Aussiedlung — Beheimatung — politische Teilhabe Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland

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Mit rund 2,4 Mil­lio­nen Men­schen stel­len die Russ­land­deut­schen, die seit 1950 als Aus­sied­ler oder Spät­aus­sied­ler aus der Sowjet­uni­on und ihren Nach­fol­ge­staa­ten nach Deutsch­land gekom­men sind, die größ­te Ein­wan­de­r­er­grup­pe, die die deut­sche Gesell­schaft seit der Zuwan­de­rung der “Gast­ar­bei­ter” auf­ge­nom­men hat. Eben­falls in engen zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Auf­lö­sung der Sowjet­uni­on sie­del­ten sich seit 1990 ca. 215.000 ‘Kon­tin­gent­flücht­lin­ge’ mit jüdi­schem Hin­ter­grund in Deutsch­land an. Schließ­li­ch leben gut 230.000 Men­schen in Deutsch­land, die aus­schließ­li­ch einen rus­si­schen Pass besit­zen.

Die Fach­ta­gung der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung zielt dar­auf ab, die in den letz­ten Jah­ren öffent­li­ch nur unzu­rei­chend dis­ku­tier­ten Fra­gen von Behei­ma­tung und Iden­ti­tä­ten die­ser ganz unter­schied­li­chen Grup­pen in den Mit­tel­punkt eines ergeb­nis­of­fe­nen und kon­struk­ti­ven Gesprächs zu stel­len. Sie fokus­siert auf die Deut­schen aus Russ­land als einer der größ­ten Ein­wan­de­r­er­grup­pen in der Bun­des­re­pu­blik, nimmt sich jedoch auch der Wech­sel­wir­kun­gen mit ande­ren rus­sisch­spra­chi­gen Grup­pen und Men­schen in Deutsch­land an.

Hilfe bei der Antragstellung für Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter

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BVA__logoAuf An­trag kön­nen ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.
Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne

Halbherzige Rehabilitierungsversuche der Russlanddeutschen

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Wol­ga­deut­sche Repu­blik

Am 31. Janu­ar 2016 unter­zeich­ne­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin den Erlass „Über erst­ran­gi­ge Maß­nah­men zur Reha­bi­li­ta­ti­on der Russ­land­deut­schen“, der die frü­her ver­an­ker­te Wie­der­her­stel­lung der russ­land­deut­schen Staat­lich­keit“ (wie im Ukas des Prä­si­den­ten Boris Jel­zin vom 21.02.1992) nicht mehr ent­hält. Zwar blieb der Erlass von 1992 de fac­to auch eine lee­re Ver­spre­chung. Den­no­ch erschien er den Betrof­fe­nen immer noch als gewis­se Garan­tie dafür, dass die rus­si­sche Füh­rung sich irgend­wann doch dazu durch­ringt, die gesetz­wid­rig auf­ge­lös­te Staat­lich­keit der Russ­land­deut­schen (in wel­cher Form auch immer, und damit auch die his­to­ri­sche Gerech­tig­keit) wie­der­her­zu­stel­len und die deut­sche Min­der­heit recht­li­ch, gesell­schaft­li­ch und poli­ti­sch voll­stän­dig zu reha­bi­li­tie­ren, zumal der Erlass von Putin im Jahr 2014 die­se Hoff­nun­gen erneut auf­flam­men ließ. (Arti­kel als pdf)


Die fol­gen­schwe­re Vor­ge­schich­te ist bekannt. Der Erlass vom 28.08.1941 lei­te­te die Auf­lö­sung der 1924 gegrün­de­ten ASSR der Wol­ga­deut­schen und die mas­sen­haf­te

Tä­tig­keits­be­richt des Bun­des­be­auf­trag­ten für 2015 ver­öf­fent­licht

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Hartmut_KoschykBundesbeauftragter Koschyk MdB bedankt sich für die vertrauensvolle und sachorientierte Zusammenarbeit im Jahr 2015

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 vorgelegt. Er steht nunmehr zum Download bereit.

Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die Tätigkeit des Bundesbeauftragten im Jahr 2015 für die Belange der Aussiedler, der nationalen Minderheiten in Deutschland und der deutschen Minderheiten in Europa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.


