Landesgruppe NRW

Dr. Alexander Morasch – Vorsitzender

Am Stäfflingshof 13, 45889 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 – 490635, E – Mail: morasch@gelsennet.de

Homepage: www.lmr-nrw.com

 

Am 31. März 2012 fanden im Internationalen Zentrum in Duisburg die Wahlen des Vorstandes der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft statt.

Als Ehrengast war der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Adolf Fetsch, anwesend, der in seiner Rede auf Fragen und Probleme der Volksgruppe einging und die Teilnehmer der Delegiertenversammlung über die gegenwärtigen Aktivitäten der Landsmannschaft informierte.

Unter der Leitung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Leontine Wacker wurde folgender Landesvorstand gewählt: – Dr. Alexander Morasch (Vorsitzender); – Alexander Kühl (stellvertretender Vorsitzender); – Lydia Bitsch (Kulturarbeit und Schriftführung); – Otto Engel (Sozial- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Aufnahmehilfe); – Valentina Fischer (Kassenführung); – Siegfried Dinges (Jugendarbeit). Johann Engbrecht wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Gemeinsam mit Katharina Bech und Wladimir Henkel wurde er außerdem zum Kassenprüfer gewählt.

            Der Vorstand

 

Vielfalt der mitgebrachten Kultur

NRW: Erstes Liederfestival in Duisburg

 

Der Vorsitzende der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft, Dr. Alexander Morasch, und der Landtagabgeordnete Sören Link, eröffneten das erste nordrhein-westfälische Liederfestival, das am 26. November in der Stadthalle Walsum in Duisburg stattfand.

 

Im Rahmen der Kulturwoche der Deutschen aus Russland war ein Programm entstanden, das die Vielfalt ihrer mitgebrachten Kultur widerspiegelte. Sängerinnen und Sänger, Ensembles und Chöre aus mehreren Städten Nordrhein-Westfalens hatten einen musikalischen Abend vorbereitet. Beim Liederfestival 2011 waren verschiedene Musikrichtungen vertreten, von Volksliedern über Pop und Rock bis hin zu Jazz und Klassik.

Die Chöre aus Dortmund, Bochum/Witten, Neuss, Kamen und Lippstadt versetzten das Publikum mit ihren alten russlanddeutschen Liedern in eine nostalgische Stimmung, während die jüngeren Teilnehmer aktuelle Popsongs mitgebracht hatten. Die breite Palette der Musikrichtungen wurde überwiegend in Deutsch dargeboten, aber auch in Russisch, Ukrainisch und Englisch.

Aus 17 nordrhein-westfälischen Städten waren 126 Teilnehmer gekommen, um ihre Gesangskunst in den Kategorien Chöre, Ensembles und Solisten zu präsentieren. Der bunte Musikstrauß schuf eine sehr freundliche Atmosphäre und sorgte für Begeisterung. Die Zuschauer sangen, tanzten und fieberten mit. Besonders erfreut und stolz waren alle, dass so viele junge talentierte und kreative Sänger und Sängerinnen an dem Liederfestival teilgenommen haben. Das ist unsere Zukunft!

Projektleiter Valerij Seifert begleitete das Festival professionell und ließ es zu einem wunderschönen Ereignis werden. Die Zuschauer durften entscheiden, wer von den jugendlichen Teilnehmern eine Empfehlung zur Teilnahme an dem internationaler Gesangswettbewerb „Berliner Perle“ für junge Nachwuchskünstler zwischen 10 und 24 Jahre bekam.

Ihre Wahl fiel auf die jungen Künstler Alexander Rettinger (Rheine), Angelina Kharkovskaja (Duisburg), Maria Gurevich (Solingen), Nina Geiger (Neuss) und Tatjana Lohrei (Kamen), die sich schon auf eine Teilnahme an dem Gesangswettbewerb freuen.

Am Rande des Wettbewerbs besichtigten Sören Link und die Integrationsbeauftragte der Stadt Duisburg. Leyla Özmal, die Ausstellung der Landsmannschaft. Die Präsentation der Ausstellung hatte Emma Brull, Vorsitzende der Ortsgruppe Duisburg der Landsmannschaft, übernommen. Sie wies vor allem auf die Fortschritte der Integration der Deutschen aus Russland in Duisburg hin.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg auf ihrem musikalischen Werdegang.

