Osnabrück

Frie­da Der­cho — Vor­sit­zen­de

Erlen­weg 6, 49076 Osna­brück

Tel.: 0541 — 65976, E — Mail: friedadercho@web.de

 

Bera­tungs­stel­le: Ler­chen­str. 135–137, 49088 Osna­brück, Tel.: 0541–2052393, Di, Do 14–17 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung.

 

Am 18. Sep­tem­ber 2011 fand auch in die­sem Jahr wie­der das Fest der Kul­tu­ren auf dem Rat­haus­platz in Osna­brück statt. Seit vie­len Jah­ren ist es der Höhe­punkt der „Inter­kul­tu­rel­len Wochen“. Tän­ze und Musik aus aller Welt sowie lan­des­ty­pi­sche Spei­sen und Geträn­ke run­de­ten die Ver­an­stal­tung ab.

Auch die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land war mit einem Stand ver­tre­ten. Schon am frü­hen Sonn­tag­mor­gen hat­ten Irma Del­los, Lil­li Rogo­low­ski und Vik­tor Zibo­ri begon­nen, ihn mit viel Lie­be und Sach­ver­stand auf­zu­bau­en. Als dann um 13 Uhr die ers­ten Besu­cher kamen, stan­den Kuchen, Man­ti, Tsche­bu­re­ki und vie­le ande­re Lecke­rei­en bereit. Dazu gab es Tee und Kaf­fee.

Aber es wur­de nicht nur ver­kauft. Irma, Lil­li und Vik­tor beant­wor­te­ten viel­mehr auch Fra­gen rund um das The­ma „Wol­ga­deut­sche“.

Ein beson­de­rer Höhe­punkt war wie­der ein­mal der Auf­tritt der Tanz­grup­pe „Born“. Die Vor­füh­rung ihres Volks­tan­zes wur­de vom Publi­kum mit leb­haf­tem Applaus bedacht.

Musi­ka­li­sch beglei­tet von Wal­de­mar König, begeis­ter­te auch Iri­ka Kunz die Zuschau­er zum wie­der­hol­ten Male mit ihren bekann­ten Scherz­lie­dern.

Als um 19 Uhr das Fest offi­zi­ell ende­te, waren Irma, Lil­li und Vik­tor zwar müde, aber zufrie­den. Aller­dings hat­ten sie noch nicht Fei­er­abend, denn jetzt mus­s­te noch alles auf­ge­räumt, gerei­nigt und abtrans­por­tiert wer­den. Auf die Fra­ge, ob sie es im nächs­ten Jahr noch ein­mal machen wür­den, war ihre Ant­wort: “JA — weil es immer wie­der Freu­de macht!”

            Irma Del­los

 

 „Ehren­amt ist Gold wert“

Für ihr akti­ves bür­ger­li­ches Enga­ge­ment hat die Stadt Osna­brück unter dem Mot­to „Ehren­amt ist Gold wert“ Nel­li May­er, Mit­glied unse­rer Orts­grup­pe, mit einer Urkun­de und einer Ehren­amts­kar­te aus­ge­zeich­net. 1989 aus Mol­da­wi­en nach Deutsch­land gekom­men, trat sie gleich der Lands­mann­schaft bei und enga­gier­te sich in der Inte­gra­ti­ons­ar­beit der Stadt. Eine Zeit­lang war sie Vor­stands­mit­glied der Orts­grup­pe, gegen­wär­tig ist sie Kas­sen­prü­fe­rin. Beson­ders aktiv enga­giert sich Nel­li May­er beim Chor der Lands­mann­schaft  und in der Senio­ren­ar­beit. Im Dezem­ber des Vor­jah­res ist sie 73 Jah­re jung gewor­den.

Auch Vik­tor Zibo­ri, Mit­glied des Orts­grup­pen­vor­stan­des, bekam eine Ehren­amts­kar­te der Stadt und wur­de von der Lands­mann­schaft für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment mit der bron­ze­nen Ehren­na­del aus­ge­zeich­net. Die nie­der­säch­si­sche Lan­des­vor­sit­zen­de Lil­li Bisch­off über­reich­te ihm die Aus­zeich­nung bei der Weih­nachts­fei­er 2010.

Der Vor­stand

 

Yilmaz-Akyürek-Preis für Frieda Dercho

 

Am 9. April 2010 wur­de Frie­da Der­cho, Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Osna­brück der Lands­mann­schaft, mit dem Yil­maz-Akyü­rek-Preis der Stadt Osna­brück aus­ge­zeich­net.

