Augsburg

Karl Kromer — Vor­sit­zen­der

Lands­ber­ger Str. 135 A, 86343 Königs­brunn

 E — Mail: karl.kromer@lmdr-augsburg.de

 

Stra­ßen­na­men für Augs­burg

Eine unse­rer For­de­run­gen bei der Jubi­lä­ums­fei­er der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg am 23. April 2012 im Rat­haus der Stadt lau­te­te, einer Stra­ße in Augs­burg den Namen einer bekann­ten Per­sön­lich­keit aus den Rei­hen der Deut­schen aus Russ­land zu geben.

 

Die­ser Gedan­ke zielt zum einen dar­auf ab, die Ver­diens­te unse­rer Lands­leu­te zu wür­di­gen, ande­rer­seits soll dadurch die Auf­klä­rung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung über die Deut­schen aus Russ­land vor­an­ge­trie­ben wer­den.

In die­sem Zusam­men­hang lade ich inter­es­sier­te Mit­glie­der der Lands­mann­schaft (und natür­li­ch auch Gäs­te) zu einer Dis­kus­si­ons­run­de ein, die am 18. Juli ab 19 Uhr im Sitz der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg in Augs­burg, Hoher Weg 8, statt­fin­det.

Bis­her wur­den fol­gen­de Per­sön­lich­kei­ten vor­ge­schla­gen:

• der Arzt Dr. Fried­rich Jose­ph Haass;

• der Kom­po­nist Prof. Alfred Schnitt­ke;

• der Publi­zist Prof. Dr. Klaus Meh­nert;

• der Pia­nist Swja­toslaw Rich­ter.

Wei­te­re Vor­schlä­ge (mit ent­spre­chen­der Begrün­dung) sind aus­drück­li­ch erwünscht.

Wir wür­den ger­ne die Argu­men­te für alle ein­ge­gan­ge­nen Namen mit Ihnen bespre­chen, um gemein­sam einen oder zwei Vor­schlä­ge für die Stadt Augs­burg aus­zu­ar­bei­ten.

            Juri Hei­ser, Vor­sit­zen­der

 

Die Fami­li­en­fes­te der Deut­schen aus Russ­land bei St. Andre­as in Augs­burg sind inzwi­schen zur Tra­di­ti­on gewor­den, und so ver­sam­mel­ten sich auch heu­er bei gutem Wet­ter zahl­rei­che Gäs­te im Pfarr­gar­ten der Gemein­de.

Orga­ni­siert wur­de das Fest von der Lands­mann­schaft gemein­sam mit der Zionge­mein­de und dem Kir­chen­vor­stand der Pfar­rei St. Andre­as. Eröff­net wur­de es von Pfar­rer Wolf­gang Küf­fer, dem Vor­sit­zen­den der Orts­grup­pe Augs­burg der Lands­mann­schaft, Juri Hei­ser, und Pas­tor Ewald Fischer.

Auf dem Pro­gramm stan­den Dar­bie­tun­gen für Groß und Klein, wobei die Eltern und Groß­el­tern beson­ders gespannt waren auf die Auf­trit­te der Kin­der­grup­pen “Ali­sa” und “Glüh­würm­chen”.

Essen und Geträn­ke wur­den von der Zionge­mein­de und der Lands­mann­schaft vor­be­rei­tet und erfreu­ten sich gro­ßer Nach­fra­ge, so dass am frü­hen Nach­mit­tag alles aus­ver­kauft war. Wie immer wur­de auch ein offe­nes Schach­tur­nier durch­ge­führt, des­sen Sie­ger fei­er­li­ch geehrt wur­den.

Sehr erfreu­li­ch ist, dass vie­le Teil­neh­mer ihren ehren­amt­li­chen Bei­trag zum Gelin­gen der Ver­an­stal­tung ein­ge­bracht hat­ten, sei es mit selbst geba­cke­nen Kuchen, Hil­fe beim Auf- und Abbau oder durch Enga­ge­ment am Info­stand.

Unser herz­li­cher Dank für die Orga­ni­sa­ti­on und Mit­wir­kung gilt ins­be­son­de­re Maria und Leo Bau­de, Artur und Alex­an­der Hei­ser, Nel­li Licht­ner, Vik­tor Don­hau­ser, Valen­ti­na Stri­pling und natür­li­ch dem Pfar­rer der Gemein­de St. Andre­as, Wolf­gang Küf­fer. Letz­te­rer bemüht sich seit Jah­ren um die Ein­glie­de­rung russ­land­deut­scher Mit­bür­ger in der Pfarr­ge­mein­de und ver­kün­de­te den Ter­min für das nächs­te Fami­li­en­fest am 10. Juni 2013.

            Hele­ne Sau­ter

 

Eine eindrucksvolle Feier!

Augsburg: 55 Jahre Orts- und Kreisgruppe und Stationen der Verfolgung

 

Es kommt nicht all­zu häu­fig vor, dass bei einer Ver­an­stal­tung ein­fach alles stimmt: der Ort, der Besu­ch, die The­ma­tik, das Pro­gramm und die fei­er­li­che Stim­mung. Bei der Jubi­lä­ums- und Gedenk­fei­er der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg (Bay­ern) der Lands­mann­schaft am 23. April 2012 war es der Fall.

