Hilfe bei der Antragstellung für Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter

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BVA__logoAuf An­trag kön­nen ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.
Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne

Zentrale Gedenkfeier in Friedland, 3. September 2016

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Einladung

Zentrale Gedenkfeier
der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.
„Zukunft braucht Vergangenheit: 75 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion“

im Grenzdurchgangslager Friedland
am 03.09.2016 um 14:00 Uhr

FriedlandbildLie­be Lands­leu­te,
lie­be Freun­de und Unter­stüt­zer der Deut­schen aus Russ­land,

die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land lädt Sie herz­li­ch ein zu ihrer zen­tra­len bun­des­wei­ten Gedenk­fei­er am 3. Sep­tem­ber 2016 um 14:00 Uhr auf dem Gelän­de des Grenz­durch­gangs­la­gers Fried­land (Heim­keh­rer­stra­ße 18, 37133 Fried­land).
Der Schwer­punkt unse­rer dies­jäh­ri­gen Ver­an­stal­tung ist das The­ma „Zukunft braucht Vergangenheit.75 Jah­re Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on“
Mit die­ser Fei­er möch­ten wir an die Opfer der Ver­trei­bung der Deut­schen geden­ken und laden Sie, Ihre Ver­wand­te, Freun­de und Bekann­te ein zur zahl­rei­chen Teil­nah­me!


Das Pro­gramm der Gedenk­ver­an­stal­tung:

  • ab 13:00 Uhr – kur­ze Füh­rung durch das Muse­um Fried­land
  • die Schirm­herr­schaft über­nimmt der Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nie­der­sach­sen, Ste­phan Weil
  • die Haupt­re­de hält Land­tags­prä­si­dent des Lan­des Nie­der­sach­sen Bernd Buse­mann
  • Bun­des­vor­sit­zen­der Wal­de­mar Eisen­braun hält eine Anspra­che
  • Toten­eh­rung erfolgt durch Visi­ta­tor Msgr. Dr. Alex­an­der Hoff­mann
  • Andach­ten und Kranz­nie­der­le­gun­gen vor der Fried­land­glo­cke und dem Mahn­mal
  • Kul­tur­pro­gramm und Gesprä­che bei Kaf­fee und Kuchen 
    Musi­ka­li­sche Umrah­mung durch russ­land­deut­sche Chö­re, Kul­tur­grup­pen und Solis­ten aus ganz Nie­der­sach­sen

Wir freu­en uns auf Ihr Kom­men!
Bei Fra­gen mel­den Sie sich bit­te unter: Tel. 0511–1694094

Stellenausschreibungen des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

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Museum-Stellenausschreibung
Die Bewer­bungs­frist endet am 29.07.2016.

Die aus­ge­schrie­be­nen Stel­len sind:

  •  Muse­ums­lei­te­rin / Muse­ums­lei­ter
  •  Museologe/Kurator/Sammlungskurator (w/m)
  •  Muse­ums­päd­ago­gin / Muse­ums­päd­ago­ge
  •  Sach­be­ar­bei­te­rin / Sach­be­ar­bei­ter in der Ver­wal­tung

Muse­um für russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te

Wita­lis Hagel­gans
Vor­stands­vor­sit­zen­der

32756 Det­mold  |  Georg­stra­ße 24
Mobil. 0151 54772519  |  Tele­fon. 05231 921626

Teilnahme an der Mitgliederversammlung von „MORGEN“, dem Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen.

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Pro­jekt: „Neue Bür­ger ler­nen und erfah­ren Soli­da­ri­tät in Mün­chen

Maß­nah­me­ti­tel Az.. 312/2609000650

Ver­an­stal­tung

Teil­nah­me an der Mit­glie­der­ver­samm­lung von „MORGEN“, dem Netz­werk Münch­ner Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen.
Zie­le: Pro­jek­t­in­for­ma­ti­on, Ver­net­zung mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­a­nen, Wahr­neh­mung des Stimm­rechts als Ver­tre­ter der LmDR und des „Neu­bür­ger­pro­jekts“
Ort: „Eine­Welt­Haus Mün­chen“, Schwantha­ler Str. 80 (Rgb.), 80336 Mün­chen

