­te sind, haben kein Recht, an der Dele­gier­ten­ver­samm­lung teil­zu­neh­men.

2. Stich­tag für die Ermitt­lung des Dele­gier­ten­schlüs­sels ist jeweils der Monats­letz­te, der drei vol­le Mona­te vor der Durch­füh­rung der Dele­gier­ten­ver­samm­lung liegt.

3. Alle unter Abs. 1 genann­ten Mit­glie­der der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung sind stimm­be­rech­tigt, sofern dies nicht im Wider­spruch zu § 9 Abs. 1 die­ser Sat­zung steht.

4. Die von den ein­zel­nen Orts- und Kreis­grup­pen für die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung gewähl­ten Dele­gier­ten sind dem Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. zu mel­den.

5. Die ordent­li­che Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung muss min­des­tens ein­mal in drei Jah­ren zusam­men­tre­ten.

6. Die Ein­be­ru­fung der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung erfolgt spä­tes­tens einen Monat vor dem Zusam­men­tritt schrift­li­ch unter Anga­be der Tages­ord­nung durch den Bun­des­vor­stand. Der Ein­la­dung ist der Rechen­schafts­be­richt des Bun­des­vor­stan­des sowie der Rechen­schafts­be­richt des Bun­des­ge­schäfts­füh­rers bei­zu­fü­gen.

7. Die Ein­be­ru­fung einer außer­or­dent­li­chen Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung erfolgt bei Bedarf durch den Bun­des­vor­stand oder wenn es von einem Drit­tel der Mit­glie­der der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung ver­langt wird.

8. An der Teil­nah­me ver­hin­der­te Mit­glie­der der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung haben ihre Ver­hin­de­rung unver­züg­li­ch dem Bun­des­vor­stand (Bun­des­ge­schäfts­stel­le) mit­zu­tei­len.

9. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung ist die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. im Sin­ne des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches.

10. Die ord­nungs­ge­mäß ein­be­ru­fe­ne Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung ist beschluss­fä­hig. Die Beschlüs­se sind für alle Mit­glie­der bin­dend.

11. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung wird vom Bun­des­vor­sit­zen­den oder einem stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den eröff­net und bis zur Wahl des Prä­si­di­ums, das aus dem Prä­si­den­ten, zwei Vize­prä­si­den­ten und zwei Schrift­füh­rern besteht, gelei­tet.

12. Über die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung, ins­be­son­de­re über die gefass­ten Beschlüs­se, ist Pro­to­koll zu füh­ren, das vom Prä­si­den­ten der Dele­gier­ten­ver­samm­lung, von den zwei in der betref­fen­den Dele­gier­ten­ver­samm­lung gewähl­ten Vize­prä­si­den­ten (als Pro­to­koll­zeu­gen) und von den Pro­to­koll­füh­rern zu unter­zeich­nen ist. Jedes Mit­glied der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung hat das Recht, Ein­sicht in die Nie­der­schrift zu neh­men.

13. Auch ohne Dele­gier­ten­ver­samm­lung kön­nen Beschlüs­se, die ihr vor­be­hal­ten sind, im Aus­nah­me­fall durch den Bun­des­vor­stand gefasst wer­den, wenn von dem Gegen­stand der Beschluss­fas­sung sämt­li­che Dele­gier­te schrift­li­ch ver­stän­digt wor­den sind und mehr als die Hälf­te aller Dele­gier­ten schrift­li­ch zustimmt.

14. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung hat fol­gen­de Auf­ga­ben:

a) Beschluss­fas­sung über die Sat­zung;

b) Beschluss­fas­sung über die Ver­bands­ord­nung (u.a. Ver­bands­ord­nung für die Gebiets­glie­de­rung, für die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Lands­mann­schaft, für die Ehren­ord­nung, für die Schieds­kom­mis­si­on);

c) Geneh­mi­gung von Ver­trä­gen mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen;

d) Beschluss­fas­sung über den Tätig­keits- und Kas­sen­be­richt des Bun­des­vor­stan­des sowie sei­ne Ent­las­tung;

e) Wahl des Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft;

f) Wahl der wei­te­ren Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des;