 

Zum wie­der­hol­ten Male näm­li­ch konn­ten die Augs­bur­ger im prunk­vol­len Gol­de­nen Saal des Rat­hau­ses zusam­men­kom­men, und sie erwie­sen sich die­ser Aus­zeich­nung als wür­dig, indem sie ihn bis auf den letz­ten Platz füll­ten. Gewid­met war die Ver­an­stal­tung nicht nur dem 55. Jah­res­tag der Grün­dung der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg, son­dern auch den bei­den tra­gi­schen Gedenk­ta­gen der Deut­schen aus Russ­land 2012 — dem 70. Jah­res­tag der Ein­be­ru­fun­gen von deut­schen Frau­en und Män­nern in die sowje­ti­schen Zwangs­ar­beits­la­ger der so genann­ten Tru­dar­mee und dem 75. Jah­res­tag des “Gro­ßes Ter­rors” der Jah­re 1937 und 1938 in der Sowjet­uni­on.

Der Augs­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kurt Gri­bl ver­wies in sei­ner Begrü­ßungs­an­spra­che auf die Not­wen­dig­keit, die Geschich­te der Deut­schen in der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, die ins­be­son­de­re jün­ge­ren Men­schen kaum bekannt sei, immer wie­der in das Gedächt­nis der Öffent­lich­keit zu rufen. Der Lands­mann­schaft habe es hier mit einer bedeu­ten­den Auf­ga­be zu tun, die auch und gera­de in Augs­burg in vor­bild­li­cher Wei­se erfüllt wer­de — ohne sich von der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung abzu­schot­ten, son­dern in ste­tem Kon­takt mit ihr und allen rele­van­ten öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen der Stadt.

 

Sta­tio­nen der Ver­fol­gung

 

Detail­liert befass­ten sich der russ­land­deut­sche His­to­ri­ker Dr. Vik­tor Krie­ger und der Vor­sit­zen­de der Lan­des­grup­pe Bay­ern der Lands­mann­schaft, Wal­de­mar Eisen­braun, mit den bei­den geschicht­li­chen The­men des Abends. Dr. Krie­ger schil­der­te das per­fi­de Sys­tem der Zwangs­ar­beits­la­ger in der Sowjet­uni­on der 1940er Jah­re, wobei er in beson­de­rer Wei­se auf die Geschich­te des Tscheljabmetallurg­stroj ein­ging, wäh­rend Eisen­braun den “Gro­ßen Ter­ror” in den 1930er Jah­ren dar­stell­te, der alle Volks­grup­pen in der Sowjet­uni­on heim­such­te, vor allen Din­gen aber Min­der­hei­ten wie Deut­sche, Polen, Let­ten oder Fin­nen. Beson­ders bewegt waren sei­ne Zuhö­rer, als er die Worte der russ­land­deut­schen Schrift­stel­le­rin Nel­ly Däs zitier­te: „Ich den­ke an das Jahr 1937, als Sta­l­ins Häscher im Sep­tem­ber in unser Dorf kamen und 54 Män­ner ver­haf­te­ten und nach Sibi­ri­en ver­bann­ten. Kei­ner kam jemals wie­der. Ich war damals sie­ben Jah­re alt. Je älter ich wer­de, desto mehr den­ke ich an die­se Nacht. Was waren die letz­ten Gedan­ken mei­nes Vaters? Wie ist er gestor­ben? Wo ist sein Grab? Wir hat­ten nicht ein­mal die klein­s­te Chan­ce, uns vom Vater zu ver­ab­schie­den. Noch heu­te nagt der Schmerz in unse­ren Her­zen.”

 

55 Jah­re Orts­grup­pe

 

Mit der Geschich­te der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg (sie­he neben ste­hen­den Kas­ten) befass­te sich deren Vor­sit­zen­der Juri Hei­ser, der gemein­sam mit dem ehren­amt­li­chen Geschäfts­füh­rer der Orts- und Kreis­grup­pe, Karl Kromer, und zahl­rei­chen Hel­fern die Ver­an­stal­tung in wochen­lan­ger inten­si­ver Arbeit vor­be­rei­tet hat­te. Er ana­ly­sier­te aber auch auf die Gegen­wart der Deut­schen aus Russ­land in der Haupt­stadt des baye­ri­schen Regie­rungs­be­zirks Schwa­ben, die dort mit einem Bevöl­ke­rungs­an­teil von rund 8,5 Pro­zent zu einem gewich­ti­gen Fak­tor gewor­den sind, und been­de­te sei­ne Aus­füh­run­gen mit einem Appell an die poli­ti­sch Ver­ant­wort­li­chen und Ver­tre­ter der Öffent­lich­keit auf allen Ebe­nen des gesell­schaft­li­chen Lebens, ihre Soli­da­ri­tät mit den Deut­schen aus Russ­land deut­li­cher zum Aus­druck zu brin­gen und für eine Ver­bes­se­rung ihrer Akzep­tanz durch die ein­hei­mi­sche Bevöl­ke­rung zu wer­ben.