Logo-BMI

Datum: 19.4.2016, 18:00–22:00

Verlauf und Ergebnisse

2016-04-19 Morgen Vorstandswahlen_Foto Samir Sakkal (482)a4Bereits 2015 wur­den Kon­tak­te zu MORGEN geknüpft. Es zählt zu den wich­tigs­ten Netz­wer­ken der Inte­gra­ti­on in Mün­chen und ist de fac­to der bedeu­tends­te Zusam­men­schluss von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen in Mün­chen. Trotz der Vor­be­hal­te man­cher Deut­scher aus Russ­land bzw. Russ­land­deut­scher (im Fol­gen­den RD) sowie auch „Neu­bür­ger“ gegen­über dem Netz­werk haben sich über das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ Ver­bin­dun­gen zu MORGEN wie auch zu ihren Mit­glie­dern sowie Ansprech­part­nern im Umfeld ent­wi­ckelt. So waren bei einer wich­ti­gen Mit­glie­der­ver­samm­lung zu  Sat­zungs­fra­gen am 21.5. 2015 Per­so­nen dabei, die zum „Neu­bür­ger­pro­jekt“ zäh­len und die auch mit MORGEN koope­rie­ren. Sie nut­zen seit län­ge­rem und kon­ti­nu­ier­li­ch die Räum­lich­kei­ten in der Son­nen­str. 12.

Stimmkarte_LmDRbei_MORGEN-MV

In die­ser zuneh­mend enge­ren Koope­ra­ti­on – so ist für den Herbst 2016 ein Fach­tag zum The­ma „Neu­bür­ger“ geplant, für den MORGEN als Mit­ver­an­stal­ter gewon­nen wer­den soll – spie­gelt sich die Öff­nung der LmDR nach außen sowie die über die­sen Rah­men hin­aus­ge­hen­de Ori­en­tie­rung auf ande­re Orga­ni­sa­tio­nen. Die via „Neu­bür­ger­pro­jekt“ zusam­men­ge­tra­ge­nen Infor­ma­tio­nen und Erfah­run­gen, für die vor allem auf selbst­ver­ständ­li­che Wei­se die LmDR mit ihrer Geschich­te steht, kom­men ande­ren zugu­te.

Dies wur­de auch bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung nach einer Kurz­in­for­ma­ti­on über das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ und die betei­lig­ten Per­so­nen in den Gesprä­chen mit ande­ren  Orga­ni­sa­tio­nen deut­li­ch. Lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen in der Inte­gra­ti­on kom­men ande­ren heu­te zugu­te.

Da vor allem mit Hil­fe des „Neu­bür­ger­pro­jekts“ die LmDR Mit­glied bei MORGEN gewor­den ist, wur­de das Stimm­recht wahr­ge­nom­men. Poli­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on ist für nicht weni­ge immer noch ein nicht leich­ter Lern­pro­zess. Gera­de Letz­te­res ist wich­tig zu unter­strei­chen, denn bei den ein­zel­nen Wahl­gän­gen für die Vor­stands­wahl mach­ten etli­che Ver­tre­ter von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen kon­kre­te Erfah­run­gen mit den Prin­zi­pi­en von Par­ti­zi­pa­ti­on. Das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ ist im Netz­werk eta­bliert und aner­kannt. Auf die­ser Basis soll die Koope­ra­ti­on fort­ge­führt und inten­si­viert wer­den.

Peter Hil­kes, Pro­jekt­lei­ter                                                                                        20.4.2016

Tä­tig­keits­be­richt des Bun­des­be­auf­trag­ten für 2015 ver­öf­fent­licht

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Hartmut_KoschykBundesbeauftragter Koschyk MdB bedankt sich für die vertrauensvolle und sachorientierte Zusammenarbeit im Jahr 2015

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 vorgelegt. Er steht nunmehr zum Download bereit.

Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die Tätigkeit des Bundesbeauftragten im Jahr 2015 für die Belange der Aussiedler, der nationalen Minderheiten in Deutschland und der deutschen Minderheiten in Europa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.


