Braunschweig

Elisabeth Steer – Vorsitzende

Am Strauch 24, 38112 Braunschweig

Tel.: 0531 – 5161060, E – Mail: stern2@gmx.de

 

In Lutherstadt Wittenberg predigte Pastorin Margot Käßmann einmal zum Thema „Singen befreit die Seele“. Dieses Motto machte sich die Ortsgruppe Braunschweig zu Eigen, als wir den Talente-Wettbewerb konzipierten. Wir wollten dabei ein Zeichen setzen und schrieben für alle Altersgruppen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) einen Wettbewerb in unterschiedlichen Kategorien aus, bei dem jeder mit seinem Hobby etwas für sich entdecken und ausprobieren konnte. In diesem Jahr fand der Wettbewerb zum siebten Mal in Folge statt.

Die Kinder waren wie immer sehr stark vertreten, besonders in den Bereichen Tanz, Gymnastik, Musik und Fotographie, die Erwachsenen dagegen eher in den Bereichen Gesang und Handwerk. Das Konzert, das über zwei Stunden dauerte, war vielseitig und bot attraktive Beiträge (Folk­lore, moderne und klassische Interpretationen) für jeden Geschmack.

Den 1. und den 2. Platz (Altersgruppe Kinder) in der Kategorie Tanz belegte die Tanzgruppe von V. Decker mit einem Irländischen und einem modernen Tanz. In der Kategorie Gymnastik hatte Regina Helwig den besten Auftritt, gefolgt von Alicia Krasakow, Regina Peter und Regina Hindermit. Auf dem Klavier beeindruckte Daniel Nowash das Publikum, das auch das Akkordeonspiel von Viktor und Daniel Peters mit kräftigem  Applaus unterstützte.  Das Duo der Gruppe „Kalinka“ bot Interpretationen zum Thema ukrainische Volkslieder.

In der Kategorie Gesang (Kinder) holte sich Dima Krasakow den 1. Platz vor Alexandra Decker und der Gruppe „Kaleidoskop“. Bei den Jugendlichen siegte Alina Raducan in der Kategorie Gesang; dahinter landete die Gewinnerin des letzten Jahres, Andrea Piontek, auf dem 2. Platz. Bei den Erwachsenen gewann Tatjana Kotov; ihr folgten der Kulturverein „Dnjepr“ sowie die Gruppen „Kalinka“ und „Hoffnung“.

In der Kategorie Foto/Medien gewann Irena Rein, beim Malwettbewerb Maria Peshowa. Mit dem Gedicht „Heimat“ gewann Frau Prieb den Literaturwettbewerb, und im Werken kam Cen Savasgücü mit seinen „Sandbildern“ auf den 1. Platz.

Elisabeth Steer, Vorsitzende

 

Auch 2012 hatte die Ortsgruppe Braunschweig ihre Mitglieder und Freunde zu einer Veranstaltung am 9. März eingeladen, die dem Internationalen Frauentag gewidmet war.

Nach einer kurzen PowerPoint-Präsentation über die Entstehung dieses Tages, der seit 1911 in zahlreichen Ländern als Feiertag begangen wird, konnten die Gäste eine reichhaltige Konzertshow genießen.

Mit den selbst verfassten Liedern „Frühling“ und „Mutter“ eröffnete Anna Prieb das Kulturprogramm. Viele Gäste aus der Umgebung – wie die Trachtengruppe aus Gifhorn oder der Sänger Viktor Sokolowskij aus Lehre – sowie Mitwirkende aus anderen Herkunftsländern – Salu aus Afrika, Didar aus dem Kaukasus, Alina Raducan aus Moldawien, Tatjana Kotov aus Kasachstan oder ein Musikduett aus der Ukraine – gaben auf der Bühne ihr Bestes.

Diese Vielfalt spiegelte sich im Zuschauerraum wider: Unter den etwa 100 Gästen, die der Einladung der Landsmannschaft gefolgt waren, befanden sich auch Mitbürger aus Polen, Jugoslawien, Vietnam, Russland, den Philippinen, China, Kasachstan oder der Türkei. Der gemeinsame Tanzabend zu volkstümlicher oder auch temperamentvoller moderner Musik dauerte bis in die Mitternacht.

Der Vorstand

 

Talentshow in der Weststadt:

Bereits zum sechsten Mal zeigten junge und erwachsene Talente in Braunschweig-Weststadt ihre Fähigkeiten in ganz verschiedenen Bereichen.

Die Ortsgruppe Braunschweig der Landsmannschaft lud am 7. Mai 2011 mehr als 20 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in das Gemeinschaftshaus Weststadt ein, um vor einer achtköpfigen Jury ihr Können zu beweisen.

