Lübeck

Egon Mil­brod — Vor­sit­zen­der

Mehr­lein­weg 5, 23566 Lübe­ck

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Hohe Aus­zeich­nung für Pas­tor Otto Pen­no

Am 16. Mai 2009 wur­de das ehe­ma­li­ge Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des der Lands­mann­schaft, Pas­tor Otto Pen­no (Lübe­ck), für sei­ne Ver­diens­te mit der hoch­ge­schätz­ten Medail­le des „Schles­wig-Hol­stein-Wap­pens“ aus­ge­zeich­net — zu sei­ner eige­nen gro­ßen Über­ra­schung, wie er der Redak­ti­on mit­teil­te. Über­reicht wur­de ihm die Medail­le vom Frak­ti­ons­spre­cher der CDU im Kie­ler Land­tag, Man­fred Rit­zek.

In der Lau­da­tio wür­dig­te der schles­wig-hol­stei­ni­sche Lan­des­vor­sit­zen­de der Ost- und Mit­tel­deut­schen Ver­ei­ni­gung in der CDU/CSU, Win­fried Fischera, ins­be­son­de­re Pen­nos 42-jäh­ri­ge Pas­to­ren­tä­tig­keit und sein Wir­ken im Bun­des­dienst der Aus­sied­ler­ar­beit.

In unse­rer Lands­mann­schaft ist Pas­tor Pen­no dar­über hin­aus als zen­tra­ler Reprä­sen­tant des „Bun­des Evan­ge­li­scher Frei­kirch­li­cher Gemein­den in Deutsch­land“ (Bap­tis­ten) und Orga­ni­sa­tor bekannt. Bap­tis­ten sind ein Tel der evan­ge­li­schen Frei­kir­chen und neben evan­ge­li­schen, katho­li­schen und men­no­ni­ti­schen Deut­schen aus Russ­land als Grün­der der Lands­mann­schaft in unse­rer Sat­zung fest­ge­schrie­ben. Pas­tor Otto Pen­no hat die­sen Teil unse­rer Volks­grup­pe seit 20 Jah­ren auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne ver­tre­ten.

Pas­tor Otto Pen­no gehört zu den unge­zähl­ten Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, die kaum noch jemand dana­ch fragt, wo sie gebo­ren wur­den. Er ist in jeder Bezie­hung mit sei­ner Frau Edel­gard, einem Sohn, zwei Töch­tern und Enkeln voll inte­griert und bes­tens geeig­net, Erfah­run­gen unse­rer Lands­leu­te dies­seits und jen­seits der deut­schen Gren­zen in einer Spra­che zu erklä­ren, die Alt- und Neu­bür­ger glei­cher­ma­ßen ver­ste­hen. Er hat das immer wie­der auf vie­len Ebe­nen bewie­sen.

Otto Pen­no wur­de am 10. Juli 1937 in Row­no gebo­ren, das heu­te Riw­ne heißt und zur Ukrai­ne gehört. Er ist einer der Wol­hy­ni­en­deut­schen, die schon 1939 beim Kuh­han­del zwi­schen Sta­lin und Hit­ler vom Regen in die Trau­fe kamen, aber immer­hin unter Men­schen ihrer Spra­che und Reli­gi­on blei­ben durf­ten.

Pas­tor Pen­no begann sein Stu­di­um der Theo­lo­gie am Theo­lo­gi­schen Semi­n­ar in Ham­burg. Es folg­ten zahl­rei­che Gemein­de­diens­te im „Bund Evan­ge­li­scher Frei­kirch­li­cher Gemein­den in Deutsch­land“, zehn Jah­re Gemein­de­dienst in Ahrens­burg (bis 1976) und in der Lübe­cker Frie­dens­kir­che (bis 1989). Anschlie­ßend kamen sein Wir­ken im Bun­des­dienst für die Aus­sied­ler­ar­beit, Gemein­de­ar­beit in Frei­burg-Gun­del­fin­gen und Rei­se­diens­te in Ost­hol­stein und Meck­len­burg.

Seit 2002 ist Otto Pen­no Pas­tor in der Evan­ge­li­sch Frei­kirch­li­chen Gemein­de Lübe­ck-Eich­holz. Er hat sei­ne Pas­to­ren­zeit ver­län­gert, obwohl er schon lan­ge im Ruhe­stand ist. Mit Vic­tor Albrecht, der eben­falls aus Russ­land stammt, hat er jetzt jedoch einen Nach­fol­ger gefun­den, dem er wohl bald das Amt in der Pau­lus-Kapel­le ganz über­ge­ben wird.

Vie­le Mit­glie­der der Lands­mann­schaft wer­den sich ger­ne an die Tagun­gen und Tref­fen mit Otto Pen­no erin­nern, bei denen er oft die Got­tes­diens­te lei­te­te. In sei­nen Gebe­ten, Pre­dig­ten und Dis­kus­sio­nen fiel er stets durch sehr kla­re Worte an Gott, an die Obrig­keit und an sein Volk — die Flücht­lin­ge, Heim­keh­rer, Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler — auf.

Für sei­nen wei­te­ren Lebens­weg wün­schen wir ihm viel Kraft zur Errei­chung der Zie­le, die er sich selbst im Diens­te sei­ner Lands­leu­te und aller Gläu­bi­gen gesetzt hat,

VadW