 

Mit der Aus­zeich­nung wur­den die Ver­diens­te aner­kannt, die sich Frie­da Der­cho ins­be­son­de­re durch ihr außer­or­dent­li­ches Enga­ge­ment inner­halb der Lands­mann­schaft und ihre enga­gier­te Unter­stüt­zung der in Osna­brück leben­den Aus­sied­ler erwor­ben hat.

Mit dem Yil­maz-Akyü­rek-Preis wird das Enga­ge­ment von Per­so­nen gewür­digt, die sich um die Inte­gra­ti­on und Gleich­be­rech­ti­gung von Bür­gern aus­län­di­scher Her­kunft ver­dient gemacht haben und für eine gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung der Kul­tu­ren ein­ge­tre­ten sind.

Der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt, Burk­hard Jas­per, über­reich­te Frie­da Der­cho den Preis und wies auf ihren beson­de­ren Bei­trag zur Inte­gra­ti­on ihrer Lands­leu­te und ihre akti­ve Betei­li­gung am Inte­gra­ti­ons­pro­zess in Osna­brück hin.

An der Zere­mo­nie betei­lig­ten sich Ver­tre­ter  der Lands­mann­schaft sowie zahl­rei­cher Aus­län­der­ver­ei­ne, Clubs und Flücht­lings­in­itia­ti­ven in Osna­brück.

In ihrer Anspra­che bedank­te sich Frie­da Der­cho bei allen, die sie in ihrem Ehren­amt seit Jah­ren unter­stüt­zen. Jeder, der sich in Ver­bän­den um die Inte­gra­ti­on der Men­schen küm­me­re, habe die­sen Preis ver­dient, beton­te sie. „Ich bekom­me einen Preis im Frie­dens­saal unse­rer Frie­dens­stadt Osna­brück! Lasst uns in Frie­den leben!“, so Frie­da Der­cho abschlie­ßend.

Seit 1991 — erst ein Jahr zuvor war sie nach Deutsch­land gekom­men — leis­tet Frie­da Der­cho ehren­amt­li­che Arbeit in den Berei­chen Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung und Sozi­al­be­ra­tung bei der Lands­mann­schaft. Ab 1993 war sie 2. Vor­sit­zen­de und seit 2000 steht sie an der Spit­ze der Orts­grup­pe Osna­brück. Zudem enga­giert sich die ehe­ma­li­ge Leh­re­rin in der Lands­mann­schaft auch auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne. Seit 2002 ist sie als Mit­glied im Lan­des­bei­rat für Migra­ti­on ver­tre­ten.

Svet­la­na Judin

 

Der Vor­stand der Orts­grup­pe Osna­brück gestal­tet die lands­mann­schaft­li­che Ver­eins­ar­beit mit viel Rück­sicht auf alle Gene­ra­tio­nen. Es wird an Kin­der, Jugend­li­che und jung geblie­be­ne Erwach­se­ne gedacht, aber auch die Senio­ren­ar­beit kommt nicht zu kurz. Beson­ders beliebt sind die regel­mä­ßi­gen Senio­ren­tref­fen. Da wird dis­ku­tiert, gesun­gen, getanzt und gemein­sam gelacht. Oft spielt Lud­wig Wand­ler für die Gesell­schaft; das wis­sen die Senio­ren beim Sin­gen und Tan­zen beson­ders zu schät­zen.

Zu den enga­gier­ten Vor­stands­mit­glie­dern gehört Lil­li Rogo­low­ski (55). Seit 1990 ist sie in Deutsch­land. Schon 1991 trat sie der Lands­mann­schaft bei und wur­de in den Vor­stand der Orts­grup­pe Osna­brück gewählt. Seit­dem wid­met sie den Groß­teil ihrer Frei­zeit der Inte­gra­ti­ons­ar­beit für Deut­sche aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­union. Sie hilft den Lands­leu­ten beim Aus­fül­len von Anträ­gen, unter­stützt sie bei Kon­ten­klä­run­gen und betei­ligt sich an fast allen Schu­lun­gen und Semi­na­ren der Lands­mann­schaft. Auch bei den Aktio­nen der Orts­grup­pe in der Stadt ist sie stets mit Leib und See­le dabei. Durch ihre ehren­amt­li­che Arbeit ist Lil­li Rogo­low­ski in der Stadt bekannt gewor­den; vie­le Lands­leu­te sind ihr für die Unter­stüt­zung dank­bar.