Tätigkeitsbericht 2015

Download (PDF, 6 MB)

Häftlingshilfegesetz (HHG): Unterstützungsleistungen laufen 2016 aus

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AusrufezeichenDie Aus­zah­lung eines Betrags von rund 3.000 € an jeden posi­tiv zu beschei­den­den Antrags­stel­ler wird ange­strebt. Mit die­sem Betrag soll das schwe­re Kriegs­fol­gen­schick­sal der soge­nann­ten Erleb­nis­ge­ne­ra­ti­on beson­ders gewür­digt und aner­kannt wer­den.”
Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern

Letzt­ma­lig kann ein Antrag nach § 18 HHG auf Unter­stüt­zungs­leis­tung bis zum 30. Juni 2016 gestellt wer­den.

  • Beschei­ni­gung nach § 10 Abs. 4 HHG (Aner­ken­nung des erlit­te­nen Gewahr­sams ) muss vor­lie­gen
  • Aktu­el­le sozia­le Not­la­ge ist eine zwin­gen­de Vor­aus­set­zung
  • Kein Anspruch, wenn die soge­nann­ten “Opfer­ren­te” bezo­gen wird

Nähe­re Aus­künf­te erteilt
Stif­tung für ehe­ma­li­ge poli­ti­sche Häft­lin­ge
An der Mari­en­ka­pel­le 10
53179 Bonn
Tel.: 0228 — 3689370
Fax: 0228 — 3689399
Mail: info@stiftung-hhg.de


cropped-Wappen-LmDR.pngLands­mann­schaft infor­miert:

Lie­be Lands­leu­te,

das Häft­lings­hil­fe­ge­setz (HHG) wur­de dahin­ge­hend geän­dert, dass die zuvor jähr­li­chen Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen durch eine abschlie­ßen­de Ein­mal­zah­lung abge­löst wur­den. Damit lau­fen die Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen in 2016 aus. Die begrün­de­ten Ein­wän­de der Lands­mann­schaft hat der Gesetz­ge­ber lei­der nicht berück­sich­tigt.

Der Deut­sche Bun­des­tag hat in einer am 12. Novem­ber 2015 in Kraft getre­te­ne Neu­re­ge­lung

Be­ra­tung mit der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land

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v.l.n.r.: Dr. Manfred Michl (BMI), Stv. LmDR-Bundesvorsitzender Ernst Strohmaier, LmDR-Geschäftsführer Jürgen Arnhold, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, LmDR-Bundesvorsitzender Waldemar Eisenbraun, Dr. Alexander Schumacher (BMI)

v.l.n.r.: Dr. Man­fred Michl (BMI), Stv. LmDR-Bun­des­vor­sit­zen­der Ern­st Stroh­mai­er, LmDR-Geschäfts­füh­rer Jür­gen Arn­hold, Bun­des­be­auf­trag­ter Hart­mut Kos­chyk MdB, LmDR-Bun­des­vor­sit­zen­der Wal­de­mar Eisen­braun, Dr. Alex­an­der Schu­ma­cher (BMI)

Ausführlicher Gedankenaustausch

am 18.02.2016 im Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern.

 

Link zum Bei­trag auf der Inter­net­sei­te des Aus­sied­ler­be­auf­tra­gen:
Be­ra­tung mit der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land


Der Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten, Hart­mut Kos­chyk MdB, ist in Ber­lin mit dem Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land (LmDR), Wal­de­mar Eisen­braun, des­sen Stell­ver­tre­ter Ern­st Stroh­mai­er und LmDR-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Arn­hold zu einem aus­führ­li­chen Infor­ma­ti­ons- und Gedan­ken­aus­tau­sch zusam­men­ge­trof­fen. Aus dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern (BMI) nah­men die bei­den zustän­di­gen Refe­rats­lei­ter Dr. Man­fred Michl und Dr. Alex­an­der Schu­ma­cher teil.

Stellungnahme der Landsmannschaft zu bundesweiten Kundgebungen mit Beteiligung von Deutschen aus Russland

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Aehre_Vektor.jpgStel­lung­nah­me zu bun­des­wei­ten Kund­ge­bun­gen

mit Betei­li­gung von Deut­schen aus Russ­land

Link zur Stel­lung­nah­me (pdf)


Mit­wir­kung der Lands­mann­schaft

Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land hat die zahl­rei­chen Kund­ge­bun­gen am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de weder orga­ni­siert noch zur Teil­nah­me dar­an auf­ge­ru­fen. Die Ver­ant­wor­tung für den Ver­lauf und die Inhal­te liegt allein bei den Ver­an­stal­tern.

