Stadtallendorf

Otto Kot­ke — Vor­sit­zen­der

Nie­der­rhei­ni­sche Str. 16, 35260 Stadt­al­len­dorf

Tel.: 06428 — 3657

E — Mail: ottokotke@web.de

 

Unser Mann im Aufsichtsrat

Otto Kotke engagiert sich in der Gewerkschaftsarbeit

 

Durch poli­ti­sches Enga­ge­ment kann man vie­len Men­schen hel­fen.“ davon ist Otto Kot­ke über­zeugt. Der Deut­sche aus Russ­land hat orga­ni­sa­to­ri­sche Fähig­kei­ten, arbei­tet gern mit Men­schen und enga­giert sich in viel­fäl­ti­ger Wei­se poli­ti­sch.

 

Seit 2000 ist er bei der CDU, 2006 kan­di­dier­te er bei den Kom­mu­nal­wah­len. Schon vie­le Jah­re enga­giert er sich als akti­ver Ver­trau­ens­mann und Küm­me­rer der IG Metall, als frei­ge­stell­ter Betriebs­rat in der Eisen­gie­ße­rei „Fritz Win­ter“ und seit kur­zem auch im Auf­sichts­rat der Fir­ma. 500 der 3.200 Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens sind Deut­sche aus Russ­land – für den Brü­cken­men­schen Kot­ke ein brei­tes Tätig­keits­feld auch als Ver­mitt­ler zwi­schen Men­ta­li­tä­ten und Kul­tu­ren.

 

Genutz­te Chan­cen

 

Otto Kot­ke wur­de 1956 in Wach­sch, Gebiet Kur­gan-Tju­be, Tadsch­kis­tan, gebo­ren. Dort­hin waren sei­ne Eltern — die Mut­ter Wol­ga­deut­sche, der Vater Schwarz­me­er­deut­scher — aus Sibi­ri­en nach der Auf­he­bung der Kom­man­dan­tur 1955 gezo­gen. Schu­le, Wehr­dienst, Arbeit als Kfz-Mecha­ni­ker und bei der zen­tra­len Dienst­stel­le für For­schung und Ent­wick­lung im Minis­te­ri­um für Melio­ri­sa­ti­ons­tech­nik waren Kot­kes Lebens­sta­tio­nen vor der Aus­rei­se in den Wes­ten.

Über 25 Ableh­nun­gen – jedes Jahr wur­de die Aus­rei­se nach Deutsch­land bean­tragt – mus­s­te die Fami­lie in Kauf neh­men, bevor Otto Kot­ke 1988 mit Frau und Kin­dern in die DDR aus­wan­dern durf­te. „Ich freue mich jeden Tag, dass wir aus­rei­sen konn­ten. Und ich freue mich, dass das Tor offen geblie­ben ist und Lands­leu­te, die kom­men wol­len, die Gele­gen­heit dazu auch wei­ter­hin haben“, sagt er. Die Chan­cen in Deutsch­land, sich effek­tiv zu enga­gie­ren, weiß Kot­ke sehr wohl zu schät­zen.

Sei­ne ers­ten Berufs­er­fah­run­gen nach der Aus­rei­se sam­mel­te Otto Kot­ke in einem Auto­mo­bil­werk in Eisen­ach (Thü­rin­gen). Nach einem Jahr konn­te die Fami­lie dann in die Bun­des­re­pu­blik aus­rei­sen und lebt seit 1989 in Stadt­al­len­dorf (Hes­sen). Nach dem Sprach­kurs arbei­te­te Kot­ke ab 1990 in ver­schie­de­nen Berei­chen bei der Fir­ma „Fritz Win­ter“.

In die­ser Zeit begann er, sich inten­siv am poli­ti­schen Leben zu betei­li­gen und bei der Lands­mann­schaft zu enga­gie­ren. Zusam­men mit Anto­nia Walth grün­de­te er 1998 die Orts­grup­pe Stadt­al­len­dorf der Lands­mann­schaft, deren Vor­sit­zen­der er ist. Außer­dem ist Kot­ke Stadt­ver­ord­ne­ten­vor­ste­her in Stadt­al­len­dorf, Mit­glied des Fach­aus­schus­ses für öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung sowie Sozia­les in Stadt­al­len­dorf, Aus­sied­ler­be­auf­trag­ter im Kreis Mar­burg-Bie­den­kopf, Vor­sit­zen­der der CDA (Christ­li­ch-demo­kra­ti­sche Arbeit­neh­mer­schaft Deutsch­lands) im Kreis Mar­burg-Bie­den­kopf, Mit­glied des Lan­des­aus­schus­ses der CDA Hes­sen, Frak­ti­ons­mit­glied der CDU in Stadt­al­len­dorf und Mit­glied des Lan­des­vor­stan­des Hes­sen der Lands­mann­schaft.

 

Ein­fluss neh­men

 

Mit der Zeit setz­te sich Otto Kot­ke auch immer mehr als Ver­trau­ens­mann der IG Metall ein. 2002 kan­di­dier­te er für den Betriebs­rat sei­ner Fir­ma „Fritz Win­ter“, erhielt vie­le Stim­men und war dana­ch als frei­ge­stell­ter Betriebs­rat tätig. 2006 kan­di­dier­te er erneut und gewann zwei Man­da­te mehr. Er ist im Vor­stand des Ver­trau­ens­kör­pers des Betriebs, Vor­sit­zen­der des Sozi­al­aus­schus­ses und enga­giert sich als Mit­glied des Wirt­schafts-, Ent­gelt- und Arbeits­aus­schus­ses.

In die­sem Jahr kan­di­dier­te Kot­ke erfolg­reich als Ver­tre­ter der Arbeit­neh­mer für den Auf­sichts­rat. „Als Auf­sichts­rat kann ich dazu bei­tra­gen, dass die Arbeits­plät­ze gera­de in den gegen­wär­tig schwie­ri­gen Zei­ten erhal­ten blei­ben und dass noch mehr Arbeits­plät­ze geschaf­fen wer­den“, sagt Kot­ke.

Immer wie­der plä­diert er dafür, dass sich mehr Deut­sche aus Russ­land auch gewerk­schaft­li­ch enga­gie­ren. Vor allem betref­fe das die jun­gen Mit­ar­bei­ter, die kei­ne sprach­li­chen Pro­ble­men haben und sich somit am Ver­eins­le­ben sowie an gewerk­schaft­li­chen und poli­ti­schen Gre­mi­en betei­li­gen könn­ten. Auch wenn „wir kei­ne wirk­li­chen Erfah­run­gen dies­be­züg­li­ch aus unse­rem Her­kunfts­land mit­ge­bracht haben“, so Otto Kot­ke. Trotz­dem „müs­sen wir die Zukunft mit­ge­stal­ten, uns mehr öff­nen und auf die Ein­hei­mi­schen zuge­hen. Nur eine star­ke Mann­schaft sichert in unse­rem Betrieb die Arbeits­plät­ze und sorgt für kla­re, sta­bi­le Ver­hält­nis­se.“

            Nina Paul­sen