Ortsgruppe Kassel: Seit 60 Jahren im Dienste der Deutschen aus Russland

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Auszeichnungen für verdiente Mitglieder der Ortsgruppe Kassel

Aus­zeich­nun­gen für ver­dien­te Mit­glie­der der Orts­grup­pe Kas­sel

Im Rah­men der Kul­tur­ta­ge der Deut­schen aus Russ­land und der Inter­kul­tu­rel­len Woche fei­er­te die Orts­grup­pe Kas­sel der Lands­mann­schaft am 30. Sep­tem­ber 2016 den 60. Jah­res­tag ihres Bestehens. Auf dem Pro­gramm der Jubi­lä­ums­fei­er stan­den Gruß­wor­te, Ehrun­gen lang­jäh­ri­ger Mit­glie­der, Prä­sen­ta­ti­on der lands­mann­schaft­li­chen Wan­der­aus­stel­lung, Auf­trit­te von Chö­ren, Tanz- und Thea­ter­grup­pen sowie eine Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lung am 1. Okto­ber mit anschlie­ßen­der Stadt­rund­fahrt.

Die Orts­grup­pen­vor­sit­zen­de Svet­la­na Paschen­ko eröff­ne­te die Jubi­lä­ums­fei­er unter dem Mot­to „Von Hil­fe­su­chen­den zu Leis­tungs­trä­gern“ und begrüß­te die Gäs­te.

Zu den Ehren­gäs­ten gehör­ten

  • Eva Küh­ne-Hör­mann, Hes­si­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin;
  • Mar­ga­re­te Zieg­ler-Rasch­dorf, Lan­des­be­auf­trag­te der hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung für Hei­mat­ver­trie­be­ne und Spät­aus­sied­ler;
  • Regie­rungs­prä­si­dent Dr. Wal­ter Lüb­cke;
  • Nor­bert Wett, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on im Kas­se­ler Stadt­rat;
  • Domi­ni­que Kalb, Geschäfts­füh­rer der CDU-Frak­ti­on im Kas­se­ler Stadt­rat;
  • Jan Bene­dix, Aus­sied­ler­be­auf­trag­ter der Stadt Kas­sel;
  • Ain­u­ra Tur­sum­bae­va, Bot­schafts­rä­tin Kir­gi­sis­tans in Deutsch­land;
  • Dami­ra Ibrae­va, Ehe­frau des Bot­schaf­ters der Kir­gi­si­schen Repu­blik, Eri­nes Otor­baev;
  • Johann Thie­ßen, Lan­des­vor­sit­zen­der und stellv. Bun­des­vor­sit­zen­der der Lands­mann­schaft;
  • Otto Kot­ke, Vor­sit­zen­der der Lands­mann­schaft der Wol­ga­deut­schen;
  • Herr Wei­nert, stellv. Vor­sit­zen­der der Sude­ten­deut­schen Lands­mann­schaft;
  • Alex­an­der Mart­jan, Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des der Lands­mann­schaft;
  • Ewald Oster, Vor­sit­zen­der der Lan­des­grup­pe Bay­ern;
  • Jür­gen Arn­hold, Bun­des­ge­schäfts­füh­rer der Lands­mann­schaft;
  • Jakob Fischer, Pro­jekt­lei­ter der Wan­derau­stel­lung „Deut­sche aus Russ­land. Geschich­te und Gegen­wart“;
  • Lena Arent, Redak­teu­rin der Zei­tung „Volk auf dem Weg“;
  • Pau­li­ne Wie­de­mann, stellv. Vor­sit­zen­de der Lan­des­grup­pe Sach­sen-Anhalt;
  • Valen­ti­na Wudt­ke, stellv. Vor­sit­zen­de der Ort­grup­pe Regens­burg;
  • Lil­li Son­nen­feld, Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Lud­wigs­ha­fen;
  • Orts­grup­pen­vor­sit­zen­de des Lan­des­ver­ban­des Hes­sen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jubiläumsfeier in Kassel.

Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Jubi­lä­ums­fei­er in Kas­sel.

In ihrem Gruß­wort bedank­te sich Eva Küh­ne-Hör­mann bei Svet­la­na Paschen­ko für ihren uner­müd­li­chen Ein­satz zum Woh­le der Spät­aus­sied­ler. „Ich weiß, wie schwer das ist, eine sol­che Grup­pe zu füh­ren, und wie schwer es ist, ein sol­ches Jubi­lä­um vor­zu­be­rei­ten“, sag­te die Minis­te­rin. Svet­la­na Paschen­ko sei eine sehr gute Netz­wer­ke­rin, und es sei ihr gelun­gen, durch ihre Ver­net­zun­gen wich­ti­ge The­men bei ver­schie­de­nen Stel­len anzu­spre­chen.

