Kaukasus-Deutsche: Fotomaterial und Dokumente gesucht!

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Kaukasus-Deutsche

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bereitet sich gegenwärtig auf die Feierlichkeiten anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Auswanderung der Deutschen in den Kaukasus vor, die 2017 anstehen.

Wir erarbeiten eine Wanderausstellung, die sich mit der Geschichte und Kultur der Kaukasusdeutschen befasst. Außerdem sollen sie im Mittelpunkt von Projekten und Maßnahmen stehen – Vorträge, Filme, Podiumsdiskussionen.

In der Stuttgarter Heilandskirche, die von Herzogin Wera (geb. 1854 in Russland; ab ihrem 9. Lebensjahr in Württemberg) gegründet wurde, soll ein Gottesdienst gehalten werden, der an die vielen Kaukasusdeutsche erinnern wird, deren Gräber in der Ferne zurückgelassen werden mussten.

Wir möchten mit unseren Maßnahmen insbesondere die jüngere Generation ansprechen. Deswegen wird es wichtig sein, nach neuen Formen der Geschichtsdarstellung zu suchen.

Es soll ein Bildband mit der Chronologie der Kulturgeschichte der Kaukasusdeutschen hergestellt werden. Wir bitten aus diesem Grund, die Kaukasusdeutschen und ihre Nachkommen, uns Bilder und Dokumente zur Verfügung zu stellen.


Die Landsmannschaft sucht Fotomaterial und Dokumente zu folgenden Themen:
• Herkunftsorte der Kaukasusdeutschen und Beleuchtung der Hintergründe
für die Auswanderung aus den deutschen Provinzen nach Russland.
• Auswanderung nach Russland und Beschreibung der Lage in den Ankunftsorten im Kaukasus.
• Historische, ökonomische und kulturelle Entwicklung der Kolonien der Kaukasusdeutschen im Zarenreich.
Besonderes Thema: Kaukasusdeutsche Winzer.
• Kaukasusdeutsche und ihr Glaube.
• Zusammenleben mit den nichtdeutschen Nachbarn, Formen von Partizipation und Alltag.
• Bildung und Kultur als bedeutende Faktoren der Identitätsstiftung.
• Deportation,Verlust der Heimat, „Arbeitsarmee“, Leben in der Verbannung.
• Verbannungsorte. Kaukasusdeutsche in Sibirien, Kasachstan und Mittelasien.
• Ausreise nach Deutschland.
• Kaukasusdeutsche heute: vorbildliche Leistungsträger mit Brückenfunktion in den Kaukasus.


Schicken Sie uns bitte das Material per Email an Redaktion@LmDR.de
oder per Post an:
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
Redaktion (Kaukasus)
Raitelsbergstr. 49
70188 Stuttgart

Ihre Zusendungen erhalten Sie nach der Digitalisierung umgehend zurück.

Vielen Dank!

Ihre Landsmannschaft

200 Jahre deutsche Kolonien in Südrussland

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200 Jahre deutsche Kolonien in Südrussland –

Erinnerungsorte und Erinnerungskultur in den ehemaligen Ansiedlungsgebieten


Nachdem schon die Zarin Katharina die Große (1762-1796), eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, gleich zu Beginn ihrer Regierung eine erste größere Gruppe deutscher Kolonisten an die untere Wolga gerufen hatte, begann ihr Enkel Alexander I. (1801-25) die inzwischen hinzugewonnenen Gebiete im Süden seines Landes, von Bessarabien bis zum Kaukasus, mit Hilfe deutscher Einwanderer zu erschließen.