Besuch aus Wolgograd – Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf empfängt russlanddeutsche Delegation

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Lan­des­be­auf­tragte für Hei­mat­ver­trie­bene und Spät­aus­sied­ler, Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf (4. v.r.), Staats­se­kre­tär Dr. Wolf­gang Dip­pel, Kreis­vor­sit­zende Rosa Emich (2. v.r.), Tat­jana Schä­fer, Vor­sit­zende des Zen­trums der deut­schen Kul­tur Wol­go­grad (5. v.r.) sowie Vor­stands­mit­glied Irma Bele­nina, Inter­na­tio­na­ler Ver­band der Deut­schen Kul­tur in Russ­land (3. v.l.).

Wies­ba­den. Weit­ge­reis­ten Besuch emp­fing die Lan­des­be­auf­tragte der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung für Hei­mat­ver­trie­bene und Spät­aus­sied­ler, Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf, in ihrem Büro im Hes­si­schen Minis­te­rium für Sozia­les und Inte­gra­tion. Sie­ben Ver­tre­te­rin­nen des Zen­trums Deut­scher Kul­tur (ZDK) aus der süd­rus­si­schen Stadt Wol­go­grad besuch­ten im Rah­men eines Part­ner­schafts­be­suchs die Lan­des­haupt­stadt.

Die Dele­ga­tion der Russ­land­deut­schen, die mit ihrem Wol­go­gra­der Ver­band ZDK zum Gesamt­ver­band der deut­schen Kul­tur­zen­tren in Russ­land (IVDK – Inter­na­tio­na­ler Ver­band deut­scher Kul­tur) gehö­ren, reiste bereits in der Vor­wo­che nach Fulda an. Hier nah­men die Ver­tre­te­rin­nen am Fest­akt zum 30. Jah­res­tag der Grün­dung der Kreis­gruppe Fulda in der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land teil. Seit fünf Jah­ren pflegt 

Herzlich willkommen zum Kulturfestival in Friedland!

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Einer der Höhe­punkte der Pro­jekt­tage ist das Kul­tur­fes­ti­val am 2. Juni 2012, das im Grenz­durch­gangs­la­ger Fried­land ab 13.30 Uhr statt­fin­det.

Der Nie­der­säch­si­sche Minis­ter für Inne­res und Sport, Uwe Schü­ne­mann, hält die Fest­rede.

Das Kul­tur­fes­ti­val in Fried­land ist als Mus­ter­bei­spiel für den Aus­tau­sch der jewei­li­gen kul­tu­rel­len Beson­der­hei­ten gedacht, zahl­rei­che Jugend­li­che und junge Erwach­sene aus Nie­der­sach­sen und Tju­men wer­den an dem Kul­tur­pro­gramm teil­neh­men und Lie­der und Tänze vor­füh­ren. Der Nach­mit­tag wird von Jakob Fischer mode­riert.

Ver­tre­ter der Poli­tik, der Kir­chen, der Ver­bände, der Medien und der brei­ten Öffent­lich­keit, Lands­leute aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­union und ein­hei­mi­sche Mit­bür­ger sind ganz herz­lich zu die­sem inter­na­tio­na­len Kul­tu­revent ein­ge­la­den!

Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen

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Pro­jekt­tage der Lan­des­gruppe Nie­der­sach­sen mit der Part­ner­re­gion des Lan­des Nie­der­sach­sen in Russ­land, Tju­men

20 Jahre Part­ner­schaft zwi­schen dem Land Nie­der­sach­sen und der Region Tju­men

5 Jahre Part­ner­schaft zwi­schen der Lan­des­gruppe Nie­der­sach­sen und dem Gebiets­zen­trum der deut­schen Kul­tur Tju­men“

 

Die bei­den in der Über­schrift genann­ten Part­ner­schafts­ju­bi­läen bestim­men die Pro­jekt­tage vom 30. Mai bis 3. Juni 2012 der Lan­des­gruppe Nie­der­sach­sen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land (Vor­sit­zende Lilli Bisch­off), dem größ­ten Inter­es­sen­ver­tre­ter der Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler und ihrer Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­union in Nie­der­sach­sen, mit der Part­ner­re­gion Tju­men des Lan­des Nie­der­sach­sen in Russ­land.