 

Gedenkveranstaltung

„Gegen das Vergessen“

 

Der Landesbeirat NRW für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen führte am 17. September 2011 in Düsseldorf unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ eine Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion durch.

 

Zahlreiche Vertreter des Landtages und der Regierung, der breiten Öffentlichkeit und russlanddeutscher Organisationen kamen im Gerhart-Hauptmann-Haus zusammen. Dr. Winfrid Halder, Direktor des GHH, begrüßte die Gäste im Eichendorffsaal, in dem seit dem 9. September die landsmannschaftliche Wanderausstellung aufgebaut war.

Die Staatssekretärin für Integration und Vorsitzende des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen in NRW, Zülfiye Kaykin, die die Schirmherrschaft über eine ganze Reihe von Gedenkveranstaltungen übernommen hatte, betonte in ihrer Begrüßung mit Blick auf den 28. August 1941: „Heute erinnern wir an einen der schrecklichsten Tage der Russlanddeutschen! Unrecht ist geschehen, so etwas soll nie mehr geschehen. Durch Erinnerung setzen wir ein Zeichen, dass Vertreibungen, Deportationen und Zwangsarbeitslager geächtet werden.”

Die Staatssekretärin sprach dem Gerhart-Hauptmann-Haus, der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft, dem Forum der Russlanddeutschen und der VIRA ihren Dank für die Realisierung der Veranstaltungsreihe „Gegen das Vergessen“ aus. Dadurch sei die breite Öffentlichkeit informiert worden, dass die russlanddeutsche Geschichte Bestandteil der gesamten deutschen Geschichte sei.

15 Gedenkveranstaltungen in Städten und Gemeinden haben die gezielte Unterstützung des Landes NRW erhalten.

Die Historie der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion stellte in ihrem Geleitwort auch Dr. Katharina Neufeld, Leiterin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, vor. Sie verwies unter anderem darauf, dass die ersten Zwangsumsiedlungen von Deutschen in Russland bereits 1915 unter dem Zaren stattgefunden hätten, in der Sowjetzeit fortgeführt worden seien und ihren traurigen Höhepunkt während des Zweiten Weltkrieges mit der totalen Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gefunden hätten.

Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, bezeichnete in ihrer Rede den 28. August 1941 als den „schwärzesten Tag in der Geschichte der Deutschen in Russland“. Gleichzeitig betonte sie, dass es heute wichtig sei, gemeinsam ein Zeichen gegen Diskriminierungen und Verfolgungen zu setzen. Mit Blick auf die Gegenwart führte die Ministerin aus: „Wer sich nicht mit seiner Kultur ausein­ander setzt, kann sich nicht integrieren.” Der Integration werde in NRW große Bedeutung beigemessen. Jeder könne auf seine Herkunft und Kultur stolz sein. Nach wie vor vorhandene Vorurteile seien abzubauen.

Die Deutschen aus Russland seien, so die Ministerin weiter, mit ihrem hohen Anteil an Akademikern ein Gewinn für die Gesellschaft. Nachholbedarf bestehe allerdings hinsichtlich der Anerkennung ihrer Qualifikationen. Darüber hinaus seien die Deutschen aus Russland ideale Vermittler zwischen Deutschland und Russland.

Die Reihe der Grußworte schloss Dr. Alexander Morasch als Vorsitzender der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. ab, der größten Vertretung der 700.000 Deutschen aus Russland, die in Nordrhein-Westfalen zu Hause sind.

Musikalisch wurde die Gedenkveranstaltung von den Pianistinnen Helena Hübner, Janet Drobek und Linda Goa-Lenders umrahmt.

Mit zahlreichen Gesprächen der Veranstaltungsteilnehmer und Besichtigungen der landsmannschaftlichen Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ sowie der gemeinsamen  Ausstellung „Eine Welt der Kontraste“ der russlanddeutschen Künstler Michael Disterheft und Alexander Stroh ging die Veranstaltung im würdigen Rahmen zu Ende.