Putin unterschreibt Erlass über Maßnahmen zur Rehabilitierung der von der Krim deportierten Völker

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Am 21. April 2014 unterschrieb der russische Präsident Wladimir Putin einen Erlass über Maßnahmen zur Rehabilitierung der von der Krim deportierten Völker. Dazu werden Armenier, Bulgaren, Griechen, Krim-Tataren und Deutsche gezählt. Als Ziele werden die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit sowie die Beseitigung der Folgen der gesetzwidrigen Deportation und der Verletzung der Rechte der betroffenen Völker genannt.

Damit erkennt Russland das historische Unrecht der Deportation an. Auf die Mehrheit der Russlanddeutschen, die nicht von der Krim stammen, findet der Erlass jedoch keine Anwendung. Derzeit gehören etwa 2.500 Menschen der deutschen Minderheit auf der Krim an.

Obwohl bereits Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre weitere Gesetze zur Rehabilitierung verabschiedet wurden, fand deren praktische Umsetzung nicht hinreichend statt. Die Erlebnisgeneration und ihre Nachkommen vermissen bis heute Worte des Bedauerns vonseiten des russischen Staates für das erlittene Unrecht.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland spricht sich seit Jahren für die vollständige Rehabilitierung der Russlanddeutschen aus und betrachtet die aktuelle Entwicklung als einen wichtigen Schritt auf dem Weg dorthin.

Putins Erlass vom 21. April 2014 (pdf, russisch)

Auswärtiges Amt empfiehlt deutschen Staatsangehörigen die Ausreise aus den Krisenregionen

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Auswaertiges Amt LogoAuswärtiges Amt: Aktuelle Hinweise Stand 07.05.2014 (unverändert gültig seit: 05.05.2014)

Von Reisen auf die Halbinsel Krim wird dringend abgeraten… Von Reisen in östliche und südliche Landesteile (der Ukraine) wird ebenfalls dringend abgeraten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich in diesen Landesteilen aufhalten, wird die Ausreise empfohlen.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UkraineSicherheit.html

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Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland appelliert wiederholt an die Verantwortlichen in der Politik und die Zuständigen in den Bundesämtern, die BVFG-konforme Aufnahme von ausreisewilligen Deutschen möglichst frei von bürokratischen Hürden und in einem beschleunigten Verfahren zu gestalten.

Unsere Landsleute in den Krisenregionen sind teilweise der Lebensgefahr ausgesetzt, der Schutz durch die staatlichen Organe versagt zunehmend. Um weitere menschlichen Tragödien zu vermeiden, ist engagiertes Handeln erforderlich.

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf sagt weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zu

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Im Büro der Landesbeauftragten von links: Landesvorsitzender Johann Thießen, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf und Bundesvorsitzender Otto Kotke

(Pressemitteilung im pdf-Format)

 

Zu einem Gespräch in ihrem Büro in Wiesbaden traf die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, mit dem Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Johann Thießen, und dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Wolgadeutschen, Otto Kotke, zusammen.  Bei dem intensiven Gedankenaustausch, der auf Wunsch der Landsmannschaften zustande kam, wurden wichtige Punkte hinsichtlich der Integrationsarbeit und Veranstaltungsplanung besprochen. Die Vorsitzenden der Landsmannschaften berichteten über eine beabsichtigte Veranstaltung zum 250. Jahrestag der Ansiedlung von Deutschen im Wolgagebiet, die eventuell in der Hessischen Landesvertretung in Berlin stattfinden könne. Ebenfalls sei geplant, die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland im Hessischen Landtag zu zeigen und somit einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.