Doris Bonkowski, Leiterin des Büros für Migrationsfragen, Jessica Schober vom Gemeinschaftshaus, Siegfried Mickley und Maic Ullmann, 1. und 2. Vorsitzende des Bürgervereins Weststadt, der Musiker Viktor Giedt, Frieda Haberlach von der Stadtteilentwicklung Weststadt, Elena Rein vom „Reisebüro Rein“ und Viktor Feder von der Firma „Leis“ bewerteten die Vorträge der Kandidaten.

„Wenn Jugendliche selbst etwas aus eigener Kraft schaffen, haben sie auch größeren Respekt vor den Werken anderer“, erklärte Elisabeth Steer, Vorsitzende der Ortsgruppe.

In der Kategorie Gesang gewann Andrea Piontek von der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule, Katharina Stempel war auf der Violine erfolgreich. Der Spanische Tanz der Kindergruppe Decker überzeugte genauso wie Alicia Krasakov in der Gymnastik. Im Handwerk holte sich Mathilde Vogel den ersten Platz, und Maria Peshowa hatte im Bereich Malerei die Nase vorn. Zu erwähnen ist auch der Beitrag auf der Gitarre von Jaroslaw Ruatev, den er zum Gedenken an die Japan-Opfer spielte.

Die Erstplatzierten gewannen je eine Reise ins Filmstudio nach Babelsberg; weiter gab es Kinogutscheine und CDs.

Alles in allem war es ein fröhlich-bunter Abend, bei dem die Talente vor gut gefüllten Zuschauerreihen ihr Können in großem Rahmen präsentieren durften. Wunsch der Veranstalterin ist, für den nächsten Wettbewerb noch mehr Kinder und Jugendliche aus den Kindergärten und Schulen der Weststadt zu gewinnen.

Maic Ullmann

 

Drei Tage vor dem internationalen Frauentag am 8. März 2011 lud die Ortsgruppe Braunschweig in das Gemeinschaftshaus Weststadt ein. Mehr als siebzig Gäste erfreuten sich an den vielfältigen musikalischen und tänzerischen Darbietungen.

Elisabeth Steer, Vorsitzende der Ortsgruppe, ging zu Beginn in einer Präsentation auf die Geschichte des Frauentages ein, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert hat.

Im Anschluss begrüßte Elisabeth Steer die seit 25 Jahren bestehende Trachtengruppe aus Gifhorn. In farbenfrohen Kostümen präsentierten die Frauen und Männer drei traditionelle Tänze im großen Saal des Gemeinschaftshauses.

Als Kontrast zeigten die aus Sibirien stammenden Schwestern Olga und Julia Schuppe von der Tanzgruppe „Rhythmus“ (Leitung Nina Steinke) einen modernen Tanz und einen alten moldawischen Tanz in traditionellen Kostümen.

Die in der Weststadt bestens bekannte Alina Radukan aus Moldawien sang englische und russische Lieder, begleitet von Maria Peshowa auf der Gitarre. Weiteres internationales Flair brachte der aus Angola stammende Salu Sonjamba mit, der seine Eigenkompositionen mit Gesang und Gitarre interpretierte, während Johannes Rohr ihn auf dem Akkordeon begleitete.

Alexander Sening aus Kasachstan motivierte dann mit „Ein Stern, der deinen Namen  trägt“ die Gäste zu begeistertem Mitklatschen. Johannes Rohr, der während der gesamten Veranstaltung auf dem Keyboard, dem Akkordeon und der Gitarre aktiv war, begleitete den Gesang von Tatjana Kotov.

Zwischen den Darbietungen sprach Heidemarie Mundlos, Mitglied des Niedersächsischen Landtages, ein Grußwort zum Frauentag und überreichte zusammen mit ihrem Mann jeder Besucherin eine Rose. Elisabeth Steer, die seit 17 Jahren Veranstaltungen für die Deutschen aus Russland im Gemeinschaftshaus organisiert und durchführt, überreichte Heidemarie Mundlos einen Blumenstrauß und sprach ihr ein persönliches Dankeschön aus. Als Elisabeth Steer Anfang der 90er Jahre aus  Kasachstan nach Deutschland kam, setzte sich die Abgeordnete bei vielen Problemen mit Behörden für sie ein.

Zahlreiche Deutsche aus Russland, die mit Diskriminierung und Unterdrückung in ihrer russischen Heimat leben mussten, fühlten sich bei ihrer Rückkehr nach Deutschland nicht willkommen. Doch an diesem musikerfüllten Abend im Gemeinschaftshaus war jeder willkommen, ob aus Deutschland oder von wo auch immer in der Welt, ob Mann oder Frau.