Dr. Wal­ter Lüb­cke sprach der Orts­grup­pe eben­falls sei­ne Wert­schät­zung aus: „Sie haben sich mit ihrer Lands­mann­schaft für ihre Lands­leu­te ein­ge­setzt und sind zu einem Bezugs­punkt gewor­den. Ich konn­te mit­er­le­ben, wie Sie hier in Hes­sen eine neue Hei­mat gefun­den haben, ohne Ihre Bräu­che zu ver­ges­sen.“

Ain­u­ra Tur­sum­bae­va bestell­te Grü­ße des kir­gi­si­schen Bot­schaf­ters und äußer­te ihren Dank für die Ein­la­dung der kir­gi­si­schen Dele­ga­ti­on zu der Ver­an­stal­tung: „Es ist eine gro­ße Freu­de für uns, hier mit Ihnen zusam­men zu sein, weil wir hier in Deutsch­land sehr oft mit ‚unse­ren‘ Deut­schen, die wir ‚deutsch­stäm­mi­ge Kir­gi­sen‘ nen­nen, kom­mu­ni­zie­ren und die­se Deut­schen ein Teil unse­rer Geschich­te gewor­den sind“, sag­te die Rätin der Kir­gi­si­schen Bot­schaft und äußer­te den Wunsch, die Aus­stel­lung „Die Deut­schen in Kir­gi­si­en“ in Kas­sel zu prä­sen­tie­ren.


Zur Geschich­te und Gegen­wart der Orts­grup­pe
Kas­sel Die Orts­grup­pe Kas­sel wur­de vor 60 Jah­ren als Mit­glied des Arbeits­aus­schus­ses der Deut­schen aus Russ­land für die Stadt und den Regie­rungs­be­zirk Kas­sel gegrün­det. Der ers­te Vor­sit­zen­de, Pfar­rer Hein­rich Roem­mi­ch, gehör­te zu den wich­tigs­ten Per­sön­lich­kei­ten der Lands­mann­schaft in den ers­ten Jahr­zehn­ten ihrer Geschich­te. In den letz­ten Jah­ren lei­te­ten Jakob Gebel (1994–1996), Ida Schä­fer (1996–2003) und Wal­de­mar Maus (2003–2006) die Geschi­cke der Lands­mann­schaft in Kas­sel. Seit 2006 ist Svet­la­na Paschen­ko die enga­gier­te Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Kas­sel. Im Mit­tel­punkt der lands­mann­schaft­li­chen Arbeit in Kas­sel ste­hen Bera­tung und Betreu­ung, unter ande­rem mit Bera­tungs­sprech­stun­den im Kas­se­ler Rat­haus. Wei­te­re Schwer­punk­te lie­gen auf der Öffent­lich­keits- und Jugend­ar­beit, aber auch in den Berei­chen Kul­tur, Sport und Senio­ren­ar­beit.


Mar­ga­re­te Zieg­ler-Rasch­dorf über­brach­te die Glück­wün­sche der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung und sprach Svet­la­na Paschen­ko Dank und Wert­schät­zung für die in den ver­gan­ge­nen 60 Jah­ren geleis­te­te Arbeit der Orts­grup­pe aus. In all die­sen Jah­ren sei die Orts­grup­pe ein ver­läss­li­cher Ansprech­part­ner für ihre Lands­leu­te in vie­len Fra­gen gewe­sen und sei es bis heu­te.

Bei allen auf­tre­ten­den Pro­ble­men, wie zum Bei­spiel bei der Woh­nungs- und Arbeits­platz­su­che, bei Sprach­pro­ble­men oder der Aner­ken­nung von Bil­dungs- und Berufs­ab­schlüs­sen, hat sich die Orts­grup­pe als Rat­ge­ber und Unter­stüt­zer bewährt, hat Kon­tak­te zu Behör­den geknüpft und in zahl­lo­sen Fäl­len prak­ti­schen Bei­stand geleis­tet“, sag­te die Lan­des­be­auf­trag­te.

