Duisburg

Emma Brull – Vorsitzende

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Tel.: 0203 – 4670731, E – Mail: emma.brull@googlemail.com

 

Beratungsstelle: Kampstr. 23, Zi. 7, 47166 Duisburg, Tel.: 0203-8059360, Mo-Fr 10-12 Uhr.

 

Der Einladung der Kreisgruppe Duisburg zum Kinderfest anlässlich des Internationalen Kindertages folgten zahlreiche Kinder und ihre Eltern. Veranstaltungsort war der Saal des Internationalen Zentrums, der von den Organisatoren prächtig ausgeschmückt wurde.

Die Gäste wurden von „Iriska“ und „Knopka“ empfangen, in deren lustige Rollen Maria Schefer und die Wettbewerbssiegerin und engagierte Mutter  Irina Kharkovskaja geschlüpft waren, die das Publikum auch weiterhin unterhielten. So mussten die Eltern gemeinsam mit den Kindern Morgengymnastik betreiben sowie an Wettbewerben und Wettkämpfen teilnehmen. Im Wettbewerb “Der beste Angler” siegte Natalie Strelzov. Über die bunten Seifenblasen und Luftballons freuten sich die Kleinsten am meisten.

Zur guten Stimmung trug auch das reichhaltige Konzertprogramm bei. Viel Beifall ernteten die kleinen Sängerinnen Nadja Schauermann und Diana Schäfer, ebenso die Kindertanzgruppe „Ulybka“ unter der Leitung von Тatiana Schäfer.

Die Eltern sorgten für eine beneidenswerte Kuchen- und Tortenauswahl zur gemeinsamen Kaffee- und Teerunde. Anschließend durften sich die Kinder bei einer Disco so richtig austoben.

Liebe Landsleute, ich bedanke mich bei allen, die nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen“ viel Zeit und Mühe investiert haben, um dieses Fest und auch die Feier zum 20. Jahrestag der Kreisgruppe Duisburg zu ermöglichen. Besonders erfreulich ist, dass wir immer zusammenhalten und uns dadurch erfolgreich integrieren.

Emma Brull, Vorsitzende

 

Wladimir und Tatjana Schäfer –

jahrelanges ehrenamtliches Engagement:

Dass die Landsmannschaft in Duisburg seit nunmehr 20 Jahren gute Arbeit leistet, verdankt sie Landsleuten, die sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten einbringen und andere dadurch begeistern. So wie die Familie Schäfer.

Wladimir und Tatjana kamen mit ihren drei Kindern vor sieben Jahren aus dem russischen Wolgagebiet nach Deutschland. Er ist gelernter Musiker, sie Choreographin. An der Kulturfachschule in Saratow, die sie gemeinsam absolvierten, lernten sie sich kennen und heirateten später.

Wie viele andere Deutsche aus Russland hatten auch sie davon geträumt, in Deutschland in ihrem gelernten Beruf arbeiten zu können. Deswegen war es für sie fast selbstverständlich, dass sie gleich Kontakte suchten, um sich mit ihren Fähigkeiten einzubringen. So kamen sie in die Orts- und Kreisgruppe Duisburg der Landsmannschaft und sind hier nicht mehr wegzudenken.

Tatjana gründete die Kindertanzgruppe „Ulybka“ („Lächeln“). Zuerst gehörten ihr Kinder zwischen sechs und acht Jahren an, die jetzt Teenager von 13-15 Jahren sind und ihrem Hobby immer noch treu bleiben. Mehr noch – viele bringen ihre jüngeren Geschwister mit.

Tatjana arbeitet gern mit Kindern, wobei sie viel Geduld, ein besonderes Fingerspitzengefühl und viel Leidenschaft für ihren Beruf an den Tag legt. Für eine Tanzkreation, die auf der Bühne vielleicht fünf bis sechs Minuten dauert, brauchen die Kinder und ihre Trainerin Wochen und Monate. Tatjana hilft den jungen Tänzerinnen und ihren Eltern auch bei der Vorbereitung der Kostüme.

Tatkräftige Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Mann Wladimir, der für die Musikbegleitung bei den Proben und beim Tanzen auf der Bühne zuständig ist. Mit viel Humor, passenden Musikstücken und lustigen Liedern zwischendurch zaubert er eine besondere Atmosphäre, die für die Motivation der jungen Tänzerinnen so wichtig ist.

