Ethnokulturelle Arbeit in Kasachstan (BiZ-Infoblatt)

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Ethnokulturelle Arbeit“Liebe BiZ-Infoblatt Leser!

Thema dieser Ausgabe der BIZ – Informationsschrift ist die ethnokulturelle Arbeit der gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen in Kasachstan.

In Vorbereitung darauf haben wir uns immer wieder gefragt:
Was ist die Ethno-Kultur? Wie kommt diese zum Ausdruck?
Muss diese in der Ära der Globalisierung bewahrt werden?
Welche Rolle spielen die deutschen Vereinigungen in diesem Prozess?

Nicht auf alle Fragen konnten wir eine Antwort finden. Viele Antworten warfen neue Fragen auf. Machen Sie sich selbst ein Bild davon, was die ethnokulturelle Arbeit der deutschen Gesellschaften in Kasachstan heute ist.”

(BiZ-Infoblatt, Nr. 47, Mai-Juni 2014)

Link zum BiZ-Infoblatt-47 (pdf)

Herzlich willkommen zum Kulturfestival in Friedland!

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Einer der Höhepunkte der Projekttage ist das Kulturfestival am 2. Juni 2012, das im Grenzdurchgangslager Friedland ab 13.30 Uhr stattfindet.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Uwe Schünemann, hält die Festrede.

Das Kulturfestival in Friedland ist als Musterbeispiel für den Austausch der jeweiligen kulturellen Besonderheiten gedacht, zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene aus Niedersachsen und Tjumen werden an dem Kulturprogramm teilnehmen und Lieder und Tänze vorführen. Der Nachmittag wird von Jakob Fischer moderiert.

Vertreter der Politik, der Kirchen, der Verbände, der Medien und der breiten Öffentlichkeit, Landsleute aus der ehemaligen Sowjetunion und einheimische Mitbürger sind ganz herzlich zu diesem internationalen Kulturevent eingeladen!

Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen

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Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen mit der Partnerregion des Landes Niedersachsen in Russland, Tjumen

20 Jahre Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Tjumen

„5 Jahre Partnerschaft zwischen der Landesgruppe Niedersachsen und dem Gebietszentrum der deutschen Kultur Tjumen“

 

Die beiden in der Überschrift genannten Partnerschaftsjubiläen bestimmen die Projekttage vom 30. Mai bis 3. Juni 2012 der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Vorsitzende Lilli Bischoff), dem größten Interessenvertreter der Aussiedler und Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen aus der ehemaligen Sowjetunion in Niedersachsen, mit der Partnerregion Tjumen des Landes Niedersachsen in Russland.

 

Im Mittelpunkt der Projekttage stehen die Internationalisierung des Landes Niedersachsen, die Würdigung und vielfältige Weiterentwicklung der seit 20 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Tjumen sowie die Intensivierung der bestehenden internationalen Kontakte der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft mit seiner Partnerorganisation in Tjumen, dem „Gebietszentrum für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen“ (Leiterin Natalja Matschuga). Engere Kontakte der Landesgruppe Niedersachsen mit seinem Partner in Tjumen können in vielen Bereichen als Mittel für eine weitere Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Land Niedersachsen mit der Region Tjumen angesehen werden.

Dabei geht es insbesondere um die Förderung der Demokratie, Fragen der Migration und Integration, Kultur und kulturellen Austausch, historische Beziehungen zwischen Deutschland/Niedersachsen und Russland, wirtschaftliche Beziehungen und die Brückenfunktion der Landsmannschaft und der russlanddeutschen Unternehmer in Niedersachsen, Austausch zum Thema Umwelt- und Naturschutz sowie Förderung der deutschen Sprache im Ausland.

Im Rahmen der Projekttage begrüßt  Niedersachsen eine etwa 50-köpfige Delegation aus Tjumen, bestehend aus Sing-  und Tanzgruppen, Solisten, Malern und Vertretern der gesellschaftlichen Organisationen der Russlanddeutschen und ihrer Jugendorganisationen im gesamten Gebiet Tjumen.

Die Partnerorganisation der Landsmannschaft in Tjumen pflegt enge Kontakte zu der Administration in Tjumen, unter anderem zum Ausschuss für Nationalkulturen und dem Department für Bildung, und wird seitens der Administration in Tjumen gefördert.

Die Gäste aus Tjumen haben ein großes Interesse an der Pflege der deutschen Kultur und Sprache. Die Projekttage bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu erweitern und ihr neu erworbenes Wissen anschließend im Heimatland weiterzugeben.

Zu den zentralen Programmpunkten und Stationen der Projekttage gehören unter anderem:

 

• Besuch des Niedersächsischen Landtages und des Demokratieforums;

• Empfang durch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und Vortrag zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Niedersachsen und der Region Tjumen;


Symposium zum Thema „Anwerbung deutscher Siedler durch Zarin Katharina II.“;

• Kulturfestival in Friedland mit internationalen Teilnehmern;

• Rundgang und Vortrag zum Thema „Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland“;

• Besuch des Schlossmuseums Jever;

• Besuch des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (Weltnaturerbe);

• Besuch der Autostadt und des VW-Werks in Wolfsburg;

• Besuch des Phaeno-Museums.