g) Wahl von drei Mit­glie­dern der Bun­des­schieds­kom­mis­si­on und einem Nach­rück­kan­di­da­ten;

h) Wahl von drei Mit­glie­dern des Ehren­aus­schus­ses und einem Nach­rück­kan­di­da­ten;

i) Wahl von drei Mit­glie­dern der Bun­des­prü­fungs­kom­mis­si­on und einem Nach­rück­kan­di­da­ten;

j) Fest­set­zung der Höhe der Mit­glieds­bei­trä­ge;

k) Fest­set­zung der Höhe der Antei­le der Glie­de­run­gen an den Mit­glieds­bei­trä­gen gemäß der Ver­bands­ord­nung;

l) Ertei­lung der Geneh­mi­gung an Glie­de­run­gen, Son­der­mit­glieds­bei­trä­ge zu erhe­ben;

m) Beschluss­fas­sung über alle wich­ti­gen Ange­le­gen­hei­ten, die ihr vom Bun­des­vor­stand vor­ge­legt wer­den;

n) Abbe­ru­fung des Bun­des­vor­stan­des, des Bun­des­vor­sit­zen­den oder eines ande­ren Mit­glie­des des Bun­des­vor­stan­des aus einem wich­ti­gen Grun­de;

o) Aberken­nung des Man­dats von Mit­glie­dern der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung;

p) Beschluss­fas­sung über die Auf­lö­sung der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V.

 

§ 13
Bundesvorstand

1. Der Bun­des­vor­stand besteht aus sie­ben Mit­glie­dern:

a) dem Bun­des­vor­sit­zen­den;

b) drei stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den;

c) drei wei­te­ren Mit­glie­dern des Vor­stan­des;

2. Der Bun­des­vor­stand beruft Fach­re­fe­ren­ten für die Dau­er sei­ner Legis­la­tur­pe­ri­ode, die er im Bedarfs­fall zu sei­nen Sit­zun­gen ein­lädt, wo sie dann für ihren Fach­be­reich Bera­tungs- und Antrags­recht haben.

3. Der Bun­des­vor­sit­zen­de und die wei­te­ren Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des wer­den auf drei Jah­re gewählt und blei­ben bis zur Neu­wahl im Amt.

Der Bun­des­vor­sit­zen­de wird direkt von der Dele­gier­ten­ver­samm­lung gewählt. Alle wei­te­ren Vor­stands­mit­glie­der wer­den von der Dele­gier­ten­ver­samm­lung gewählt, wobei gewählt ist, wer die meis­ten der abge­ge­be­nen Stim­men erhal­ten hat. Bei der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung nimmt der Bun­des­vor­stand die Ämter­ver­tei­lung vor. Schei­det der Bun­des­vor­sit­zen­de vor­zei­tig aus, so wählt der Bun­des­vor­stand aus sei­ner Mit­te einen Bun­des­vor­sit­zen­den für den Rest der Legis­la­tur­pe­ri­ode mit ein­fa­cher Mehr­heit der bei der Sit­zung anwe­sen­den Bun­des­vor­stands­mit­glie­der. Bei Stim­men­gleich­heit wird nach § 9, Abs. 3 und 4 ver­fah­ren.

4. Der Bun­des­vor­stand führt die Geschäf­te der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. nach Maß­ga­be der Beschlüs­se der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung. Er gibt sich eine Geschäfts­ord­nung.

5. Der Bun­des­vor­stand reprä­sen­tiert die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. und lei­tet die Ver­bands­po­li­tik im Rah­men der Beschlüs­se der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung.

6. Der Vor­stand im Sin­ne von § 26 BGB besteht aus dem Bun­des­vor­sit­zen­den und den drei Stell­ver­tre­tern; je zwei ver­tre­ten den Ver­ein gemein­sam.

7. Der Bun­des­vor­stand wird durch den Bun­des­vor­sit­zen­den, in beson­de­ren Fäl­len durch einen stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den oder auf Antrag eines Vor­stands­mit­glie­des ein­be­ru­fen.