Auch die Tochter Lydia, eine Studentin, unterstützt ihre Mutter, wo sie nur kann. Für die Kleinen ist sie ein Vorbild als brillante Tänzerin, und bei den Veranstaltungen bewundern die Gäste immer wieder ihr choreographisches Talent.

Inzwischen ist die Tanzgruppe „Ulybka“ nicht nur in Duisburg bekannt; sie beteiligt sich oft an Wettbewerben und sahnt Preise ab. In ihrem Repertoire hat sie moderne und klassische Tänze, internationale Folklore und eigene Kreationen.

Wladimir Schäfer ist auch die gute Seele aller Veranstaltungen, die von der Orts- und Kreisgruppe organisiert werden. Er sorgt nicht nur für die niveauvolle musikalische Umrahmung, sondern tritt auch mit Sologesang auf und beteiligt sich an anderen Aufführungen. Durch seine humorvolle Art motiviert er die Landsleute zum Mitmachen, unter seiner Anleitung werden deutsche und russische Lieder gesungen.

Ebenfalls gut bekannt in Duisburg ist die Gesangsgruppe „Singende Herzen”, die seit Jahren von ihren Gründern Wladimir und Maria Schäfer geleitet wird. Letztere wird von den Landsleuten gern als „unsere Helene Fischer“ bezeichnet.

Außerdem ist Wladimir ein leidenschaftlicher Photograph, der unter anderem die schönsten Augenblicke des landsmannschaftlichen Vereinslebens in Duisburg festhält.

Wir hoffen, dass Familien wie die von Tatjana und Wladimir Schäfer der Landsmannschaft noch lange erhalten bleiben.

Emma Brull, Vorsitzende

 

Wohltätigkeitskonzert:

Am 15. Januar 2012 veranstaltete die Kreisgruppe Duisburg ein Wohltätigkeitskonzert für die Bewohner des Seniorenzentrums Duisburg-Walsum. Der Chor „Singende Herzen“ und die Tanzgruppe „Ulybka“ der Kreisgruppe unterhielten die Senioren mit niveauvollen musikalischen und tänzerischen Darbietungen in festlicher und gemütlicher Atmosphäre.

Eröffnet wurde das Konzert mit Liedern des jüngsten Talents Angelina Charkowskaja. Die „Singenden Herzen“ (Leitung Maria Schäfer) mit der Solistin Ludmila Schauermann sangen sich mit deutschen und russischen Liedern in die Herzen der Zuschauer. Auch der Auftritt von Maria Schäfer berührte das Publikum sehr; sie wurde mit begeistertem Beifall und Zugabe-Rufen belohnt. Die Kindertanzgruppe „Ulybka“ (Leitung Тatiana Schäfer) bekam für ihr tänzerisches und schauspielerisches Können ebenfalls kräftigen Applaus.

Mit diesem Konzert konnte die Landsmannschaft ein weiteres Mal ein Stück zur Anerkennung und Integration der Deutschen aus Russland in Duisburg beitragen.

 

Russlanddeutsche Geschichte:

Ein Beitrag zur erfolgreichen Integration und zum besseren Verständnis für die Volksgruppe war auch ein Vortrag zur Geschichte der Russlanddeutschen, den Otto Enkel aus Essen am 12. Januar 2012 in einem Duisburger Gymnasium hielt.

Emma Brull, Vorsitzende.

 

Am 16. November 2011 fand die erste Begegnung in der Stube von Olga Koltunowa statt, die wir zu einer guten Tradition machen wollen.

Die Gäste wurden von Galina Nurimardanowa in nationaler Tracht empfangen. Die Stube, eingerichtet im von früher gewohnten Stil, mit Tee aus dem Samowar, Piroschki mit Kohlfüllung und Marmelade aus Nachtschattenbeeren, strahlte Gastfreundlichkeit und eine vertrauenswürdige Atmosphäre aus, so dass die Gäste Lust hatten, sich zu öffnen und aus ihrem Leben zu erzählen.

Im Mittelpunkt der Begegnung standen die Schwestern Berta und Pauline Sittner, die über ihr langes und bewegtes Leben berichteten. Der Krieg mit seinen Strapazen, die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre und ihre Arbeit als Traktoristinnen haben in ihrem Leben Spuren hinterlassen.

