Leistungen und Geschichte von Aussiedlern wertschätzen

Standard

Beschluss des Landtages Rheinland-Pfalz

Medien-Info (pdf)

Die rheinland-pfälzischen Landtagsfraktionen der CDU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN fordern per Beschluss vom 22.03.2018 die Landesregierung auf:


  • anlässlich des bundesweiten Gedenktages am 20. Juni von Flucht und Vertreibung auch in Rheinland-Pfalz eine verstärkte Gedenkarbeit zu den Erfahrungen und zu den Leistungen der Aussiedlerinnen und Aussiedler anzustoßen;
  • die Geschichte der deutschen Auswanderung nach Amerika sowie Ost- und Mitteleuropa im Rahmen der im Bildungskanon bereits angelegten Lernfelder zu stärken;
  • im Rahmen der Lehrerfortbildung sowie der bereitgestellten Unterrichtsmaterialien die Bedeutung von Demokratie und Rechtstaatlichkeit gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auch am Beispiel der bewegten Geschichte der deutschen Minderheiten in Ost- und Mitteleuropa zu verdeutlichen;
  • die Bedürfnisse und Leistungen der Aussiedlerinnen und Aussiedler in der Integrationspolitik des Landes stärker zu berücksichtigen.

Der rheinland-pfälzische Landesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland begrüßt den parlamentarischen Beschluss und bedankt sich für die Wertschätzung der Leistungen von Aussiedlern durch den rheinland-pfälzischen Landtag. Ein besonderer Dank gilt der CDU- Landtagsfraktion, die den entsprechenden Antrag initiiert und deren Parlamentarischer Geschäftsführer, Martin Brandl, maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss der Initiative beigetragen hat.

Die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende der Landsmannschaft, Valentina Dederer, unterstreicht: „Die Wertschätzung und die Anerkennung sind auch in der heutigen Zeit wichtige Signale an unsere Landsleute, die selten positive öffentliche Aufmerksamkeit erfahren und häufig Vorurteilen ausgesetzt sind. Den Beschluss des Landstages betrachten wir als Bestätigung des langjährigen Engagements unseres Verbandes, der weiterhin gerne seine vielfältigen Erfahrungen einbringen wird“.

Der Vorsitzende der LmDR Kreisgruppe Landau und Südliche Weinstraße, Georg Schmalz, fügt hinzu: „Die über 60-jährige Geschichte der Heimkehrer aus Osteuropa nach Rheinland-Pfalz zeigt, wie unterschiedlich unsere Schicksale verlaufen sind. Die Deutschen aus Russland haben als Leistungsträger unserer Gesellschaft längst eine sichtbare und politisch untermauerte Würdigung verdient“.

Der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun, lobt die Arbeit seines Landesverbandes Rheinland-Pfalz und äußert sich optimistisch, dass immer mehr Verantwortungsträger aus Politik und der Öffentlichkeit ein wohlwollendes Interesse an der Bevölkerungsgruppe der Deutschen aus Russland zeigen und zunehmend bereit sind, sich mit Sorgen und berechtigten Anliegen dieser Personengruppe konstruktiv auseinanderzusetzen“.