Köln

Irma Meder – Vorsitzende

Zehnthofstr. 10, 51107 Köln

Tel.: 0221 – 8908308

 

Beratungsstelle: Zehnthofstr. 10, 51107 Köln, Tel.: 0221-8908308, Mo-Fr 9-15 Uhr.

 

Deutsche aus Russland: Eine Bereicherung für Köln

 

Am 31. Januar 2012 fand in den Räumen des Kalk-Karrees in Köln eine gelungene Kulturveranstaltung mit Tanz und Musik statt, die von der Vorsitzenden der Ortsgruppe Köln, Irma Meder, und ihren Vorstandsmitgliedern gemeinsam mit den landsmannschaftlichen Projektleitern Jakob Fischer und Josef Schleicher durchgeführt und von etwa 300 Gästen besucht wurde. Anlass war der Abschluss der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“, die seit dem 19. Dezember 2011 in Köln zu sehen gewesen war.

 

Das Kalk-Karree ist ein Gebäude, in dem sich die wichtigsten Ämter der Stadt Köln befinden, das Amt für Soziales und Senioren, das Ausländeramt, das Wohnungsamt etc. Die Stellwände der Ausstellung wurden direkt am Haupteingang platziert, damit sich möglichst viele Besucher der Ämter mit der Geschichte der Deutschen aus Russland vertraut machen konnten.

In ihrer Begrüßungsrede führte Irma Meder unter anderem aus: „Wir sind für unsere Landsleute Ansprechpartner und setzen uns für sie ein, damit sie hier in Köln akzeptiert werden und sich reibungslos und erfolgreich in das demokratische Gemeinwesen und den Arbeitsmarkt Deutschlands einbringen und sich voll eingliedern. … Etwa 40.000 Deutsche aus Russland haben eine neue Heimat in Köln gefunden. Die Offenheit der Stadt ermöglicht es den Deutschen aus Russland, ihr Potential auch zum Wohle Kölns und der Allgemeinheit einzusetzen. Sie stellen damit eine Bereicherung für Köln dar.“

Unter den Gästen des Kulturfestes befand sich auch die Sozialdezernentin der Stadt Köln, die Beigeordnete Henriette Reker, die in ihrer Ansprache betonte, dass sie sehr stolz auf die Deutschen aus Russland sei, weil sich diese im Vergleich mit anderen Zugewanderten viel schneller in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft eingliederten.

Als weitere Ehrengäste seien genannt die Leiterin des Kölner Amtes für Soziales und Senioren, Carolin Herrmann, der Koordinator der Seniorenarbeit der Stadt, Peter Paulukat, und Pastor Jackschas von der evangelischen Gemeinde Köln-Porz, der bei der Organisation der Feier mitwirkte.

Das Programm wurde gestaltet von Wladimir (Klavier) und Oleg (Saxophon) Gilfand, dem Chor aus Köln-Stammheim mit Frau Rosen und Gennadi Bestvater, dem Chor aus Chorweiler mit Margarita Prinz und David Eurich, einer Kindertanzgruppe aus Köln, der jungen Tänzerin Buchner aus Leverkusen sowie dem sibirischen Folklore-Ensemble „Baikal“ mit Waldemar Feller und Witali Pimanov.

            Der Vorstand der Ortsgruppe Köln

 

Veranstaltet vom Vorstand, führten wir eine eindrucksvolle Feier zum Gedenken an die Vertreibung der Russlanddeutschen nach dem Erlass vom 28. August 1941 durch. Nach einer Andacht und einem Film zu unserer Geschichte berichteten Zeitzeugen über ihr Schicksal. Weitere Informationen zur Geschichte der Volksgruppe bot eine Ausstellung mit Bildern und Texten.

Sehr erfolgreich waren die drei Familienseminare im Juli, August und November 2010 mit unserer rührigen Vorsitzenden Irma Meder im St.-Hedwig-Haus in Oerlinghausen.

Ebenfalls dabei waren wir bei der Feier zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen am 12. September 2010, bei dem unter anderem unser Chor „Heimatklänge“ auftrat.

Der Chor war auch bei einer Integrationsveranstaltung im Kölner „Tanzbrunnen“ am 25. September 2010 dabei, und am gleichen Tag unterstützten wir außerdem die Sternwallfahrt nach Kevelaer.

Vom 31. Oktober bis 4. November 2010 beteiligten wir uns schließlich an einer Fahrt nach Berlin.