8. Der Bun­des­vor­stand ist beschluss­fä­hig, wenn wenigs­tens die Hälf­te der Vor­stands­mit­glie­der, dar­un­ter der Bun­des­vor­sit­zen­de und einer der stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den oder zwei stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de, anwe­send sind. Die Beschlüs­se des Bun­des­vor­stan­des wer­den durch ein­fa­che Stim­men­mehr­heit der anwe­sen­den Bun­des­vor­stands­mit­glie­der gefasst. Bei Stim­men­gleich­heit ent­schei­det die Stim­me des Vor­sit­zen­den der Sit­zung. Über die Vor­stands­sit­zung, ins­be­son­de­re über die gefass­ten Beschlüs­se, ist Pro­to­koll zu füh­ren, das vom Vor­sit­zen­den der Sit­zung mit unter­zeich­net und allen Vor­stands­mit­glie­dern inner­halb von zwei Wochen zuge­stellt wird.

9. Dem Bun­des­vor­stand obliegt die Beschluss­fas­sung in allen den­je­ni­gen Fra­gen, wel­che nicht der Kom­pe­tenz der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung unter­ste­hen.

10. Der Bun­des­vor­stand hat für die ordent­li­che Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung einen all­ge­mei­nen Tätig­keits­be­richt sowie einen Kas­sen­be­richt zu erstel­len. Bei­de Berich­te sind den Dele­gier­ten mit der Ein­la­dung zur Dele­gier­ten­ver­samm­lung zuzu­stel­len. Mit der Annah­me der Berich­te durch die beschluss­fä­hi­ge Dele­gier­ten­ver­samm­lung gilt der Bun­des­vor­stand als ent­las­tet.

11. Dem Bun­des­vor­stand obliegt die Ver­wal­tung der Mit­tel der Lands­mann­schaft. Er hat das Recht, einen Geschäfts­füh­rer und wei­te­re Ange­stell­te anzu­stel­len. Er wählt aus sei­ner Mit­te einen Haus­halts­aus­schuss, der in Abstim­mung mit dem Bun­des­ge­schäfts­füh­rer für die recht­zei­ti­ge Erstel­lung der Haus­halts­plä­ne und für die lau­fen­den Ein­nah­men und Aus­ga­ben der Lands­mann­schaft im Rah­men der Beschlüs­se der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung und des Bun­des­vor­stan­des ver­ant­wort­li­ch ist.

12. Die von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung gewähl­ten Bun­des­rech­nungs­prü­fer, die nicht dem Bun­des­vor­stand ange­hö­ren dür­fen, haben min­des­tens ein­mal im Jahr eine Kas­sen­prü­fung durch­zu­füh­ren. Die Bun­des­rech­nungs­prü­fer bestim­men den Zeit­punkt der Prü­fung in Abstim­mung mit der Bun­des­ge­schäfts­stel­le.

13. Die Bun­des­vor­stands­mit­glie­der und die Bun­des­fach­re­fe­ren­ten ver­rich­ten ihre Arbeit ehren­amt­li­ch. Wird ein Vor­stands­mit­glied der Lands­mann­schaft haupt­amt­li­ch beschäf­tigt, so wird es tarif­mä­ßig oder ver­ein­ba­rungs­ge­mäß besol­det.

 

§ 14
Der Beirat

1. Beim Bun­des­vor­stand wird ein Bei­rat gebil­det.

2. Der Bei­rat hat bera­ten­de Auf­ga­ben. Er berät den Bun­des­vor­stand in allen Fra­gen, die ihm von die­sem zur Bera­tung vor­ge­legt wer­den.

3. Emp­feh­lun­gen des Bei­ra­tes, die der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung zur Beschluss­fas­sung vor­ge­legt wer­den, bedür­fen der Abstim­mung mit dem Bun­des­vor­stand.

4. Der Bei­rat muss in allen grund­sätz­li­chen Fra­gen, wel­che die gesam­te Volks­grup­pe der Deut­schen aus Russ­land ange­hen, gehört wer­den.