 

Im Mit­tel­punkt der Pro­jekt­tage ste­hen die Inter­na­tio­na­li­sie­rung des Lan­des Nie­der­sach­sen, die Wür­di­gung und viel­fäl­tige Wei­ter­ent­wick­lung der seit 20 Jah­ren bestehen­den Part­ner­schaft zwi­schen dem Land Nie­der­sach­sen und der Region Tju­men sowie die Inten­si­vie­rung der bestehen­den inter­na­tio­na­len Kon­takte der Lan­des­gruppe Nie­der­sach­sen der Lands­mann­schaft mit sei­ner Part­ner­or­ga­ni­sa­tion in Tju­men, dem „Gebiets­zen­trum für Bil­dung, Metho­dik und deut­sche Kul­tur Tju­men“ (Lei­te­rin Natalja Mat­schuga). Engere Kon­takte der Lan­des­gruppe Nie­der­sach­sen mit sei­nem Part­ner in Tju­men kön­nen in vie­len Berei­chen als Mit­tel für eine wei­tere Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen zwi­schen dem Land Nie­der­sach­sen mit der Region Tju­men ange­se­hen wer­den.

Dabei geht es ins­be­son­dere um die För­de­rung der Demo­kra­tie, Fra­gen der Migra­tion und Inte­gra­tion, Kul­tur und kul­tu­rel­len Aus­tau­sch, his­to­ri­sche Bezie­hun­gen zwi­schen Deutschland/Niedersachsen und Russ­land, wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen und die Brü­cken­funk­tion der Lands­mann­schaft und der russ­land­deut­schen Unter­neh­mer in Nie­der­sach­sen, Aus­tau­sch zum Thema Umwelt- und Natur­schutz sowie För­de­rung der deut­schen Spra­che im Aus­land.

Im Rah­men der Pro­jekt­tage begrüßt  Nie­der­sach­sen eine etwa 50-köp­fige Dele­ga­tion aus Tju­men, bestehend aus Sing–  und Tanz­grup­pen, Solis­ten, Malern und Ver­tre­tern der gesell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen der Russ­land­deut­schen und ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen im gesam­ten Gebiet Tju­men.

Die Part­ner­or­ga­ni­sa­tion der Lands­mann­schaft in Tju­men pflegt enge Kon­takte zu der Admi­nis­tra­tion in Tju­men, unter ande­rem zum Aus­schuss für Natio­nal­kul­tu­ren und dem Depart­ment für Bil­dung, und wird sei­tens der Admi­nis­tra­tion in Tju­men geför­dert.

Die Gäste aus Tju­men haben ein gro­ßes Inter­esse an der Pflege der deut­schen Kul­tur und Spra­che. Die Pro­jekt­tage bie­ten ihnen die Mög­lich­keit, ihre Grund­kennt­nisse der deut­schen Spra­che zu erwei­tern und ihr neu erwor­be­nes Wis­sen anschlie­ßend im Hei­mat­land wei­ter­zu­ge­ben.

Zu den zen­tra­len Pro­gramm­punk­ten und Sta­tio­nen der Pro­jekt­tage gehö­ren unter ande­rem:

 

• Besuch des Nie­der­säch­si­schen Land­ta­ges und des Demo­kra­tie­fo­rums;

• Emp­fang durch die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land und Vor­trag zum 20-jäh­ri­gen Bestehen der Part­ner­schaft zwi­schen Nie­der­sach­sen und der Region Tju­men;


Sym­po­sium zum Thema „Anwer­bung deut­scher Sied­ler durch Zarin Katha­rina II.“;

• Kul­tur­fes­ti­val in Fried­land mit inter­na­tio­na­len Teil­neh­mern;

• Rund­gang und Vor­trag zum Thema „Geschichte des Grenz­durch­gangs­la­gers Fried­land“;

• Besuch des Schloss­mu­se­ums Jever;

• Besuch des Natio­nal­parks Nie­der­säch­si­sches Wat­ten­meer (Welt­na­tur­erbe);

• Besuch der Auto­stadt und des VW-Werks in Wolfs­burg;

• Besuch des Pha­eno-Muse­ums.

            VadW

 

 

Russische Föderation

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Rus­si­sche Föde­ra­tion

Dr. Chris­toph Ber­g­ner: „Für mich als Beauf­trag­ten für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­nale Min­der­hei­ten ist es ein beson­ders bewe­gen­der Augen­blick, Russ­land­deut­sche als Aus­sied­ler in Deutsch­land und Russ­land­deut­sche als natio­nale Min­der­heit in Russ­land zusam­men­zu­füh­ren. Bei sol­chen Tref­fen merkt man beson­ders, wie wich­tig und gefähr­det die Ver­bin­dung zwi­schen den Russ­land­deut­schen in bei­den Län­dern ist…“  (Aus der Anspra­che auf dem 1. Kon­gress der Begeg­nungs­zen­tren der Russ­land­deut­schen in Mos­kau, 31. Okto­ber 2007). 