Die Ortsgruppe Braunschweig präsentiert am 5. Mai bereits im sechsten Jahr die Ergebnisse des Wettbewerbs „Hallo, wir suchen Talente“ im Gemeinschaftshaus. Kinder und Jugendliche können sich mit ihren Talenten in den Bereichen Tanz, Gesang und Literatur oder als Models bis zum 21. April bei der Ortsgruppe bewerben. Zu gewinnen gibt es eine Reise nach Babelsberg, Kinogutscheine, Bücher und CDs.

Maic Ullmann

 

Elisabeth Steer – seit über 15 Jahren

Engagement im Integrationsbereich

 

Gegenseitiges Verstehen und Akzeptanz sind entscheidend für Integration und besseres Zusammenleben. Entsprechend vielfältig ist auch das Tätigkeitsfeld für Menschen, die sich einbringen wollen.

 

Zu diesen Menschen gehört Elisabeth Steer (53) in Braunschweig. Geboren in Osakarowka, Kasachstan, studierte sie Geschichte und Gesellschaftskunde an der Universität Karaganda und sammelte pädagogische Erfahrungen an verschiedenen Schul- und Jugendeinrichtungen.

Als sie 1991 nach Deutschland kam, lag es ihr am nächsten, sich auch hier in der Kinder- und Jugendarbeit zu versuchen. Sie ließ sich zur Erzieherin und Sozialtherapeutin weiterbilden und studierte Sozialpädagogik und Sozialwesen an der Fachhochschule Braunschweig. Ehrenamtlich engagierte sie sich mehrere Jahre in der Jugendarbeit der Ortsgruppe Braunschweig der Landsmannschaft und im Projekt „Zirkus“ für Migrantenkinder.

Gleichzeitig brachte sie sich beruflich in die Kinder-, Jugend- und Frauenarbeit mit Aussiedlern in der Stadt ein, unter anderem bei der Betreuung von Aussiedlerkindern im Gemeinschaftshaus Weststadt Braunschweig, im Projekt „Sozial­pädagogische Gruppenarbeit mit Aussiedlerfamilien“, als pädagogische Mitarbeiterin beim Verein für sozialpsychiatrische Hilfen „Der Weg“, bei der Betreuung von Aussiedlern in der Caritas und im Büro für Migrationsfragen oder bei der Betreuung einer Frauengruppe im Treffpunkt Weststadt. Seit Mitte vorigen Jahres ist sie pädagogische Mitarbeiterin des Fachdienstes Bildung/Integration Salzgitter und hat das Ausstellungsprojekt „Neue Heimat Salzgitter“ maßgebend organisiert und gefördert.

Die Ausstellung im Rathaus, die die Geschichte von vier Zuwanderergruppen behandelte, haben ca. 1.000 Menschen besucht, die sich positiv über die Idee äußerten. Durch Informationen und persönliche Lebensgeschichten sollte das Projekt vor allem ein besseres Zusammenleben der Zuwanderergruppen fördern. „Positive Resonanz kam von allen Bevölkerungsschichten, besonders aber von Berufsschulen und Integrationskursen, die wir um Informationen über persönliche Geschichten gebeten hatten“, erzählt Elisabeth Steer mit Blick auf die Vertreibungsgeschichte ihrer eigenen Familie.

Anhand von Fotos aus dem Krieg und späteren Jahrzehnten, Briefen und anderen Schriftdokumenten, Einbürgerungsurkunden, Trachten, Gegenständen und Biografien hat das Team mit Elisabeth Steer die Geschichte, auch der Flucht und Vertreibung, verschiedener Zuwanderergruppen dokumentiert. In jeder dieser Gruppen wurde nach Zeitzeugen gesucht, die ihre persönlichen Geschichten erzählten, Dokumente und andere Ausstellungsstücke zur Verfügung stellten.

Seit seiner Gründung 1942 hat Salzgitter von Zuwanderern profitiert; auch Vertriebene, Gastarbeiter und Aussiedler haben in Salzgitter in den vergangenen 67 Jahren eine neue Heimat gefunden. Die Zahl der Spätaussiedler beträgt ca. 5.000 Personen; sie sind die zweitgrößte Zuwanderergruppe der Stadt.

Sehr aktiv hat sich bei der Vorbereitung der Ausstellung die Ortsgruppe Salzgitter der Landsmannschaft mit der inzwischen verstorbenen Nelli Lais eingebracht, die damals schon sehr krank war, sich aber mit aller Kraft dafür einsetzte, dass die Russlanddeutschen in der Gesamtexposition mit vielen Facetten vertreten waren.

VadW