Johann Thie­ßen erin­ner­te in sei­ner Rede an ein bit­te­res Datum, wel­ches alle Russ­land­deut­schen in die­sem Jahr bege­hen muss­ten: 75 Jah­re Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on. Er bedank­te sich bei allen Völ­kern, die Russ­land­deut­schen in den Ver­ban­nungs­or­ten Hil­fe leis­te­ten, und berich­te­te über die Geschich­te der Depor­ta­ti­on. Er ging außer­dem dar­auf ein, dass die Lands­mann­schaft in die­sem Jah­re zahl­rei­che Gedenk­ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt habe, unter ande­rem auch von der Lan­des­grup­pe Hes­sen.

Nach den fei­er­li­chen Reden wur­den Eva Küh­ne-Hör­mann und Dr. Wal­ter Lüb­cke mit gol­de­nen sowie Gali­na Bie­ne­mann, Maria Bori­sen­ko, Maria Jes­ke und Iri­na Sir­kis mit bron­ze­nen Ehren­na­deln der Lands­mann­schaft aus­ge­zeich­net.

Für die musi­ka­li­sche Ein­stim­mung bei der Ver­an­stal­tung hat­ten Nathan Kloi­s­ner (Gei­ge), Julia Rein­gardt (Kla­vier), die Bal­lett­grup­pe „Atti­tu­de“ unter der Lei­tung der ehren­amt­li­chen Mul­ti­pli­ka­to­rin Iri­na Kato­vich und die Gesangs­grup­pen „Gute Lau­ne“ und „Lie­der­kranz“ gesorgt.

Zum Abschluss des Tages prä­sen­tier­te Jakob Fischer die Wan­der­aus­stel­lung „Deut­sche aus Russ­land. Geschich­te und Gegen­wart“ mit Lie­dern der Deut­schen aus Russ­land, die er gemein­sam mit dem begeis­ter­ten Publi­kum sang.

Multiplikatorenschulung

Am nächs­ten Tag führ­te die Orts­grup­pe eine Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lung mit auf­schluss­rei­chen Vor­trä­gen durch. Der Rechts­an­walt Tho­mas Puhe berich­te­te über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen bei der Auf­nah­me und Inte­gra­ti­on von Spät­aus­sied­lern und klär­te über Ände­run­gen im Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz auf.

Svet­la­na Paschen­ko erläu­ter­te den Beschluss des Haus­halts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges über die Ent­schä­di­gung für ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter.

Jür­gen Arn­hold refe­rier­te zum The­ma „Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land heu­te und mor­gen“. Dabei wies er expli­zit dar­auf hin, dass es kei­nen ein­zi­gen Deut­schen aus Russ­land in der Bun­des­re­pu­blik gebe, der von der Lands­mann­schaft nicht pro­fi­tiert habe, da sich der Ver­ein seit sei­ner Grün­dung vor 66 Jah­ren in allen Belan­gen für die Ange­hö­ri­gen der Volks­grup­pe stark gemacht habe.

Nach der Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lung ging es mit dem Bus durch Kas­sel, um die zahl­rei­chen Sehens­wür­dig­kei­ten der Stadt, wie zum Bei­spiel den Her­ku­les im Berg­park Wil­helms­hö­he, ken­nen zu ler­nen.

Lena Arent

Die Wanderausstellung „Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart“ in Forchheim

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Die Wan­der­aus­stel­lung, die vom 9.1. bis 30.1.2016 in Rat­haus­hal­len im Forch­heim gezeigt wur­de, war ein vol­ler Erfolg.

