Kulturprogramm 2016 – „Museum am Sonntag“

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Link zum Ver­an­stal­tungs­ka­len­der

Kulturprogramm 2016 – „Museum am Sonntag“

Viktor Krieger

Herzliche Einladung zum Vortrag

Was bedeutet Deportation in der Geschichte der Russlanddeutschen? “

Es sind nun 75. her, dass in der Zeit von 1941 bis 1945 über 1,2 Mio Deut­sche in der Sowjet­uni­on aus dem euro­päi­schen Teil in den Osten, hin­ter das Ural-Gebir­ge depor­tiert wor­den sind. Zu die­sem The­ma wur­de in der Sowjet­zeit wenig recher­chiert und berich­tet. Das Muse­um für russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te sieht sich ver­pflich­tet dar­an mit einem Vor­trag von Dr. Vik­tor Krie­ger zu geden­ken, der als ers­ter schon 1989 in der UdSSR dar­über einen ers­ten Arti­kel ver­öf­fent­lich­te.

Presseerklärung: 75. Jahrestag des Stalin-Erlasses zur Deportation der Wolgadeutschen

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EKD

Presseerklärung

75. Jahrestag des Stalin-Erlasses zur Deportation der Wolgadeutschen
Trauerarbeit mit Russlanddeutschen

Spey­er, den 4. August 2016

Wir haben geschwie­gen … aus Angst

Am 28. August 1941 erließ der Ober­s­te Sowjet unter Josif Sta­lin einen Erlass über die Zwangs­um­sied­lung der Wol­ga­deut­schen. Fast 500 Tau­send Men­schen – Män­ner, Frau­en und Kin­der — wur­den in den dar­auf­fol­gen­den Mona­ten in Güter­wag­gons aus den west­li­chen Tei­len der Sowjet­uni­on, aus Geor­gi­en und Aser­bai­dschan nach Sibi­ri­en und Mit­tel­asi­en depor­tiert. Als soge­nann­te Volks­fein­de und voll­kom­men recht­los wur­den Män­ner und Frau­en zur Zwangs­ar­beit ein­ge­zo­gen, die Kin­der blie­ben sich selbst über­las­sen, Vie­le star­ben an Krank­hei­ten, Unter­ernäh­rung und Erschöp­fung. „Wir haben geschwie­gen wie die Fische“ sagt ein heu­te 79 jäh­ri­ger Russ­land­deut­scher. „Die Angst vor Über­grif­fen war unser stän­di­ger Beglei­ter.“

Hilfe bei der Antragstellung für Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter

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BVA__logoAuf An­trag kön­nen ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.
Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne

Zentrale Gedenkfeier in Friedland, 3. September 2016

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Einladung

Zentrale Gedenkfeier
der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.
„Zukunft braucht Vergangenheit: 75 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion“

im Grenzdurchgangslager Friedland
am 03.09.2016 um 14:00 Uhr

FriedlandbildLie­be Lands­leu­te,
lie­be Freun­de und Unter­stüt­zer der Deut­schen aus Russ­land,

die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land lädt Sie herz­li­ch ein zu ihrer zen­tra­len bun­des­wei­ten Gedenk­fei­er am 3. Sep­tem­ber 2016 um 14:00 Uhr auf dem Gelän­de des Grenz­durch­gangs­la­gers Fried­land (Heim­keh­rer­stra­ße 18, 37133 Fried­land).
Der Schwer­punkt unse­rer dies­jäh­ri­gen Ver­an­stal­tung ist das The­ma „Zukunft braucht Vergangenheit.75 Jah­re Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on“
Mit die­ser Fei­er möch­ten wir an die Opfer der Ver­trei­bung der Deut­schen geden­ken und laden Sie, Ihre Ver­wand­te, Freun­de und Bekann­te ein zur zahl­rei­chen Teil­nah­me!


