Halbherzige Rehabilitierungsversuche der Russlanddeutschen

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Wol­ga­deut­sche Repu­blik

Am 31. Janu­ar 2016 unter­zeich­ne­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin den Erlass „Über erst­ran­gi­ge Maß­nah­men zur Reha­bi­li­ta­ti­on der Russ­land­deut­schen“, der die frü­her ver­an­ker­te Wie­der­her­stel­lung der russ­land­deut­schen Staat­lich­keit“ (wie im Ukas des Prä­si­den­ten Boris Jel­zin vom 21.02.1992) nicht mehr ent­hält. Zwar blieb der Erlass von 1992 de fac­to auch eine lee­re Ver­spre­chung. Den­no­ch erschien er den Betrof­fe­nen immer noch als gewis­se Garan­tie dafür, dass die rus­si­sche Füh­rung sich irgend­wann doch dazu durch­ringt, die gesetz­wid­rig auf­ge­lös­te Staat­lich­keit der Russ­land­deut­schen (in wel­cher Form auch immer, und damit auch die his­to­ri­sche Gerech­tig­keit) wie­der­her­zu­stel­len und die deut­sche Min­der­heit recht­li­ch, gesell­schaft­li­ch und poli­ti­sch voll­stän­dig zu reha­bi­li­tie­ren, zumal der Erlass von Putin im Jahr 2014 die­se Hoff­nun­gen erneut auf­flam­men ließ. (Arti­kel als pdf)


Die fol­gen­schwe­re Vor­ge­schich­te ist bekannt. Der Erlass vom 28.08.1941 lei­te­te die Auf­lö­sung der 1924 gegrün­de­ten ASSR der Wol­ga­deut­schen und die mas­sen­haf­te

Kaukasus-Deutsche: Fotomaterial und Dokumente gesucht!

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Kaukasus-Deutsche

Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land berei­tet sich gegen­wär­tig auf die Fei­er­lich­kei­ten anläss­li­ch des 200-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Aus­wan­de­rung der Deut­schen in den Kau­ka­sus vor, die 2017 anste­hen.

Wir erar­bei­ten eine Wan­der­aus­stel­lung, die sich mit der Geschich­te und Kul­tur der Kau­ka­sus­deut­schen befasst. Außer­dem sol­len sie im Mit­tel­punkt von Pro­jek­ten und Maß­nah­men ste­hen — Vor­trä­ge, Fil­me, Podi­ums­dis­kus­sio­nen.

In der Stutt­gar­ter Hei­lands­kir­che, die von Her­zo­gin Wera (geb. 1854 in Russ­land; ab ihrem 9. Lebens­jahr in Würt­tem­berg) gegrün­det wur­de, soll ein Got­tes­dienst gehal­ten wer­den, der an die vie­len Kau­ka­sus­deut­sche erin­nern wird, deren Grä­ber in der Fer­ne zurück­ge­las­sen wer­den muss­ten.

Wir möch­ten mit unse­ren Maß­nah­men ins­be­son­de­re die jün­ge­re Gene­ra­ti­on anspre­chen. Des­we­gen wird es wich­tig sein, nach neu­en For­men der Geschichts­dar­stel­lung zu suchen.

Es soll ein Bild­band mit der Chro­no­lo­gie der Kul­tur­ge­schich­te der Kau­ka­sus­deut­schen her­ge­stellt wer­den. Wir bit­ten aus die­sem Grund, die Kau­ka­sus­deut­schen und ihre Nach­kom­men, uns Bil­der und Doku­men­te zur Ver­fü­gung zu stel­len.


