Hettstedt

Nina Rudi – Vorsitzende

Carl-Christian-Agthe-Str. 4, 06333 Hettstedt

Tel.: 03476 – 852409

 

Am 17. Dezember 2011 besuchten die Teilnehmer des Projektes „Identität und Integration PLUS“ (gefördert durch das Bundesministerium des Innern) und der Ortsgruppe Hettstedt gemeinsam das Theater in der Landeshauptstadt Magdeburg,

Nach der Aufführung des Stückes „Der Nussknacker“ erinnerten sich viele an ihre Kindheit und Heimat. Beim anschließenden Besuch des Magdeburger Weihnachtsmarkts wurde noch einmal über das Erlebte gesprochen. Alle waren sich einig, Veranstaltungen wie diese auch nach Beendigung des Projektes öfters durchzuführen. In geselliger Runde ging es abends mit dem Zug wieder nach Hause.

            Im Namen der Ortsgruppe: Andreas Kleinke

 

Mit einem ausführlichen Artikel berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“ über das Jolka-Fest der Ortsgruppe Hettstedt. Auszüge aus dem Bericht:

Russische Weihnachtslieder klangen leise im Hintergrund, als immer mehr Menschen in den Hettstedter Ratssaal strömten, so dass bald „Stühlenotstand“ herrschte: Die 2011 gegründete Ortsgruppe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hatte zum ersten Jolka-Fest in Hettstedt eingeladen, und dieser Einladung waren viele Hettstedter vor allem mit ihren Kindern gefolgt, die fast alle in wunderschöne Kostüme als Häschen, Engelchen oder kleine Märchenfiguren geschlüpft waren.

Nach der Begrüßung in Deutsch durch Andreas Kleinke und der temperamentvollen Ansage in Russisch durch die Moderatorin Lydia Krass begann ein heiteres, lebhaftes Programm, an dem alle Zuschauer ihre Freude hatten, eingeleitet von der Tanzgruppe des Klubs der Behinderten, Hettstedt, das „Tanzende Mosaik“.

Seit Jahren schafft diese Tanzgruppe viel Freude an der Bewegung auch dann, wenn Alter oder Behinderung die Bewegungsfähigkeit einschränken – dank der Betreuung durch Elena Klaan, die auch mit verantwortlich zeichnete für das Fest.

„Merry Xmas“ hieß es dann musikalisch: Swetlana Hejduk, Hergisdorf, wirbelte mit ihrer Kindertanzgruppe „Lustige Zwerge“ über die Tanzfläche zu internationalen Weihnachtsliedern.

Plötzlich wurde nach Deduschka Moros und seiner Enkelin Snegurotschka gerufen, der Ruf wurde immer lauter und auch befolgt: Zwei hässliche, düstere Gestalten folgten ihm – das waren natürlich nicht Väterchen Frost und Enkelin, sondern die Hexe Baba Jaga, dargestellt von Nadja Karle, und ein genauso hässlicher Waldschrat alias Alexander Rudi. Doch die Kinder ließen sich nicht täuschen, und sie riefen das „echte“ Väterchen (Waldemar Meier) und seine zauberhafte Enkelin (Elena Klaan) herbei, und allen gelang es, auch die zwei Bösewichte in die fröhliche Tanzrunde mit einzubeziehen.

Eine Seniorin, die 1997 aus Kasachstan nach Hettstedt kam und ihre beiden Enkelinnen zum Fest begleitet hatte, hat noch Erinnerungen an ihre Kindheit in der Sow­jetunion: In ihrem deutschstämmigen Elternhaus wurde der 24. Dezember, also Heiligabend, gefeiert. „Doch das durften wir in der Schule nicht erzählen, denn das christliche Fest war verpönt“, erzählte sie rückblickend.