Ansprache des Bundesvorsitzenden Eisenbraun anlässlich des 75. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion

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Eisenbraun Waldemar 6177

Wal­de­mar Eisen­braun (Bun­des­vor­sit­zen­der)

Ver­ehr­te Ehren­gäs­te,
geschätz­te Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen,
lie­be Lands­leu­te,
sehr geehr­te Damen und Her­ren,

im Namen des Bun­des­vor­stan­des der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land dan­ke ich Ihnen, dass Sie unse­rer Ein­la­dung gefolgt sind, gemein­sam der tra­gi­schen Ereig­nis­se zu geden­ken, deren Opfer mei­ne Lands­leu­te in der Sowjet­uni­on wur­den.

Sinn­bild die­ses Lei­dens ist der Erlass des Prä­si­di­ums des Obers­ten Sowjets der Sowjet­uni­on „Über die Über­sied­lung der Deut­schen, die in den Wol­ga­rayons woh­nen“ vom 28. August 1941. Die Wol­ga­deut­schen – und in der Fol­ge auch die ande­ren Deut­schen des Lan­des – wur­den dar­in ohne jeden Grund der Kol­la­bo­ra­ti­on mit Hit­ler-Deutsch­land bezich­tigt.

Schließ­li­ch wur­den alle Russ­land­deut­schen aus dem euro­päi­schen Teil der Sowjet­uni­on hin­ter den Ural, nach Sibi­ri­en und Kasach­stan depor­tiert, wo Zwangs­ar­beit und unmensch­li­che Lebens­be­din­gun­gen auf sie war­te­ten.

Der russ­land­deut­sche His­to­ri­ker Dr. Vik­tor Krie­ger kommt – selbst bei einer vor­sich­ti­gen Schät­zung — auf eine Gesamt­zahl der russ­land­deut­schen Opfer des sta­li­nis­ti­schen Ter­rors von 480.000 Per­so­nen. Eine unge­heu­er­li­che Anzahl — zumal die Eth­nie zu Beginn der 1950er Jah­re ledig­li­ch 1,35 Mil­lio­nen Men­schen zähl­te.

Als Rechts­nach­fol­ge­rin der Sowjet­uni­on steht die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on nach unse­rer Ansicht in der Pflicht, die Fol­gen des Depor­ta­ti­ons­er­las­ses fak­ti­sch und voll­stän­dig zu besei­ti­gen. Die Reha­bi­li­ta­ti­on unse­rer Volks­grup­pe, die ohne jede Schuld zum Opfer zwei­er Unrechts­re­gime wur­den, ist längst über­fäl­lig!

Die tra­gi­schen Ereig­nis­se haben sich in das Gedächt­nis russ­land­deut­scher Fami­li­en ein­ge­brannt. Kaum eine von ihnen wur­de von den Repres­sio­nen und Mas­sen­mor­den des Sta­lin-Regimes ver­schont.

Den­no­ch — und das sage ich mit gro­ßem Bedau­ern! — ist die Geschich­te der Deut­schen aus Russ­land nach wie vor nicht Bestand­teil des kol­lek­ti­ven Bewusst­seins der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Die­se Geschich­te scheint nicht zu exis­tie­ren. Sie wird im Schul­un­ter­richt nicht behan­delt, die Medi­en berich­ten dar­über bes­ten­falls spo­ra­di­sch und unaus­ge­wo­gen. Daher ist mei­ne ein­dring­li­che Bit­te, der Geschich­te und dem Schick­sal der Deut­schen aus Russ­land mehr Auf­merk­sam­keit zu wid­men – auch und gera­de um ihre vor­bild­li­chen Inte­gra­ti­ons­leis­tun­gen in ange­mes­se­ner Wei­se wür­di­gen zu kön­nen.

Ich bin sehr besorgt wegen der nega­ti­ven Pau­scha­li­sie­rung in den bun­des­deut­schen Medi­en in Bezug auf die Deut­schen aus Russ­land. So wur­den aus ver­ein­zel­ten auf­fäl­li­gen Vor­komm­nis­sen wie im Fall „Lisa“ Vor­wür­fe gegen die Gesamt­heit der Volks­grup­pe kon­stru­iert. Oft wur­de der Ein­druck ver­mit­telt, die Deut­schen aus Russ­land wür­den sich von der Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne­rie Mos­kaus miss­brau­chen las­sen. Ohne jede Ver­harm­lo­sung beto­ne ich erneut: Es han­del­te sich um nicht reprä­sen­ta­ti­ve Ein­zel­fäl­le.

