Sollten die Katholiken aus Russland sich organisieren? Ihre Meinung ist uns wichtig!

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Bereits beim ersten Treffen des neuen Beraterkreises von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Vertriebene und Aussiedler, wurde die Frage formuliert: Sollten die Katholiken aus Russland sich organisieren und eine Laienorganisation gründen?

Katholikentag in Mannheim 2012: Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (links) und Visitator Dr. Alexander Hoffmann mit jungen Besuchern.

Von verschiedenen Seiten wurde in der Vergangenheit festgestellt, dass die Katholiken aus Russland nicht organisiert sind, sie somit auch in den katholischen Laienorganisationen wie zum Beispiel dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken gar nicht vertreten sind. Damit fehlt ihre Stimme in der Kirche; ihre Anliegen werden in den katholischen Laienorganisationen, aber auch in der Mehrheit der (Erz-)Diözesen gar nicht wahrgenommen. Die berechtigten Anliegen bleiben ungehört, eigene Projekte können nicht gestartet und in der Regel auch keine Gelder für wichtige Projekte beantragt werden. Können wir uns das weiterhin leisten?

Der weitaus wichtigste Punkt ist die fehlende Möglichkeit, unsere Anliegen auf die Tagesordnung kirchlicher Organisationen zu heben. Wir erleben uns meist als Bittsteller, nicht als Gestalter. Sicher haben unsere Landsleute Zeit gebraucht, um zunächst ganz praktische (Überlebens-)Fragen in der neuen Heimat zu lösen. Doch in einer Gesellschaft, die ihre Anliegen über Verbände und Organisationen zur Geltung bringt, wäre die Gründung eines katholischen Rates, Komitees oder Verbandes von größter Bedeutung und angesichts der starken Veränderungen in Kirche und Gesellschaft auch von größter Dringlichkeit. Wie diese Organisation dann konkret heißen sollte, darüber könnte man später entscheiden.

Der neue Beirat von Weihbischof Dr. Hauke war sich im Klaren, dass die Gründung eines katholischen Laienverbandes „von unten“ geschehen sollte und daher als Erstes die katholischen Laien selbst befragt werden sollten, ob sie daran Interesse haben.

Der Beraterkreis beschloss daher, zunächst einen Aufruf in unseren Zeitungen und Zeitschriften zu machen, um ein Echo, eine Rückmeldung auf diese Idee zu erhalten. Die Meinung unserer Gläubigen ist für die eventuelle Fortführung und Verwirklichung dieser Idee von entscheidender Bedeutung.

Wir bitten daher alle Interessierten, sich zu diesem Thema uns gegenüber zu äußern, eventuell auch vorher mit Freunden und in Gruppen das Thema zu diskutieren. Die einfachste Form einer Rückmeldung wäre natürlich die E-Mail. Das hätte auch den Vorteil, dass ich diese Rückmeldungen an den Beraterkreis weiterleiten bzw. für ihn ausdrucken könnte. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann uns seine Gedanken schriftlich zukommen lassen bzw. anrufen. Alle Verbindungsdaten sind unten angegeben.

Die Rückmeldungen werden dann in der nächsten Sitzung des Beirates von Weihbischof  Dr. Reinhard Hauke besprochen und diskutiert. Selbstverständlich wird dazu auch ein Ergebnisbericht in „Volk auf dem Weg“ erscheinen.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Mitarbeit und danken Ihnen im Voraus.

Ihr Msgr. Dr. Alexander Hoffmann, Visitator DaR

 

 Liebe katholische Landsleute,

im Namen des Vorsitzenden des Beirates Aussiedlerseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, und der anderen Mitglieder des Beirates möchte ich Sie ermutigen und bitten, uns nach Möglichkeit bis Ende Juli 2012 Ihre Meinung zur Gründung einer Laienorganisation für katholische Deutsche aus Russland mitzuteilen.

Sie erreichen uns unter:

Seelsorgstelle für katholische Deutsche

aus Russland, Kasachstan und den anderen GUS-Staaten

Kaiser-Friedrich-Str. 9, 53113 Bonn

Tel.: 0228-103446, Fax: 0228-103448

E-Mail: kath-russlanddeutsche@dbk.de