Ortenaukreis-Offenburg

Georg Stö­ßel — Vor­sit­zen­der

Schai­ble­str. 21, 77654 Offen­burg

Tel.: 0781 — 9480966

 

Chor “Jungbrunnen”: Lebendige Geschichte

 

Seit Grün­dung der Lands­mann­schaft vor gut 60 Jah­ren sind Chö­re, die sich in den ein­zel­nen Orts­grup­pen gebil­det haben, unver­zicht­ba­rer Bestand­teil ihrer Ver­an­stal­tun­gen auf allen Ebe­nen. Nicht sel­ten ste­hen sie im Mit­tel­punkt der Kul­tur­ar­beit vor Ort und sind zum Herz­stück lands­mann­schaft­li­chen Wir­kens gewor­den. Mit die­ser Aus­ga­be begin­nen wir eine Arti­kel­se­rie, die sich mit die­sen Sing­ge­mein­schaf­ten befasst. Den Auf­takt macht der Chor “Jung­brun­nen” aus Offen­burg, Baden-Würt­tem­berg, des­sen Wer­de­gang und Gegen­wart sein Grün­der Georg Stö­ßel beschreibt:

 

Der Chor “Jung­brun­nen” wur­de von mir als Pro­jekt­lei­ter der Lands­mann­schaft im Sep­tem­ber 2003 gegrün­det. Er prob­te zuer­st im Bera­tungs­zim­mer des Über­gangs­wohn­hei­mes Bohls­bach. Als er auf mehr als 20 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger ange­wach­sen war, muss­ten wir jedoch nach ande­ren Räum­lich­kei­ten Aus­schau hal­ten.

Alfred Schar­mann, Lei­ter der Bohls­ba­cher Lorenz-Oken-Schu­le, kam dem Chor ent­ge­gen und stell­te einen grö­ße­ren Pro­ben­raum zur Ver­fü­gung, in dem sei­ne Mit­glie­der nun jeden Diens­tag unter der musi­ka­li­schen Lei­tung von Anton Bit­tel an ihren Fähig­kei­ten fei­len kön­nen. Anton Bit­tel hat­te bereits in Russ­land einen russ­land­deut­schen Chor gelei­tet und setzt die­ses Wir­ken nun hier in Deutsch­land fort.

Der Offen­bur­ger Chor der Deut­schen aus Russ­land “Jung­brun­nen” — wie er sich offi­zi­ell nennt — hat sich im Kul­tur­le­ben der Stadt Offen­burg sehr gut eta­bliert. Mit ihrem volks­tüm­li­chen Reper­toire, das über­wie­gend aus russ­land­deut­schen Volks­lie­dern besteht, begeis­tern die Lai­en­künst­ler immer wie­der das Publi­kum, sei es bei Stadt­teil­fes­ten oder bei Auf­trit­ten zu beson­de­ren Anläs­sen, und nicht nur in Offen­burg, son­dern auch in Pforz­heim (drei­mal), Fried­richs­ha­fen (zwei­mal), Stutt­gart und Lahr. Vor kur­zem hat der Chor auch eine Ein­la­dung aus Frank­reich bekom­men.

Allein in den letz­ten drei Mona­ten ist der Chor sechs­mal öffent­li­ch auf­ge­tre­ten:

- am 8. Mai im Alters­heim “Mari­en­haus”, Pforz­heim;

- am 21. Mai bei einem selbst ver­an­stal­te­ten Musik­abend im Stadt­teil- und Fami­li­en­zen­trum Uff­ho­fen, Offen­burg;

- am 11. Juni im Bür­ger­haus Hai­dach, Pforz­heim;

- am 9. Juli im Senio­ren­heim “Vin­zen­ti­us­haus”, Offen­burg;

- am 10. Juli beim Stadt­teil­fest Ost­stadt in Offen­burg;

- am 16. Juli beim Som­mer­fest des Senio­ren­bü­ros im Vin­zen­ti­us­gar­ten, Offen­burg.

Die Feri­en in die­sem Jahr wer­den gekürzt, weil der Chor bereits am 3. Sep­tem­ber einen Auf­tritt im Orten­ber­ger Schloss hat, das sein Jubi­lä­ums­fest fei­ert. Und am 18. Sep­tem­ber tritt der Chor beim “Tag der Hei­mat” in Pforz­heim auf. Wei­te­re Ter­mi­ne für den Herbst sind eben­falls fest ein­ge­plant.

Die Auf­trit­te des Cho­res “Jung­brun­nen” beim Bach­fest in Bohls­bach sind bereits zu einer Tra­di­ti­on gewor­den und wer­den von den Bohls­ba­chern mit Vor­freu­de erwar­tet.

Wir sind schon längst eins und zusam­men”, sag­te der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Bohls­ba­cher Musik­ver­eins “Har­mo­nie”, Joa­chim Lit­ter­st, vor dem Auf­tritt des Cho­res im letz­ten Jahr. Und die zahl­rei­chen Zuschau­er wie auch die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger des Cho­res bekräf­tig­ten sei­ne Worte mit stür­mi­schem Applaus.

Die­se Worte unter­strei­chen deut­li­ch, wel­chen Bei­trag zur gegen­sei­ti­gen Ver­stän­di­gung der unter­schied­li­chen Bevöl­ke­rungs­grup­pen in Offen­burg der Chor “Jung­brun­nen” mit sei­nen Auf­trit­ten bei Stadt­teil­fes­ten und ande­ren öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen leis­tet. Nicht umson­st wer­den sei­ne Kon­zer­te unter dem Mot­to “Mit­ein­an­der statt neben­ein­an­der” durch­ge­führt. Die­se Devi­se ist längst zum Sinn­bild des Cho­res gewor­den.

 

Am 9. April 2011 fand in der Gemein­de­hal­le der Hei­lig-Geist-Kir­che in Offen­burg-Albers­bö­sch die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Kreis- und Orts­grup­pe Offenburg/Ortenaukreis mit Neu­wah­len des Vor­stan­des statt. Das Ver­trau­en zur Wahl­lei­tung wur­de von der Ver­samm­lung ein­stim­mig Irma Hoff­mann geschenkt, einem lang­jäh­ri­gem Mit­glied der Lands­mann­schaft, das frü­her im Vor­stand der Kreis- und Orts­grup­pe Offen­burg und im Lan­des­vor­stand Baden-Würt­tem­berg aktiv war. Sie meis­ter­te ihre Auf­ga­be mit Bra­vour.

Mit der drei­jäh­ri­gen Tätig­keit des alten Vor­stan­des, die vom Vor­sit­zen­den der Orts­grup­pe, Paul Beck, aus­führ­li­ch und mit Lob für die enga­gier­te Arbeit der Vor­stands­mit­glie­der vor­ge­stellt wur­de, waren alle Anwe­sen­den sehr zufrie­den. Die Mei­nung der Wahl­lei­te­rin, dass die neu zu wäh­len­den Vor­stands­mit­glie­der die­se erfolg­rei­che Arbeit wei­ter­füh­ren soll­ten, wur­de von allen ein­stim­mig unter­stützt.

Die Wahl selbst ver­lief in sach­li­cher und freund­li­cher Atmo­sphä­re und ging schnell über die Büh­ne, da die anwe­sen­den Mit­glie­der der Lands­mann­schaft aktiv mit­wirk­ten und gen­au wuss­ten, was sie woll­ten. Dabei wur­de Paul Beck in sei­nem Amt als Vor­sit­zen­der bestä­tigt. Außer­dem gehö­ren dem Vor­stand an: Valen­ti­na Albrecht (herz­li­chen Glück­wunsch zum 60. Geburts­tag am 1. Mai!), Ida Ern­st, Valen­ti­na Füt­te­rer, Vik­tor Loos, Mar­ta Peters, Ella Schmidt und Georg Stö­ßel.

Die Mit­glie­der­ver­samm­lung wur­de vom „Offen­bur­ger Chor der Deut­schen aus Russ­land“ musi­ka­li­sch umrahmt. Der Chor, in dem eigent­li­ch auch alle neu­en Vor­stands­mit­glie­der aktiv mit­wir­ken, ist inzwi­schen in der Stadt und Umge­bung durch sei­ne Betei­li­gung an Stadt­teil­fes­ten und ande­ren öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen sehr bekannt und beliebt. Der Auf­tritt wur­de von den Zuhö­rern durch kräf­ti­ges Mit­sin­gen unter­stützt und mit lang anhal­ten­dem Applaus hono­riert.

Das aus­ge­spro­che­ne Ver­trau­en und die brei­te Unter­stüt­zung der Mit­glie­der der Orts­grup­pe gibt dem neu gewähl­ten Vor­stand zusätz­li­che Moti­va­ti­on, sei­ne ehren­amt­li­che Arbeit zum Woh­le der Lands­leu­te und zur Ver­bes­se­rung der Akzep­tanz bei der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung fort­zu­set­zen.

            Georg Stö­ßel