Vor weni­gen Tagen tauch­te in den sozia­len Medi­en ein Auf­ruf zu flä­chen­de­cken­den Demons­tra­tio­nen auf. Die­ser wur­de in rus­si­scher Spra­che ver­fasst und begann mit dem Satz „Ach­tung! Es ist ein Krieg!“. Die­se het­ze­ri­sche und pro­vo­ka­ti­ve For­mu­lie­rung ver­ur­tei­len wir aufs schärfs­te.

 

Media­le Reso­nanz

Wir sind sehr dar­über in Sor­ge, dass die jüngs­ten Ereig­nis­se in den Medi­en und der Gesell­schaft ein ver­zerr­tes Bild unse­rer Lands­leu­te ent­ste­hen las­sen. Wir war­nen ein­dring­li­ch davor, das Ver­hal­ten nicht reprä­sen­ta­ti­ver Grup­pen auf die gesam­te Per­so­nen­grup­pe der Deut­schen aus Russ­land zu über­tra­gen.

In der Bun­des­re­pu­blik leben ca. vier Mil­lio­nen Men­schen, die als deutsch­stäm­mi­ge Heim­keh­rer, Ver­trie­be­ne, Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler auf Grund­la­ge des Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­set­zes (BVFG) nach Deutsch­land gekom­men sind.

Wir bedau­ern sehr, dass die deut­schen Medi­en bei der posi­ti­ven Bericht­erstat­tung über die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on sehr zurück­hal­tend sind. Die Lands­mann­schaft ist ger­ne bereit, Infor­ma­tio­nen über zahl­rei­che The­men und inter­es­san­te Per­sön­lich­kei­ten zu ver­mit­teln.

Außer­dem emp­feh­len wir die inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem For­schungs­be­richt des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge „(Spät-)Aussiedler in Deutsch­land“.
http://lmdr.de/spat-aussiedler-in-deutschland-forschungsbericht-des-bamf/

 

Enga­ge­ment der Lands­mann­schaft

Unser Ver­band besteht seit 65 Jah­ren und ist der aner­kann­te Ansprech­part­ner für die Bun­des­re­gie­rung in allen Ange­le­gen­hei­ten der Deut­schen aus den Nach­fol­ge­staa­ten der Sowjet­uni­on. Im Auf­trag des BAMF (Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge) betreibt die Lands­mann­schaft bun­des­weit meh­re­re Migra­ti­ons­be­ra­tungs­stel­len für erwach­se­ne Zuwan­de­rer. Wir füh­ren offe­ne Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te durch, die u.a. jun­ge Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund als Ziel­grup­pe haben.

In den etwa 130 regio­na­len Glie­de­run­gen der Lands­mann­schaft arbei­ten wir mit ver­schie­de­nen Akteu­ren des öffent­li­chen Lebens zusam­men. Unse­re Mit­glie­der brin­gen sich in Inte­gra­ti­ons­bei­rä­ten und ähn­li­chen Gre­mi­en ein. Unser Ver­band und sei­ne Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on betrach­ten die Ver­tre­tung der Inter­es­sen unse­rer Lands­leu­te, inte­gra­ti­ve und iden­ti­täts­stif­ten­de Maß­nah­men, poli­ti­sche und inter­kul­tu­rel­le Bil­dung, Kul­tur­pfle­ge und Auf­klä­rung über die Geschich­te der Deut­schen in und aus Russ­land als Schwer­punk­te ihrer Arbeit.

 

Posi­ti­on der Lands­mann­schaft

Durch die Ereig­nis­se in Köln und ande­ren deut­schen Städ­ten sind die Poli­zei und die Poli­tik viel­fach in die Kri­tik gera­ten. Die pau­scha­len Vor­wür­fe der man­gel­haf­ten Auf­merk­sam­keit und Untä­tig­keit legi­ti­mier­ter Orga­ne hal­ten wir jedoch für Panik­ma­che.

In Zei­ten von Ver­un­si­che­rung und Unzu­frie­den­heit sind Zivil­cou­ra­ge und bür­ger­li­ches Enga­ge­ment geeig­ne­te Mit­tel, die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger auf Fehl­ent­wick­lun­gen hin­zu­wei­sen und schnel­le und nach­hal­ti­ge Lösun­gen ein­zu­for­dern. Aller­dings dür­fen dabei weder die Prin­zi­pi­en der Rechts­staat­lich­keit noch die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Mit­tel außer Acht gelas­sen wer­den.