Am 13. Janu­ar 2010 wur­de sie nun für ihre umfang­rei­che ehren­amt­li­che Tätig­keit mit der gol­de­nen Ehren­na­del der Lands­mann­schaft gewür­digt. Die Aus­zeich­nung wur­de von der nie­der­säch­si­schen Lan­des­vor­sit­zen­den Lil­li Bisch­off vor­ge­nom­men.

Der Vor­stand

 

Frieda Dercho: Eine Frau mit Courage

 

Im Okto­ber 1990 „lan­de­te“ Frie­da Der­cho in Osna­brück und wur­de bereits ein Jahr spä­ter in den Vor­stand der Orts­grup­pe Osna­brück der Lands­mann­schaft gewählt. Die ehe­ma­li­ge Leh­re­rin aus Sibi­ri­en küm­mer­te sich um Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung und Bera­tung, wur­de stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de und steht seit 2000 enga­giert an der Spit­ze der Orts­grup­pe. Vom ers­ten Tag an unter­stütz­te sie ihre Lands­leu­te mit Rat und Tat: Ihr Mot­to „Man kann in jedem Alter vie­les errei­chen, aber man muss es wol­len!” lebt sie buch­stäb­li­ch rund um die Uhr.

 

Für ihr uner­müd­li­ches Enga­ge­ment für die Inte­gra­ti­on der Deut­schen aus Russ­land wur­de sie mit der sil­ber­nen Ehren­na­del der Lands­mann­schaft aus­ge­zeich­net, und im Rah­men des lan­des­wei­ten Pro­jek­tes „Ange­kom­men“ erhielt sie 2007 für ihre bei­spiel­haf­ten Bemü­hun­gen zusam­men mit wei­te­ren 14 Aus­sied­lern die Aus­zeich­nung „Nie­der­sach­sen-Ross“ aus den Hän­den des Nie­der­säch­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Chris­ti­an Wul­ff.

Gebo­ren 1935 in Mari­en­tal, Wol­ga, wur­de Frie­da Der­cho in die Altaire­gi­on, Sibi­ri­en, depor­tiert und zusam­men mit ihren Eltern unter Kom­man­dan­tur gestellt. Als Viert­kläss­le­rin schrieb sie eigen­hän­dig einen Brief nach Mos­kau, um sich die Erlaub­nis ein­zu­ho­len, eine Sie­ben­klas­sen­schu­le in der benach­bar­ten Sied­lung zu besu­chen. Bekannt­li­ch war es den Deut­schen in der Son­der­sied­lung ver­bo­ten, die Gren­zen des zuge­wie­se­nen Ortes eigen­mäch­tig zu ver­las­sen.

Nach der Sie­ben­klas­sen­schu­le ver­fass­te sie erneut ein Schrei­ben an die Obrig­keit: Um ihrem Traum­be­ruf näher zu kom­men, woll­te sie um jeden Preis auf die Mit­tel­schu­le im Rayon­zen­trum kom­men, das 35 km ent­fernt lag.

Trotz bes­ter Abschlüs­se ging ihr Traum nicht in Erfül­lung, die deut­sche Natio­na­li­tät stand ihr im Wege – der Kom­man­dant ver­wei­ger­te ihr die Erlaub­nis zum Stu­di­um an der Medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le. So wur­de sie Leh­re­rin und blieb der päd­ago­gi­schen Tätig­keit 33 Jah­re lang treu; ab 1964 unter­rich­te­te sie in der Regi­on Kras­no­jarsk.

Die zwei­fa­che Mut­ter wäre mit ihrer Fami­lie nur zu gern an die Wol­ga zurück­ge­gan­gen. Als sich jedoch die Hoff­nun­gen auf die Wie­der­her­stel­lung der Wol­ga­re­pu­blik als Illu­si­on erwie­sen, wan­der­te sie nach Deutsch­land aus. Die Ver­bun­den­heit mit dem Geburts­ort hält sie aber schon vie­le Jah­re auf­recht. 1997 besuch­te sie ihre alte Hei­mat in Mari­en­tal (heu­te Sowjet­sko­je) und ande­re Orte des Wol­ga­ge­biets zum ers­ten Mal. Seit­her hat sie rege Kon­tak­te zum Wol­ga­ge­biet auf­ge­baut, enga­gier­te sich in dem Pro­jekt „Marx an der Wol­ga“ der katho­li­schen Kir­che und hilft der­zeit in der ehe­ma­li­gen Mari­en­ta­ler Schu­le beim Auf­bau eines Muse­ums.

