Lutherstadt Wittenberg

Pauline Wiedemann – Vorsitzende

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„Dieser Jahrestag verdient die besondere

Beachtung der deutschen Öffentlichkeit“

 

Zahlreiche Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden, den Kirchen und den Reihen der Deutschen aus Russland versammelten sich am 9. September 2011 im Katharinensaal von Lutherstadt Wittenberg zur Gedenkveranstaltung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

 

Zu den Ehrengästen gehörten der Bundestagabgeordnete Ulrich Petzold, der Beauftragte des Rates der EKD, Helge Klassohn, Bürgermeister Torsten Zugehör und Claudia Fiedler von der Stadtverwaltung. Grußworte kamen unter anderem von Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, und Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Den Bundesvorstand der Landsmannschaft vertrat die stellvertretende Bundesvorsitzende Leontine Wacker.

Organisiert wurde die Veranstaltung mit Unterstützung zahlreicher Helfer von Pauline Wiedemann, Vorsitzende der Ortsgruppe Lutherstadt Wittenberg der Landsmannschaft und Leiterin des Projektes „Mittendrin statt nur dabei“.

Die Symbole der Kriegszeit, die bei Deutschen aus Russland mit Deportation und Trudarmee assoziiert werden, konnten bei der Feier beeindruckend in Szene gesetzt werden. Stacheldraht, die Stimme des bekannten Rundfunksprechers Lewitan mit der Nachricht über den Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges, Filmausschnitte und Bilder des Schreckens zu Deportation und Trudarmee (gemalt von Denis Heide), „Trudarmisten“ in alten „Fufaikas“, die auf einem Holzstamm sitzend ihre Lebensgeschichten erzählen – das alles ging tief unter die Haut. Nicht nur den Deutschen aus Russland, sondern auch den einheimischen Gästen standen Tränen in den Augen.

„Mit unserem Szenario wollten wir da­rauf hinweisen, dass dieser Jahrestag die besondere Beachtung der deutschen Öffentlichkeit verdient“, so Pauline Wiedemann, die mit Michael Fredersdorf durch das Programm führte.

Den Gottesdienst gestaltete Kirchenpräsident i.R. Helge Klassohn. Die Chöre „Aljonuschka“ (Lutherstadt Wittenberg) und „Raduga“ (Brandenburg) präsentierten sich mit kirchlichen Liedern. Marie Heide sang ein Lied von Lina Neuwirt und berührte die Herzen der Gäste. Viel Applaus gab es auch für die Auftritte einer Kinder- und einer Tanzgruppe.

Zum Schluss der Feier wurden Luftballons als Symbol des Friedens in den Himmel gelassen.

VadW

 

„Aufeinander zugehen, das Fremde verstehen“ – mit dieser Botschaft warben Pauline Wiedemann, Vorsitzende der Ortsgruppe Lutherstadt Wittenberg der Landsmannschaft, und Valerij Kovacs, Vorsitzender des Vereins „Mittendrin – Deutsche und Migranten aus Russland in Wittenberg“ bei einer Integrationsveranstaltung am 19. Februar 2011 im Katharinensaal der Stadtkirchengemeinde unter dem Motto „In Deutschland angekommen“ um mehr Verständnis.

Zur Eröffnung der gleichnamigen Wanderausstellung, die Lebensgeschichten von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und Ländern präsentiert, kamen zahlreiche Gäste und Ehrengäste, darunter Dr. Reiner Haseloff (CDU), sachsen-anhaltinischer Minister für Wirtschaft und Arbeit, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Petzold.

Es sei beispielhaft, dass die Deutschen aus Russland mit diesem Projekt nicht nur sich selbst mit ihren Stärken vorstellten, sondern auch Zuwanderer aus anderen Ländern mit ins Boot nähmen, die sonst wenig Gelegenheit hätten, sich der Öffentlichkeit zu zeigen, betonte Dr. Haseloff in seiner Ansprache.

Mit der Ausstellung will die Landsmannschaft die Öffentlichkeit über Zuwanderer informieren, die nach Deutschland gekommen sind und Erfolg im Beruf haben. „Mutige Menschen sollen anderen Mut machen“, so Pauline Wiedemann.

Passend zu den Migrantengeschichten, war ein vielfältiges Kulturprogramm zu sehen, zu dem auch die Deutschen aus Russland beitrugen. Der Chor „Aljonuschka“ der Ortsgruppe Wittenberg stellte sich mit italienischen, deutschen, russischen und ukrainischen Liedern vor, und auch eine Gruppe von Deutschen aus Russland aus Köthen präsentierte sich mit Gesang.

Ende Februar war die Ausstellung im Integrationszentrum in der Lutherstr. 29 zu sehen. Danach ist sie im Rathaus von Bad Schmiedeberg und im April in der Wittenberger Sparkasse zu Gast. Begleitend erscheint eine Broschüre „In Deutschland angekommen“ mit Lebensgeschichten der vorgestellten Zuwanderer.

VadW