Dresden

Julia Herb – Vorsitzende 

Geschäftsstelle: Pfotenhauerstraße 22 ( 0104 ), 01307 Dresden
Telefon: 0351 – 45264512
E – Mail: lmdr.dresden@googlemail.com
Sprechzeiten: Montag und Donnerstag 10 – 15 Uhr

Dienstag: Treff der Frauengruppe 10 – 13 Uhr

Finger weg von Haustürgeschäften


 

Gänsehaut bei „Ave-Glöcklein“

 

 

„Wird es einen neuen Kurs geben?“, fragt eine Spätaussiedlerin, die mit zahlreichen weiteren Teilnehmern seit Ende Januar 2012 den Deutsch-Übungskurs in der Geschäftsstelle der Ortsgruppe Dresden besucht hat. Ebenfalls zwei Mal pro Woche fand vormittags ein Deutsch-Übungskurs für Senioren statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übten anhand von verschiedenen Themen die Aussprache sowie grammatikalische Regeln.

Für die Deutschkurse – als Projekt gefördert über das Sozialamt Dresden – ist jetzt Sommerpause. Aber im Herbst sind weitere Staffeln geplant.

Noch bis zu den Sommerferien kommen dienstags für eine Stunde bis zu sechs Spätaussiedlerkinder im Vorschulalter zu ihrer „Frau Kasten“, einer ehemaligen Grundschullehrerin, die mit viel Liebe und Geduld mit den Kindern spielerisch lernt, malt und bastelt und sie auf den Schuleintritt vorbereitet. Im Anschluss werden mit den Eltern Gespräche geführt, zum Beispiel was sie zu Hause mit den Kindern noch üben können. Auch hier ist vorgesehen, ab September mit neuen Kindern in die dritte Staffel zu gehen.

Die Perlengruppe der Ortsgruppe Dresden trifft sich jede Woche in der Geschäftsstelle. Mit viel Geduld und Fingerfertigkeit entstehen wahre Schmuckstücke und Unikate.

Außerhalb der Geschäftsstelle probt der Chor „Silberklang“ und erfreut bei seinen Auftritten – beispielsweise am 16. April 2012 in der Volkssolidarität – sein stets begeistertes Publikum mit seinem bunten Repertoire an Volks- und Heimatliedern in mehreren Sprachen. Weitere Auftritte sind unter anderem für Juli im „Haus der Heimat“ in Reichenbach/Oberlausitz, im September zum „Sächsischen Tag der Heimat“ in Chemnitz sowie bei Veranstaltungen der Landsmannschaft und in Dresdner Seniorenheimen geplant.

Insgesamt gibt es in der Geschäftsstelle Dresden ein aktives Vereinsleben, was vor allem das Verdienst der Vorsitzenden der Ortsgruppe Dresden, Julia Herb, aber auch zahlreicher engagierter Helfer ist.

Birgit Matthes, Migrationsberatung für Erwachsene und Mitglied

der Ortsgruppe Dresden der Landsmannschaft

 

Was lange währt – ist gut geworden

Neue Geschäftsstelle in Dresden:

Landsmannschaft und Migrationsberatung für Erwachsene

 

Von der Entscheidung bis zur Realisierung hat es eine Weile gedauert, doch seit Mitte August 2011 gibt es sie nun – die gemeinsame Geschäftsstelle der Ortsgruppe Dresden der Landsmannschaft und der Migrationsberatung für Erwachsene (MBE).

 

Bereits Ende 2010 stand es fest: Die MBE des immer noch insolventen BdV-Landesverbandes Sachsen/Schlesische Lausitz wechselt zum neuen Träger Landsmannschaft und zieht mit der Ortsgruppe Dresden in eine gemeinsame Geschäftsstelle. Diese wurde nun Mitte August 2011 in dem von Spätaussiedlern und Migranten stark bevölkerten Stadtteil Dresden-Johannstadt bezogen.

Sowohl Julia Herb, Vorsitzende der Ortsgruppe, als auch Birgit Matthes, Migrationsberaterin, haben ein Büro, in dem sie ihre Klienten empfangen. Der Veranstaltungsraum wird gemeinsam genutzt. In ihm trifft sich die „Perlengruppe“ der Landsmannschaft, die kunstvollen Schmuck fertigt. Ihr Domizil haben hier auch die Gruppe von Spätaussiedlerkindern, die sich auf die Schule vorbereitet, und die Teilnehmer des zweimal wöchentlich stattfindenden Deutsch-Übungskurses. Es gibt außerdem Unterricht am PC sowie Nachhilfe für Schüler aus Spätaussiedlerfamilien. Auch die Mitglieder der Ortsgruppe treffen sich hier.

Von der Geschäftsstelle aus organisiert Julia Herb die Proben und Auftritte des Chores „Silberklang“ der Ortsgruppe, das noch bis November 2011 laufende Projekt „Identität und Integration Plus“ für Spätaussiedler(innen) u.v.m.

Birgit Matthes berät im Raum nebenan Migranten und hilft ihnen bei der Integration. Und sollte mal die Verständigung auf Deutsch nicht klappen und die russischen Sprachkenntnisse aus der Schulzeit nicht ausreichen, ist eine „Dolmetscherin“ immer nebenan. Im Gegenzug wird Unterstützung bei behördlichen Formulierungen gegeben. Kurz: Man hilft sich gegenseitig, ergänzt sich, tauscht sich aus, und das ist positiv.

Im Stadtteil wurde die Beratungs- und Anlaufstelle gut angenommen. Über die „Stadtteilrunde Johannstadt“, deren Treffen von Birgit Matthes besucht werden, wird verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Derzeit entsteht ein gemeinsamer Flyer von Landsmannschaft und MBE.

Für 2012 sind, natürlich mit Unterstützung der Landsmannschaft in Stuttgart als Dach- und Trägerverband, wieder verschiedene Veranstaltungen und Projekte geplant, die gemeinsam für und mit nach Dresden gekommenen Spätaussiedler und Migranten durchgeführt werden.

Getreu dem Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ kann heute gesagt werden, dass die gemeinsame Geschäftsstelle in Dresden schon jetzt „gut geworden“ ist und im kommenden Jahr noch besser werden wird. Von der gemeinsamen Arbeit profitieren beide Partner. Ein Dankeschön für diese Chance geht nach Stuttgart, besonders an Dr. Ludmila Kopp.