Die Lands­mann­schaft sucht Foto­ma­te­ri­al und Doku­men­te zu fol­gen­den The­men:
• Her­kunfts­or­te der Kau­ka­sus­deut­schen und Beleuch­tung der Hin­ter­grün­de
für die Aus­wan­de­rung aus den deut­schen Pro­vin­zen nach Russ­land.
• Aus­wan­de­rung nach Russ­land und Beschrei­bung der Lage in den Ankunfts­or­ten im Kau­ka­sus.
• His­to­ri­sche, öko­no­mi­sche und kul­tu­rel­le Ent­wick­lung der Kolo­ni­en der Kau­ka­sus­deut­schen im Zaren­reich.
Beson­de­res The­ma: Kau­ka­sus­deut­sche Win­zer.
• Kau­ka­sus­deut­sche und ihr Glau­be.
• Zusam­men­le­ben mit den nicht­deut­schen Nach­barn, For­men von Par­ti­zi­pa­ti­on und All­tag.
• Bil­dung und Kul­tur als bedeu­ten­de Fak­to­ren der Iden­ti­täts­stif­tung.
• Deportation,Verlust der Hei­mat, „Arbeits­ar­mee“, Leben in der Ver­ban­nung.
• Ver­ban­nungs­or­te. Kau­ka­sus­deut­sche in Sibi­ri­en, Kasach­stan und Mit­tel­asi­en.
• Aus­rei­se nach Deutsch­land.
• Kau­ka­sus­deut­sche heu­te: vor­bild­li­che Leis­tungs­trä­ger mit Brü­cken­funk­ti­on in den Kau­ka­sus.


Schi­cken Sie uns bit­te das Mate­ri­al per Email an Redaktion@LmDR.de
oder per Post an:
Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land
Redak­ti­on (Kau­ka­sus)
Rai­tels­berg­str. 49
70188 Stutt­gart

Ihre Zusen­dun­gen erhal­ten Sie nach der Digi­ta­li­sie­rung umge­hend zurück.

Vie­len Dank!

Ihre Lands­mann­schaft

70 Jahre nach Kriegsende — Russlanddeutsche gestern und heute (Tagung in Berlin)

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70Jahre-AnzeigeTagung vom 7. bis 8. Dezem­ber 2015
Ver­tre­tung des Frei­staats Thü­rin­gen beim Bund
Moh­ren­stras­se 64, 10117 Ber­lin

Fly­er mit Pro­gramm und wei­te­ren Infor­ma­tio­nen

Der Ein­tritt ist frei

Um Anmel­dung wird bis zum 4. Dezem­ber 2015 gebe­ten.


ANMELDUNG UND INFORMATIONEN:
Deut­sche Gesell­schaft e. V.
Jan Roes­sel, M.A.  |  Refe­rent Euro­pa­po­li­tik
Tel.: +49 (0)30 88 41 22 51
e-Mail: jan.roessel@deutsche-gesellschaft-ev.de
(alter­na­tiv P.Kirchner@LmDR.de)


EINE GEMEINSAME VERANSTALTUNG VON:
— Deut­sche Gesell­schaft e.V.
— Beauf­trag­ter für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten
— Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern
— Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land
— Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land


Im Mit­tel­punkt der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern geför­der­ten und 

Ost-Ukraine: der BdV unterstütz die Forderung der Landsmannschaft nach Erleichterungen beim Nachweis der Sprachkenntnisse

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BdV_LogoDas BdV-Prä­si­di­um hat sich mit der fort­dau­ernd gefähr­li­chen Lage in der Ost­ukrai­ne beschäf­tigt. Für die Ange­hö­ri­gen der dor­ti­gen deut­schen Volks­grup­pe sind Erleich­te­run­gen beim Nach­weis deut­scher Sprach­kennt­nis­se not­wen­dig, wenn sie in Deutsch­land Schutz suchen möch­ten. Die Anfor­de­run­gen soll­ten sich an den der­zeit gel­ten­den Bestim­mun­gen für jüdi­sche Zuwan­de­rer aus den ost­ukrai­ni­schen Bezir­ken Lugansk und Donezk ori­en­tie­ren, von denen der Nach­weis über Sprach­kennt­nis­se erst zwölf Mona­te nach der Ein­rei­se zu erbrin­gen ist.

Link zur Pres­se­mit­tei­lung des BdV (Bund der Ver­trie­be­nen)


For­de­rung der Lands­mann­schaft:
Kei­ne Benach­tei­li­gung der Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on durch Ungleich­be­hand­lung bei Nach­weis der Sprach­kennt­nis­se 

Mit einem Schrei­ben an den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Dr. Tho­mas de Mai­ziè­re hat die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land die Schaf­fung einer Mög­lich­keit für den nach­träg­li­chen Nach­weis der Sprach­kennt­nis­se gefor­dert.