02Die Aus­stel­lung ist ein Teil des bun­des­wei­ten Inte­gra­ti­ons­pro­jekts, geför­dert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, Ber­lin und vom Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge, Nürn­berg. Sie zeigt das wech­sel­vol­le Schick­sal der Russ­land­deut­schen, illus­triert ihre His­to­rie und die kul­tu­rel­len Wur­zeln. Sie doku­men­tiert die Rück­kehr nach Deutsch­land, die unter oft­mals schwie­ri­gen Bedin­gun­gen erfolg­te, und die Inte­gra­ti­on der Men­schen in der Nach­kriegs­zeit. Die Wan­der­aus­stel­lung zeigt, dass die Deut­schen aus Russ­land sich inzwi­schen gut inter­giert haben und heu­te das Land in viel­fa­cher Wei­se mit­ge­stal­ten. Sowohl die Aus­stel­lung als auch die Abschluss­fei­er am Sonn­tag den 31.01.2016 waren sehr gut besucht. Die zahl­rei­chen Gäs­te wur­den vom Vor­sit­zen­den der OG, Johan­nes Moos­mann, herz­li­ch begrüßt. Der Lei­ter des Pro­jekts, Jakob Fischer, führ­te durch die ver­schie­de­nen Epo­chen der Russ­land­deut­schen. Er wur­de dabei durch die Orts­grup­pe Forch­heim unter­stützt, die mit einem Kul­tur­pro­gramm der Gesangs­grup­pe, sowie gemein­sa­men Sin­gen, einen ange­neh­men Rah­men mit­ge­stal­te­te. Auf einer Groß­lein­wand zeig­te Hr. Fischer eine Prä­sen­ta­ti­on und eine Film­vor­füh­rung mit dem Titel „Geschich­te und Kul­tur der Deut­schen in Russ­land, und ihre Inte­gra­ti­on in Deutsch­land“. Ein Vor­trag über die Inte­gra­ti­on, spe­zi­ell in Forch­heim, fand auch gro­ßes Inter­es­se. Die Auf­trit­te ver­schie­de­ner Musi­ker aus der Regi­on sorg­ten für eine fröh­li­ch ent­spann­te Atmo­sphä­re. Am Ende der Aus­stel­lung zeig­te sich die Orts­grup­pe beein­druckt und sehr zufrie­den mit dem gro­ßen Inter­es­se der ört­li­chen Bevöl­ke­rung.

Der Vor­stand
2016

Einladung zum Pressegespräch: Deutsche aus Russland — auffällig unauffällig?

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Pressegespräch der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland:

Deutsche aus Russland — auffällig unauffällig?


Sehr geehr­te Damen und Her­ren,

die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land wur­de 1950 gegrün­det und ist der aner­kann­te Ver­tre­ter der Inter­es­sen der Deut­schen aus Russ­land und den Nach­fol­ge­staa­ten der Sowjet­uni­on.

Unser direk­ter Ansprech­part­ner ist der Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten, Herr Hart­mut Kos­chyk, MdB.  

Bezug­neh­mend auf die aktu­el­len Ereig­nis­se unter Betei­li­gung der Deut­schen aus Russ­land laden wir Medi­en­ver­tre­ter herz­li­ch zu einem Pres­se­ge­spräch ein.

Das Pres­se­ge­spräch fin­det am 04.02.2016 um 13:00 Uhr in Ber­lin statt.

Zuge­las­sen sind nur Medi­en­ver­tre­ter mit Vor­an­mel­dung.

Bit­te rich­ten Sie Ihre Anmel­dung an Kontakt@LmDR.de.

Anschlie­ßend las­sen wir Ihnen ger­ne die Adres­se die­ser Ver­an­stal­tung zukom­men.

Ger­ne emp­feh­len wir Ihnen die inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem For­schungs­be­richt des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge „(Spät-)Aussiedler in Deutsch­land“:
http://lmdr.de/spat-aussiedler-in-deutschland-forschungsbericht-des-bamf/

Vie­len Dank für Ihr Inter­es­se an Deut­schen aus Russ­land.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Bun­des­vor­stand

Pressemitteilung des Landesverbandes Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. 

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Russlanddeutsche Autoren präsentierten ihre Werke im Schweinfurter Rathaus

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Mit etwa drei Mil­lio­nen sind die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on der­zeit eine der größ­ten Ein­wan­de­rungs­grup­pe in Deutsch­land. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der Russ­land­deut­schen (ca. zwei Mil­lio­nen) ist in den 1990er bis in die 2000er Jah­ren in das Land ihrer Vor­fah­ren gekom­men und viel krea­ti­ves Poten­zi­al mit­ge­bracht. Für zahl­rei­che russ­land­deut­sche Auto­ren wur­de Schwein­furt am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de zum Magnet: Im Schwein­fur­ter Rat­haus prä­sen­tier­ten 13 von ihnen bei einer Lesung ihre aktu­el­len Wer­ke. Die Lesung fand im Rah­men der Kul­tur­ta­gung unter dem Mot­to „Feder – Kuli – Tas­ta­tur“ statt, ver­an­stal­tet vom Lan­des­ver­band Bay­ern (Vor­sit­zen­der Ewald Oster) der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V. und geför­dert aus Mit­teln des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les, Fami­lie und Inte­gra­ti­on.                   