 

Aus­zeich­nun­gen

 

Der Bun­des­vor­sit­zen­de der Lands­mann­schaft, Adolf Fet­sch, kam in sei­nem Vor­trag auf die Bedeu­tung von Kir­che und Reli­gi­on für die Deut­schen aus Russ­land und ihre Lands­mann­schaft zu spre­chen und zeich­ne­te anschlie­ßend mit dem Dom­de­kan der katho­li­schen Diö­ze­se Augs­burg, Dr. Diet­mar Bernt, und dem Pfar­rer der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Andre­as in Augs­burg, Wolf­gang Küf­fer, zwei Geist­li­che mit der gol­de­nen Ehren­na­del der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land aus, die sich seit Jahr und Tag in beson­de­rer Wei­se um Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler in Augs­burg küm­mern.

Mit der gol­de­nen Ehren­na­del wur­de auch VadW-Redak­teur Hans Kam­pen aus­ge­zeich­net, wäh­rend Hele­ne Sau­ters ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment mit einer bron­ze­nen Ehren­na­del gewür­digt wur­de.

Abge­run­det wur­de die Fei­er durch Zeit­zeu­gen­be­rich­te von Ange­hö­ri­gen drei­er Gene­ra­tio­nen der Fami­lie von Karl Kromer und die Prä­sen­ta­ti­on der lands­mann­schaft­li­chen Wan­der­aus­stel­lung im Unte­ren Fletz des Rat­hau­ses. Für den musi­ka­li­schen Rah­men sorg­ten der Augs­bur­ger Chor “Hei­mat­me­lo­die”, das Vokal­quar­tett “Rude­mus”, der Trom­pe­ter Georg Selens­ki und die Kin­der der Musi­cal­werk­statt „A hoch 3“ und des Tanz­stu­di­os „Ali­sa“.

VadW

 

Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg

der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land e.V.

 

Gegrün­det am 24. Febru­ar 1957 (Vor­sit­zen­der: Otto Fau­th) nach einer ers­ten offi­zi­el­len Ver­samm­lung am 26. Dezem­ber 1956; nach meh­re­ren Ver­samm­lun­gen Aus­ga­be der ers­ten Mit­glieds­kar­ten am 19. Okto­ber 1957.

Nach Otto Fau­th präg­ten vie­le ande­re das Pro­fil der Lands­mann­schaft in Augs­burg: Edu­ard Kary, Dr. Johann Drusch­bach, Edgar Her­mann, Johann Kam­pen, Albert Fet­sch, Mar­kus Schmalz, Jakob Hör­ner, Albert Stroh­mai­er, Eli­sa­be­th Wil­helm und Wal­de­mar Lutz. Seit 2004 ist Juri Hei­ser Vor­sit­zen­der in Augs­burg.

13. Mai 1986: Ers­ter öffent­li­cher Auf­tritt des Cho­res der Orts- und Kreis­grup­pe, „Hei­mat­me­lo­die“, heu­te gelei­tet von Aljo­na Hei­ser.

Seit 20 Jah­ren: „Augs­bur­ger Modell“ der katho­li­schen Aus­sied­ler­seel­sor­ge (Feder­füh­rung: Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Diet­mar Bernt) unter Mit­wir­kung von Mit­glie­dern der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg.

1996–2002: Erst­ma­li­ger Ein­zug eines Deut­schen aus Russ­land in den Augs­bur­ger Stadt­rat durch den dama­li­gen Vor­sit­zen­den der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg, Albert Stroh­mai­er (CSU).

31. März 1997: Errich­tung eines Denk­mals für die russ­land­deut­schen Opfer von Ter­ror, Krieg und Ver­trei­bung auf dem Neu­en Fried­hof in Haun­stet­ten. Ohne Unter­stüt­zung sei­tens ande­rer Stel­len hat­ten die Deut­schen aus Russ­land dafür 25.000 DM gesam­melt. Seit­her fin­det all­jähr­li­ch am 28. August vor dem Denk­mal die Gedenk­fei­er der Orts- und Kreis­grup­pe statt.

Seit zehn Jah­ren: Gro­ße Som­mer­fes­te bzw. Lan­des­tref­fen Bay­ern der Lands­mann­schaft in Augs­burg unter Teil­nah­me der Baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Gün­ther Beck­stein und Hor­st See­ho­fer sowie von Staats­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Hadert­hau­er.

2005: Grün­dung des För­der­ver­eins der Deut­schen aus Russ­land, dem haupt­säch­li­ch russ­land­deut­sche Unter­neh­mer aus den Rei­hen der Lands­mann­schaft ange­hö­ren.

2008 bis 2011: Pro­jekt „In Augs­burg gemein­sam“ — sozia­le und gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on von Zuwan­de­rern (Spät­aus­sied­lern und Migran­ten aus den Nach­fol­ge­staa­ten der Sowjet­uni­on) im Groß­raum Augs­burg.