Tätigkeitsbericht 2015

Download (PDF, 6 MB)

Häftlingshilfegesetz (HHG): Unterstützungsleistungen laufen 2016 aus

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AusrufezeichenDie Aus­zah­lung eines Betrags von rund 3.000 € an jeden posi­tiv zu beschei­den­den Antrags­stel­ler wird ange­strebt. Mit die­sem Betrag soll das schwe­re Kriegs­fol­gen­schick­sal der soge­nann­ten Erleb­nis­ge­ne­ra­ti­on beson­ders gewür­digt und aner­kannt wer­den.”
Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern

Letzt­ma­lig kann ein Antrag nach § 18 HHG auf Unter­stüt­zungs­leis­tung bis zum 30. Juni 2016 gestellt wer­den.

  • Beschei­ni­gung nach § 10 Abs. 4 HHG (Aner­ken­nung des erlit­te­nen Gewahr­sams ) muss vor­lie­gen
  • Aktu­el­le sozia­le Not­la­ge ist eine zwin­gen­de Vor­aus­set­zung
  • Kein Anspruch, wenn die soge­nann­ten “Opfer­ren­te” bezo­gen wird

Nähe­re Aus­künf­te erteilt
Stif­tung für ehe­ma­li­ge poli­ti­sche Häft­lin­ge
An der Mari­en­ka­pel­le 10
53179 Bonn
Tel.: 0228 — 3689370
Fax: 0228 — 3689399
Mail: info@stiftung-hhg.de


cropped-Wappen-LmDR.pngLands­mann­schaft infor­miert:

Lie­be Lands­leu­te,

das Häft­lings­hil­fe­ge­setz (HHG) wur­de dahin­ge­hend geän­dert, dass die zuvor jähr­li­chen Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen durch eine abschlie­ßen­de Ein­mal­zah­lung abge­löst wur­den. Damit lau­fen die Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen in 2016 aus. Die begrün­de­ten Ein­wän­de der Lands­mann­schaft hat der Gesetz­ge­ber lei­der nicht berück­sich­tigt.

Der Deut­sche Bun­des­tag hat in einer am 12. Novem­ber 2015 in Kraft getre­te­ne Neu­re­ge­lung

Typische Neubürger zwischen Migration und Integration? Aktuelle Einblicke und Erfahrungen von Russlanddeutschen in München

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Projekt: „Neue Bürger lernen und erfahren Solidarität in München“ 

Maß­nah­me­ti­tel Az.. 312/2609000650

Ver­an­stal­tung

Typi­sche Neu­bür­ger zwi­schen Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on? Aktu­el­le Ein­bli­cke und Erfah­run­gen von Russ­land­deut­schen in Mün­chen”
Ort: “Stadt­teil­kul­tur­zen­trum 2411”, Blo­dig­s­tr. 4, 80933 Mün­chen

Logo-BMI

Datum: 15.2.2016, 19:00–21:30
Mode­ra­ti­on: Peter Hil­kes

Verlauf und Ergebnisse

DSC00083Peter Hil­kes führ­te in das The­ma „Neu­bür­ger“ im Rah­men der Inte­gra­ti­ons­po­li­tik und -for­schung in Deutsch­land ein. Dem­nach stand nach 1945 zunächst vor allem die Inte­gra­ti­on von Ver­trie­be­nen und Flücht­lin­gen im Mit­tel­punkt. Mit den ers­ten „Gast­ar­bei­tern“ ent­stan­den For­schun­gen zu ihrer Inte­gra­ti­on, wobei vor allem päd­ago­gi­sche Fra­gen sowie Sprach­kom­pe­tenz und beruf­li­che und sozia­le Inte­gra­ti­on domi­nier­ten. Mit dem Zustrom von Spät­aus­sied­lern und ihren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen stieg das Inter­es­se auch an der bis dato in der Öffent­lich­keit rela­tiv unbe­kann­ten Per­so­nen­grup­pe der Deut­schen aus Russ­land bzw. der Russ­land­deut­schen (im Fol­gen­den: RD). For­schungs­pro­jek­te unter­such­ten die Lage in den Her­kunfts­län­dern und wid­me­ten sich umfang­reich der Inte­gra­ti­on in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Obgleich Bil­dung, Spra­che und Kul­tur sowie sozia­le Inte­gra­ti­on von hoher Bedeu­tung waren, stan­den Arbeits­platz- und Woh­nungs­fin­dung im Mit­tel­punkt. Mit ihnen wur­den auch Grund­be­dürf­nis­se abge­deckt. Seit Mit­te bzw. Ende der 1990er Jah­re ist mit Aus­nah­me wis­sen­schaft­li­cher Unter­su­chun­gen – hier­zu zäh­len vor allem auch Ver­öf­fent­li­chun­gen des BAMF — das öffent­li­che Inter­es­se an den RD abge­flaut. Sie gal­ten als inte­griert.

