Bochum

 

Anna Glok — Vor­sit­zen­de

Phil­ippstr. 8, 44803 Bochum

Tel.: 0234 — 3848154

 

Bera­tungs­stel­le: Neu­s­tr. 5, 44787 Bochum, Tel.: 0234–14740, Di, Do 9–12 Uhr.

 

Nach wie vor wen­den sich russ­land­deut­sche Aus­sied­ler­fa­mi­li­en aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, ins­be­son­de­re Ver­tre­ter der älte­ren Gene­ra­ti­on, mit Pro­ble­men und Fra­gen an die Lands­mann­schaft, die aus ihrer Lebens­la­ge ent­ste­hen. Dazu gehö­ren Ren­ten­kür­zun­gen, der Bezug rus­si­scher Ren­te oder Här­te­fäl­le im Spät­aus­sied­ler­auf­nah­me­ver­fah­ren.

Wie vie­le ande­re Lands­leu­te haben auch der Vor­stand der Orts- und Kreis­grup­pe Bochum sowie vie­le betrof­fe­ne Spät­aus­sied­ler in Bochum mit Freu­de und Hoff­nung die Stel­lung­nah­me des Bun­des­vor­stan­des der Lands­mann­schaft gegen­über dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern über Ren­ten­kür­zun­gen, rus­si­sche Ren­te und Här­te­fäl­le) auf­ge­nom­men. Wir hof­fen dass es nicht die ein­zi­ge Insti­tu­ti­on in Deutsch­land ist, die ermäch­tigt und zustän­dig ist, eine Lösung für die­se Pro­ble­ma­tik zu fin­den.

Die oben erwähn­ten Pro­blem­be­rei­che behan­del­te am 24. Febru­ar 2012 auch ein Semi­n­ar der Orts- und Kreis­grup­pe Bochum für Spät­aus­sied­ler und ihre Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen. Im Mit­tel­punkt stan­den Ren­ten­recht und Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung. Die Tagung wur­de von der Vor­sit­zen­den der Orts- und Kreis­grup­pe, Anna Glok, mode­riert. Als Refe­ren­ten waren Rechts­an­wäl­tin Gisela Sche­well vom Bund der Ver­trie­be­nen und Roland Moser von der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Knapp­schaft-Bahn-See ein­ge­la­den.

Roland Moser erläu­ter­te aus­führ­li­ch die Grund­la­gen des deut­schen Ren­ten­ge­set­zes und die recht­li­chen Posi­tio­nen für den Ren­ten­an­spruch. Ins­be­son­de­re wur­den die Grund­la­gen des Fremd­ren­ten­ge­set­zes dis­ku­tiert, wobei die Auf­merk­sam­keit der Teil­neh­mer vor allem den Ver­än­de­run­gen im Fremd­ren­ten­ge­setz seit 1992 mit der Ein­füh­rung des Sta­tus „Spät­aus­sied­ler“ für die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on galt.

Zu den neu­en Regeln der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung nach dem Neun­ten Ände­rungs­ge­setz zum Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz und der dadurch ange­streb­ten ver­bes­ser­ten Rege­lung von Här­te­fäl­len im Spät­aus­sied­ler­auf­nah­me­ver­fah­ren refe­rier­te Gisela Sche­well. Dabei ging sie in aller Aus­führ­lich­keit auf die Defi­ni­ti­on von Här­te­fal­len ein und beant­wor­te­te anschlie­ßend zahl­rei­che Fra­gen der Teil­neh­mer.

Prof. Dr. Egon Andris, Bochum

 

Sie­ben Stun­den lang tob­ten sich am 4. Febru­ar 2012 die „Nar­ren“ der Orts­grup­pe Bochum bei der Kar­ne­vals­fei­er in der Bochu­mer Hei­mat­stu­be aus.

Der Musi­ker Ibra­gim Beki­rov heiz­te auf der Elektro­or­gel die Stim­mung mit bekann­ten Lie­dern und schwung­vol­len Tanz­me­lo­dien an, und die gut gelaun­ten Gäs­te tru­gen das Ihre zum Gelin­gen der Fei­er bei. Die ori­gi­nells­ten Kos­tü­me wur­den von einer Jury mit Geschen­ken belohnt.

