Lutherstadt Wittenberg

Pau­li­ne Wie­de­mann — Vor­sit­zen­de

Des­sau­er Str. 167 A, 06886 Luther­stadt Wit­ten­berg

Tel.: 03491 — 885332

E — Mail: pauline.wiedemann@arcor.de

 

Bera­tungs­stel­le: Luther­str. 29, 06886 Wit­ten­berg, Tel.: 03491–433955, Mo-Fr 9–15 Uhr.

 

Dieser Jahrestag verdient die besondere

Beachtung der deutschen Öffentlichkeit“

 

Zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik, Ver­ei­nen und Ver­bän­den, den Kir­chen und den Rei­hen der Deut­schen aus Russ­land ver­sam­mel­ten sich am 9. Sep­tem­ber 2011 im Katha­ri­nen­saal von Luther­stadt Wit­ten­berg zur Gedenk­ver­an­stal­tung der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land.

 

Zu den Ehren­gäs­ten gehör­ten der Bun­des­tag­ab­ge­ord­ne­te Ulrich Pet­zold, der Beauf­trag­te des Rates der EKD, Hel­ge Klas­sohn, Bür­ger­meis­ter Tors­ten Zuge­hör und Clau­dia Fied­ler von der Stadt­ver­wal­tung. Gruß­wor­te kamen unter ande­rem von Eri­ka Stein­bach, Prä­si­den­tin des Bun­des der Ver­trie­be­nen, und Dr. Chris­to­ph Ber­g­ner, Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­na­le Min­der­hei­ten. Den Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft ver­trat die stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de Leon­ti­ne Wacker.

Orga­ni­siert wur­de die Ver­an­stal­tung mit Unter­stüt­zung zahl­rei­cher Hel­fer von Pau­li­ne Wie­de­mann, Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Luther­stadt Wit­ten­berg der Lands­mann­schaft und Lei­te­rin des Pro­jek­tes „Mit­ten­drin statt nur dabei“.

Die Sym­bo­le der Kriegs­zeit, die bei Deut­schen aus Russ­land mit Depor­ta­ti­on und Tru­dar­mee asso­zi­iert wer­den, konn­ten bei der Fei­er beein­dru­ckend in Sze­ne gesetzt wer­den. Sta­chel­draht, die Stim­me des bekann­ten Rund­funk­spre­chers Lewi­t­an mit der Nach­richt über den Beginn des deut­sch-sowje­ti­schen Krie­ges, Film­aus­schnit­te und Bil­der des Schre­ckens zu Depor­ta­ti­on und Tru­dar­mee (gemalt von Denis Hei­de), „Tru­darm­is­ten“ in alten „Fufai­kas“, die auf einem Holz­stamm sit­zend ihre Lebens­ge­schich­ten erzäh­len — das alles ging tief unter die Haut. Nicht nur den Deut­schen aus Russ­land, son­dern auch den ein­hei­mi­schen Gäs­ten stan­den Trä­nen in den Augen.

Mit unse­rem Sze­na­rio woll­ten wir da­rauf hin­wei­sen, dass die­ser Jah­res­tag die beson­de­re Beach­tung der deut­schen Öffent­lich­keit ver­dient“, so Pau­li­ne Wie­de­mann, die mit Micha­el Fre­ders­dorf durch das Pro­gramm führ­te.

Den Got­tes­dienst gestal­te­te Kir­chen­prä­si­dent i.R. Hel­ge Klas­sohn. Die Chö­re „Aljo­nu­sch­ka“ (Luther­stadt Wit­ten­berg) und „Radu­ga“ (Bran­den­burg) prä­sen­tier­ten sich mit kirch­li­chen Lie­dern. Marie Hei­de sang ein Lied von Lina Neu­wirt und berühr­te die Her­zen der Gäs­te. Viel Applaus gab es auch für die Auf­trit­te einer Kin­der- und einer Tanz­grup­pe.

Zum Schluss der Fei­er wur­den Luft­bal­lons als Sym­bol des Frie­dens in den Him­mel gelas­sen.

VadW

 

Auf­ein­an­der zuge­hen, das Frem­de ver­ste­hen” — mit die­ser Bot­schaft war­ben Pau­li­ne Wie­de­mann, Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe Luther­stadt Wit­ten­berg der Lands­mann­schaft, und Vale­rij Kovacs, Vor­sit­zen­der des Ver­eins „Mit­ten­drin — Deut­sche und Migran­ten aus Russ­land in Wit­ten­berg“ bei einer Inte­gra­ti­ons­ver­an­stal­tung am 19. Febru­ar 2011 im Katha­ri­nen­saal der Stadt­kir­chen­ge­mein­de unter dem Mot­to „In Deutsch­land ange­kom­men“ um mehr Ver­ständ­nis.

Zur Eröff­nung der gleich­na­mi­gen Wan­der­aus­stel­lung, die Lebens­ge­schich­ten von Men­schen aus ver­schie­de­nen Kul­tur­krei­sen und Län­dern prä­sen­tiert, kamen zahl­rei­che Gäs­te und Ehren­gäs­te, dar­un­ter Dr. Rei­ner Haseloff (CDU), sach­sen-anhal­ti­ni­scher Minis­ter für Wirt­schaft und Arbeit, und der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulrich Pet­zold.

Es sei bei­spiel­haft, dass die Deut­schen aus Russ­land mit die­sem Pro­jekt nicht nur sich selbst mit ihren Stär­ken vor­stell­ten, son­dern auch Zuwan­de­rer aus ande­ren Län­dern mit ins Boot näh­men, die son­st wenig Gele­gen­heit hät­ten, sich der Öffent­lich­keit zu zei­gen, beton­te Dr. Haseloff in sei­ner Anspra­che.

Mit der Aus­stel­lung will die Lands­mann­schaft die Öffent­lich­keit über Zuwan­de­rer infor­mie­ren, die nach Deutsch­land gekom­men sind und Erfolg im Beruf haben. „Muti­ge Men­schen sol­len ande­ren Mut machen“, so Pau­li­ne Wie­de­mann.

Pas­send zu den Migran­ten­ge­schich­ten, war ein viel­fäl­ti­ges Kul­tur­pro­gramm zu sehen, zu dem auch die Deut­schen aus Russ­land bei­tru­gen. Der Chor „Aljo­nu­sch­ka“ der Orts­grup­pe Wit­ten­berg stell­te sich mit ita­lie­ni­schen, deut­schen, rus­si­schen und ukrai­ni­schen Lie­dern vor, und auch eine Grup­pe von Deut­schen aus Russ­land aus Köthen prä­sen­tier­te sich mit Gesang.

Ende Febru­ar war die Aus­stel­lung im Inte­gra­ti­ons­zen­trum in der Luther­str. 29 zu sehen. Dana­ch ist sie im Rat­haus von Bad Schmie­de­berg und im April in der Wit­ten­ber­ger Spar­kas­se zu Gast. Beglei­tend erscheint eine Bro­schü­re „In Deutsch­land ange­kom­men“ mit Lebens­ge­schich­ten der vor­ge­stell­ten Zuwan­de­rer.

VadW