Dis­kus­sio­nen über RD sowie deren Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen seit Janu­ar 2016 haben die Lage geän­dert. Es ist deut­li­ch gewor­den, dass die Inte­gra­ti­on schein­bar auch ande­re bzw. unbe­kann­te Facet­ten hat. Nicht weni­ge RD füh­len sich oder sind de fac­to immer noch „Neu­bür­ger“, wobei dies enspre­chen­der Dif­fe­ren­zie­rung bedarf. Hil­kes unter­strich die Viel­falt, die die Grup­pe von „Neu­bür­gern“ kenn­zeich­net.

Als Über­gang zu Gespräch und Dis­kus­si­on prä­sen­tier­te er ein Musik­vi­deo, das Lisa Kos zum The­ma „Inte­gra­ti­on in Deutsch­land“ kom­po­niert hat und das Gespräch und Dis­kus­si­on beflü­geln soll­te.

Das Lied zur Inte­gra­ti­on, gespickt mit Humor, iro­ni­schen Kom­men­ta­ren und Refle­xio­nen über den Umgang mit zwei Wel­ten hat­te inter­es­san­ter­wei­se zwei­er­lei Wir­kung, die öffent­li­ch und in die­ser Offen­heit sel­ten spür­bar sein dürf­te: Den anwe­sen­den Nicht-RD gefiel die Auf­be­rei­tung des The­mas „Inte­gra­ti­on“ sehr, wohin­ge­gen man­che RD geschockt waren. Sie fühl­ten sich pein­li­ch berührt und pro­vo­ziert. Der Umgang mit Sati­re und Humor ist sehr spe­zi­fi­sch. Das war für alle Anwei­sen­den eine wich­ti­ge Erfah­rung.

Gemäß der Fra­ge, ob man, wie vie­le RD im Janu­ar und Febru­ar 2016, von einer „kal­ten (neu­en) Hei­mat“ spre­chen könn­te, berich­te­ten zwei Per­so­nen exem­pla­ri­sch über ihre Inte­gra­ti­ons­er­fah­run­gen – dies nicht zuletzt vor dem Hin­ter­grund von Situa­ti­on und Ent­wick­lung in den Her­kunfts­län­dern. Im Gespräch mit Dr. Anna Bom­bo­low­sky und Iri­na Aigner stan­den jeweils die eige­ne Bio­gra­phie im Vor­der­grund sowie die Fra­ge nach der Situa­ti­on als „Neu­bür­ge­rin“ in Deutsch­land. Bei­de Fäl­le kön­nen als exem­pla­ri­sch für bestimm­te Gene­ra­tio­nen gel­ten. War in einem Fall mit der Aus­rei­se Mit­te der 1990er Jah­re ins­be­son­de­re das Über­le­ben – dies auch dank eines tief emp­fun­de­nen Glau­bens und einer reli­giö­sen Erzie­hung — sowie das Gestal­ten einer eige­nen Bil­dungs­lauf­bahn trotz Dis­kri­mi­nie­rung und sons­ti­gen behörd­li­chen Schwie­rig­kei­ten im Vor­der­grund, domi­nier­te im ande­ren Fall, der Aus­rei­se nach 2010, der Wil­le, zu den zahl­rei­chen bereits in Deutsch­land leben­den Ver­wand­ten zu zie­hen und sich man­gels Per­spek­ti­ven in Russ­land in Deutsch­land ein neu­es Leben auf­zu­bau­en.

