Landesgruppe Bayern zum Gespräch im Heimatministerium

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Bayerischer Staatsminister Dr. Söder (Mitte) mit Vertretern der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft

„Die Landsmannschaft leistet eine hervorragende Arbeit“, so Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. 


Zu einem Gespräch trafen sich am 30.07.2015 der Vorstand der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit dem Bundes- und Landesvorsitzenden Waldemar Eisenbraun und weitere Vertreter der Landesgruppe mit Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Das Gespräch fand im Nürnberger Haus des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat statt, wo die Behörde seit Februar 2014 neben München ihren zweiten Dienstsitz hat.

„Es gibt nur ein Heimatministerum in ganz Deutschland, im Grunde genommen sind wir einzigartig“, sagte Dr. Söder, während er die zentralen Aufgaben des Heimatministeriums in Nürnberg vorstellte. Allerdings gehe es dabei nicht um klassische Heimatpflege oder Folklore, sondern um landespolitische Aufgaben wie Landesentwicklung und Breitbandausbau – dadurch sollen gleiche Lebensbedingungen in Stadt und Land geschaffen werden. Es gehe darum, „Heimat in Bayern so zu erhalten, dass es lebenswert ist“, so der Minister.

Um gleichwertige Lebensverhältnisse ging es auch bei den Anliegen der Landsmannschaft, die von Waldemar Eisenbraun, Ewald Oster (stellv. Landes- und Bundesvorsitzender) und Isolde Haase (MEB München) vorgetragen wurden. Die Landsmannschaft befinde sich in einem Wandelprozess und stehe vor neuen Herausforderungen. „Nach 20-25 Jahren ist der Verband an einem Punkt angelangt, wo sich die Deutschen aus Russland auch mit Themen befassen, die über die Verbandsarbeit hinaus gehen“, betonte Eisenbraun. Bei den vorgetragenen Anliegen der Landsmannschaft ging es vordergründig um den Kultur- und Bildungsauftrag der Landsmannschaft, der in der vielfältigen Kulturarbeit gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes zum Ausdruck kommt, und die Problematik um die Fremdrente – durch Kürzungen und Abstufungen sehen die russlanddeutschen Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zunehmend einer gravierenden Altersarmut entgegen.

Im weiteren Gesprächsverlauf, der sich unter anderem auch um die aktuellen Herausforderungen rund um die Flüchtlings- und Asylproblematik im Land Bayern und Deutschland drehte, zeigte sich Staatsminister Söder offen und verständnisvoll für die Problematik der Spätaussiedler und signalisierte die Bereitschaft, den Anliegen der Landsmannschaft nachzugehen. „Junge Menschen haben sich vortrefflich integriert, die junge Generation wird die Chancen der Freiheit und der Demokratie nutzen. Aus meiner Sicht leistet die Landsmannschaft eine hervorragende Arbeit“, so Söder. Man habe die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt gesetzt, aber auch die ältere Generation nicht vernachlässigt. Man stehe in Bayern „voll und ganz hinter der leidgeprüften Volksgruppe“, betonte Söder, der seit Jahren Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland ist. „Deutschland hat nach wie vor eine historische Verpflichtung gegenüber den Russlanddeutschen“, so der Minister.

Redaktion der Verbandszeitschrift „Volk auf dem Weg“
30.07.2015, Nürnberg