Viel Bei­fall ern­te­te die Kin­der­tanz­grup­pe der neu gegrün­de­ten Abtei­lung Mak­ka­bi Bochum e.V. mit dem Trai­ner Alex­an­der Gro­mov und der musi­ka­li­schen Beglei­tung von Juri Hon­dar. Die Gäs­te waren begeis­tert vom Auf­tritt der Tanz­paa­re Dani­el Save­ler (acht Jah­re) und Anna Zöh­ner (acht), Marc Kim­mel­mann (zehn) und Jana Schä­fer (neun) sowie Dani­el Hon­dar (elf) und Kathe­ri­na Anton (zehn), die sich glanz­voll und sou­ve­r­än mit latein­ame­ri­ka­ni­schen und Stan­dard­tän­zen prä­sen­tier­ten.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön geht an alle flei­ßi­gen Hel­fer, die den gan­zen Nach­mit­tag über für gute Stim­mung und das leib­li­che Wohl der Gäs­te mit Kaffee/Tee, Kuchen und Süß­ge­bä­ck sorg­ten.

Anna Glo­ck, Vor­sit­zen­de

 

Orts- und Kreisgruppe Bochum

feierte ihr 50-jähriges Jubiläum

 

Mit einer gut besuch­ten Fest­ver­an­stal­tung in der Ost­deut­schen Hei­mat­stu­be fei­er­te die Orts- und Kreis­grup­pe Bochum der Lands­mann­schaft am 29. Okto­ber ihr 50-jäh­ri­ges Bestehen.

 

In all die­sen Jah­ren gehör­ten zahl­rei­che Akti­ve in Bochum zu denen, die ihre Lands­leu­te immer wie­der zum Mit­ma­chen moti­vier­ten und durch kul­tu­rel­le Höhe­punk­te den Zusam­men­halt stärk­ten.

Die Vor­sit­zen­de der Orts- und Kreis­grup­pe, Anna Glok, erin­ner­te in einem Rück­bli­ck dar­an und bedank­te sich bei allen Ehren­amt­li­chen und För­de­rern, die die Orts­grup­pe immer wie­der nach vor­ne brach­ten, für ihren vor­bild­li­chen Ein­satz.

Den Bun­des­vor­stand ver­trat Wal­de­mar Weiz, vom Lan­des­ver­band waren der Lan­des­vor­sit­zen­de Dr. Alex­an­der Mora­sch und Otto Engel anwe­send. In ihren Anspra­chen hoben sie lobend das Enga­ge­ment „der Lands­leu­te, die ihren Mit­men­schen hel­fen, sich zu inte­grie­ren“ her­vor.

Eine star­ke Lands­mann­schaft mit funk­tio­nie­ren­den Lan­des­grup­pen und akti­ven ört­li­chen Glie­de­run­gen, wie wir sie seit Jahr­zehn­ten hier in Bochum vor­fin­den, ist nötig, damit wir bei unse­rem Ein­satz für die Deut­schen aus Russ­land Gehör fin­den und Erfolg haben“, beton­te der Bun­des­vor­sit­zen­de Adolf Fet­sch in sei­nem Gruß­wort, das von Wal­de­mar Weiz ver­le­sen wur­de.

Adal­bert Raa­sch, Vor­sit­zen­der des BdV-Kreis­ver­ban­des Bochum, dank­te der Orts­grup­pe für die gute Zusam­men­ar­beit und lob­te den Ein­satz der Lands­mann­schaft, die ihre Lands­leu­te in den ers­ten Jah­ren auf­ge­fan­gen und für ein pul­sie­ren­des Kul­tur­le­ben gesorgt habe. Den Anstoß dazu gab ab 1960 Arthur Mül­ler, der kurz dar­auf den Vor­sitz in der neu­en Orts­grup­pe über­nahm und die­se 35 Jah­re lei­te­te.

Bei den Ver­an­stal­tun­gen in Bochum zeig­te sich die über die Stadt­gren­zen hin­aus rei­chen­de Akti­vi­tät der Lands­mann­schaft. So fei­er­te die Orts­grup­pe ihr 25-jäh­ri­ges Jubi­lä­um mit einer Ver­an­stal­tung, an der eine Viel­zahl von Gäs­ten aus ganz NRW teil­nahm.

Mei­ne Orts­grup­pe hat­te hier ihren Ursprung. Arthur Mül­lers Arbeit hat mich begeis­tert und in die Lands­mann­schaft gebracht“, sag­te Alla Weber aus Hat­tin­gen.