2011: Juri Hei­ser (CSU), gegen­wär­ti­ger Vor­sit­zen­der der Orts- und Kreis­grup­pe, als Nach­rü­ck­er im Augs­bur­ger Stadt­rat.

Bis 2012: Klein­pro­jek­te: „Stär­ken vor Ort“, „A hoch 3“ (Kin­der­mu­si­cals) und „Inte­gra­ti­on durch Bil­dung“.

Gegen­wär­tig die größ­te ört­li­che Glie­de­rung der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land mit rund 400 Fami­li­en­mit­glied­schaf­ten (in einer Stadt mit einem Anteil der Deut­schen aus Russ­land an der Gesamt­be­völ­ke­rung von rund 8,5 Pro­zent = 23.000).

Rund um das Jahr ver­an­stal­tet die Orts‑ und Kreis­grup­pe Augs­burg Fes­te und Begeg­nungs­aben­de für Deut­sche aus Russ­land und ein­hei­mi­sche Mit­bür­ger. Dabei wird eng mit der Stadt Augs­burg und den Kir­chen zusam­men­ge­ar­bei­tet.

 

STÄRKEN vor Ort”

 

Nach nahe­zu drei Jah­ren Mikro­pro­jekt­för­de­rung in den Augs­bur­ger Stadt­tei­len Lech­hau­sen, Kriegs­ha­ber und Her­ren­bach ging das Bun­des-Pro­gramm des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds “STÄRKEN vor Ort” zu Ende. Drei Jah­re, in denen auch wir, die Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg der Lands­mann­schaft, mit­ge­wirkt haben. Mit sechs klei­ne­ren Pro­jek­ten  in Lech­hau­sen und Her­ren­bach hat das Pro­jekt­team der Orts­grup­pe das Ziel ver­folgt, die Inte­gra­ti­on sowie die sozia­len und beruf­li­chen Chan­cen jun­ge Män­ner und Frau­en zu ver­bes­sern.

 

Am 29. Febru­ar 2012 fand im Augs­bur­ger Rat­haus die Abschluss­ver­an­stal­tung statt. Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Gri­bl und  der Koor­di­na­tor von “STÄRKEN vor Ort”, Lutz Fischer, ver­säum­ten es in ihren Anspra­chen nicht, allen Teil­neh­mern ihren Dank für ihr Enga­ge­ment und so man­che auf­ge­brach­te Mühe aus­zu­spre­chen.

Für meh­re­re Stadt­rä­te, unter ihnen auch Juri Hei­ser, gleich­zei­tig Vor­sit­zen­der der Orts­grup­pe Augs­burg der Lands­mann­schaft, und eini­ge hun­dert Teil­neh­mer, die den Saal füll­ten, war es eine infor­ma­ti­ve Ver­an­stal­tung, bei der aber auch in einem kri­ti­schen Rück­bli­ck Vor­schlä­ge für die Zukunft gemacht wur­den.

Mit dem Pilot­pro­jekt „Gutes Beneh­men — ein Weg zum Erfolg und zur bes­se­ren Inte­gra­ti­on“ und dem Pro­jekt „Advents- und Weih­nachts­mu­si­cal“ star­te­te die Lands­mann­schaft 2009 ihre Arbeit in den Stadt­tei­len. Bei den dar­auf fol­gen­den Pro­jek­ten „Kom­pe­tenz und Kön­nen“, die in den Jah­ren 2010 und 2011 in Lech­hau­sen und im Her­ren­bach durch­ge­führt wur­den, war es uns wich­tig, Jugend­li­che in der Puber­tät zu stär­ken, ihre Per­sön­lich­keit zu sta­bi­li­sie­ren und Prä­ven­ti­ons­ar­beit in Sachen Sucht und  Kri­mi­na­li­tät zu leis­ten.

Durch Prak­ti­ka bei “Fuchs Auto­mo­bi­le” und im Box­club Haan konn­ten wir die Jugend­li­chen gezielt auf den beruf­li­chen Ein­stieg vor­be­rei­ten. Mit Hil­fe qua­li­fi­zier­ten Per­so­nals wur­den die Aus­sich­ten der Jugend­li­chen auf einen Aus­bil­dungs­platz und damit auch auf eine erfolg­rei­che Inte­gra­ti­on in die Gesell­schaft ver­bes­sert.

Das Pro­jekt „Advents- und Weih­nachts­mu­si­cal“ dien­te der kul­tu­rel­len Inte­gra­ti­on und Ver­mitt­lung von berufs­bil­den­den Erfah­run­gen und Kennt­nis­sen bei der Vor­be­rei­tung und Auf­füh­rung eines Musi­cals mit jugend­li­chen Zuwan­de­rern. Das Pro­jekt wuchs schließ­li­ch zu einer Musi­cal­werk­statt an.

Hele­ne Sau­ter und Karl Kromer

 

Auch 2012 ver­an­stal­te­te die Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg einen Kin­der­fa­schings­ball.