Eine Benach­tei­li­gung der Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on durch die Ungleich­be­hand­lung bei Nach­weis der Sprach­kennt­nis­se darf nicht län­ger bestehen blei­ben!

Link zum Schrei­ben an den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter

Link zur Anord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern

Link zum Hin­weis auf der Inter­net­sei­te der Deut­schen Bot­schaft in Kiew

Deutsch-Us­be­ki­sche Re­gie­rungs­kom­mis­si­on: 8. Sitzung er­folg­reich ab­ge­schlos­sen

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Bot­schaf­ter Dr. Ama­nov, Vize-Innen­mi­nis­ter Kur­ba­nov, Bun­des­be­auf­trag­ter Kos­chyk, Ele­ne Miri­no­va, Wal­de­mar Eisen­braun (Quel­le: BMI)

Rück­schau auf das 25jäh­ri­ge Grün­dungs­ju­bi­lä­um der “Wie­der­ge­burt” – Star­ke Ver­net­zung der deut­schen Volks­grup­pe mit aus Usbe­kis­tan stam­men­den Aus­sied­lern und ande­ren deut­schen Gemein­schaf­ten geplant.

(Zum ers­ten Mal war auch der Bun­des­vor­sit­zen­de der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land, Wal­de­mar Eisen­braun, als Gast ein­ge­la­den)

Link zum Bericht auf  www.Aussiedlerbeauftragter.de

Link zum Kom­mu­ni­que auf Deut­sch (pdf, 440 kb)
Link zum Kom­mu­ni­que auf Rus­si­sch (pdf, 102 kb)


In Ber­lin fand die 8. Sit­zung der “Deut­sch-Usbe­ki­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on” statt, die sich mit den Ange­le­gen­hei­ten der deut­schen Volks­grup­pe in der Repu­blik Usbe­kis­tan befasst. Sie wur­de von Hart­mut Kos­chyk, dem Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten und Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges, und dem Stell­ver­tre­ten­den Innen­mi­nis­ter der Repu­blik Usbe­kis­tan, Bacho­dir Kur­ba­nov, gelei­tet.

Bei den Gesprä­chen beton­ten Ver­tre­ter bei­der Län­der ihr Inter­es­se, den noch rund 10.000 deutsch­stäm­mi­gen Bür­gern Usbe­kis­tans eine dau­er­haf­te Lebens­per­spek­ti­ve in Usbe­kis­tan bie­ten zu wol­len. Gegen­stand der gemein­sa­men Erör­te­run­gen

Deutsch-Kirgisische Regierungskommission: 10. Sitzung fand in Berlin statt

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Deutschland-Kirgisistan-2015

Bun­des­be­auf­trag­ter Kos­chyk mit sei­nem Ko-Vor­sit­zen­den Bot­schaf­ter Otor­baev (m.) und Bun­des­vor­sit­zen­dem der Lands­mann­schaft Eisen­braun (l.)

Deut­sch-Kir­gi­si­sche Regie­rungs­kom­mis­si­on tag­te in Ber­lin / Zukunft des Deut­sch-Kir­gi­si­schen Hau­ses in Bisch­kek ist gesi­chert – Wirt­schaft sowie Hoch­schul- und tech­no­lo­gi­sche Zusam­men­ar­beit sol­len wei­te­re Schwer­punk­te wer­den

(Auf Ein­la­dung des Bun­des­be­auf­trag­ten Kos­chyk nahm erst­mals der Bun­des­vor­sit­zen­de der Lands­mann­schaft, Wal­de­mar Eisen­braun, an einer Sit­zung der deut­sch-kir­gi­si­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on teil.)

Link zum Bericht auf Koschyk.de
Link zum Kom­mu­ni­que auf Deut­sch (pdf, 260 kb)
Link zum Kom­mu­ni­que auf Rus­si­sch (pdf, 290 kb)


In Ber­lin fand die 10. Sit­zung der „Deut­sch-Kir­gi­si­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on“ statt, die sich mit den Ange­le­gen­hei­ten der deut­schen Min­der­heit in der Kir­gi­si­schen Repu­blik befasst. Sie wur­de von Hart­mut Kos­chyk, dem Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten und Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges, und dem Bot­schaf­ter der Kir­gi­si­schen Repu­blik, Eri­nes Otor­baev, gelei­tet, der zuvor Vize­au­ßen­mi­nis­ter des Lan­des gewe­sen ist.