5. Der Bun­des­vor­stand beruft die Mit­glie­der des Bei­ra­tes für die Dau­er sei­ner Legis­la­tur­pe­ri­ode.

6. Der Bei­rat setzt sich zusam­men aus:

a) je einem Ver­tre­ter der kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen der Deut­schen aus Russ­land, näm­li­ch der Kirch­li­chen Gemein­schaft der evan­ge­li­sch-luthe­ri­schen Deut­schen aus Russ­land, des Bun­des der evan­ge­li­sch-frei­kirch­li­chen Gemein­den in Deutsch­land KdÖR (Bap­tis­ten), der Seel­sor­ge­stel­le für die katho­li­schen Russ­land­deut­schen und der Men­no­ni­ti­schen Umsied­ler­be­treu­ung;

b) den Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pen der Lands­mann­schaft;

c) den Fach­re­fe­ren­ten, die vom Bun­des­vor­stand beru­fen wer­den (§ 13 Abs. 2).

7. Der Bei­rat tagt in der Regel vor jeder Dele­gier­ten­ver­samm­lung gemein­sam mit dem Bun­des­vor­stand. Bei­rats­sit­zun­gen wer­den vom Bun­des­vor­sit­zen­den oder einem stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den ein­be­ru­fen und gelei­tet.

8. Über die Bei­rats­sit­zung ist nach Maß­ga­be des § 10 Abs. 1–3 eine Nie­der­schrift anzu­fer­ti­gen.

 

§ 15
Die Bundesgeschäftsstelle

1. Der Bun­des­vor­stand bedient sich zur Durch­füh­rung sei­ner Auf­ga­ben der Bun­des­ge­schäfts­stel­le.

2. Die Bun­des­ge­schäfts­stel­le wird mit dem Bun­des­ge­schäfts­füh­rer und mit der erfor­der­li­chen Anzahl von Sach­be­ar­bei­tern, Schreib- und Hilfs­kräf­ten besetzt.

3. Lei­ter der Bun­des­ge­schäfts­stel­le ist der Bun­des­ge­schäfts­füh­rer.

4. Der Bun­des­vor­stand beschließt nach Bedarf die Ein­rich­tung von Außen­be­ra­tungs­stel­len (Sozi­al­be­ra­tungs­stel­len) im Bun­des­ge­biet.

Die Außen­be­ra­tungs­stel­len unter­ste­hen der Bun­des­ge­schäfts­stel­le. Der Bun­des­ge­schäfts­füh­rer ist für den rei­bungs­lo­sen Arbeits­ab­lauf der Außen­stel­len dem Bun­des­vor­stand gegen­über ver­ant­wort­li­ch.

 

§ 16
Die Gliederungen der Landsmannschaft

1. Die Glie­de­rung erfolgt nach dem Wohn­sitz der Mit­glie­der durch

a) Orts- und Kreis­grup­pen;

b) Lan­des­grup­pen.

2. Die Grün­dung der Lan­des­grup­pen erfolgt unter der Lei­tung des Bunds­vor­stan­des.

Die Grün­dung von Orts- und Kreis­grup­pen erfolgt in der Regel unter der Lei­tung der jewei­li­gen Lan­des­grup­pe; bei einer even­tu­el­len Vakanz durch den Bun­des­vor­stand.

Sie bedarf der Zustim­mung des Bun­des­vor­stan­des. Wenn der Bun­des­vor­stand die Zustim­mung zur Bil­dung einer die­ser Grup­pen ver­sagt, ist Beru­fung an die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on zuläs­sig.

3. Der Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V. kann abwei­chend von (1) und (2) eine ander­wei­ti­ge Gebiets­glie­de­rung ver­fü­gen.

4. Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V. ist in ihrer jugend­pfle­ge­ri­schen und erzie­he­ri­schen Arbeit selb­stän­dig.

 

§ 17
Der Gebietsumfang der Gliederungen

1. Den Gebiet­s­um­fang der Glie­de­run­gen bestimmt

a) der Bun­des­vor­stand für die Lan­des­grup­pen;

b) der Lan­des­vor­stand für die Kreis- und Orts­grup­pen.

Grund­sätz­li­ch soll für jedes Bun­des­land eine Lan­des­grup­pe, für jeden Kreis eine Kreis­grup­pe und für jede grö­ße­re Gemein­de mit einer grö­ße­ren Anzahl von Lands­leu­ten eine Orts­grup­pe gebil­det wer­den.