Nach dem Gruß­wort des Vor­stands­vor­sit­zen­den, Stadt­rat Juri Hei­ser, eröff­ne­te die Kin­der­fa­schings­gar­de “Narr­neu­sia” das Pro­gramm. Begeis­tert ver­folg­ten Kin­der und Erwach­se­ne ihren Auf­tritt. Die 45 Kin­der der Gar­de zwi­schen vier und 17 Jah­ren gin­gen auf eine Euro­pa­rei­se und prä­sen­tier­ten mit viel Spaß und lie­be­voll insze­niert lan­des­ty­pi­sche Tän­ze und Tra­di­tio­nen.

Mit einer Zuga­be und drei Faschings­or­den ver­ab­schie­de­ten sich die Narr­neu­sia­ner und mach­ten die Büh­ne frei für den ver­rück­ten Clown Fabio, der für sei­ne Tricks und Zau­be­rei­en viel Applaus ern­te­te.

Für Stim­mung im Saal sorg­ten die mit­rei­ßen­de Bewe­gungs­mu­sik und die Ein­la­dung zum Tanz mit Aljo­na Hei­ser, die durch das Pro­gramm führ­te.

Sehr gut kamen auch die per­fekt ein­ge­üb­ten Tän­ze der Mäd­chen aus dem Tanz­stu­dio “Ali­sa” beim Publi­kum an.

Ver­süßt wur­de das Fest mit einem Bon­bon­re­gen zum Schluss. Faschings­krap­fen und Limo­na­de, gespon­sert von den Fir­men Ihle und Rie­ge­le, durf­ten eben­falls nicht feh­len.

Wir dan­ken allen Hel­fern für ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment und das wun­der­ba­re Fest.

Mit dem Fest woll­ten die Orga­ni­sa­to­ren die Teil­neh­mer mit den Sit­ten und Bräu­chen der Kar­ne­vals­zeit in Deutsch­land ver­traut machen und Fami­li­en mit Kin­dern die Mög­lich­keit geben, zusam­men mit ande­ren zu fei­ern — und das ist ihnen gelun­gen! Hele­ne Sau­ter

 

Tausend Gäste bei 30 Grad im Schatten

 

Zum tra­di­tio­nel­len Som­mer­fest der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg am 16. Juli 2011 kamen nicht ganz so vie­le Besu­cher wie in den letz­ten Jah­ren. Das Ange­bot mit­ten in der Urlaubs­zeit mit Damen­fuß­ball und ande­ren Ver­lo­ckun­gen war offen­bar beson­ders groß. Aber zusam­men mit rund 200 Dar­stel­lern und Hel­fern waren es auf dem Höhe­punkt des Nach­mit­tags doch bestimmt 1.000, und die Orga­ni­sa­ti­on klapp­te noch bes­ser als frü­her.

 

Am zahl­reichs­ten waren die Senio­ren ver­tre­ten, gefolgt von den Kin­dern. Die Zwei- bis Zehn­jäh­ri­gen hat­ten beson­ders viel Freu­de an der gro­ßen Frei­heit, die ihnen die Tum­mel­mög­lich­kei­ten im Spiel­gar­ten der St.-Andreas-Kirche am Vor­mit­tag boten.

Geför­dert wur­de das Tref­fen vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozi­al­ord­nung, Fami­lie und Frau­en über das „Haus des Deut­schen Ostens“. Die Auf­bau­ar­bei­ten leis­te­ten zum gro­ßen Teil die Mit­glie­der des Vor­stan­des und des För­der­ver­eins der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg. Hin­zu kamen frei­wil­li­ge Hel­fer und alte Bekann­te der Lands­mann­schaft, die ohne Man­dat fast immer dabei sind.

Bei sei­ner Eröff­nungs­an­spra­che konn­te der Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe, Stadt­rat Juri Hei­ser, Bür­ger­meis­ter Peter Grab und zahl­rei­che pro­mi­nen­te Gäs­te aus Stadt und befreun­de­ten Ver­bän­den begrü­ßen. Die Lan­des­grup­pe Bay­ern der Lands­mann­schaft ver­trat der frü­he­re Vor­sit­zen­de Edu­ard Neu­ber­ger in bewähr­ter Wei­se.

Den Löwen­teil des Unter­hal­tungs­pro­gramms bestritt der lands­mann­schaft­li­che Pro­jekt­lei­ter Jakob Fischer, beglei­tet von Edu­ard Fri­ckel, mit „777 alten deut­schen Volks­lie­dern“, bei denen die Gäs­te spon­tan mit­san­gen. Der Augs­bur­ger Chor „Hei­mat­me­lo­die“ ergänz­te das Pro­gramm mit Volks­lie­dern und Schla­gern in Deut­sch, Rus­si­sch, Eng­li­sch und Spa­ni­sch. Das belieb­te RUDE­MUS-Quar­tett trat dies­mal mit Aljo­na Hei­ser, Anna Hos­mann, Tat­ja­na Zier und Alex­an­der Fer­tig an.

Sehr bestaunt und gefei­ert wur­den auch die vie­len sin­gen­den und tan­zen­den Kin­der­grup­pen aus Schwa­ben, Nie­der­bay­ern,  Ober­bay­ern und Ober­fran­ken.

