Scheunenmuseum

Standard

Das „Scheu­nen­mu­se­um“ von Rein­hold Ziel­ke:
Russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te zum Anfas­sen und Erle­ben



Das „Scheu­nen­mu­se­um“, wie Rein­hold Ziel­ke (geb. 1934) die Unter­kunft sei­ner Expo­na­ten­samm­lung nennt, liegt mit­ten im his­to­ri­schen Nid­da – vor über zwei Jahr­hun­der­ten waren deut­sche Aus­wan­de­rer von hier an die Wol­ga auf­ge­bro­chen. Die Scheu­ne ist ein ehe­ma­li­ger Getrei­de­spei­cher, den der Nid­da­er Karl-Heinz Rein­hardt dem pas­sio­nier­ten Samm­ler Rein­hold Ziel­ke für sei­ne Samm­lung zur Ver­fü­gung stell­te. „Hier bin ich in war­men Jah­res­zei­ten am liebs­ten. Es ist immer was zu tun, schließ­li­ch muss es wie in einem rich­ti­gen Muse­um aus­se­hen“, sagt er. Im Win­ter wird die Scheu­ne nicht beheizt.


Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold

Standard

Sam­meln, bewah­ren, prä­sen­tie­ren“ — Muse­um für russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te in Det­mold

Der Geschich­te eine Hei­mat geben – Inte­gra­ti­on über Iden­ti­tät gestal­ten“ unter die­sem Mot­to bemüht sich das „Muse­um für russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te“ Det­mold, die kul­tu­rel­len und geschicht­li­chen Erfah­run­gen der russ­land­deut­schen Zuwan­de­rer in Deutsch­land zu doku­men­tie­ren und wei­ter zu ver­mit­teln. Es ist es nicht nur in NRW, son­dern auch bun­des­weit das ein­zi­ge russ­land­deut­sche Muse­um. Seit 2002 wird das Pro­jekt vom „Muse­ums­ver­ein für russ­land­deut­sche Kul­tur und Volks­kun­de e.V.“ getra­gen. Aber auch der Christ­li­che Schul­för­der­ver­ein Lip­pe e.V., der bis­he­ri­ge För­de­rer, unter­stützt nach wie vor die Muse­ums­ak­ti­vi­tä­ten.

Die Russ­land­deut­schen haben sehr wohl ein eige­nes Muse­um ver­dient. In der Sowjet­uni­on konn­ten wir nichts über unse­re Geschich­te erfah­ren. Vie­le haben erst in Deutsch­land begon­nen, sich mit der eige­nen Fami­li­en­ge­schich­te oder die der Volks­grup­pe aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die­ser wie­der­ge­won­ne­ne Erin­ne­rungs­schatz soll nicht nur vor dem Ver­ges­sen bewahrt wer­den, son­dern sich auch ins kol­lek­ti­ve Bewusst­sein der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen der Russ­land­deut­schen und der ein­hei­mi­schen Nach­barn ein­prä­gen, um so Teil der heu­ti­gen Gesamt­kul­tur in Deutsch­land zu wer­den“, beschreibt die Muse­ums­lei­te­rin Dr. Katha­ri­na Neu­feld den Sinn der Muse­ums­in­itia­ti­ve.