Hilfe bei der Antragstellung für Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter

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BVA__logoAuf An­trag kön­nen ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.
Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne An­er­ken­nungs­leis­tung an ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter wird durch das BVA (Bundesverwaltungsamt) über­nom­men.

Für die Antragsteller steht eine Service-Telefonhotline unter der Nummer 022899358-9800 zur Verfügung. E-Mails können an folgende Adresse gerichtet werden: AdZ@bva.bund.de.
Die Voraussetzungen zum Erhalt der Leistung sind in der AdZ-Anerkennungsrichtlinie näher geregelt.

Mit der Richtlinie, die am 1. August 2016 in Kraft getreten ist, wird endlich eine lange erhobene Forderung des Bundes der Vertriebenen, in dem die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aktiv mitwirkt,  erfüllt.


Link zu BVA-Internetseite (deutsch) / BVA-Internetseite (russisch)

Links zum Herunterladen von Formularen im pdf-Format:
Merkblatt
Antragsformular
ADZ-Anerkennungsricht­li­nie
 Vollmachtsformular


Kontaktdaten:
Herr Rainer Hoffstedde
Telefon: 022899358-9800
E-Mail: AdZ@bva.bund.de

Anschrift:
Bundesverwaltungsamt – Außenstelle Hamm
Referatsgruppe BT II
Alter Uentroper Weg 2
59071 Hamm

Zuständige Organisationseinheit: Referatsgruppe BT II


Die wesentlichen Eckpunkte der Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter

1. Leistungsberechtigt sind deutsche Staatsangehörige und deutsche Volkszugehörige, die zwischen dem 01.09.1939 und dem 01.04.1956 als Zivilpersonen für eine ausländische Macht Zwangsarbeit leisten mussten.

2. Die Leistungsberechtigung ist nicht auf Personen beschränkt, die im Bundesgebiet wohnen. Deutsche in den ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten werden über die deutschen Auslandsvertretungen in diesen Ländern und über die Organisationen der deutschen Minderheit über diese Leistung informiert.

3. Hinterbliebene Ehegatten oder hinterbliebene Kinder sind leistungsberechtigt, wenn der Betroffene nach dem 27.11.2015 verstorben ist.

4. Die Höhe der Leistung beträgt einmalig 2.500 Eu­ro .

5. Die Anträge sind zu richten an die zuständige Behörde, das Bundesverwaltungsamt (BVA), Außenstelle Hamm, Alter Uentroper Weg 2, 59071 Hamm.

6. Die Antragsfrist endet am 31.12.2017 (Ausschlussfrist).

7. Nachweisdokumente, die mit dem Antrag vorzulegen sind, sind folgende:
a) Aktuelle Meldebescheinigung oder amtliche Bestätigung der Angaben zur Person auf Seite 2 des Antrages
b) Beglaubigte Kopie des Passes oder Personalausweises
c) Nachweis über die Zwangsarbeit
d) Ggf. beglaubigte Kopien der Geburtsurkunde / Heiratsurkunde / Sterbeurkunde bei Hinterbliebenen
e) Ggf. beglaubigte Kopie des Vertriebenenausweises / der Spätaussiedlerbescheinigung