Waldemar Eisenbraun, Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

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1763-2013. 250 Jahre russlanddeutscher Geschichte“

31. Bundestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Verleihung des Katharinen-Preises

Laudatio: Waldemar Eisenbraun,

Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es ist mir eine besondere Ehre, im feierlichen Rahmen des Goldenen Saales in Augsburg die Preisträger des in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen Katharinen-Preises der Deutschen aus Russland zu würdigen.

Laut Satzung wird der Preis Personen oder Einrichtungen zuerkannt, die sich in besonderer Weise um die Russlanddeutschen verdient gemacht und ihren Beitrag zur Unterstützung ihres kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens geleistet haben. Gestiftet wurde er von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Erinnerung an Zarin Katharina II., die vor 250 Jahren, am 22. Juli 1763, Ausländer zur Einwanderung nach Russland einlud. Damit steht das Einladungsmanifest am Beginn der Auswanderung von Deutschen nach Russland im größeren Umfang.

Ansprache: Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

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1763-2013. 250 Jahre russlanddeutscher Geschichte“

31. Bundestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Verleihung des Katharinen-Preises

Ansprache: Dr. Rudolf Seiters,

Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

 

Die Auszeichnung des DRK-Suchdienstes mit dem Katharinen-Preis, der heute zum ersten Mal verliehen wird, erfüllt uns mit großer Freude und Genugtuung. Sie zeigt, dass unsere Leistungen im Bereich der Familienzusammenführung und der Klärung des Schicksals insbesondere der Vermissten und Verschleppten des Zweiten Weltkrieges von Ihnen anerkannt und gewürdigt werden.

Grußwort Christine Haderthauer

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Christine Haderthauer

Bayerische Staatsministerin

für Arbeit und Sozialordnung,

Familie und Frauen

Christine Haderthauer Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung,  Familie und Frauen

Christine Haderthauer
Bayerische Staatsministerin
für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen

Am 29.Juni 2013 findet in Augsburg das 31. Bundestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland statt. Als Bayerische Sozialministerin und Aussiedlerbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung heiße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen!

Die Deutschen aus Russland sind ein Aktivposten in unserem Land, und dies gilt im Besonderen auchbei uns in Bayern. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement bringen sich die Landsleute ein und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Als starke Gemeinschaft leisten die Deutschen aus Russland damit einen wertvollen Beitrag für das Allgemeinwohl und den Zusammenhalt in der Bevölkerung. Das jährliche Bundestreffen dient ihnen hierbei als wichtiger Orientierungspunkt, als Forum der Ideen, des Dialogs und der Perspektiven. So wird es auch 2013 in Augsburg sein.

Grußwort Dr. Hans-Peter Friedrich

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Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB

Bundesminister des Innern

Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB Bundesminister des Innern

Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB
Bundesminister des Innern

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe russlanddeutsche Landsleute,

 

nach einer 250-jährigen Wanderungsgeschichte hat die Bundesrepublik Deutschland seit der politischen Wende 1989/90 mehr als 2,3 Millionen Deutsche aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion wieder beheimatet. Damals, am 22. Juli 1763, erließ die Zarin Katharina ihr berühmtes Einladungsmanifest, dem mehrere Tausend Familien aus den deutschen Ländern folgten. Während die Deutschen besonders im 19. Jahrhundert großartige Leistungen vollbrachten und eine glänzende Kolonistenkultur entwickelten, erlitten sie ein schweres Schicksal in den dunkelsten Tiefen des 20. Jahrhunderts. Angesichts dieses Leidensweges gehört die Solidarität der Bundesregierung gegenüber den Deutschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu den historischen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland.

250 Jahre Einladungsmanifest Bundesdelegiertenversammlung Bundestreffen

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Ein ereignisreiches Jahr hat begonnen

Adolf Fetsch

Adolf Fetsch

Mit einem Rückblick auf das zu Ende gegangene Jahr 2012 und einem detaillierten Ausblick auf das ereignisreiche Jahr 2013 wandte sich der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Adolf Fetsch, am 11. Januar an die Teilnehmer des Neujahrsempfangs der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen in der Heimvolkshochschule St.-Hedwigs-Haus in Oerlinghausen. Nachstehend größere Auszüge aus seiner Ansprache:

Unser Einsatz geht weiter!