Fahrt zur politischen Bildung

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Im Juli 2015 hat die drei­tä­gi­ge Infor­ma­ti­ons­fahrt nach Ber­lin für poli­ti­sch Inter­es­sier­te statt­ge­fun­den. Auf Anre­gung der Lan­des­vor­sit­zen­den Frie­da Banik haben auch die Mit­glie­der des Vor­stan­des der Lan­des­grup­pe Bre­men zusam­men mit den Ein­hei­mi­schen dar­an teil­ge­nom­men.

Schon allein die gemein­sa­me Fahrt mit dem Zug nach Ber­lin und die gemein­sa­men Mit­tag-und Abend­es­sen wäh­rend des Auf­ent­hal­tes lie­fer­ten emo­tio­na­le Gesprä­che.

Ein­ge­la­den durch das MdB Frau Bet­ti­na Horn­hu­es, CDU, konn­ten die Teil­neh­mer der Grup­pe im Gespräch mit Ihr einen per­sön­li­chen Ein­bli­ck in den Ablauf einer „Geschäfts­wo­che “

der Abge­ord­ne­ten im Bun­des­tag bekom­men. Abschlie­ßend wur­de sogar eine „ Abstim­mung in der Grie­chen – Krie­sen­be­wäl­ti­gung“ unter­nom­men.

Im Deut­schen Bun­des­tag ( Reichs­tags­ge­bäu­de) hat die Besich­ti­gung des Ple­nar­saals und ein Vor­trag eben­falls über die Auf­ga­ben und die Arbeit des Par­la­ments statt­ge­fun­den.

Auf dem Pro­gramm der Tagung stand auch ein Besu­ch des Denk­mals für die ermor­de­ten Juden Euro­pas und eine Füh­rung im Sta­si- Muse­um Ber­lin, Lich­ten­berg. Es war ein sehr emo­tio­na­les Erleb­nis, beson­ders für die Deut­schen aus Russ­land. Haut­nah wur­den sie wie­der mit der Stasi/ Dik­ta­tur kon­fron­tiert. Meh­re­re Teil­neh­me­rIn­nen brach­ten sich auch in der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on ein.

Wäh­rend der Stadt­rund­fahrt durch die Bun­des­haupt­stadt, ori­en­tiert an poli­ti­schen Punk­ten, erfuh­ren die Teil­neh­mer viel Neu­es über die historisch/ poli­ti­sche Ent­wick­lung inner­halb der letz­ten Jahr­zehn­ten in ver­schie­de­nen Regio­nen der Stadt.

Mit die­ser Fahrt woll­te ich bei mei­nen Lands­leu­te neue Impul­se wecken, sich für poli­ti­sche Fra­gen zu enga­gi­ren.

Frie­da Banik

Vor­sit­zen­de der Lan­des­grup­pe Bre­men

Seniorennachmittag unter dem Motto: “Nam Goda ne Beda”

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01Am Sonn­tag, 15.Februar 2015 lud die Orts­grup­pe Forch­heim, zu einem Senio­ren­nach­mit­tag, in die Räum­lich­kei­ten der evan­ge­li­schen Chris­tus­kir­che ein.

Einer der Höhe­punk­te der Ver­an­stal­tung war der Auf­tritt der Gesangs-Grup­pe “Hei­mat”. Sie war erst im Som­mer 2014, auf Initia­ti­ve der Frau­en, gegrün­det wor­den. Die Lie­der wur­den vom Akkor­deo­nis­ten Wal­de­mar Gei­gert und der Kla­vier­spie­le­rin Iri­na Dul­son beglei­tet. Auch die Kin­der durf­ten ihre musi­ka­li­sche Talen­te vor­füh­ren. Man ver­brach­te unbe­schwer­te Stun­den beim gemein­sa­men Sin­gen und Tan­zen. Bei Tee, Kaf­fee und Kuchen kam man sich schnell näher und es ent­stan­den inter­es­san­te Gesprä­che. Um das leib­li­che Wohl küm­mer­ten sich wie­der die Frau­en der Orts­grup­pe. Sie hat­ten eine Aus­wahl ihrer bewähr­ten, lecke­ren Kuchen mit­ge­bracht.

Der Vor­stand
2015

Empfang der Bayerischen SPD-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler im Bayerischen Landtag am 11. September 2014

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An diesem Empfang nahmen auch zahlreiche Mitglieder der Kreis- und Ortsgruppe München der LMDR e. V. mit Projektleiterin Olga Gusch (Projekt "Neue Bürger lernen und erfahren Solidarität in München") teil.