Das Pro­gramm der Gedenk­ver­an­stal­tung:

  • ab 13:00 Uhr – kur­ze Füh­rung durch das Muse­um Fried­land
  • die Schirm­herr­schaft über­nimmt der Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nie­der­sach­sen, Ste­phan Weil
  • die Haupt­re­de hält Land­tags­prä­si­dent des Lan­des Nie­der­sach­sen Bernd Buse­mann
  • Bun­des­vor­sit­zen­der Wal­de­mar Eisen­braun hält eine Anspra­che
  • Toten­eh­rung erfolgt durch Visi­ta­tor Msgr. Dr. Alex­an­der Hoff­mann
  • Andach­ten und Kranz­nie­der­le­gun­gen vor der Fried­land­glo­cke und dem Mahn­mal
  • Kul­tur­pro­gramm und Gesprä­che bei Kaf­fee und Kuchen 
    Musi­ka­li­sche Umrah­mung durch russ­land­deut­sche Chö­re, Kul­tur­grup­pen und Solis­ten aus ganz Nie­der­sach­sen

Wir freu­en uns auf Ihr Kom­men!
Bei Fra­gen mel­den Sie sich bit­te unter: Tel. 0511–1694094

Stellenausschreibungen des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

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Museum-Stellenausschreibung
Die Bewer­bungs­frist endet am 29.07.2016.

Die aus­ge­schrie­be­nen Stel­len sind:

  •  Muse­ums­lei­te­rin / Muse­ums­lei­ter
  •  Museologe/Kurator/Sammlungskurator (w/m)
  •  Muse­ums­päd­ago­gin / Muse­ums­päd­ago­ge
  •  Sach­be­ar­bei­te­rin / Sach­be­ar­bei­ter in der Ver­wal­tung

Muse­um für russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te

Wita­lis Hagel­gans
Vor­stands­vor­sit­zen­der

32756 Det­mold  |  Georg­stra­ße 24
Mobil. 0151 54772519  |  Tele­fon. 05231 921626

Teilnahme an der Mitgliederversammlung von „MORGEN“, dem Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen.

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Pro­jekt: „Neue Bür­ger ler­nen und erfah­ren Soli­da­ri­tät in Mün­chen

Maß­nah­me­ti­tel Az.. 312/2609000650

Ver­an­stal­tung

Teil­nah­me an der Mit­glie­der­ver­samm­lung von „MORGEN“, dem Netz­werk Münch­ner Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen.
Zie­le: Pro­jek­t­in­for­ma­ti­on, Ver­net­zung mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­a­nen, Wahr­neh­mung des Stimm­rechts als Ver­tre­ter der LmDR und des „Neu­bür­ger­pro­jekts“
Ort: „Eine­Welt­Haus Mün­chen“, Schwantha­ler Str. 80 (Rgb.), 80336 Mün­chen

Logo-BMI

Datum: 19.4.2016, 18:00–22:00

Verlauf und Ergebnisse

2016-04-19 Morgen Vorstandswahlen_Foto Samir Sakkal (482)a4Bereits 2015 wur­den Kon­tak­te zu MORGEN geknüpft. Es zählt zu den wich­tigs­ten Netz­wer­ken der Inte­gra­ti­on in Mün­chen und ist de fac­to der bedeu­tends­te Zusam­men­schluss von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen in Mün­chen. Trotz der Vor­be­hal­te man­cher Deut­scher aus Russ­land bzw. Russ­land­deut­scher (im Fol­gen­den RD) sowie auch „Neu­bür­ger“ gegen­über dem Netz­werk haben sich über das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ Ver­bin­dun­gen zu MORGEN wie auch zu ihren Mit­glie­dern sowie Ansprech­part­nern im Umfeld ent­wi­ckelt. So waren bei einer wich­ti­gen Mit­glie­der­ver­samm­lung zu  Sat­zungs­fra­gen am 21.5. 2015 Per­so­nen dabei, die zum „Neu­bür­ger­pro­jekt“ zäh­len und die auch mit MORGEN koope­rie­ren. Sie nut­zen seit län­ge­rem und kon­ti­nu­ier­li­ch die Räum­lich­kei­ten in der Son­nen­str. 12.