Die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on sind flei­ßig und ord­nungs­lie­bend, sie ach­ten die Geset­ze und ste­hen loyal zur Bun­des­re­pu­blik. Fami­liä­rer Zusam­men­halt und Gerech­tig­keits­sinn gehö­ren eben­falls zu ihren mar­kan­ten Eigen­schaf­ten. Uns ist es nicht gleich­gül­tig, wenn Ver­bre­chen in Deutsch­land pas­sie­ren. Daher erwar­ten wir die best­mög­li­che Auf­klä­rung der Vor­fäl­le und ein kon­se­quen­tes Durch­grei­fen der zustän­di­gen Behör­den. Dabei dür­fen weder Her­kunft noch Reli­gi­on, Auf­ent­halts­sta­tus, Ein­kom­mens­si­tua­ti­on oder Berufs­stand straf­mil­dernd aus­ge­legt wer­den.

Offen­sicht­li­ch gibt es Kräf­te, die ein Inter­es­se an der gesell­schaft­li­chen Desta­bi­li­sie­rung Deutsch­lands haben. Wir dür­fen und wer­den uns auf Pro­vo­ka­tio­nen und Het­ze nicht ein­las­sen. Instru­men­ta­li­sie­rung und Radi­ka­li­sie­rung gilt es zu ver­hin­dern. Unser Ver­band wird sich mit aller Kraft für ein gesell­schaft­li­ch sta­bi­les und frei­heit­li­ch-demo­kra­ti­sches Deutsch­land ein­set­zen.

 

Bun­des­vor­stand

Zuwanderung und Zivilcourage

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Waldemar Eisenbraun Bundesvorsitzender

Wal­de­mar Eisen­braun
Bun­des­vor­sit­zen­der

Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gau­ck:
Wir brau­chen nicht nur tat­kräf­ti­ge Poli­ti­ker, son­dern auch enga­gier­te Bür­ger.“

Link zur Mit­tei­lung
Zuwan­de­rung und Zivil­cou­ra­ge” (pdf)


Jahr­zehn­te­lang war es der sehn­lichs­te Wunsch vie­ler Deut­schen in der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, in ihre his­to­ri­sche Hei­mat Deutsch­land aus­rei­sen zu dür­fen, um als Deut­sche unter Deut­schen leben zu kön­nen. Als sich die­se Mög­lich­keit Ende der acht­zi­ger Jah­re des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts ergab, zöger­ten die meis­ten nicht lan­ge. In Deutsch­land ange­kom­men, mus­s­te oft bei Null ange­fan­gen wer­den.

Heu­te, gut 25 Jah­re spä­ter, ist wis­sen­schaft­li­ch belegt, dass die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on sich vor­bild­li­ch inte­griert haben. Sie haben sich mehr­heit­li­ch von Hil­fe­su­chen­den zu Leis­tungs­trä­gern ent­wi­ckelt!

Die­ser Erfolg wird in der gegen­wär­ti­gen Debat­te über explo­die­ren­de Flücht­lings­zah­len und die damit ein­her­ge­hen­den Pro­ble­me nicht sel­ten fal­sch inter­pre­tiert. Daher hat der Bund der Ver­trie­be­nen auf Initia­ti­ve der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land eine
Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe zur Defi­ni­ti­on ein­zel­ner Zuwan­de­r­er­grup­pen ver­fasst. Dar­in wird deut­li­ch zwi­schen Ver­trie­be­nen, (Spät)Aussiedlern, Flücht­lin­gen und Wirt­schafts­mi­gran­ten dif­fe­ren­ziert.
(Link: http://lmdr.de/argumentationshilfe-bdv/)

***

Die zuneh­mend gerin­ge­re Wahl­be­tei­li­gung auf allen Ebe­nen — unse­re Lands­leu­te bil­den hier lei­der kei­ne Aus­nah­me — ist in einem demo­kra­ti­schen Land ein Anlass zur Sor­ge.
2016 fin­den in fünf Bun­des­län­dern Land­tags­wah­len statt. Das Wahl­recht ist ein Pri­vi­leg der Bür­ger und soll­te dazu genutzt wer­den, den zuge­las­se­nen Par­tei­en nach indi­vi­du­el­len Prio­ri­tä­ten einen poli­ti­schen Auf­trag zu geben. Nicht zu wäh­len ist die fal­sche Wahl!

Die Ereig­nis­se in Köln und ande­ren deut­schen Städ­ten haben das Bild tat­kräf­ti­ger Poli­ti­ker rela­ti­viert. Poli­zei und Medi­en sind viel­fach in die Kri­tik gera­ten. Die pau­scha­len Vor­wür­fe der man­gel­haf­ten Auf­merk­sam­keit und Untä­tig­keit legi­ti­mier­ter Orga­ne sind jedoch als Panik­ma­che ein­zu­stu­fen.

