Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg

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In der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder vom 18. April 2018 vor dem Bayerischen Landtag heißt es: „Auch Vertriebene und Aussiedler bereichern uns mit ihrem kulturellen Erbe. Gerade die Deutschen aus Russland sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Daher gründen wir ein Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg.“

Link zur Regierungserklärung: http://bayern.de/das-beste-fuer-bayern
Link zum dieser Mitteilung im pdf-Format


Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland begrüßt die Zusage des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, ein Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland in Nürnberg zu schaffen. Damit wird nicht nur eine langjährige Forderung unseres Verbandes erfüllt, sondern auch ein wichtiges und sichtbares Zeichen in Richtung unserer Landsleute in Bayern und darüber hinaus gesetzt. Das Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland wird das erste dieser Art in ganz Deutschland sein!

Wir betrachten diese erfreuliche Entwicklung als Ergebnis der langjährigen und intensiven Arbeit des Landesverbandes Bayern unserer Landsmannschaft und als deutliche Wertschätzung der vielfältigen Leistungen der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum durch den Freistaat Bayern.

Dr. Markus Söder ist seit über 20 Jahren Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und kennt die Anliegen und Sorgen unserer  Landsleute auch aus zahlreichen persönlichen Kontakten.

Sylvia Stierstorfer (MdL)

Mit seinem Amtsantritt als Ministerpräsident wurde in Bayern erstmals das Amt eines Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Vertriebene und Aussiedler geschaffen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde Sylvia Stierstorfer, Mitglied des Bayerischen Landtages, übertragen, die sich als Kümmerin für den genannten Personenkreis versteht und bereits im engen Kontakt mit unserem Verband steht.


Wir freuen uns auf die positiven Vorzeichen und die großen Vorhaben für unsere Landsleute in Bayern und werden als Landsmannschaft unseren Beitrag zum Erreichen der erklärten Ziele gerne und engagiert leisten.

Waldemar Eisenbraun
(Bundesvorsitzender)

Beratung für ehemalige Bürger

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Das Generalkonsulat der Republik Kasachstan (RK) Frankfurt/Main veranstaltet Konsularkonsultationen für ehemalige Bürger der RK. Die Mitarbeiter des Generalkonsulats beraten Interessenten über das Verfahren bei Verlust oder Austritt aus der kasachischen Staatsangehörigkeit sowie über Veränderungen bei der Gesetzgebung in Pass- und Visaangelegenheiten sowie konsularrechtlichen Fragen.
Bei Vorlage aller nötigen Unterlagen besteht die Möglichkeit, eine Bescheinigung über den Verlust der Staatsangehörigkeit der RK zu erhalten und einen Antrag auf Verlängerung/Neuausstellung des kasachischen Passes einzureichen. Die Mitarbeiter des Generalkonsulats stehen für alle möglichen Fragen zur Verfügung.

Termine:
19.4.2018 und 20.9.2018
um 16.00 Uhr

Anmeldungen
Haus der Deutschen aus Russland, Raitelsbergstraße 49, 70188 Stuttgart
Tel.: 0711-166-59-0
E-Mail: Kontakt@LmDR.de

Oberbürgermeister empfängt neue Landsmannschaft

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Passauer Kreis- und Ortsgruppe der Deutschen aus Russland stellt sich vor

Konstantin Frei (Mitte) und Carina Frei (2. von links) von der neu gegründeten Kreis- und Ortsgruppe Passau freuen sich mit dem Bundesvorsitzenden Waldemar Eisenbraun (2. von rechts) über den Besuch bei Oberbürgermeister Jürgen Dupper (rechts). Kulturreferent Dr. Bernhard Forster (links) wird künftig als Ansprechpartner dienen. (Bildquelle: Stadt Passau)

Erst im Dezember des vergangenen Jahres hat sich die Kreis- und Ortsgruppe Passau der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. gegründet. Nun stellten sich der Vorsitzende Konstantin Frei und Vorstandsmitglied Carina Frei bei Oberbürgermeister Jürgen Dupper vor. Ebenfalls mit dabei war der Bundesvorsitzende Waldemar Eisenbraun.

Seit 1950 vertritt die Landsmannschaft die Interessen der Deutschen aus Russland. Die Hintergründe reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Katherina die Große in einem Manifest Ausländer zur Einwanderung und Ansiedlung in Russland aufrief. Dem folgten viele Deutsche, die sich vorwiegend an der Wolga, am Schwarzen Meer und in Zentralrussland niederließen. Der Höhepunkt wurde 1914 erreicht. Eine Volkszählung ergab damals insgesamt über 2,4 Millionen Deutsche in Russland, die hauptsächlich in geschlossenen Siedlungen lebten. Den deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 nahm deren Regime zum Anlass, die so genannten Russlanddeutschen aus den europäischen Teilen des Landes nach Osten zu deportieren. Die Nationalsozialisten nahmen ebenfalls Zwangsumsiedlungen dieser Volksgruppe vor. Eine Rückkehrwelle nach Deutschland setzte ab 1955 ein, wobei die Zahlen vor allem nach der Wende und dem Zerfall der Sowjetunion anstiegen. Heute leben mehr als 2,7 Millionen Deutsche aus Russland in Deutschland.

Um diesen eine Stimme zu geben, wurde die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. gebildet. Ihre Ziele: Förderung der Integration von Russlanddeutschen etwa durch den Einstieg in das Berufsleben, Stärkung der Eigeninitiative junger Menschen, Hilfestellung bei der Talententfaltung bei Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Angebote, Wahrung der kulturellen Identität und Zusammenhalt der Generationen. Darüber hinaus sind Begegnungen und Austausch mit den Nachbarländern und bürgerschaftliches Engagement Schwerpunkte der Vereinsarbeit.

In der Kreis- und Ortsgruppe Passau läuft bereits ein Jahresprogramm für Jung und Alt, das Sprach- und Nachhilfekurse ebenso enthält wie sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten.

Pressemitteilung Stadt Passau

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