Für lecke­re Spei­sen vom Grill, russ­land­deut­sche Spe­zia­li­tä­ten und fri­sche Geträn­ke vom Fass oder aus Limo­na­de­fla­schen bei 30 Grad im Schat­ten hat­te die Lands­mann­schaft von 11 bis 22 Uhr gut vor­ge­sorgt. Und: Man muss nur dabei gewe­sen sein, um ger­ne wie­der zu kom­men.

Einen beson­de­ren Dank haben sich Karl Kromer als Ver­ant­wort­li­cher für die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on, Johann Fuchs und Anton Buk­mai­er als Ansprech­part­ner für die Orga­ni­sa­ti­on der Stän­de, Arnold Pagel als Kon­takt­per­son zu den Selb­stän­di­gen, die das Fest unter­stütz­ten, und Tho­mas Kromer als Gestal­ter der Wer­be­bro­schü­re ver­dient.   VadW

 

25 Jahre „Heimatmelodie“

Chor der Kreis- und Ortsgruppe Augsburg feierte im festlichen Rahmen

 

Gemein­sam mit rund 200 Freun­den aus allen Schich­ten der Bevöl­ke­rung fei­er­te der Chor „Hei­mat­me­lo­die“ der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg der Lands­mann­schaft am 14. Mai 2011 im Her­ren­haus Ban­na­cker (ganz im Süd­en der Stadt gele­gen) den 25. Jah­res­tag sei­ner Grün­dung.

 

Neben dem Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft, Adolf Fet­sch (Neu­fahrn), und dem baye­ri­schen Lan­des­vor­sit­zen­den Wal­de­mar Eisen­braun (Regens­burg) aus den Rei­hen der Deut­schen aus Russ­land durf­te die Orts- und Kreis­grup­pe mit ihrem Vor­sit­zen­den Juri Hei­ser auch eine gan­ze Rei­he von ein­hei­mi­schen För­de­rern und Weg­be­glei­tern zu der Fei­er will­kom­men hei­ßen, die mit Unter­stüt­zung des Baye­ri­schen Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums über das Haus des Deut­schen Ostens auf die Bei­ne gestellt wer­den konn­te.

Augs­burgs Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Dr. Chris­ti­an Ruck (CSU) und sein Par­tei­kol­le­ge Bernd Kränz­le vom Baye­ri­schen Land­tag gehör­ten eben­so dazu wie die Augs­bur­ger Stadt­rä­te Rose-Marie Kranz­fel­der-Poth (Freie Wäh­ler) und Sieg­lin­de Wis­niew­ski (SPD) oder die Pfar­rer Wolf­gang Küf­fer (St. Andre­as) und Franz Götz (Herz Jesu), in deren Pfar­rei­en der Chor regel­mä­ßig auf­tritt.

In ihren Begrü­ßungs­an­spra­chen bekun­de­ten die Ehren­gäs­te ihre Ver­bun­den­heit mit dem Chor, der am 13. Mai 1986 im Rah­men einer Mut­ter­tags­fei­er der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg auf Initia­ti­ve von The­re­se Boger mit einem Dut­zend Sän­ge­rin­nen und Sän­gern gegrün­det wur­de und der sich inzwi­schen unter der Lei­tung von Aljo­na Hei­ser zu einem Ensem­ble mit rund 45 Mit­glie­dern ent­wi­ckelt hat.

Mit Phil­ip­pi­ne Baum­stark, Ida Dau­en­hau­er, Anna Ger­hardt, Frie­da Hun­ge­le, Julit­ta Kraft, The­kla Schmalz und Blon­di­na Sen­ger sind immer­hin noch sechs Mit­glie­der des Grün­dungs­jah­res dabei.

Kon­zen­trier­te man sich anfangs auf Volks­lie­der in Deut­sch, Rus­si­sch und Ukrai­ni­sch, so hat sich das Reper­toire des Cho­res inzwi­schen erheb­li­ch erwei­tert. Neben geist­li­chen Lie­dern zur Gestal­tung von Mes­sen sind moder­ne Songs sowie Eigen­kom­po­si­tio­nen von Aljo­na Hei­ser auf Tex­te von Deut­schen aus Russ­land hin­zu­ge­kom­men.

Seit der Über­nah­me der Lei­tung durch Aljo­na Hei­ser im Jahr 1998 ist der Chor bei nicht weni­ger als 333 Ver­an­stal­tun­gen in 35 deut­schen Städ­ten sowie in Kroa­ti­en und Ita­li­en auf­ge­tre­ten.

Zu den Höhe­punk­ten sei­nes Schaf­fens gehört die Teil­nah­me an der Inter­na­tio­na­len Chor­olym­pia­de des Jah­res 2004 in Bre­men, bei dem die „Hei­mat­me­lo­die“ mit einer Sil­ber­me­dail­le aus­ge­zeich­net wur­de. Nächs­te Sta­ti­on wird die Teil­nah­me an einem Chor­fes­ti­val in Tsche­chien im Juni 2011 sein.