In der Einladung der SPD-Landtagsfraktion stand: "Wir verstehen unseren traditionellen Empfang auch als Beitrag zu dem erstmals stattfinden bayernweiten Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation".

Die Riesengebirgs-Trachtengruppe München wurde für ihr Engagement für die Bewahrung des kulturellen Erbes der Schlesier geehrt. Ausgezeichnet wurde der Lehrer-Arbeitskreis für den bayernweiten Schülerwettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn - Wir in Europa" für sein Engagement für Verständigung mit unseren Nachbarländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und deren Behandlung im Schulunterricht.

Photos von Tatjana Ekkert

Stadtführung durch München am 25.11.2014 für Ehrenamtliche, Spätaussiedler und Bewohner des Übergangswohnheimes

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20141125_105134Am Diens­tag, den 25. Novem­ber hat die Orts- und Kreis­grup­pe Mün­chen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land (LMDR e.V.) für unse­re Ehren­amt­li­che, Spät­aus­sied­ler, Bewoh­ner des Über­gangs­wohn­hei­mes eine Stadt­füh­rung in Mün­chen ange­bo­ten.

Sehr umfang­rei­ches Pro­gramm hat uns Iri­na Unruh, pro­fes­sio­nel­le Stadt­füh­rungs­lei­te­rin vor­be­rei­tet und inner­halb fast 4 Stun­den sehr inter­es­sant prä­sen­tiert. Zum Schluss wur­de ent­schie­den — für die Ziel­grup­pe auf Grup­pen­in­ter­es­se ori­en­tier­ten Zyklus der Füh­run­gen im Jahr 2015 unbe­dingt wei­ter zu pla­nen.

Die Maß­nah­me wur­de im Rah­men des Pro­jek­tes “Neue Bür­ger ler­nen und erfah­ren Soli­da­ri­tät in Mün­chen” (Pro­jekt­lei­te­rin Frau Olga Gusch) durch­ge­führt.

OG Forchheim in Berlin

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Der Vor­stand der Orts­grup­pe Forch­heim hat­te beschlos­sen, die­ses Jahr eine Bus­fahrt nach Ber­lin anzu­bie­ten. Am 27. April war es dann soweit. Ein Rei­se­bus­un­ter­neh­men aus der Regi­on hat­te die Orga­ni­sa­ti­on, mit detail­lier­tem Rah­men­pro­gramm, über­nom­men.

Sehr früh am Sams­tag, ging es los, in Rich­tung Bun­des-Haupt­stadt. Am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof wur­de unse­re Grup­pe schon von ihrer kom­pe­ten­ten Stadt­bilder­klä­re­rin erwar­tet,
die uns wäh­rend einer Stadt­rund­fahrt beglei­te­te. Sie gab inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen zur deut­sch-deut­schen Geschich­te, zum Mau­er­bau, den zahl­rei­chen his­to­ri­schen Gebäu­den, bis Neu-Ber­lin.
Der Weg führ­te vor­bei am Bran­den­bur­ger Tor, an Bot­schaf­ten, dem Gen­dar­men­markt, der Muse­ums­in­sel und dem Ber­li­ner Dom. Mit dem High­light der Rei­se, dem Besu­ch des Musi­cals „ Tanz der Vam­pi­re“, ende­te der 1.Tag. Alle Teil­neh­mer waren begeis­tert, vom wech­seln­den Büh­nen­bild und den gran­dio­sen Dar­stel­lern!

Am Sonn­tag­mor­gen fuh­ren wir zu unse­rem Ter­min im Bun­des­tag. Hier muss­ten wir uns zuer­st den stren­gen Sicher­heits­kon­trol­len unter­zie­hen. Dana­ch konn­ten wir, nach oben lau­fen, zur Besich­ti­gung der Glas­kup­pel und auf der Dach­ter­ras­se des Reichs­ta­ges, über ganz Ber­lin bli­cken. Bei schö­nem Wet­ter durf­ten wir eine Schiff­fahrt auf der Spree genie­ßen, um anschlie­ßend, die Heim­rei­se anzu­tre­ten.

Die Bus­fahrt gestal­te­te sich sehr lus­tig. Es wur­den Lie­der gesun­gen und geschwärmt, über die beein­dru­cken­den Erleb­nis­se die­ses gelun­ge­nen Wochen­en­des.

Der Vor­stand.
2013