Die Gesprä­che waren 

Ökumenischer Schreibwettbewerb der Jugend “Unsere Weihnachten”

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Oekumenischer Schreibwettbewerb2015Aus­schrei­bung: Öku­me­ni­scher Schreib­wett­be­werb der Jugend
Unse­re Weih­nach­ten (in Russ­land).
Erin­ne­run­gen und Gedan­ken an ein christ­li­ches Fest“


Ziel­grup­pe:
Jugend­li­che zwi­schen 15 und 25 Jah­ren aus Deutsch­land, Russ land und Kasach­stan sowie den ande­ren Repu­bli­ken der ehe­ma­li­gen UdSSR. Zu deren För­de­rung wer­den vier Prei­se gestif­tet.  Wei­te­re Teil­neh­mer, die über Weih­nach­ten in ihrer Kind­heit und Jugend eine lite­ra­ri­sche Arbeit ein­rei­chen, sind herz­li­ch will­kom­men. Die fünf bes­ten Bei­trä­ge wer­den in eine Weih­nachts­bro­schü­re und DVD auf­ge­nom­men.

Ent­fal­tung des Pro­jekts:
Rah­men­be­din­gun­gen: Unver­öf­fent­lich­ter lite­ra­ri­scher Text (Erzäh­lung, Gedicht…), max. fünf Sei­ten (30 Zei­len pro Sei­te und 60 Anschlä­ge pro Zei­le) in fünf Exem­pla­ren auf Papier oder auf CD bzw. DVD auf­ge­nom­men.

Ein­sen­de­schluss ist der 30. Sep­tem­ber 2015.
Die Bei­trä­ge zum Wett­be­werb sind zu rich­ten an:
Agnes Gos­sen
Bon­ner Str. 5
53919 Wei­ler­s­wist
E-Mail: agnes.gossen@gmx.de

Prä­mie­rung:
Prä­miert wer­den die drei bes­ten plus 

Informationen zum Aufnahmeverfahren als Spätaussiedler (RDU, Ukraine, russisch)

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RDU_042015In sei­nem Infor­ma­ti­ons­blatt (Aus­ga­be 2, 2015) infor­miert der Rat der Deut­sche der Ukrai­ne (RDU) sche­ma­ti­sch über die Vor­aus­set­zun­gen zum Auf­nah­me­ver­fah­ren als Spät­aus­sied­ler und bringt teil­wei­se zwei­spra­chig (deut­sch / rus­si­sch) eine Auf­lis­tung der wich­tigs­ten Infor­ma­ti­ons­quel­len in die­sem Zusam­men­hang.

 

Hier eini­ge Links:

RDU — Infor­ma­ti­ons­blatt (3,4 MB)

RDU — Sche­ma zum Auf­nah­me­ver­fah­ren (Hin­weis für Ost-Ukrai­ne im roten Rah­men)

RDU — Auf­lis­tung der Infor­ma­ti­ons­quel­len

RDU — Info­blät­ter

An­trä­ge und Auf­nah­men von Spätaus­sied­lern wei­ter auf er­höh­tem Ni­veau

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Hartmut_Koschyk

Link zur Mit­tei­lung vom 13.04.2015

Kos­chyk: Die Zah­len zei­gen, dass wir den rich­ti­gen Weg beschrit­ten haben

Am 14.9.2013 ist das Zehn­te Gesetz zur Ände­rung des Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­set­zes (10. BVFGÄndG) in Kraft getre­ten. Es hat die Zusam­men­füh­rung bis­lang getrenn­ter Spät­aus­sied­ler­fa­mi­li­en wesent­li­ch erleich­tert und die Mög­lich­kei­ten zum Sprach­nach­weis für deut­sche Volks­zu­ge­hö­ri­ge erwei­tert. Dadurch hat sich der Zuzug von Spät­aus­sied­lern und deren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen deut­li­ch erhöht: Kamen im Jahr 2013 nur noch 2.427 Per­so­nen, waren es im ver­gan­ge­nen Jahr 5.649 Spät­aus­sied­ler und Ange­hö­ri­ge. Der Zuzug von Spät­aus­sied­lern und Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen liegt auch im ers­ten Quar­tal 2015 auf ähn­li­chem Niveau: So wur­den in die­sem Jahr bis ein­schließ­li­ch März 