Trotz aller schmerzvollen Erinnerungen konnten die Schwestern aber auch über glückliche Zeiten berichten. Nach der Arbeit kam man zusammen, es wurde gemeinsam gesungen und getanzt.

Schon damals entdeckten sie für sich ein Hobby, das sie bis heute pflegen: Beide sind Meisterinnen im Häkeln. Die Gäste konnten in einer Ausstellung die wundervollen Arbeiten der Schwestern Sittner bewundern: luftige Puppenbekleidung, bizarre Blumenvasen, stolze weiße Schwäne, Wandbilder, Servietten oder Kissenbezüge.

Die Gäste waren sehr zufrieden und begrüßten die Idee, durch solche Treffen einander besser kennen zu lernen.

Emma Brull, Vorsitzende

 

Duisburg setzt Zeichen

gegen Vertreibungen, Deportationen

und Zwangsarbeitslager

 

Zahlreiche Vertreter der Politik, der Öffentlichkeit und russlanddeutscher Organisationen waren Gäste der Gedenkfeier der Ortsgruppe Duisburg der Landsmannschaft zum 70. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion.

 

Als Einleitung wurde ein gemeinsamer Gottesdienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich zelebriert, der von Pfarrer Michael Schurmann, Pfarrer Hans-Bernd Preuß und Pfarrer Jochen Hölsken zum Thema Heimat gestaltet und von zwei Chören begleitet wurde.

Johann Engbrecht, stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft, begrüßte die Gäste. In seiner Ansprache erinnerte er sich daran, dass auch er mit seinen Eltern die schicksalhaften und verhängnisvollen Jahre in der Sowjetunion miterlebt hat. „Der 28. August 1941 war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der Deutschen in Russland. Dieser Erlass leitete die totale Vernichtung der deutschen Kultur in der Sowjetunion ein“, so Engbrecht. Jeder Vierte sei bei der Deportation und in den Zwangsarbeitslagern zu Tode gekommen, berichtete er, sich auf Statistiken des Historikers Dr. Alfred Eisfeld stützend.

Grußworte sprachen Pfarrer Jochen Hölsken, Vorsitzender des Presbyteriums der Kirchengemeinde Obermeiderich, Robert Philipps, 1. Stellvertretender Bezirksbürgermeister des Bezirks Meiderich, und Rafael Nikodemus, Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche Rheinland. Robert Philipps betonte, dass die Deutschen aus Russland in Duisburg herzlich willkommen seien, nicht nur weil sie eine kulturelle und gesellschaftliche Bereicherung darstellten, sondern auch weil sie die demographische Struktur der Stadt aufbesserten.

Besonders bewegend war die Videopräsentation zur Eröffnung des Denkmals für die Opfer der Deportation in Engels, Wolga.

Anschließend fasste Johann Engbrecht sämtliche Gedenkveranstaltungen der Landesgruppe NRW zusammen, die unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ stattgefunden haben und deren Höhepunkt die zentrale Veranstaltung am 17. September 2011 im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus war.

Im Namen der Landesgruppe und aller Deutschen aus Russland in NRW dankte Engbrecht der Staatssekretärin für Integ­ration Zülfiye Kaykin, Vorsitzende des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings und Spätaussiedlerfragen in NRW, die die Schirmherrschaft über die Veranstaltungsreihe in Nordrhein-Westfalen übernommen hatte.

Zum Schluss wurden die anwesenden Zeitzeugen mit einer Gedenkurkunde und einer roten Rose geehrt. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Chöre „Liederstrauß“ (Leitung: Rosa Seifert) und „Singende Herzen“ (Leitung: Maria Schäfer). Elisabeth und Dorothea Bykow erfreuten die Gäste mit einer wunderbaren Interpretation von Beethovens „Mondscheinsonate“.

Auch die jüngsten Teilnehmer der Kindertanzgruppe „Ulybka“ der Ortsgruppe Duisburg bekamen einen kräftigen Applaus für ihren Auftritt, den sich auch alle verdient haben, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten und mit einem leckeren Drei-Gänge-Menü überraschten.

            Ella Kühl