In Osna­brück ist sie der Motor der Orts­grup­pe geblie­ben, wobei sie tat­kräf­tig von ihren Vor­stands­mit­glie­dern unter­stützt wird. Seit zwei Jahr­zehn­ten exis­tiert in Osna­brück ein lands­mann­schaft­li­cher Chor, gemein­sam wer­den Fes­te gefei­ert und Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt. Auch die Senio­ren-, Kin­der- und Jugend­ar­beit kom­men nicht zu kurz.

Und wenn es um die Belan­ge von in Not gera­te­nen Lands­leu­ten geht, ist ihre „Stim­me auch mal bis Han­no­ver zu hören“, wie Edit­ha Lor­berg, Aus­sied­ler­be­auf­trag­te der CDU-Land­tags­frak­ti­on, den bei­spiel­haf­ten Ein­satz der Vor­sit­zen­den beim 50-jäh­ri­gen Jubi­lä­um der Orts­grup­pe im Herbst 2009 lobend erwähn­te.

In die­ser Hin­sicht ist Frie­da Der­cho die­sel­be geblie­ben: eine Frau, die sich cou­ra­gier­tes Han­deln schon in jun­gen Jah­ren aneig­nen mus­s­te.

Die Redak­ti­on wünscht Frie­da Der­cho zu ihrem 75. Geburts­tag wei­ter­hin Gesund­heit und viel Kraft für ihr Ehren­amt.

Nina Paul­sen

 

Hier wird Integration gelebt… Weiter so!“

Ortsgruppe Osnabrück feierte ihr 50-jähriges Jubiläum

 

Mit einer Fei­er­stun­de, einem bunt gemisch­ten Kul­tur­pro­gramm und zahl­reich erschie­ne­nen Gäs­ten aus Poli­tik und Öffent­lich­keit fei­er­te die Orts­grup­pe Osna­brück der Lands­mann­schaft am 12. Sep­tem­ber 2009 ihr 50-jäh­ri­ges Jubi­lä­um.

 

Im Foy­er und der Aula des Gym­na­si­ums „In der Wüs­te“ hat­ten die Akti­ven des Orts­ver­ban­des eine ein­la­den­de Atmo­sphä­re geschaf­fen; bereits an der Tür wur­de jeder Gast gast­freund­li­ch von den Vor­stands­mit­glie­dern und den Frau­en der Tanz­grup­pe „Born“ emp­fan­gen.

Eine Aus­stel­lung mit Pla­ka­ten zur Geschich­te und den Akti­vi­tä­ten der Lands­mann­schaft sowie Tafeln mit Inte­gra­ti­ons­ge­schich­ten von Spät­aus­sied­lern in Bild und Wort ver­schaff­ten einen Ein­bli­ck in das Leben der Lands­mann­schaft auf Bun­des­ebe­ne und vor Ort.

Am Zei­tungs­stand wur­den Publi­ka­tio­nen der Lands­mann­schaft ange­bo­ten, der Buch­au­tor Jakob Mohr prä­sen­tier­te eine Aus­stel­lung zu sei­nem Buch „Geschich­ten der baye­ri­schen Kolo­nie Jam­burg, derer Toch­ter­ko­lo­ni­en und Ver­ban­nungs­ort Asbe­st“. Den „Meisterhände“-Baum zier­ten Hand­ar­bei­ten der Osna­brü­ck­er Frau­en, und ein Büfett lock­te mit Lecker­bis­sen. Timur Beck­tur sorg­te für die musi­ka­li­sche Umrah­mung des Abends, wäh­rend Andre­as Mau­rer vom Vor­stand der Orts­grup­pe durch das Pro­gramm der Jubi­lä­ums­fei­er führ­te.

Die Vor­sit­zen­de Frie­da Der­cho begrüß­te die Gäs­te und ver­weil­te auf eini­gen Höhe­punk­ten der 50-jäh­ri­gen Orts­grup­pen­ge­schich­te. Als die Orts­grup­pe 1959 von Her­bert Albrecht gegrün­det wur­de, leb­ten in der Stadt nur eini­ge hun­dert Lands­leu­te, heu­te sind ca. 10.000 Spät­aus­sied­ler in Osna­brück zu Hau­se. Zu ver­schie­de­nen Zei­ten stan­den Georg Wolf, Vik­tor Mül­ler, Niko­lai Rapp und Maria Metz an der Spit­ze des Ver­ban­des.