Koschyk: Die Frage der Rehabilitierung hat für jede deutsche Regierung eine zentrale Rolle eingenommen

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Hartmut_Koschyk(Ein Aus­zug aus dem Arti­kel auf der Inter­net­sei­te des Bun­des­be­auf­trag­ten Hart­mut Kos­chyk)

Fra­ge der MDZ:
Seit Jah­ren kämp­fen die Russ­land­deut­schen im ihre voll­stän­di­ge Reha­bi­li­tie­rung in Russ­land. Für eine kur­ze Zeit schien der Kreml ihnen im ver­gan­ge­nen Jahr ent­ge­gen­kom­men zu wol­len …

Ant­wort des Bun­des­be­auf­trag­ten Hart­mut Kos­chyk:
… Die Fra­ge der Reha­bi­li­tie­rung hat für jede deut­sche Regie­rung eine zen­tra­le Rol­le ein­ge­nom­men. Das „Pro­to­koll über die Zusam­men­ar­beit zur stu­fen­wei­sen Wie­der­her­stel­lung der Staat­lich­keit der Russ­land­deut­schen“ von 1992, das nach wie vor Grund­la­ge unse­rer För­der­maß­nah­men in Russ­land ist, gibt den Stel­len­wert der Reha­bi­li­tie­rung als Leit­mo­tiv unse­rer Zusam­men­ar­beit mit der rus­si­schen Regie­rung beson­ders deut­li­ch wie­der. Natür­li­ch kön­nen und wol­len wir dabei nicht außer Acht las­sen, dass die Situa­ti­on der Russ­land­deut­schen in Russ­land heu­te eine ande­re ist als noch in den 1990er Jah­ren. Und die Rol­le der Bun­des­re­gie­rung kann bei der Behand­lung der Fra­ge der Reha­bi­li­tie­rung immer nur eine beglei­ten­de und unter­stüt­zen­de sein. Die Lösung die­ser Fra­ge bleibt zual­ler­er­st eine inner­staat­li­che Ange­le­gen­heit zwi­schen der rus­si­schen Regie­rung und ihrer unstrei­tig repres­sier­ten Volks­grup­pe der Bür­ger deut­scher Abstam­mung. Die jüngs­ten Akti­vi­tä­ten der russ­land­deut­schen Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on, die Fra­ge der Reha­bi­li­tie­rung in Bezug auf die Gesamt­heit der deut­schen Min­der­heit in Russ­land erneut auf Regie­rungs­ebe­ne zu the­ma­ti­sie­ren, ste­hen offen­kun­dig im Zusam­men­hang mit den mit Erlass des rus­si­schen Prä­si­den­ten vom April 2014 ange­kün­dig­ten Reha­bi­li­tie­rungs­maß­nah­men zuguns­ten der Ange­hö­ri­gen repres­sier­ter Völ­ker auf der Krim, die auch die deut­sche Volks­grup­pe dort aus­drück­li­ch ein­be­zie­hen. Die­se Ent­wick­lung ver­fol­gen wir sehr auf­merk­sam. Ich wei­se aller­dings dar­auf hin, dass die deut­sche Bun­des­re­gie­rung die Anne­xi­on der Halb­in­sel Krim durch die rus­si­sche Regie­rung als einen völ­ker­rechts­wid­ri­gen Akt bewer­tet und somit auch alle wei­te­ren Maß­nah­men und Initia­ti­ven Russ­lands dort in die­sem Lich­te zu betrach­ten sind.”

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Link zum LmDR-Arti­kel “Putin unter­schreibt Erlass über Maß­nah­men zur Reha­bi­li­tie­rung der von der Krim depor­tier­ten Völ­ker”