Erika Neufeld überraschte mit ihren drei Schwestern

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Ein Tag voller Überraschungen: Werner Mahr (Bildmitte) mit den Neufeld-Schwestern. Erika (2.v.r.) hat nun einen Opa hinzugewonnen. Foto: Weigl

Erika Neufeld überraschte mit ihren drei Schwestern Professor Werner Mahr (91). Sie gaben ein Freundschaftskonzert im Elisabethinum in Regensburg.

(zum Artikel der „Mittelbayerischen Zeitung“)

(zum Blog von Erika Neufeld „volkunterwegs“)
(zum Artikel von Erika Neufeld „Endlich zu Hause angekommen“)

Regensburg. Erika Neufeld und Werner Mahr verbindet eine außergewöhnliche Freundschaft. Aufgrund des Alters der beiden – sie ist 27 und er 91 Jahre alt – ist diese auch ungewöhnlich. Die Freundschaft begann im Caritas-Alten- und Pflegeheim Elisabethinum in Regensburg. Dort lebt Mahr seit vier Jahren. Um ihrem „besten Freund“ eine Freude zu bereiten, organisierte Erika Neufeld kürzlich im Heim ein Überraschungskonzert. Und auf Neufeld wartete ein ganz besonderes Geschenk.

Alles begann mit einem Brief, den Professor Werner Mahr im Frühjahr an die Mittelbayerische Zeitung schrieb. Als Heimbewohner und Heimbeirat des Elisabethinums wollte er sich dringend zum Dokumentationswahn in der Altenpflege äußern. Die MZ schickte daraufhin die damalige Volontärin Erika Neufeld zu Werner Mahr. Auf seine Initiative als Heimbeirat hin entstand auch die große Online-Petition gegen den Dokumentationswahn in der Pflege.

Mehrere tausend Unterzeichner fand diese Petition. „Werner und ich hatten sofort einen guten Draht zueinander. Seither besuche ich ihn regelmäßig. Wir sprechen über Glaube, Religion, Musik und ’Erinnerungen“, so Neufeld. Für Werner Mahr ist diese Freundschaft etwas ganz Besonderes: „Ich sehe nun die Welt auch durch junge Augen. Ich kann durch Erika nun so viel mehr verstehen und lernen.“

Da sie vor kurzem nach Bielefeld zog, kommt Erika Neufeld nicht mehr so häufig nach Regensburg. Und genau deshalb sollte der nächste Besuch etwas ganz Besonderes werden. Erika und ihre drei Schwestern machen regelmäßig gemeinsam Musik. Da lag der Gedanke auf der Hand: „Wir wollten Werner Mahr zu viert mit einem Konzert in der Hauskapelle überraschen“, so Neufeld zu ihrem Plan. Und die Überraschung wurde ein voller Erfolg.

Die Kapelle füllte sich, viele Heimbewohner, kamen zu diesem ganz besonderen Anlass ins Konzert. Die Lieder der Neufeld-Schwestern drehten sich um Liebe und Wunder. „Eine Freundschaft besteht immer aus Liebe und entsteht aus einem Wunder. So wie bei Werner und mir“, sagt Erika Neufeld mit einem Lächeln. Die Musiktitel wurden von den Schwestern auf Keyboard, Cello, Geige und Flöte aufgeführt.

„Im Elisabethinum finden häufiger Konzerte und Aufführungen statt, ein solches Überraschungskonzert habe ich aber selbst noch nicht erlebt“, sagte Heimleiterin Ingeborg Helgerth nach dem Konzert. Sie bedankte sich bei den vier Geschwistern für diesen besonderen Genuss. Mahr selbst konnte sein Glück noch kaum fassen: „Ich bin einfach nur noch baff. Da kommen vier junge Mädels aus Hamburg extra nach Regensburg, nur um für mich zu musizieren. Das ist unglaublich schön.“ Aber auch er konnte Erika Neufeld überraschen. Werner Mahr erklärte Erika kurzerhand zu seiner „Enkeltochter ehrenhalber“ und überreichte ihr eine dazugehörige Urkunde.

Quelle: „Mittelbayerische Zeitung“, 13.09.2014, Regensburg