            VadW

 

 

Russische Föderation

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Russische Föderation

Dr. Christoph Bergner: „Für mich als Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten ist es ein besonders bewegender Augenblick, Russlanddeutsche als Aussiedler in Deutschland und Russlanddeutsche als nationale Minderheit in Russland zusammenzuführen. Bei solchen Treffen merkt man besonders, wie wichtig und gefährdet die Verbindung zwischen den Russlanddeutschen in beiden Ländern ist…“  (Aus der Ansprache auf dem 1. Kongress der Begegnungszentren der Russlanddeutschen in Moskau, 31. Oktober 2007).


Kontakte zu Russlanddeutschen in Nordamerika

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Nordamerika

Kontakte zu Russlanddeutschen in Nordamerika

Nach der Aufhebung der Sonderverwaltung für die Kolonisten in Russland (1871) kam es zu ersten großen Ausreisewellen aus Russland nach Übersee. Dort gab es genügend Siedlerland zu günstigen Konditionen. Zu den Motiven ihrer Ausreise gehörte vor allem die Aufrechterhaltung ihrer religiösen und kulturellen/sprachlichen Eigenständigkeit.


Kontakte zu Russlanddeutschen in Südamerika

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Südamerika

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Die Landsmannschaft unterhält seit Jahrzehnten Kontakte zu Russlanddeutschen in aller Welt, darunter zu Nachkommen der russlanddeutschen Auswanderer in Südamerika (Lateinamerika). Ein Beispiel ist die Reise des Chores „Heimatklänge” der Orts- und Kreisgruppe Stuttgart 2003 zum 125-jährigen Jubiläum der Auswanderung von Wolgadeutschen nach Argentinien. Im Dezember 2005 bereiste Jakob Fischer mit seiner Musikgruppe viele Orte Argentiniens, wo Nachkommen wolgadeutscher Auswanderer zu Hause sind. Im September 2006 wurde der russlanddeutsche Künstler Andreas Prediger zum 4. Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas in der argentinischen Provinzhauptstadt Parana eingeladen, wo er seine Bilder und Plakate über das Schicksal der Russlanddeutschen in der ehemaligen UdSSR zeigen und erläutern durfte. 2008/2009 bereisten Jakob Fischer und das Tanzensemble „Birkenhain“ mit viel Erfolg und einer beeindruckenden Resonanz wiederholt viele Orte Argentiniens.


UVDR

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Deutsche aus Russland gründen Unternehmerverband


Am 6. November wurde in Stuttgart der „Unternehmerverband der Deutschen aus Russland“ (UVDR) gegründet, in dem Selbständige und Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende zusammengeschlossen sind.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören vor allem junge Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen, aus dem IT-Bereich ebenso wie aus dem Einzelhandel, dazu Reiseunternehmer, Handwerker, Trainer und Berater.

Satzungsgemäßer Zweck des Verbandes ist die Unterstützung und Förderung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Darüber hinaus verfolgt er weder eigene wirtschaftliche noch parteipolitische Ziele.

Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder und macht die Öffentlichkeit mit ihren Standpunkten und Initiativen bekannt. Er bietet beispielsweise Beratung und Unterstützung bei der Gründung von Betrieben und Einrichtungen, in Finanzierungsfragen sowie bei der Vermittlung von Kontakten zwischen den Verbandsmitgliedern und zu Partnern im In- und Ausland.

Der UVDR freut sich auf neue Mitglieder, die seine Arbeit und die Aktivitäten der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland unterstützen wollen.

Weitere Informationen und Kontaktdaten unter www.uvdr.de.

4. Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas

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Künstler Andreas Prediger beim 4. Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas, 2006

Bei den Wolgadeutschen in Argentinien

Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas in Parana

Am 07. -09. September 2006 fand das 4. Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas (FMG) in der argentinischen Provinzhauptstadt Parana (Provinz Entre Rios) statt, zu dem mein Vater, Andreas Prediger, offiziell eingeladen worden war. Ich begleitete ihn bei der zweiwöchigen Reise. Unsere Gastgeber waren Sylvester Prediger und seine Frau Elisabeth, deren Kinder und Enkel wir ebenfalls näher kennen lernten. Der Vater hatte ihn bei der Kulturtagung der Wolgadeutschen in Kassel kennengelernt. Außerdem betreute uns auch Alexander Heit. Es ist beeindruckend, wie sich die Wolgadeutschen bemühen, in einer ganz anderen Kultur ihre Lebensweise und ihre Sprache zu erhalten. Die Verständigung in deutscher Sprache, d.h. im ererbten Dialekt der Wolgadeutschen, gestaltete sich mit der älteren Generation problemlos; die Kinder und Enkel sprechen zwar spanisch, haben aber im Kindergarten und in der Schule die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Und es gibt zahlreiche Vereine, die sich der Pflege der deutschen Sprache und Kultur widmen.