2. Der Gebiet­s­um­fang der Glie­de­rungs­ein­hei­ten der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Lands­mann­schaft bestimmt sich nach Maß­ga­be der Glie­de­rungs­ord­nung der Lands­mann­schaft. Über Aus­nah­men befin­det der Bun­des­vor­stand auf Anfra­ge und in Abstim­mung mit dem Vor­stand der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on.

3. Die Orga­ni­sa­ti­on der ander­wei­ti­gen Gebiets­glie­de­rung (§ 16, Abs. 3) regelt der

Bun­des­vor­stand. Er kann die­se Befug­nis im Ein­zel­fal­le dem Vor­stand einer Glie­de­rungs­grup­pe über­tra­gen.

 

§ 18
Die Organe der Gliederungen

1. Trä­ger der Wil­lens­bil­dung in der jeweils unters­ten Glie­de­rung ist die Mit­glie­der­ver­samm­lung, in der nächst höhe­ren Glie­de­rung ist es die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (Lan­des­ver­tre­ter­ver­samm­lung) der gewähl­ten Ver­tre­ter der Unter­glie­de­run­gen.

2. Als geschäfts­füh­ren­des Organ hat jede Glie­de­rung einen Vor­stand, den sie selbst wählt.

3. Jede Glie­de­rung kann auch einen erwei­ter­ten Vor­stand als Bera­tungs­gre­mi­um des Vor­stan­des der Glie­de­rung bil­den.

4. Wenn von einer Glie­de­rung kein Vor­stand gewählt wird, dann kann der Vor­stand einer über­ge­ord­ne­ten Glie­de­rung oder der Bun­des­vor­stand einen Vor­stand kom­mis­sa­ri­sch ein­set­zen.

5. Der kom­mis­sa­ri­sche Vor­stand hat alle Rech­te und Pflich­ten eines gewähl­ten Vor­stan­des, bis er von einem sol­chen abge­löst wird.

6. Ein gewähl­ter Vor­stand oder ein­zel­ne sei­ner Mit­glie­der kön­nen vom Bun­des­vor­stand wegen Untä­tig­keit, gro­ber Gefähr­dung oder Schä­di­gung der Inter­es­sen der Lands­mann­schaft ihres Amtes ent­ho­ben wer­den. Wird der gesam­te Vor­stand amts­ent­ho­ben, nimmt der Bun­des­vor­stand die Geschäf­te bis zur Neu­wahl wahr. Er kann die Wahr­neh­mung der Geschäf­te auch auf die zustän­di­ge Lan­des­grup­pe über­tra­gen. Amts­ent­ho­be­ne haben das Recht, sich an die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on zu wen­den.

7. Für die Orga­ni­sa­ti­on der Orts-, Kreis- und Lan­des­grup­pen sind die für die Bun­des­or­ga­ne gel­ten­den Bestim­mun­gen die­ser Sat­zung sinn­ge­mäß anzu­wen­den.

Für die Orts­grup­pen gilt in Ergän­zung zu § 12 Abs. 10 Fol­gen­des:

Die ord­nungs­ge­mäß ein­be­ru­fe­ne Mit­glie­der­ver­samm­lung ist beschluss­fä­hig, wenn min­des­tens die Hälf­te der stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­der anwe­send ist. Ist das nicht der Fall, kann eine Stun­de spä­ter eine wei­te­re Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­be­ru­fen wer­den, die ohne Rück­sicht auf die Anzahl der anwe­sen­den Mit­glie­der beschluss­fä­hig ist. Auf die­sen Umstand ist in der Ein­la­dung aus­drück­li­ch hin­zu­wei­sen. Die Beschlüs­se sind für alle Mit­glie­der bin­dend.

8. Für Orts- und Kreis­grup­pen ist die Ein­be­ru­fung der Mit­glie­der­ver­samm­lung durch eine Ver­öf­fent­li­chung in der Ver­eins­zeit­schrift “Volk auf dem Weg” zuläs­sig.

