Unsere Russlanddeutschen – Integration und Zukunft

Standard

Hanns-Seidel-Stiftung, 29. November 2011

Unsere Russlanddeutschen – Integration und Zukunft

Referat Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender

„Zukunftsperspektiven der Russlanddeutschen aus der Sicht der Landsmannschaft“

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

mein werter Bundesvorstandskollege Herr Dr. Eisfeld hat Sie über die wesentlichen Aspekte der Geschichte der Russlanddeutschen informiert, so dass ich mich in meinem Vortrag ausschließlich mit Erfolgen und Problemen der Integration sowie Zukunftsperspektiven der Deutschen aus Russland befassen werde.

Beginnen will ich aber mit einem Rückblick auf den Verlauf der Aufnahme und Eingliederung der Deutschen aus Russland in den vergangenen sechs Jahrzehnten

1950, im Gründungsjahr der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, lebten gerade einmal 70.000 meiner Landsleute in der Bundesrepublik.

Projekt: Kinder malen für die Krebshilfe

Standard

Lahr. Bis zum 5. November 2011 waren die Filialen der Sparkasse in der Schwarzwaldstraße 95 und der Volksbank in der Eisenbahnstraße 7 sowie die Räume des Musikhauses Eichler in der Obststraße 1 zum Kunstatelier geworden. Phantasievolle Bilder von Kindern und Jugendlichen wurden während der normalen Öffnungszeiten ausgestellt und beim Finale am 5. November im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche ab 17 Uhr im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten der Krebshilfe in Freiburg versteigert.

Rund 80 Bilder, von 30 Mitwirkenden gemalt, darunter auch professionelle Maler, sind von Mitgliedern der Ortsgruppe Lahr der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zusammengetragen worden. Die Idee hat sich laut Olga Held, Ehefrau des Vorsitzenden der Ortsgruppe, aus einer Malgruppe entwickelt. Kinder zwischen drei und 16 Jahren, die sich freitags regelmäßig zum gemeinsamen Malen im K2 treffen, waren auf eine Anzeige der Krebshilfe aufmerksam geworden und suchten eine Möglichkeit, zu Geld zu kommen, um hier mitzuhelfen. So wurde das Projekt „Mit-Wirken“ ins Leben gerufen.

Bei der Vernissage am 21. Oktober in der Volksbankfiliale konnten rund 50 Bilder unterschiedlichster Qualität und Aussage betrachtet werden. Die restlichen waren in der Sparkassenfiliale und im Musikhaus Eichler zu sehen. Bei der Ausstellungseröffnung überreichte Volksbank-Prokurist Dieter Leidinger einen Scheck über 500 Euro an Olga Held als „Startkapital“ für den Spendentopf.

Text und Bild: Hildegard Braun

 

Hilfe für krebskranke Kinder

MIT-WIRKEN – eine Initiative der Jugendgruppe der Ortsgruppe Lahr

Das Blumenmeer während des Chrysanthemenfestes macht Lahr (Baden-Württemberg) wunderschön und einmalig. Gerade in dieser Zeit starteten die Kinder und Jugendlichen der Ortsgruppe Lahr der Landsmannschaft ein Projekt, das ganz schnell viele Anhänger und Mitwirkende fand: eine Bilderausstellung mit abschließendem Auktionsverkauf als Hilfe für krebskranke Kinder.

 

Eine kleine Anzeige über krebskranke Kinder, die Hilfe brauchen, hatte die Kinder und Jugendlichen auf diese Idee gebracht. Sie beschlossen, ihre Bilder, die sie in der Malgruppe der Landsmannschaft (für Kinder zwischen drei und 16 Jahren) gemalt hatten, zum Auktionsverkauf freizugeben.

Rund 30 von ihnen hatten zu Pinsel, Farbstiften und Federkiel gegriffen und in ihrer Freizeit die Bilder gemalt. Auch andere Mitwirkende begeisterten sich für die gute Sache und trugen dazu bei, dass die Ausstellung mit einer Bilderauktion und einem Benefizkonzert eine beachtliche Resonanz in der Stadt fand.

Zu den Akteuren gehörten junge und professionelle Maler (Elvira Unruh und ihre Schüler aus Villingen-Schwenningen, Klaus Burth aus Ettenheim, Olga Held und Natalia Taranenko), Musiker (Schüler der Musikschule Eichler unter der Leitung von Viktoria Merkel, David Samsonov und der deutsch-russische Chor aus Lahr), die Ortsgruppen Lahr, Villingen-Schwenningen und Freiburg der Landsmannschaft, die Martin-Luther-Gemeinde Lahr und viele andere. Die Lahrer Jugendgruppe drehte sogar einen eigenen Begleitfilm zu der Aktion, der auf der Internetseite von JSDR-TV zu sehen ist.

Ergebnis des künstlerischen Schaffens waren knapp 100 phantasievolle Bilder junger und erfahrener Maler, die unter dem Motto „MIT-WIRKEN“ gleichzeitig an drei Standorten präsentiert wurden: in der Volksbank Lahr (Eisenbahnstraße 7), in der Sparkasse Offenburg/Ortenau (Schwarzwaldstraße 95) und im Musikhaus Eichler (Obststraße 1).

Allein bei der Ausstellung in der Volksbankfiliale konnten rund 50 Bilder unterschiedlicher Qualität und Aussage betrachtet werden. Bei der Vernissage überreichte der Prokurist der Volksbank, Dieter Leidinger, als „Startkapital“ für den Spendentopf einen Scheck über 500 Euro an Olga Held, die die Idee entwickelt hatte. Als Dankeschön für ihre große Unterstützung bekamen die Volksbank Lahr, die Sparkasse Ortenau, das Musikhaus Eichler und die Martin-Luther Kirche je ein Bild geschenkt.