Kontakte zu Russlanddeutschen in Nordamerika

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Nord­ame­rika

Kon­takte zu Russ­land­deut­schen in Nord­ame­rika

Nach der Auf­he­bung der Son­der­ver­wal­tung für die Kolo­nis­ten in Russ­land (1871) kam es zu ers­ten gro­ßen Aus­rei­se­wel­len aus Russ­land nach Über­see. Dort gab es genü­gend Sied­ler­land zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen. Zu den Moti­ven ihrer Aus­reise gehörte vor allem die Auf­recht­erhal­tung ihrer reli­giö­sen und kulturellen/sprachlichen Eigen­stän­dig­keit.


Kontakte zu Russlanddeutschen in Südamerika

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Süd­ame­rika

Die Lands­mann­schaft unter­hält seit Jahr­zehn­ten Kon­takte zu Russ­land­deut­schen in aller Welt, dar­un­ter zu Nach­kom­men der russ­land­deut­schen Aus­wan­de­rer in Süd­ame­rika (Latein­ame­rika). Ein Bei­spiel ist die Reise des Cho­res „Hei­mat­klänge” der Orts- und Kreis­gruppe Stutt­gart 2003 zum 125-jäh­ri­gen Jubi­läum der Aus­wan­de­rung von Wol­ga­deut­schen nach Argen­ti­nien. Im Dezem­ber 2005 bereiste Jakob Fischer mit sei­ner Musik­gruppe viele Orte Argen­ti­ni­ens, wo Nach­kom­men wol­ga­deut­scher Aus­wan­de­rer zu Hause sind. Im Sep­tem­ber 2006 wurde der russ­land­deut­sche Künst­ler Andreas Pre­di­ger zum 4. Tref­fen der Deut­schen Gemein­schaf­ten Latein­ame­ri­kas in der argen­ti­ni­schen Pro­vinz­haupt­stadt Parana ein­ge­la­den, wo er seine Bil­der und Pla­kate über das Schick­sal der Russ­land­deut­schen in der ehe­ma­li­gen UdSSR zei­gen und erläu­tern durfte. 2008/2009 bereis­ten Jakob Fischer und das Tanz­ensem­ble „Bir­ken­hain“ mit viel Erfolg und einer beein­dru­cken­den Reso­nanz wie­der­holt viele Orte Argen­ti­ni­ens.


4. Treffen der Deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas

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Künst­ler Andreas Pre­di­ger beim 4. Tref­fen der Deut­schen Gemein­schaf­ten Latein­ame­ri­kas, 2006

Bei den Wol­ga­deut­schen in Argen­ti­nien

Tref­fen der Deut­schen Gemein­schaf­ten Latein­ame­ri­kas in Parana

Am 07. –09. Sep­tem­ber 2006 fand das 4. Tref­fen der Deut­schen Gemein­schaf­ten Latein­ame­ri­kas (FMG) in der argen­ti­ni­schen Pro­vinz­haupt­stadt Parana (Pro­vinz Entre Rios) statt, zu dem mein Vater, Andreas Pre­di­ger, offi­zi­ell ein­ge­la­den wor­den war. Ich beglei­tete ihn bei der zwei­wö­chi­gen Reise. Unsere Gast­ge­ber waren Syl­ves­ter Pre­di­ger und seine Frau Eli­sa­beth, deren Kin­der und Enkel wir eben­falls näher ken­nen lern­ten. Der Vater hatte ihn bei der Kul­tur­ta­gung der Wol­ga­deut­schen in Kas­sel ken­nen­ge­lernt. Außer­dem betreute uns auch Alex­an­der Heit. Es ist beein­dru­ckend, wie sich die Wol­ga­deut­schen bemü­hen, in einer ganz ande­ren Kul­tur ihre Lebens­weise und ihre Spra­che zu erhal­ten. Die Ver­stän­di­gung in deut­scher Spra­che, d.h. im ererb­ten Dia­lekt der Wol­ga­deut­schen, gestal­tete sich mit der älte­ren Gene­ra­tion pro­blem­los; die Kin­der und Enkel spre­chen zwar spa­ni­sch, haben aber im Kin­der­gar­ten und in der Schule die Mög­lich­keit, Deut­sch zu ler­nen. Und es gibt zahl­rei­che Ver­eine, die sich der Pflege der deut­schen Spra­che und Kul­tur wid­men.