Jahr­zehn­te­lang hat er die Aus­sied­ler aus der Sowjet­uni­on bera­ten und damit einen Ver­trau­ens­bo­nus erwor­ben, der bis in die Gegen­wart reicht. Heu­te sagen wir ihm und allen Mit­glie­dern der Lands­mann­schaft, die an sei­ner Sei­te waren, gro­ßen Dank für ihre beson­de­ren Leis­tun­gen“, beton­te Anna Glok in ihrem Rück­bli­ck. Arthur Mül­ler leg­te auch den Grund­stein der Zusam­men­ar­beit der Orts­grup­pe mit dem BdV-Kreis­ver­band und der Ost­deut­schen Hei­mat­stu­be; die­se Tra­di­ti­on wird bis in die Gegen­wart vor­bild­li­ch gepflegt.

Fand die Bera­tung in frü­he­ren Jah­ren meist in den Über­gangs­wohn­hei­men statt, hat sie sich nun­mehr in die Ost­deut­sche Hei­mat­stu­be ver­la­gert. See­le der Hei­mat­stu­be ist ihr lang­jäh­ri­ger Geschäfts­füh­rer Leo Köh­ler. Seit ca. 35 Jah­ren unter­stützt er die Lands­mann­schaft in Bochum durch musi­ka­li­sche Dar­bie­tun­gen des Ruhr­land­cho­res, den er lei­tet, sowie durch Wort- und Lied­bei­trä­ge bei vie­len lands­mann­schaft­li­chen Ver­an­stal­tun­gen. Bei der Jubi­lä­ums­fei­er ver­las er die Toten­eh­rung.

Durch den ver­mehr­ten Zustrom von russ­land­deut­schen Aus­sied­lern nach Bochum rück­te die Inte­gra­ti­ons­hil­fe in den Vor­der­grund. Das führ­te zur Bil­dung eines neu­en Vor­stan­des mit Katha­ri­na Bech als Vor­sit­zen­der, die ab 1995 fast 15 Jah­re das Gesicht der Orts­grup­pe präg­te. Sie über­nahm auch die Ver­ant­wor­tung für die Klei­der­kam­mer; durch die Samm­lung von Sach­spen­den konn­ten die Spät­aus­sied­ler mit dem Not­wen­digs­ten ver­sorgt wer­den.

Außer­dem wur­de durch Mit­glie­der der Orts­grup­pe in die­ser Zeit Kin­der­be­treu­ung in den Über­gangs­wohn­hei­men ange­bo­ten, und ein Gesprächs­kreis für jun­ge Aus­sied­ler wur­de gebil­det, der sich mit Inte­gra­ti­ons­pro­ble­men befass­te.

Zum jähr­li­chen Ver­an­stal­tungs­pro­gramm gehö­ren eine Vor­weih­nachts­fei­er für neu auf­ge­nom­me­ne Aus­sied­ler­kin­der, sport­li­che Ange­bo­te sowie Infor­ma­ti­ons­aben­de. Seit Jahr­zehn­ten fin­det in Bochum Aus­sied­ler­be­treu­ung mit Schwer­punk­ten in den unter­schied­lichs­ten Berei­chen statt.

2010 gab es einen Sprach­kurs für Spät­aus­sied­ler, und in die­sem Jahr wur­den in Zusam­men­ar­beit mit dem BdV-Kreis­ver­band die Vor­aus­set­zun­gen für einen Com­pu­ter-Kurs geschaf­fen, der in Kür­ze beginnt.

Zahl­rei­chen Akti­ven der Lands­mann­schaft in Bochum wur­de für ihr lang­jäh­ri­ges ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment mit Ehren­ur­kun­den und Blu­men gedankt. Leo Köh­ler erhielt für sei­ne bei­spiel­haf­te Zusam­men­ar­beit eine Ernen­nungs­ur­kun­de zum “offi­zi­el­len Bot­schaf­ter der Deut­schen aus Russ­land”. Im Namen des Eltern­netz­werks NRW über­reich­te Alla Weber dem Chor „Regen­bo­gen“ und sei­ner Lei­te­rin Rosa Sei­fert ein Geschenk.

Der Chor mit Rosa Sei­fert und dem Musi­ker Alex­an­der Gor­ch gestal­te­te auch den kul­tu­rel­len Rah­men des Jubi­lä­ums­fes­tes und des anschlie­ßen­den Herbst­fes­tes. An der elek­tro­ni­schen Orgel sorg­te Ibra­gim Beki­rov und das Duo Sei­fert für stim­mungs­vol­le Unter­hal­tung. Mit­glie­der der Orts­grup­pe sorg­ten den gan­zen Nach­mit­tag für das leib­li­che Wohl der Gäs­te mit Kaffee/Tee, Kuchen und Süß­ge­bä­ck.