 

§ 19
Die Rechtsfähigkeit der Gliederungen

1. Mit Zustim­mung des Bun­des­vor­stan­des kön­nen Glie­de­run­gen sich in das Ver­eins­re­gis­ter ein­tra­gen las­sen; bei erfolg­ter Ein­tra­gung von Glie­de­run­gen in das Ver­eins­re­gis­ter vor Inkraft­tre­ten die­ser Sat­zung hat es mit der Ein­schrän­kung des Absat­zes 2 sein Bewen­den.

2. Die mit der Ein­tra­gung in das Ver­eins­re­gis­ter erlang­te Rechts­per­sön­lich­keit ändert nichts an dem Cha­rak­ter der Glie­de­rung, Teil des Bun­des­ver­ban­des der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. zu sein. Die Glie­de­run­gen blei­ben ver­pflich­tet, sich dem Bun­des­ver­band ein­zu­ord­nen und die Beschlüs­se, Wei­sun­gen sowie Aus­kunfts­be­geh­ren über­ge­ord­ne­ter Orga­ne zu befol­gen. Die Sat­zun­gen der Glie­de­run­gen dür­fen mit den Sat­zun­gen und Ver­bands­ord­nun­gen des Bun­des­ver­ban­des nicht im Wider­spruch ste­hen. Wider­spre­chen­de Bestim­mun­gen in den Sat­zun­gen der Glie­de­run­gen sind nich­tig.

3. Über die zuste­hen­den Antei­le an den Mit­glieds­bei­trä­gen und die zuge­wie­se­nen Bei­trä­ge im Rah­men eines auf­zu­stel­len­den Haus­halts­pla­nes kön­nen die Glie­de­run­gen in eige­ner Ver­ant­wor­tung ver­fü­gen.

4. Ohne Zustim­mung des Bun­des­vor­stan­des kön­nen die Glie­de­run­gen kei­ne eige­nen zweck­ge­bun­de­nen Mit­glieds­bei­trä­ge erhe­ben.

5. Ver­pflich­tun­gen kön­nen die Glie­de­run­gen nur im Rah­men der ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel ein­ge­hen. Kei­nes­falls kön­nen sie den Bun­des­ver­band oder ande­re Glie­de­run­gen ver­pflich­ten.

6. Das Ver­mö­gen einer Glie­de­rung, die ihr Bestehen ein­stellt, fällt an die nächst höhe­re Glie­de­rung.

 

§ 20
Die Bundesschiedskommission

1. Die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on besteht aus drei Mit­glie­dern und einem Nach­rück­kan­di­da­ten. Die­se wer­den von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung für eine Amts­zeit von drei Jah­ren gewählt. Ihre Tätig­keit ist ehren­amt­li­ch.

2. Der Bun­des­schieds­kom­mis­si­on obliegt die Wah­rung der Rech­te und der Ehre des Ver­eins und sei­ner Mit­glie­der. (Strei­tig­kei­ten zwi­schen dem Ver­ein und sei­nen Mit­glie­dern sowie zwi­schen Mit­glie­dern unter­ein­an­der soll­ten mög­lichst außer­ge­richt­li­ch unter Mit­wir­kung der Bun­des­schieds­kom­mis­si­on bei­ge­legt wer­den).

3. Die Bun­des­schieds­kom­mis­si­on wird nur auf Antrag tätig. Sie kann von den Ver­eins­or­ga­nen, den Ver­eins­glie­de­run­gen und den Ver­eins­mit­glie­dern ange­ru­fen wer­den.

4. Die Beschlüs­se der Bun­des­schieds­kom­mis­si­on kön­nen außer­ge­richt­li­ch nur bei der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung ange­foch­ten und auch nur von die­ser auf­ge­ho­ben wer­den.

 

§ 21
Die Mittel der Landsmannschaft

1. Die Mit­tel der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. wer­den aus Mit­glieds­bei­trä­gen, Spen­den und aus frei­wil­li­gen Zuwen­dun­gen gebil­det.

2. Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. ist befugt, Zweck­ka­pi­ta­li­en in Emp­fang zu neh­men, zu sam­meln, zu bil­den und zu ver­wer­ten.