Viel Lob für die Lands­mann­schaft äußer­te Osna­brücks Bür­ger­meis­ter Burk­hard Jas­per in sei­nem Gruß­wort, indem er den Ver­band und sei­ne ehren­amt­li­chen Kräf­te mit den „Frie­dens­rei­tern“ ver­gli­ch, die um 1648 in ganz Euro­pa die Nach­richt von der Been­di­gung des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges und dem West­fä­li­schen Frie­den ver­brei­te­ten.

Bun­des­vor­sit­zen­der Adolf Fet­sch beton­te den Vor­bild­cha­rak­ter der Orts­grup­pe, die Beacht­li­ches in den Berei­chen Sozi­al-, Kul­tur-, Jugend- und Senio­ren­ar­beit leis­te. Er ver­wies dar­auf, dass die Akti­vi­tä­ten in Osna­brück ein wei­te­rer Beweis dafür sei­en, was die Lands­mann­schaft vor Ort bewir­ken kön­ne. Vor allem bei Fra­gen der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung und der Aner­ken­nung von Berufs­ab­schlüs­sen gin­gen der Lan­des- und Orts­ver­band mit gutem Bei­spiel vor­an.

Auch Lil­li Bisch­off, Vor­sit­zen­de der Lan­des­grup­pe Nie­der­sach­sen, spar­te nicht mit Lob. Seit Jah­ren leis­tet die Orts­grup­pe Osna­brück mit ihrer enga­gier­ten Vor­sit­zen­den Frie­da Der­cho, die den Ver­band seit 2000 lei­tet, Vor­bild­li­ches in punk­to Ehren­amt. Ihr Mot­to  „Man kann in jedem Alter vie­les errei­chen, aber man muss es wol­len!“ lebt die 74-Jäh­ri­ge buch­stäb­li­ch rund um die Uhr. Frie­da Der­cho wird tat­kräf­tig unter­stützt von Vik­tor Zibo­ri (stellv. Vor­sit­zen­der), Andre­as Mau­rer (stellv. Vor­sit­zen­der), Elvi­ra Leder, Iri­na Pozo­ga, Lil­li Rogo­low­ski, Olga Ageev und Lud­wig Schä­fer.

Auch Edit­ha Lor­berg, Aus­sied­ler­be­auf­trag­te der CDU-Lan­des­frak­ti­on, beton­te in ihrer Fest­re­de den bei­spiel­haf­ten Ein­satz der Vor­sit­zen­den, deren „Stim­me auch mal bis Han­no­ver zu hören ist. Wei­ter so!“ Ihre Ein­drü­cke von den lands­mann­schaft­li­chen Akti­vi­tä­ten in Osna­brück fast Edit­ha Lor­berg in den Sät­zen zusam­men: „Hier wird Inte­gra­ti­on gelebt. Die Lands­mann­schaft will Spät­aus­sied­ler und Ein­hei­mi­sche zusam­men­brin­gen, das ist auch mein Anlie­gen.“

Die Fei­er­stun­de run­de­te Mari­on Wie­man, Dia­ko­nin der Evan­ge­li­sch-Luthe­ri­schen Kir­che, mit einer Toten­eh­rung ab.

Das Kul­tur­pro­gramm fiel aus­ge­spro­chen viel­fäl­tig und inter­na­tio­nal aus. Der Chor der Lands­mann­schaft unter­hielt mit deut­scher und rus­si­scher Folk­lo­re, Eri­ka Kunz und Johan­nes Deif­ling hat­ten mit wol­ga­deut­schen Scherz­lie­dern die Lacher auf ihrer Sei­te, Wal­de­mar Bäum­ler (Bajan) rühr­te mit bekann­ten Melo­dien. Timur Beck­tur war mit kir­gi­si­schen Lie­dern eben­so erfolg­reich wie mit Jazz­rhyth­men. Die Tanz­grup­pe „Born“ leg­te rus­si­sche und ukrai­ni­sche Tän­ze aufs Par­kett. Ihr Kön­nen zeig­te auch die Kin­der­tanz­grup­pe mit Rita Fri­d­man. Die Tän­ze­rin­nen Iri­na Rüs­ser und Lil­li Zerr schließ­li­ch ent­führ­ten die Zuschau­er in die Magie des Ori­en­ta­li­schen.

Zum Schluss beka­men die Quiz-Gewin­ner klei­ne Geschen­ke. Und in den Pau­sen gab es nicht nur Schlan­gen am Büfett, son­dern auch Zeit für ange­reg­te Gesprä­che.

VadW