Halle-Saale

 

 

 

 

 

 

 

Olga Ebert — Vor­sit­zen­de

Richard-Horn-Str. 7, 06124 Hal­le

Tel.: 0345 — 1354676

E — Mail: ebert.vdr@gmail.com

 

Die Orts­grup­pe Hal­le (Saa­le) der Lands­mann­schaft betei­lig­te sich aktiv an der Inter­kul­tu­rel­len Woche vom 26. Sep­tem­ber bis 1. Okto­ber 2011, die unter dem Mot­to „Zusam­men­hal­ten – Zukunft gewin­nen“ stand.

Viel Zuspruch fand in der Stadt auch die lands­mann­schaft­li­che Wan­der­aus­stel­lung, die im Hal­len­ser Rats­hof vom 1. bis 30. Sep­tem­ber zu sehen war.

Die Jugend­li­chen der Orts­grup­pe betei­lig­ten sich am Pro­jekt „Spre­chen­de Biblio­thek“ der Frei­wil­li­gen-Agen­tur Hal­le-Saal­kreis. Am 23. Sep­tem­ber stan­den sie als “spre­chen­de Bücher” den Besu­chern zur Ver­fü­gung und beant­wor­te­ten Fra­gen zum The­ma „Jugend­li­che zwi­schen zwei Wel­ten“.

Mit Unter­stüt­zung des Pro­gramms „Integ­ration durch Sport“ führ­te die Orts­grup­pe schließ­li­ch einen Fami­li­en­wan­der­tag durch. Wäh­rend eines klei­nen Zwi­schen­stopps besuch­te die Grup­pe das Peters­ber­ger Pup­pen­mu­se­um.

Mehr zu den Akti­vi­tä­ten der Orts­grup­pe unter www.lmdr-halle.de.

            Der Vor­stand

 

Fach­se­mi­n­ar

Erin­nern für die Zukunft 1941–2011“

 

Unter dem Mot­to „Erin­nern für die Zukunft 1941–2011“ ver­an­stal­te­te die Orts­grup­pe Hal­le (Saa­le) der Lands­mann­schaft am 13. Sep­tem­ber 2011 in der Gedenk­stät­te Roter Och­se Hal­le ein Fach­se­mi­n­ar anläss­li­ch des 70. Jah­res­ta­ges der Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on.

Im Rah­men des Fach­se­mi­nars wur­den Aspek­te der Depor­ta­ti­on der Russ­land­deut­schen als Bei­spiel einer tota­li­tä­ren Unter­drü­ckung auf­ge­zeich­net.

Die Eröff­nung erfolg­te durch Dr. Chris­to­ph Ber­g­ner, Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten. Mit einem Gruß­wort wand­te sich Dr. Kai Lan­ger, Direk­tor der Stif­tung Gedenk­stät­ten Sach­sen-Anhalt, an die Teil­neh­mer.

Die fach­li­chen Impul­se wur­den durch zwei russ­land­deut­sche His­to­ri­ker gesetzt. Dr. Alfred Eis­feld vom Insti­tut für Kul­tur und Geschich­te der Deut­schen in Nord­o­st­eu­ro­pa e.V. an der Uni­ver­si­tät Ham­burg refe­rier­te über die „Aus­wir­kung der Depor­ta­ti­on auf spä­te­re Gene­ra­tio­nen der Deut­schen in Russ­land“. „Resis­tenz und Pro­test der Russ­land­deut­schen im sowje­ti­schen Unrechts­staat wäh­rend der Kriegs- und Nach­kriegs­zeit“ lau­te­te das The­ma des Vor­tra­ges von Dr. Vik­tor Krie­ger von der For­schungs­stel­le für Geschich­te und Kul­tur der Deut­schen in Russ­land am Semi­n­ar für Ost­eu­ro­päi­sche Geschich­te, Uni­ver­si­tät Hei­del­berg. Der Jugend- und Stu­den­ten­ring der Deut­schen aus Russ­land prä­sen­tier­te das Video­pro­jekt „Berich­te der Zeit­zeu­gen“.

Am 29. Sep­tem­ber ver­an­stal­te­te die Orts­grup­pe Hal­le (Saa­le) in der Anlauf­stel­le der Lands­mann­schaft (Am Treff 1) einen Gedenk- und Infor­ma­ti­ons­abend, der eben­falls der Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on 1941 und ihren Fol­gen gewid­met war. Die Ver­an­stal­tung wur­de von Olga Ebert und Lisa Kasa­kow mode­riert; zum Pro­gramm gehör­ten Gedich­te und kur­ze Erin­ne­run­gen von Zeit­zeu­gen sowie Musik­ein­la­gen des Cho­res „Annu­sch­ka“.