Die Jubi­lä­ums­fei­er in Ban­na­cker stand ganz im Zei­chen der höchst abwechs­lungs­rei­chen Dar­bie­tun­gen des Cho­res, der mit Aljo­na Hei­ser als Diri­gen­tin, 33 Sän­ge­rin­nen und fünf Sän­gern sowie Anna Hos­mann (Kla­vier), Wal­de­mar Ungurs und Alex­an­der Fer­tig (jeweils Akkor­de­on) als musi­ka­li­schen Beglei­tern ange­tre­ten war. Gefühl­vol­le Hei­mat­me­lo­dien stan­den gleich­be­rech­tigt neben tem­pe­ra­ment­voll vor­ge­tra­gen Scherz­lie­dern oder dem Klas­si­ker „Ama­zing Gra­ce“.

Auf hohem stimm­li­chen Niveau agier­te das Vokal­trio „Rude­mus“ („Russ­land­deut­sche Musik“), das sich aus den Chor­mit­glie­dern Aljo­na Hei­ser, Anna Hos­mann und Tat­ja­na Zier zusam­men­setzt.

Sehr eng auf der Büh­ne wur­de es, als der Chor Ver­stär­kung durch die Kin­der des Augs­bur­ger Musi­cal­pro­jekts „A hoch 3“ erhielt.

Mode­riert wur­de die Fei­er von Jakob Fischer, Pro­jekt­lei­ter der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land, der gemein­sam mit Lina Neu­wirt (Gesang) und Wal­de­mar Dederer (Key­board) auch wei­te­re musi­ka­li­sche Akzen­te setz­te.

VadW

 

Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg am 30. Janu­ar 2011 wur­den der Vor­sit­zen­de Juri Hei­ser und der größ­te Teil sei­ner Mann­schaft für drei Jah­re wie­der gewählt. Zur Neu­wahl unter der zügi­gen Lei­tung des Bun­des­re­fe­ren­ten der Lands­mann­schaft, Wal­de­mar Axt, im „Guten Hir­ten” waren 73 Wahl­be­rech­tig­te der zur Zeit mit 396 Fami­li­en zweit­stärks­ten ört­li­chen Glie­de­rung der Lands­mann­schaft erschie­nen.

Hei­ser unter­strich in sei­nem Rechen­schafts­be­richt, dass in den sehr erfolg­rei­chen letz­ten Jah­ren hohe drei­stel­li­ge oder sogar vier­stel­li­ge Besu­cher­zah­len bei lands­mann­schaft­li­chen Groß­ver­an­stal­tun­gen in Augs­burg Nor­ma­li­tät waren, und appel­lier­te an alle Mit­glie­der, für die Lands­mann­schaft zu wer­ben.

Der Vor­stand

 

Verdienstmedaille „Für Augsburg“ –

Aljona Heisers ehrenamtliches Engagement gewürdigt

 

Bereits zum zwei­ten Mal in Fol­ge wur­de ein Mit­glied der Orts- und Kreis­grup­pe Augs­burg (Bayern)der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land mit der Ver­dienst­me­dail­le „Für Augs­burg“ aus­ge­zeich­net. Nach dem lang­jäh­ri­gen Schrift­lei­ter von „Volk auf dem Weg“, Johann Kam­pen, war es dies­mal Aljo­na Hei­ser, die sich vor allem als Lei­te­rin des Cho­res „Hei­mat­me­lo­die“ und des Pro­jek­tes „In Augs­burg gemein­sam“ einen Namen gemacht hat.

 

Die Ver­dienst­me­dail­le wird in Augs­burg seit 1993 als Aner­ken­nung für vor­bild­li­ches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment ver­lie­hen. Vor­ge­nom­men wur­de die Aus­zeich­nung am 1. Febru­ar 2011 im Fürs­ten­zim­mer des Augs­bur­ger Rat­hau­ses durch Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kurt Gri­bl, der Aljo­na Hei­ser den Dank der Stadt für ihre beson­de­ren Ver­diens­te im Bereich der Inte­gra­ti­on und Kul­tur in Augs­burg aus­sprach.

Aljo­na Hei­ser ist bei­spiel­ge­bend für Inte­gra­ti­on. Mit der ihr eige­nen Hin­ga­be und Offen­heit für Neu­es rich­tet sich ihr Augen­merk nicht nur auf ein­zel­ne Unter­neh­mun­gen mit Bür­gern, viel­mehr hilft sie ande­ren Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund nach­hal­tig, sich in die Augs­bur­ger Gesell­schaft zu inte­grie­ren“ schrieb die “Augs­bur­ger All­ge­mei­ne” vier Tage vor der Aus­zeich­nung. Gemein­sam mit Aljo­na Hei­ser wur­den wei­te­re neun Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt aus­ge­zeich­net, die sich auf höchst unter­schied­li­che Wei­se um die Stadt ver­dient gemacht haben.