Bei­de prä­sen­tier­ten ihre Ein­schät­zun­gen, wobei die Dis­kus­si­on mit dem Publi­kum fort­ge­setzt wur­de. Ins­be­son­de­re den Nicht-RD waren neben man­chen Fak­ten vor allem spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen zur Fra­ge der „Mut­ter­spra­che“ und zur Lage in den Her­kunfts­län­dern, aber auch die Situa­ti­on kon­kret in Mün­chen nicht bekannt. Ihnen erschloss sich mit der Ver­an­stal­tung ein von Viel­falt gepräg­tes Bild, wonach sie es mit Deut­schen, aber teil­wei­se auch noch mit „Neu­bür­gern“ zu tun hat­ten, wobei sie Let­ze­res vor allem mit den (noch zu ver­bes­sern­den) Deutsch­kennt­nis­sen ver­knüpf­ten.

Bemer­kens­wer­ter­wei­se stell­ten auch die anwe­sen­den RD öffent­li­ch ein dif­fe­ren­zier­tes Bild hin­sicht­li­ch der gesam­ten Grup­pe der RD fest. Nach anfangs sehr emo­tio­na­len Wort­bei­trä­gen ver­sach­lich­te sich die Dis­kus­si­on. Des Wei­te­ren wur­de an die­sem Abend das Inter­es­se aller Anwe­sen­den deut­li­ch, aus­führ­li­ch zu debat­tie­ren und sich um eine sach­li­che Debat­ten­kul­tur zu bemü­hen. Dies gelingt erfah­rungs­ge­mäß nicht immer, und daher kann die­se Ver­an­stal­tung als eine beson­de­re gel­ten. Ihre Dau­er unter­streicht dies zusätz­li­ch.

Es wur­den unter ande­rem auch Fak­ten ange­spro­chen, die nicht immer im Fokus vor allem öffent­li­cher Bei­trä­ge von RD selbst ste­hen, z. B. neben der sehr kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Ver­wen­dung von Spra­chen (Rus­si­sch – Deut­sch) der unter­schied­li­che Sta­tus von Spät­aus­sied­lern bei der Aner­ken­nung nach dem BVFG (z. B. § 4 oder § 7), die aktu­el­len Demons­tra­tio­nen von RD, Rus­sisch­spra­chi­gen und ande­ren sowie die Begriff­lich­keit („Deut­sche aus Russ­land“, „Russ­land­deut­sche“ etc.). Die leb­haf­te und inten­siv geführ­te Dis­kus­si­on leg­te eini­ge Fra­gen offen. Es bestand letzt­li­ch Kon­sens dar­in, dass die Viel­falt der Russ­land­deut­schen eine Tat­sa­che dar­stell­te, die zu akzep­tie­ren sei. Hier­durch wür­de Tole­ranz geför­dert.

Es wur­de der drin­gen­de Wunsch geäu­ßert, der­ar­ti­ge Dis­kus­sio­nen fort­zu­set­zen und dies ins­be­son­de­re auch in der LmDR selbst zu tun. Indem man sich mit aktu­el­len Fra­gen aus­ein­an­der­set­ze, so die ein­hel­li­ge Mei­nung der RD unter den Teil­neh­mern, kön­ne man auch in der Öffent­lich­keit Infor­ma­tio­nen über­mit­teln, die zum Abbau von Vor­ur­tei­len und Des­in­for­ma­tio­nen bei­trü­gen. Dass ein Jour­na­list vom Baye­ri­schen Rund­funk anwe­send war und Gespräch und Dis­kus­si­on auf­zeich­ne­te, wur­de sehr posi­tiv bewer­tet. Es ist eine Sen­dung zum The­ma geplant.

Peter Hil­kes, Pro­jekt­lei­ter                                                                                        7.3.2016