            VadW

 

Ortsgruppe Halle/Saale: Chor „Annuschka”

in Molières „Eine erzwungene Heirat“

 

Durch sei­ne Auf­trit­te bei der Kult-Show „Weih­nachts­sin­gen“ im Stein­tor-Varie­té und bei vie­len ande­ren Ver­an­stal­tun­gen hat sich der Chor „Annu­sch­ka“ (so der aktu­el­le Name) der Orts­grup­pe Halle/Saale der Lands­mann­schaft sowohl im Ver­ein selbst als auch in Hal­le als fes­te Grö­ße eta­bliert.

 

In letz­ter Zeit durf­te sich das rüh­ri­ge Gesang­s­en­sem­ble von acht Frau­en bereits über ver­schie­de­ne ver­lo­cken­de Ange­bo­te freu­en. Und nun ergab sich die beson­ders attrak­ti­ve Gele­gen­heit, in dem Thea­ter­stück „Die erzwun­ge­ne Hei­rat“ nach Moliè­re, insze­niert von dem Schau­spie­ler Tom Wol­ter, mit­zu­spie­len.

Die Pre­mie­re fand am 11. März 2011 im aus­ver­kauf­ten Licht­hof des LUX­ki­nos Halle/Saale statt und war ein vol­ler Erfolg, so dass wei­te­re fünf Auf­füh­run­gen folg­ten.

Mit der „Erzwun­ge­nen Hei­rat“ brach­ten Wol­ter und sein Schau­spiel­part­ner Ral­ph Bock­hold die Zuschau­er immer wie­der zum Lachen. Die ver­zwick­te Lage, in der sich der glei­cher­ma­ßen alte wie rei­che Sga­na­rel­le befin­det, der sich eine jun­ge Frau neh­men möch­te, wird mit viel Komik, Witz und Sati­re mit zahl­rei­chen Gegen­warts­be­zü­gen dar­ge­stellt.

Unter­stützt wur­den die bei­den Schau­spie­ler vom Chor „Annu­sch­ka“, der die Komik an so man­cher Stel­le wei­ter zuspitzt.

Es war eine Idee von Tom Wol­ter, den Chor mit sei­ner Lei­te­rin Anna Gei­ger in die Auf­füh­rung mit ein­zu­be­zie­hen. Wie sich nach­her zeig­te — ein Voll­tref­fer. Die acht sin­gen­den Frau­en im Alter von 50 bis 80 Jah­ren ern­te­ten Son­der­ap­plaus, denn sowohl die deut­schen als auch die rus­si­schen Lie­der kamen gut an. Neben Anna Gei­ger, die den Gesang auf dem Knopf­ak­kor­de­on beglei­tet, sin­gen Gelena Tra­pi­ck­i­na, Lidia Dyck, Lidia Dip­pel, Sig­rid Lan­ge, Lub­ov Ruma­ne­wa, Iri­na Sar­t­ori­us und Elvi­ra Ger­asi­men­ko mit.

Unter dem Mot­to „Ich tue es für mei­ne See­le!“ lei­tet Anna Gei­ger schon seit Jah­ren die Gesangs­grup­pe in Hal­le. Ob beim Kin­der­fest oder beim Senio­ren­nach­mit­tag — Anna ist mit ihrem Musik­in­stru­ment immer und über­all dabei. Wenn sie Musik macht, schwingt die See­le mit.

Die­ser Fun­ke sprang bei der Auf­füh­rung auf die Zuschau­er über. An pas­sen­den Stel­len sin­gen die Frau­en alte deut­sche und rus­si­sche Volks- und Hoch­zeits­lie­der — ins­ge­samt sechs Titel. So erklin­gen neben „Schön ist die Jugend“ oder „Hät­te ich dich nicht gese­hen“ auch „Mein Schatz hat blaue Augen“ — das Lied singt die 81 Jah­re jun­ge Lidia Dip­pel solo. Jede der zehn Spiel­sze­nen des Thea­ter­stücks run­det der Chor mit Gesang ab.

Da die Vor­stel­lun­gen beim Publi­kum sehr gut ankom­men, sind im April wei­te­re geplant. Und dana­ch ist sogar eine Euro­pa-Tour­nee in Aus­sicht gestellt wor­den.

Für Anna Gei­ger und ihre Grup­pe erfüllt sich damit ein Traum. Nie­mals hät­ten sie gedacht, einen der­art gro­ßen Erfolg zu haben, weil sie ja trotz allem “nur” Ama­teu­re sind — die aller­dings mit Herz, Fleiß, Talent und Begeis­te­rung mit­ma­chen.

            VadW