Am 5. November fand im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche ein Benefizkonzert mit Versteigerung von Bildern statt. Viele Bilder wurden bei der Auktion verkauft. Der Erlös kam dem Förderverein für krebskranke Kinder und der Jugendarbeit der Landsmannschaft je zur Hälfte zugute. Die Übergabe der Spenden an den Förderverein für krebskranke Kinder fand am 19. November 2011 in Freiburg statt.

Weil diese Aktion so gut gelaufen ist, hat die Jugendgruppe beschlossen, das Projekt zur Tradition zu machen und auch beim nächsten Chrysanthemenfest wieder Bilder im Rahmen eines Benefizkonzertes zu versteigern.

Derzeit wird die Initiative „MIT-WIRKEN“ fortgesetzt. In der Weihnachtszeit hat die Jugendgruppe weitere Bilderausstellungen in Lahr durchgeführt. Ein Kinderkonzert im Pflegeheim Ludwig-Frank-Haus (Lahr) sowie ein gemeinsames Malen von Kindern und alten Menschen in den Pflegeheimen der Stadt waren zusätzliche Aktionen. Damit wollen die Jugendlichen ihre Bereitschaft zur Mitwirkung am Leben der Stadt und ihrer Bewohner signalisieren.

Olga Held, Lahr

 

Am 8. Oktober 2011 führte der Vorstand der Ortsgruppe Lahr eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und anschließender konstituierender Vorstandssitzung durch.

Der Mitgliederversammlung wohnten Leontine Wacker, Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg der Landsmannschaft, sowie die Landesvorstandsmitglieder Ludmilla Holzwarth, Edith Klein und Nikolai Magal bei.

Als Vorsitzender wurde Waldemar Held wieder gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder und Aktive sind: Lilia Kerbs (stellvertretende Vorsitzende); – Theresa Föll (Kassenführung); – Olga Held (Sozialarbeit, Öffentlichkeitsarbeit); – Andreas Köln (Aufnahmehilfe, „Existengründerzentrum“); – Natalia Taranenko (Jugend- und Kinderarbeit); – Alexander Samsonov (Jugendgruppe); – Irma Guse (Seniorenarbeit); – Friedrich Schwendich (Seniorenarbeit); – Viktor Rehberg und Marina Holm (Kulturarbeit); – Lilia Kalaschnikow, Albert Linker und Lilia Schwendich (Schriftführung, Kassenprüfung).

            Der Vorstand

Dialogforum Kultur am 25. Mai 2011 in Genshagen

Standard

Kulturelle Eingliederung der aus der Sowjetunion und den Republiken der GUS zugewanderten ca. 2,8 Mio. Deutschen aus Russland

Die aus der Sowjetunion und den Republiken der GUS nach Deutschland eingewanderten Russlanddeutschen und ihre andersethnischen Familienangehörigen haben einen unterschiedlichen rechtlichen Status: Spätheimkehrer, Spätaussiedler, Heimkehrer, Aussiedler, Abkömmlinge, ausländische Familienangehörige von Deutschen im Sinne des GG usw. Die meisten von ihnen haben nach ihrer Einreise nach Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit ihrer Eltern nachweisen können bzw. die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund ihrer Abstammung und ihres Schicksals (Art. 116 GG) verliehen bekommen.

Musisches Schülerfreizeit

Standard

Auch 2010 durften zehn Kinder und Jugendliche aus Waiblingen an der musischen Schülerfreizeit teilnehmen, die von Heinz-Werner und Freyja Liebscher (Kinder- und Jugendgruppe Stuttgart der DJO „Klingender Bogen“) organisiert werden. Fünf Ferientage lang konnten sie in der Jugendherberge Feuchtwangen bei Ansbach tanzen, musizieren, basteln, spielen und wandern.

Schon am ersten Tag gab es mit der Vorstellungsrunde, dem Kennenlernspiel, einer Tanzrunde und Nachtwanderung viel zu erleben. Am nächsten Tag wurden moderne Tänze einstudiert. Beim Musizieren auf Orff-Instrumenten kamen auch Trommeln sowie die mitgebrachten Gitarren und Flöten zum Einsatz.

Für den Bastelunterricht hatte Freyja Liebscher Stabpuppen mitgebracht. So konnte sich jede Gruppe mit selbst angefertigten Puppen ein Theaterspiel ausdenken und dazu passende Kulissen basteln. Beim traditionellen Stadtspiel in Feuchtwangen erfuhren die Kinder Geschichtliches über die mittelfränkische Stadt. Und für Badevergnügen stand das örtliche Hallenbad zur Verfügung.

Beim Abschlussabend mit Preisverleihung ging es sehr lebendig zu. Neben Singen, dem Vorführen der erlernten Tänze, gemeinsamem Tanzen und Tanzspielen wurden lustige Sketsche vorgeführt sowie Musikstücke und ausgedachte Spiele präsentiert. Alle hatten sich Mühe gegeben, bekamen Preise, Geschenke und viel Beifall von den anderen.

Die fünf Tage vergingen wie im Nu. Es wurden Freundschaften geschlossen und bereits Pläne für das nächste Jahr geschmiedet. Viel Lob hat das Leitungsteam verdient, das die Schülerfreizeit zu einem harmonischen Erlebnis werden ließ.

Lydia Becker, Begleiterin der Gruppe