Stimmkarte_LmDRbei_MORGEN-MV

In die­ser zuneh­mend enge­ren Koope­ra­ti­on – so ist für den Herbst 2016 ein Fach­tag zum The­ma „Neu­bür­ger“ geplant, für den MORGEN als Mit­ver­an­stal­ter gewon­nen wer­den soll – spie­gelt sich die Öff­nung der LmDR nach außen sowie die über die­sen Rah­men hin­aus­ge­hen­de Ori­en­tie­rung auf ande­re Orga­ni­sa­tio­nen. Die via „Neu­bür­ger­pro­jekt“ zusam­men­ge­tra­ge­nen Infor­ma­tio­nen und Erfah­run­gen, für die vor allem auf selbst­ver­ständ­li­che Wei­se die LmDR mit ihrer Geschich­te steht, kom­men ande­ren zugu­te.

Dies wur­de auch bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung nach einer Kurz­in­for­ma­ti­on über das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ und die betei­lig­ten Per­so­nen in den Gesprä­chen mit ande­ren  Orga­ni­sa­tio­nen deut­li­ch. Lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen in der Inte­gra­ti­on kom­men ande­ren heu­te zugu­te.

Da vor allem mit Hil­fe des „Neu­bür­ger­pro­jekts“ die LmDR Mit­glied bei MORGEN gewor­den ist, wur­de das Stimm­recht wahr­ge­nom­men. Poli­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on ist für nicht weni­ge immer noch ein nicht leich­ter Lern­pro­zess. Gera­de Letz­te­res ist wich­tig zu unter­strei­chen, denn bei den ein­zel­nen Wahl­gän­gen für die Vor­stands­wahl mach­ten etli­che Ver­tre­ter von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen kon­kre­te Erfah­run­gen mit den Prin­zi­pi­en von Par­ti­zi­pa­ti­on. Das „Neu­bür­ger­pro­jekt“ ist im Netz­werk eta­bliert und aner­kannt. Auf die­ser Basis soll die Koope­ra­ti­on fort­ge­führt und inten­si­viert wer­den.

Peter Hil­kes, Pro­jekt­lei­ter                                                                                        20.4.2016

Halbherzige Rehabilitierungsversuche der Russlanddeutschen

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Wol­ga­deut­sche Repu­blik

Am 31. Janu­ar 2016 unter­zeich­ne­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin den Erlass „Über erst­ran­gi­ge Maß­nah­men zur Reha­bi­li­ta­ti­on der Russ­land­deut­schen“, der die frü­her ver­an­ker­te Wie­der­her­stel­lung der russ­land­deut­schen Staat­lich­keit“ (wie im Ukas des Prä­si­den­ten Boris Jel­zin vom 21.02.1992) nicht mehr ent­hält. Zwar blieb der Erlass von 1992 de fac­to auch eine lee­re Ver­spre­chung. Den­no­ch erschien er den Betrof­fe­nen immer noch als gewis­se Garan­tie dafür, dass die rus­si­sche Füh­rung sich irgend­wann doch dazu durch­ringt, die gesetz­wid­rig auf­ge­lös­te Staat­lich­keit der Russ­land­deut­schen (in wel­cher Form auch immer, und damit auch die his­to­ri­sche Gerech­tig­keit) wie­der­her­zu­stel­len und die deut­sche Min­der­heit recht­li­ch, gesell­schaft­li­ch und poli­ti­sch voll­stän­dig zu reha­bi­li­tie­ren, zumal der Erlass von Putin im Jahr 2014 die­se Hoff­nun­gen erneut auf­flam­men ließ. (Arti­kel als pdf)


Die fol­gen­schwe­re Vor­ge­schich­te ist bekannt. Der Erlass vom 28.08.1941 lei­te­te die Auf­lö­sung der 1924 gegrün­de­ten ASSR der Wol­ga­deut­schen und die mas­sen­haf­te