In Zei­ten von Ver­un­si­che­rung und Unzu­frie­den­heit sind Zivil­cou­ra­ge und bür­ger­li­ches Enga­ge­ment geeig­ne­te Mit­tel, die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger auf Fehl­ent­wick­lun­gen hin­zu­wei­sen und schnel­le und nach­hal­ti­ge Lösun­gen ein­zu­for­dern. Aller­dings dür­fen dabei weder die Prin­zi­pi­en der Rechts­staat­lich­keit noch die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Mit­tel außer Acht gelas­sen wer­den.

Die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on sind flei­ßig und ord­nungs­lie­bend, sie ach­ten die Geset­ze und ste­hen loyal zur Bun­des­re­pu­blik. Fami­liä­rer Zusam­men­halt und Gerech­tig­keits­sinn gehö­ren eben­falls zu ihren mar­kan­ten Eigen­schaf­ten. Uns ist es nicht gleich­gül­tig, wenn Ver­bre­chen in Deutsch­land pas­sie­ren. Daher erwar­ten wir die best­mög­li­che Auf­klä­rung der Vor­fäl­le und ein kon­se­quen­tes Durch­grei­fen der zustän­di­gen Behör­den. Dabei dür­fen weder Her­kunft noch Reli­gi­on, Auf­ent­halts­sta­tus, Ein­kom­mens­si­tua­ti­on oder Berufs­stand straf­mil­dernd aus­ge­legt wer­den.

Offen­sicht­li­ch gibt es Kräf­te, die ein Inter­es­se an der gesell­schaft­li­chen Desta­bi­li­sie­rung Deutsch­lands haben. Wir dür­fen und wer­den uns auf Pro­vo­ka­tio­nen und Het­ze nicht ein­las­sen. Instru­men­ta­li­sie­rung und Radi­ka­li­sie­rung gilt es zu ver­hin­dern. Unser Ver­band wird sich mit aller Kraft für ein gesell­schaft­li­ch sta­bi­les und frei­heit­li­ch-demo­kra­ti­sches Deutsch­land ein­set­zen.

Wal­de­mar Eisen­braun
Bun­des­vor­sit­zen­der der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land
Prä­si­di­ums­mit­glied des Bun­des der Ver­trie­be­nen

Argumentationshilfe zur Differenzierung von Zuwanderergruppen

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BdV_Logo

Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe des Bun­des der Ver­trie­be­nen zum The­ma:
Deut­sche Hei­mat­ver­trie­be­ne und Flücht­lin­ge,
Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler und heu­ti­ge Flücht­lin­ge

Link zum Bei­trag in “Volk auf dem Weg”, Janu­ar 2016 (pdf)


1.  Ein­füh­rung

In der öffent­li­chen Dis­kus­si­on wer­den oft Par­al­le­len zwi­schen den deut­schen Hei­mat­ver­trie­be­nen und Flücht­lin­gen, Aus­sied­lern und Spät­aus­sied­lern sowie den heu­ti­gen Flücht­lin­gen her­ge­stellt. Das Prä­si­di­um des Bun­des der Ver­trie­be­nen stellt klar, dass eine dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung für eine sach­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sem The­ma not­wen­dig ist.

Schon 1950 haben die Ver­trie­be­nen in ihrer Char­ta erklärt:

70 Jahre nach Kriegsende — Russlanddeutsche gestern und heute (Tagung in Berlin)

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70Jahre-AnzeigeTagung vom 7. bis 8. Dezem­ber 2015
Ver­tre­tung des Frei­staats Thü­rin­gen beim Bund
Moh­ren­stras­se 64, 10117 Ber­lin

Fly­er mit Pro­gramm und wei­te­ren Infor­ma­tio­nen

Der Ein­tritt ist frei

Um Anmel­dung wird bis zum 4. Dezem­ber 2015 gebe­ten.


ANMELDUNG UND INFORMATIONEN:
Deut­sche Gesell­schaft e. V.
Jan Roes­sel, M.A.  |  Refe­rent Euro­pa­po­li­tik
Tel.: +49 (0)30 88 41 22 51
e-Mail: jan.roessel@deutsche-gesellschaft-ev.de
(alter­na­tiv P.Kirchner@LmDR.de)


EINE GEMEINSAME VERANSTALTUNG VON:
— Deut­sche Gesell­schaft e.V.
— Beauf­trag­ter für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten
— Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern
— Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land
— Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land


Im Mit­tel­punkt der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern geför­der­ten und