Der Vorstand

 

Am 10. April 2010 wurde ein neuer Vorstand der Ortsgruppe Köln gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt:

–   Irma Meder, Vorsitzende, Zehnthofstr. 10, 51107 Köln, Tel.: 0221-8908308; – Ehrenvorsitzender: Dr. Alexander Schwab; – Dorothea Taruttis, stellvertretende Vorsitzende; – Ludmilla Meyer, stellvertretende Vorsitzende; – Maria Gubanov-Peter, Kassenführung; – Igor Pestour, Sport und Freizeitgestaltung; – Svetlana Tukisch, Kulturarbeit und Schriftführung; – Alexandra Kalinitchenko, Jugendarbeit; – Nadeschda Bauer, Frauen- und Seniorenarbeit; – Igor Lukynchenko, Gestaltung von Festen; – Ludmilla Semendyaeva, Olga Krieger und Erika Donis, Kassenprüferinnen.

Dorothea Taruttis, Tel.: 0221-791616, die auch für die Sozial- und Betreuungsarbeit zuständig ist, führt jeden Montag und Donnerstag von 8.30 bis 13.30 Uhr Sprechstunden im Verwaltungsgebäude in Köln-Kalk, Ottmar-Pohl-Platz 1, durch.

Am 15. Mai wurde die konstituierende Sitzung des Vorstandes durchgeführt. Dabei erklärte Dr. Schwab die Satzung der Landsmannschaft. Da dem größten Teil des Vorstandes viele Dinge noch fremd waren, kam es zu ausgiebigen Diskussionen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung legte sich jedes Vorstandsmitglied schwerpunktmäßig auf einen Arbeitsbereich fest. Irma Meder als Vorsitzende möchte in der ersten Zeit alle 14 Tage Sitzungen durchführen, um eine neue Vielfalt in die Arbeit zu bringen und uns in der Stadt bekannter zu machen.

Wir haben zurzeit in Köln zwei Chöre mit dem Namen „Heimatklänge“, die sich nach Absprache jeweils mittwochs und freitags treffen. Der Chor in Stammheim wird nachgemeldet. Alle Freunde des Gesangs können sich schon mal überlegen, ob sie dabei sein wollen.

    Dorothea Taruttis

 

Ein Themenabend der besonderen Art

 

Der Themen- und Kulturabend „Unsere Aussiedler – Deutsche aus Russland – ein Gewinn für Köln und Nordrhein-Westfalen“ mit dem Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung und Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, der am 23. April 2010 in der Schützenhalle Köln-Holweide stattfand, war eine Veranstaltung der besonderen Art.

 

Vor der Halle wehte an einem hohen Mast die Fahne der Landsmannschaft – gleich einem Leuchtturm für ankommende Einheimische und Deutsche aus Russland. In der Halle selbst konnten sich die zahlreichen Besucher die Ausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ anschauen und begleitende Publikationen mitnehmen.

Der russlanddeutsche Chor „Heimatklänge aus Köln stimmte die Anwesenden mit russischem Kirchengesang in Altslawisch auf eine sachliche, aber auch besinnliche Veranstaltung ein und erntete reichlich Applaus.

In seiner Begrüßungs- und Einführungsrede machte der CDU-Landtagskandidat und Aussiedlerbeauftragte der CDU Köln, Stephan Krüger, die Teilnehmer mit seiner Sicht der Aussiedler- und Integrationsproblematik vertraut. Er zeigte hohe Kompetenz in der Geschichte der Russlanddeutschen und eigene Betroffenheit hinsichtlich ihrer aktuellen Situation.

Nach dem Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Köln, Hans-Werner Bartsch, schenkten die Anwesenden der Rede von Dr. Christoph Bergner besondere Aufmerksamkeit. Der Aussiedlerbeauftragte, der bereits zu Veranstaltungsbeginn mit mehreren Besuchern ins Gespräch gekommen war, hob die mitgebrachten Potenziale der Deutschen aus Russland hervor und zeigte Wege zu ihrer Nutzung auf.

Die Projektkoordinatorin Eleonora Heinze stellte das russlanddeutsche Netzwerk der CDU Nordrhein-Westfalen vor.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde, die allen die Gelegenheit zu einem regen Meinungsaustausch bot, und ausgezeichnetem Chorgesang wartete auf die Teilnehmer des Abends ein kleiner Empfang mit russischen Spezialitäten.

Josef Schleicher