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Liebe Landsleute,

wie wir immer wieder berichtet haben, werden die Integrationserfolge der Deutschen aus Russland durch alle ernst zu nehmenden Studien als vorbildlich bezeichnet, und jeder, der sie als Belastung für die Bundesrepublik Deutschland bezeichnet, lässt erkennen, dass er in seinen Aussagen von Vorurteilen geblendet ist.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland leistet seit über 60 Jahren ihren Beitrag zu dieser Entwicklung und hat Erfolge zu verzeichnen, auf die wir stolz sein dürfen. Allen unseren solidarischen Mitstreitern, im Bundesvorstand, in den Landesgruppen, in den örtlichen Gliederungen, danke ich von ganzem Herzen. Sie haben sich um unsere Volksgruppe verdient gemacht!

Rede Dr. Elena Seifert

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Dr. Elena Seifert – Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-WürttembergRede bei der Preisverleihung am 22.10.2010 im Weißen Saal des Neuen Schlosses Stuttgart

 

Sehr geehrter Herr Minister Rech,

meine sehr geehrten Damen und Herren!

Es ist mir eine besondere Ehre, hier zu sein und zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung mit dem Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden- Württemberg für meine Monographie zum Thema: „Genre und ethnisches Bild in der Poesie der Russlanddeutschen in der zweiten Hälfte des 20. – Anfang des 21. Jahrhunderts”. Eingangs mein herzlicher Dank an den Verleger Robert Burau und Irina Leinonen, der Ehegattin des Dichters Robert Leinonen, sowie viele andere Landsleute, die mich bei meiner Forschung und Arbeit selbstlos unterstützt haben.

Einige Wissenschaftler sind der Meinung, die russlanddeutsche Literatur sei eine Fiktion, doch ich nenne sie ein Phänomen. Denn nur ein Phänomen kann unter unerträglichen Bedingungen überleben.

Rede Eisfeld

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Russlanddeutscher Kulturpreis 2010 des Landes Baden-Württemberg

Laudatio des Jury-Vorsitzenden Dr. Alfred Eisfeld,stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Sehr geehrter Herr Minister Rech,

meine Damen und Herren,

die Literatur der Deutschen in der Sowjetunion wurde von den Machthabern nie als wertneutral, als Privatsache betrachtet. Das hatte sicher damit zu tun, dass alle Bereiche des Lebens im Lande dem Machtanspruch der kommunistischen Partei untergeordnet wurden. Jegliche menschliche Betätigung wurde danach bewertet, ob sie dem Aufbau der neuen kommunistischen Gesellschaftsordnung diente oder nicht. So wurde das Schaffen der bürgerlichen Schriftsteller als „pfäffische Literatur“ abqualifiziert. An deren Stelle sollte eine völlig neue, eine „sowjetdeutsche Literatur“ treten, für die vor allem Emigranten standen, die aus Deutschland und Österreich in die Sowjetunion ins Exil gegangen waren.

Unsere Russlanddeutschen – Integration und Zukunft

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Hanns-Seidel-Stiftung, 29. November 2011

Unsere Russlanddeutschen – Integration und Zukunft

Referat Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender

„Zukunftsperspektiven der Russlanddeutschen aus der Sicht der Landsmannschaft“

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

mein werter Bundesvorstandskollege Herr Dr. Eisfeld hat Sie über die wesentlichen Aspekte der Geschichte der Russlanddeutschen informiert, so dass ich mich in meinem Vortrag ausschließlich mit Erfolgen und Problemen der Integration sowie Zukunftsperspektiven der Deutschen aus Russland befassen werde.

Beginnen will ich aber mit einem Rückblick auf den Verlauf der Aufnahme und Eingliederung der Deutschen aus Russland in den vergangenen sechs Jahrzehnten

1950, im Gründungsjahr der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, lebten gerade einmal 70.000 meiner Landsleute in der Bundesrepublik.