Höherstufung“ von Spätaussiedlern: neues höchstrichterliches Urteil

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BVerwG

Mel­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes:

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat am 16.Juli 2015 mit einem Grund­satz­ur­teil über eine Rechts­fra­ge ent­schie­den, die sich seit dem Inkraft­tre­ten des 10.  Ände­rungs­ge­set­zes zum Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz im Sep­tem­ber 2013 gestellt hat­te.

Das Gesetz sieht zahl­rei­che Locke­run­gen für die Aner­ken­nung als Spät­aus­sied­ler vor. Dar­aus haben Per­so­nen, die teils auch schon vor vie­len Jah­ren seit 1993 nach Deutsch­land gekom­men waren, den Schluss gezo­gen, dass auch auf sie nach­träg­li­ch das neue Recht Anwen­dung fin­den müs­se. 11.000 Ehe­gat­ten und Abkömm­lin­ge von Spät­aus­sied­lern haben daher beim Bun­des­ver­wal­tungs­amt bean­tragt, sie nach­träg­li­ch eben­falls als Spät­aus­sied­ler anzu­er­ken­nen. Ziel die­ser Anträ­ge ist meist die Anrech­nung der im Her­kunfts­ge­biet zurück­ge­leg­ten Arbeits­zei­ten in der deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung, die nur den Spät­aus­sied­lern, nicht aber ihren Fami­li­en­mit­glie­dern gewährt wird.

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat nun ent­schie­den, dass sich die Rechts­stel­lung der Spät­aus­sied­ler immer nach dem Recht im Zeit­punkt der Über­sied­lung rich­tet und hat damit die von Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern und Bun­des­ver­wal­tungs­amt stets ver­tre­te­ne Rechts­an­sicht gebil­ligt. Das neue Recht fin­det daher nur auf Neu­fäl­le, auf Ein­rei­sen nach dem 13.09.2013, Anwen­dung. Den soge­nann­ten Anträ­gen auf „Höher­stu­fung“ von § 7 auf § 4 des Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­set­zes von frü­her ein­ge­reis­ten Per­so­nen ist damit die Basis ent­zo­gen. Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt wird die­se Anträ­ge ins­ge­samt ableh­nen.

Zur Mel­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes (BVA)

Zur Mel­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts (BVerwG)

Spätaussiedler und ihre Angehörigen, Jahresstatistik 2014 des BVA

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BVA-Jahresstatistik2014Bun­des­ver­wal­tungs­amt ver­öf­fent­licht Jah­res­sta­tis­tik 2014 über “Spät­aus­sied­ler und ihre Ange­hö­ri­gen”

Bun­des­be­auf­trag­ter Kos­chyk: Zuzug von Spät­aus­sied­ler trägt zur Abfe­de­rung des Demo­gra­phi­schen Wan­dels bei

Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt hat sei­ne Jah­res­sta­tis­tik 2014 über “Spät­aus­sied­ler und ihre Ange­hö­ri­gen” ver­öf­fent­licht.

Dem­nach kamen im letz­ten Jahr ins­ge­samt 5.649 Spät­aus­sied­ler bzw. deren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge nach Deutsch­land, fast alle aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on. Die Sta­tis­tik gibt pro­fund Aus­kunft über die Ver­tei­lung nach Her­kunfts­staa­ten, auf­neh­men­den Bun­des­län­dern, Anspruchs­grund­la­ge nach Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz, Alters­struk­tur, Berufs­aus­bil­dung und Reli­gi­on.

Die nach Deutsch­land zuzie­hen­den Russ­land­deut­schen

BVA: Information für Antragsteller aus der Ukraine

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BVA__logoDas  Bun­des­ver­wal­tungs­amt  beob­ach­tet  die  Lage  ins­be­son­de­re  in  der  Ost­ukrai­ne  mit  Sor­ge. Ersicht­li­ch ist die Durch­füh­rung des Auf­nah­me­ver­fah­rens für Spät­aus­sied­ler durch die Kämp­fe erschwert. Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt bit­tet Antrag­stel­ler, sich bei kon­kre­ten Schwie­rig­kei­ten ver­trau­ens­voll an die Mit­ar­bei­ter der Aus­lands­ver­tre­tung oder direkt an die  zustän­di­gen Bear­bei­ter im Bun­des­ver­wal­tungs­amt zu wen­den.

Link zum BVA-Merk­blatt (pdf)  /  Link zur BVA-Inter­net­sei­te

Bis­her wer­den fol­gen­de Aus­nah­me­re­ge­lun­gen ange­wandt: