Weiden

Eugen Neu­feld — Vor­sit­zen­der

Schwei­ger­str. 1a, 92637 Wei­den

Tel.: 0961 — 2066110, E — Mail: LMDRweiden.i.d.opf@gmx.de

 

Ern­te­dank­fest = Früch­te der Inte­gra­ti­on” lau­te­te das Mot­to der Ver­an­stal­tung “Tag der rus­si­schen Spra­che”, die am 3. Okto­ber 2010 vom “Café Mit­te” in Wei­den durch­ge­führt wur­de. Für das Unter­hal­tungs­pro­gramm sorg­te die Orts­grup­pe Wei­den der Lands­mann­schaft, für das leib­li­che Wohl der Frau­en­ver­ein.

Nach der Begrü­ßung der Gäs­te über­gab die Lei­te­rin des Cafés, Frau Hei­der, das Wort an mich. Unse­rer­seits wur­den die Gäs­te nach altrus­si­scher Tra­di­ti­on mit Brot und Salz will­kom­men gehei­ßen, ehe unser abwechs­lungs­rei­ches Büh­nen­pro­gramm begann.

Zum Auf­takt führ­ten unse­re Kin­der der Tanz­grup­pe “Kalei­do­skop” eine Pol­ka, einen Wal­zer und einen grie­chi­schen Tanz vor. Es folg­ten die Geschwis­ter Elena Dam­mer und Gali­na Geld mit rus­si­schen Lie­dern, ein Fla­men­co, getanzt von Nata­scha Dam­mer, und abschlie­ßend spiel­te unse­re Haus­band “Sled”.

Das Publi­kum war begeis­tert! Immer wie­der wur­den wir gefragt, war­um Ver­an­stal­tun­gen die­ser Art so sel­ten statt­fin­den.

Als beson­de­re Gäs­te durf­ten wir Ver­tre­ter des regio­na­len Fern­seh­sen­ders Ober­pfalz TV, von der Regio­nal­zei­tung “Der Neue Tag” und vom Ver­ein gegen Rechts­ra­di­ka­lis­mus “Wei­den ist bunt” begrü­ßen.

In sei­nem Bericht schreibt der “Neue Tag” unter ande­rem: “Das Fest soll­te auf die Bemü­hun­gen um Inte­gra­ti­on hin­wei­sen und so mög­li­chen Vor­ur­tei­len gegen­über Deut­schen aus Russ­land ent­ge­gen­wir­ken.”

    Iri­na Soll­frank, Schrift­füh­re­rin

 

Unter dem Mot­to „Von Frem­den zu Freun­den“ fin­den seit Sep­tem­ber 2010 im Gemein­de­haus der Johan­nis­kir­che in Sulz­bach-Rosen­berg jeden Diens­tag von 19.30 bis 21.30 Uhr Tanz- und  Gesprächs­run­den mit Deut­schen aus Russ­land und Ein­hei­mi­schen statt. Alle, die offen für ande­re Kul­tu­ren sind und neue Men­schen ken­nen ler­nen möch­ten, sind herz­li­ch will­kom­men.

Drei Diens­ta­ge  im Monat wer­den wir gemein­sam Tän­ze ver­schie­de­ner Völ­ker üben und tan­zen, den vier­ten Diens­tag wol­len wir in gemüt­li­cher Run­de ver­brin­gen. Wir wer­den gemein­sam Fes­te fei­ern, über unse­re Erfah­run­gen spre­chen und Aus­flü­ge unter­neh­men.

Kon­takt: Erna Horn (0966–12967).

 

In Russ­land fei­ern die Frau­en „ihren“ Tag am 8. März. Die Orts­grup­pe Wei­den dage­gen hat sich der Tra­di­ti­on der neu­en Hei­mat ange­passt und im Jugend­zen­trum Wei­den erst­mals den „west­li­chen“ Mut­ter­tag gefei­ert.

Der Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe, Alex­an­der Groß, freu­te sich, vie­le Müt­ter, die Lands­mann­schaft Schle­si­en und die lands­mann­schaft­li­che Koor­di­na­to­rin für Ehren­amt­li­che in Bay­ern, Olga Gusch, begrü­ßen zu kön­nen. In sei­ner Anspra­che berich­te­te er über die Geschich­te des Mut­ter­ta­ges, der seit 1924 auch in Deutsch­land gefei­ert wird.

Die Vor­be­rei­tun­gen zu der Fei­er hat­te Tati­a­na Gekk über­nom­men; unter ande­rem sorg­te sie für eine fest­li­ch geschmück­te Büh­ne mit einem „Blu­men­her­zen“ für die Müt­ter. Das attrak­ti­ve Rah­men­pro­gramm bestand aus Lie­dern, Gedich­ten und Tän­zen. Einen glän­zen­den Auf­tritt steu­er­te die Bal­lett­schu­le von Eve­ly­na Yosi­fo­va bei.

Für den Bund der Ver­trie­be­nen sprach Nor­bert Uschald: Aus einem Buch von Her­bert Schnei­der trug er die Geschich­te einer cou­ra­gier­ten Mut­ter vor, die sich für sei­nen Sohn zu einer Zeit ein­setz­te, als das nicht unge­fähr­li­ch war. Olga Gusch fand Dan­kes­wor­te für die wun­der­ba­re Orga­ni­sa­ti­on der Fei­er.

Auch zum Oster­fest hat­te die Orts­grup­pe Wei­den nicht nur Mit­glie­der der Lands­mann­schaft, son­dern auch Ver­tre­ter der Wei­de­ner Par­tei­en und Ver­ei­ne gela­den; ins­ge­samt kamen über 100 Gäs­te.

Der Saal des Jugend­zen­trums war fest­li­ch geschmückt, es gab jede Men­ge selbst geba­cke­nen Kuchen und lie­be­voll gestal­te­te Auf­trit­te. Mit Lie­dern und ande­ren Dar­bie­tun­gen tru­gen die Mit­glie­der der Lands­mann­schaft sowie ihre Kin­der und Enkel zum Gelin­gen der Fei­er bei.

Alex­an­der Groß erin­ner­te an die heid­ni­s­ch-ger­ma­ni­schen Wur­zeln des bedeu­ten­den christ­li­chen Fes­tes. Die Frau­en­grup­pe der Deut­schen aus Russ­land sang „An dem Gra­be Jesu“, wäh­rend auf Rus­si­sch und Deut­sch das alte Lied „Er lebt“ erklang. Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Seg­ge­wiß sprach über das tra­gi­sche Schick­sal der Deut­schen in der Sowjet­uni­on, denen viel Unrecht wider­fah­ren sei. Mit Früh­lings- und Oster­tän­zen, aber auch mit klas­si­schem Tanz erfreu­te der Nach­wuchs der Bal­lett­schu­le Yosi­fo­va das Publi­kum.

            VadW (nach loka­len Berich­ten)