 

Musik als Schlüs­sel

 

Nach ihrem Lebens- und Berufs­mot­to befragt, ant­wor­tet die 1965 in Eka­te­r­in­burg (vor­mals Swerdlow­sk), Ural, gebo­re­ne Aljo­na Hei­ser: „Lie­ber auf neu­en Wegen stol­pern, als auf der Stel­le tre­ten.“

Die Ver­dienst­me­dail­le hat sie ins­be­son­de­re für ihre lang­jäh­ri­ge künst­le­ri­sche Tätig­keit erhal­ten, für ihren sanf­ten, unge­zwun­ge­nen und doch so erfolg­rei­chen Bei­trag zur Inte­gra­ti­on der Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on in Deutsch­land, für ihre Fähig­keit, die Her­zen auch der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung zu gewin­nen und Ver­stän­di­gungs­brü­cken zu bau­en.

Musik spielt in Aljo­na Hei­sers Leben von jeher eine zen­tra­le Rol­le. Par­al­lel zum Besu­ch der Mit­tel­schu­le in Eka­te­r­in­burg war sie von 1972 bis 1982 Schü­le­rin der dor­ti­gen Musik­schu­le. Ihre musi­ka­li­sche Aus­bil­dung setz­te sie von 1982 bis 1986 als Stu­den­tin des Eka­te­r­in­bur­ger Kon­ser­va­to­ri­ums fort. Eben­falls in Eka­te­r­in­burg stu­dier­te sie anschlie­ßend bis 1991 an der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le im Fach Musik.

Drei Jah­re vor ihrer Aus­rei­se nach Deutsch­land hei­ra­te­te sie 1988 den gegen­wär­ti­gen Vor­sit­zen­den der Kreis- und Orts­grup­pe Augs­burg, Juri Hei­ser, mit dem sie in Augs­burg-Lech­hau­sen lebt und zwei Kin­der hat.

Mit­glied der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land wur­de sie 1997, und schon ein Jahr spä­ter über­nahm sie die Lei­tung des Orts­grup­pen­cho­res „Hei­mat­me­lo­die“, mit dem sie bis zum heu­ti­gen Tag bei unzäh­li­gen lands­mann­schaft­li­chen, kirch­li­chen und ande­ren Ver­an­stal­tun­gen auf­ge­tre­ten ist. 2003 wur­de sie Mit­be­grün­de­rin und Lei­te­rin des Gesangs­quar­tetts „Rude­mus“, dem außer ihr die Mit­glie­der der Lands­mann­schaft Laris­sa Bel­ler, Anna Hos­mann und Tat­ja­na Zier ange­hö­ren.

Nach einer Aus­bil­dung und zwi­schen­zeit­li­chen Tätig­keit als Rechts­an­walts­fach­an­ge­stell­te beschritt Aljo­na Hei­ser in den letz­ten Jah­ren neue beruf­li­che und ehren­amt­li­che Wege. Im Rah­men  der Teil­nah­me des Cho­res „Hei­mat­me­lo­die“ an der inter­na­tio­na­len Chor-Olym­pia­de 2004 in Bre­men unter ihrem Diri­gat wur­den die her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen des Cho­res mit dem Sil­ber-Diplom gewür­digt.

Seit Sep­tem­ber 2008 ist sie Gesamt­pro­jekt­lei­te­rin der Kin­der­mu­si­cal­werk­statt „A hoch drei“ und seit dem 1. Novem­ber 2008 in dem Pro­jekt „In Augs­burg gemein­sam“, das von der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land gemein­sam mit dem Deut­schen Kin­der­schutz­bund und der Stadt Augs­burg betrie­ben wird. Der För­der­ver­ein der Lands­mann­schaft in Augs­burg hat die Paten­schaft über das Pro­jekt über­nom­men und unter­stützt es finan­zi­ell und durch ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment.

Mit ihrer Lie­be zur Musik begeis­tert Aljo­na Hei­ser die Men­schen unab­hän­gig von Her­kunft, Alter und Sta­tus immer wie­der aufs Neue”, sag­te OB Dr. Gri­bl in sei­ner Lau­da­tio bei der Aus­zeich­nung im Rat­haus. „Dar­über hin­aus war Frau Hei­ser von 2001 bis 2004 im Vor­stand der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land tätig und hat sich in die­sem Zusam­men­hang mit gan­zer Kraft dem Ziel der Inte­gra­ti­on der deutsch­stäm­mi­gen Aus­sied­ler gewid­met.“

So breit gefä­chert Aljo­na Hei­sers Enga­ge­ment auch ist, eines haben alle ihre Akti­vi­tä­ten gemein­sam: Im Mit­tel­punkt steht die Musik, und es ist immer wie­der die Musik, die ihr den Zugang zu Ein­hei­mi­schen und Deut­schen aus Russ­land erleich­tert und Ver­trau­en schafft.

An wei­te­ren Aus­zeich­nun­gen hat Aljo­na Hei­ser bereits die sil­ber­ne Ehren­na­del der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land, die Bischofs­ur­kun­de des Bis­tums Augs­burg und die Ernen­nung zur Rit­ter­da­me des Apos­to­li­schen Rit­ter­or­dens des Hei­li­gen Georg von Bur­gund vor­zu­wei­sen. Dass es dabei nicht blei­ben wird, weiß jeder, der die ener­gie­ge­la­de­ne Frau live erlebt hat…

            VadW