VadW

 

Mit einer Andacht und einem Kul­tur­pro­gramm erin­ner­te die Orts­grup­pe Bochum an den 70. Jah­res­tag der Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der UdSSR. Die Gedenk­fei­er fand am 20. August 2011 in der Evang. Kir­chen­ge­mein­de Bochum-Mit­te statt.

Im Rah­men der Gedenk­ver­an­stal­tung wur­de die lands­mann­schaft­li­che Wan­der­aus­stel­lung mit den Pro­jekt­lei­tern Jakob Fischer und Josef Schlei­cher eröff­net. Otto Engel (Essen) prä­sen­tier­te die Wan­der­aus­stel­lung von Gün­ther Hum­mel „Schick­sal in Bil­dern“. Den Nach­mit­tag mode­rier­te Jakob Fischer.

Nach der Begrü­ßung durch die Vor­sit­zen­de Anna Glok spra­chen Bodo Lött­gen, MdL, CDU-Beauf­trag­ter für Ver­trie­be­ne und Spät­aus­sied­ler, Adal­bert Raa­sch vom BdV-Kreis­ver­band und Otto Engel von der Lan­des­grup­pe NRW der Lands­mann­schaft Gruß­wor­te.

Pas­tor Edgar Born, der auch die Toten­eh­rung sprach, und sein Sohn David gestal­te­ten den Got­tes­dienst. Sie wur­den von den Aus­sied­lern Valen­ti­na Budar­a­gi­na und Dr. Vik­tor Kis­s­ling unter­stützt, wäh­rend Maria Bey­lin die Andacht auf der Orgel und dem Kla­vier beglei­te­te.

Die Zeit­zeu­gen Johann Schel­len­berg (aus Barnaul/Altai) und Robert Maul (aus Kasach­stan) erzähl­ten über ihr Leben in den Kriegs- und Nach­kriegs­jah­ren. Auch Pas­tor Ste­fan Adam, Beauf­trag­ter der evan­ge­li­schen Frei­kir­chen, kam zu Wort.

Das Kul­tur­pro­gramm gestal­te­ten die Chö­re „Regen­bo­gen“ aus Bochum und „Lie­der­strauß“ aus Dort­mund unter der Lei­tung von Rosa Sei­fert mit deut­schen Volks­wei­sen und Kir­chen­lie­dern. Vik­tor Rom­mel (Dom­bra) und Maxim Worob­jow (Gitar­re) spiel­ten klas­si­sche Musik­stü­cke, Rosa und Denis Sei­fert san­gen im Duo, und Anna Glok rezi­tier­te das Gedicht „Das Bet­tel­kind aus Sibi­ri­en“ von Rein­hold Frank. Für die gesam­te musi­ka­li­sche Umrah­mung sorg­te Vale­rij Sei­fert.

            VadW

 

JSDR Nord­rhein-West­fa­len stellt sich in Bochum vor

 

Am 21. Febru­ar 2011 waren die Ver­tre­ter des Lan­des­ver­ban­des Nord­rhein-West­fa­len des Jugend- und Stu­den­ten­rings der Deut­schen aus Russ­land (JSDR) zu einer erwei­ter­ten Vor­stands­sit­zung der Orts­grup­pe Bochum der Lands­mann­schaft ein­ge­la­den.

 

Der JSDR war durch sei­nen stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den Wal­de­mar Weiz ver­tre­ten, der über die Struk­tu­ren des Jugend­ver­ban­des berich­te­te.

Die Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Bochum, Katha­ri­na Bech, beton­te die Not­wen­dig­keit der Grün­dung einer Jugend­grup­pe und des Aus­baus der Jugend­ar­beit in der lands­mann­schaft­li­chen Orts­grup­pe.

Die Ver­tre­ter bei­der Orga­ni­sa­tio­nen bespra­chen Mög­lich­kei­ten einer Zusam­men­ar­beit im Bereich Jugend und fan­den in einer kon­struk­ti­ven und posi­ti­ven Atmo­sphä­re vie­le gemein­sa­me Anhalts­punk­te.

Im wei­te­ren Ver­lauf der Sit­zung wur­de über die lan­des- und bun­des­wei­ten Akti­vi­tä­ten des JSDR berich­tet, zu denen Semi­na­re, erleb­nis­päd­ago­gi­sche Maß­nah­men und Begeg­nun­gen zwi­schen Jugend­li­chen aus Deutsch­land und Russ­land zäh­len. Außer­dem luden die Ver­tre­ter des JSDR die Bochu­mer zum Jugend- und Stu­den­ten­fes­ti­val ein, das am 2. April in Müns­ter statt­fin­det.         Wal­de­mar Weiz