3. Die Mit­glie­der der Lands­mann­schaft dür­fen wegen ihrer Mit­glied­schaft kei­ne Zuwen­dun­gen aus dem Ver­mö­gen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. erhal­ten.

 

§ 22

Gemeinnützigkeit der Landsmannschaft

 

1. Die Tätig­keit der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V. dient gemein­nüt­zi­gen Zwecken.

2. Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V. ist selbst­los tätig und ver­folgt nicht in ers­ter Linie eigen­wirt­schaft­li­che Zie­le.

3. Die Mit­tel des Ver­eins dür­fen nur für die sat­zungs­ge­mä­ßen Zwecke ver­wen­det wer­den.

Die Mit­glie­der erhal­ten kei­ne Zuwen­dun­gen aus Mit­teln des Ver­eins.

4. Es darf kei­ne Per­son durch Aus­ga­ben, die dem Zweck der Kör­per­schaft fremd sind, oder durch unver­hält­nis­mä­ßig hohe Ver­gü­tun­gen begüns­tigt wer­den.

 

§ 23
Satzungsänderungen

1. Über Ände­run­gen und Ergän­zun­gen der Sat­zung kann nur die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung bestim­men. Eine Mehr­heit von drei Vier­teln der anwe­sen­den stimm­be­rech­tig­ten Dele­gier­ten ist erfor­der­li­ch. Zur Ände­rung des Zwe­ckes der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land ist die Zustim­mung aller Mit­glie­der erfor­der­li­ch; die Zustim­mung der nicht erschie­ne­nen Mit­glie­der muss schrift­li­ch erfol­gen.

2. Antrags­be­rech­tigt sind Orts-, Kreis- und Lan­des­grup­pen, der Bun­des­vor­stand oder min­des­tens zehn stimm­be­rech­tig­te Dele­gier­te der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung.

 

§ 24
Bestandsklausel

Erweist sich eine Bestim­mung die­ser Sat­zung als unwirk­sam, so blei­ben die übri­gen Bestim­mun­gen wirk­sam.

 

§25
Auflösung der Landsmannschaft

1. Die frei­wil­li­ge Auf­lö­sung der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V. kann nur durch eine Mehr­heit von drei Vier­teln der Gesamt­zahl der stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­der der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung beschlos­sen wer­den.

2. Mit der Auf­lö­sung oder Auf­he­bung des Ver­eins oder bei Weg­fall sei­nes bis­he­ri­gen Zwe­ckes sind auch alle Glie­de­run­gen auf­ge­löst. Soweit Glie­de­run­gen eige­ne Rechts­per­sön­lich­keit haben und sich nicht selbst auf­lö­sen, dür­fen sie den Namen „Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e. V.” nicht mehr füh­ren.

3. Bei Auf­lö­sung und Auf­he­bung des Ver­eins oder bei Weg­fall sei­nes bis­he­ri­gen Zwe­ckes fällt das Ver­mö­gen des Ver­eins an den Kul­tur­rat der Deut­schen aus Russ­land e. V. (KDR), der es unmit­tel­bar und aus­schließ­li­ch für gemein­nüt­zi­ge Zwecke zu ver­wen­den hat.

 

§26
Gerichtsstand

Für die Strei­tig­kei­ten zwi­schen der Lands­mann­schaft und ihren Mit­glie­dern ist — unbe­scha­det der Rege­lung gemäß § 20 Abs. 4 — Gerichts­stand Stutt­gart.

 

§27
Ermächtigung

Vom Regis­ter­ge­richt, vom Finanz­amt oder ande­ren Behör­den ver­lang­te Ände­run­gen bzw. gewünsch­te Ergän­zun­gen der Sat­zung redak­tio­nel­ler Art oder mit steu­er­li­cher Wir­kung kön­nen vom Bun­des­vor­stand beschlos­sen wer­den.

 

§28
Inkrafttreten

Die Sat­zung tritt mit dem Beschluss der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung vom 11./12. Okto­ber 2003 und der Ein­tra­gung beim Regis­ter­ge­richt in Kraft.

Die Neu­fas­sung der Sat­zung wur­de durch das Amts­ge­richt Stutt­gart geneh­migt.