Kaum eine ande­re Volks­grup­pe in der Bun­des­re­pu­blik ist immu­n­er gegen jede Form von poli­ti­scher Radi­ka­li­sie­rung als die Deut­schen aus Russ­land. Sie bzw. ihre Eltern und Groß­el­tern haben haut­na­he Erfah­run­gen mit tota­li­tä­ren Sys­te­men gemacht und wer­den sich daher in ihrer gro­ßen Mehr­heit nie­mals Popu­lis­ten und poli­ti­schen Pro­vo­ka­teu­ren anschlie­ßen. Und wir sind uns doch sicher dar­in einig, dass die mehr­heit­li­ch kon­ser­va­ti­ven Ein­stel­lun­gen der Russ­land­deut­schen nichts mit Radi­ka­li­tät zu tun haben.

Viel­mehr zeich­nen sich gera­de mei­ne Lands­leu­te durch eine aus­ge­spro­chen gro­ße Loya­li­tät der Bun­des­re­pu­blik und ihrem demo­kra­ti­schen Wer­te­sys­tem gegen­über aus. Sie haben sich in Jahr­zehn­ten der Unfrei­heit und Ent­rech­tung nach Respekt und Gleich­heit gesehnt. Nach ihrer Rück­kehr in die Hei­mat ihrer Vor­fah­ren haben auch sie in Deutsch­land eine Hei­mat gefun­den.

Nach mei­ner Auf­fas­sung ist für eine aus­ge­präg­te Loya­li­tät nicht das Vor­han­den­s­ein von nur einer Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­schei­dend, son­dern eine gefes­tig­te Iden­ti­tät, Rechtstreue und ein gemein­sa­mes Wer­te­sys­tem.

Unser Ver­band wird sich wei­ter­hin dafür ein­set­zen, dass unse­re Lands­leu­te in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein­rei­sen dür­fen. Ich begrü­ße es aus­drück­li­ch, dass die Bun­des­re­gie­rung ihrer his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung für die Deut­schen aus Russ­land wei­ter­hin gerecht wird und nach wie vor an der Aner­ken­nung ihres kol­lek­ti­ven Kriegs­fol­gen­schick­sals fest­hält.

Aus Anlass des 75. Jah­res­ta­ges der Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on hat die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land eine umfang­rei­che Gedenk­schrift her­aus­ge­ge­ben, die sich unter dem Titel „Ent­rech­tet – Ent­wür­digt – Ent­wur­zelt“ mit ver­schie­de­nen Aspek­ten der Ver­fol­gung der Russ­land­deut­schen befasst.

Die Schau­pro­zes­se in der Sowjet­uni­on Sta­l­ins der Jah­re 1937 und 1938 gehö­ren eben­so dazu wie die Depor­ta­tio­nen, die mit dem Erlass vom 28. August 1941 ihren Höhe­punkt erreich­ten, die Ver­brin­gung in die Zwangs­ar­beits­la­ger der so genann­ten „Tru­dar­mee“ oder die Recht­lo­sig­keit in den Son­der­sied­lun­gen, die erst Ende 1955 auf­ge­löst wur­den.

Abschlie­ßend möch­te ich Fol­gen­des fest­stel­len:

Die par­tei­po­li­ti­sche Land­schaft hat sich in den letz­ten Jah­ren euro­pa­weit merk­li­ch ver­än­dert. Die bewaff­ne­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die andau­ern­de Flücht­lings­kri­se und die dro­hen­de Alters­ar­mut füh­ren dazu, dass Men­schen zuneh­mend ver­un­si­chert sind und nach schnel­len Pro­blem­lö­sun­gen suchen. Dabei ist das kein rein deut­sches Phä­no­men, wie ein Bli­ck auf die Ent­wick­lun­gen in den benach­bar­ten Län­dern zeigt.

Von den eta­blier­ten Par­tei­en erwar­te ich durch­dach­te und ver­ständ­li­ch kom­mu­ni­zier­te Pro­blem­lö­sun­gen. Das Ver­trau­en in den Staat, sei­ne Orga­ne und Behör­den muss wie­der her­ge­stellt wer­den.

Mei­nen Lands­leu­ten wün­sche ich mehr Mün­dig­keit, Resis­tenz gegen Paro­len und Mani­pu­la­ti­ons­ver­su­che und poli­ti­schen Weit­bli­ck. Ich bit­te auch dar­um, mehr Geduld für die Auf­klä­rung von ein­zel­nen Vor­gän­gen auf­zu­brin­gen, da vor­schnel­le Urtei­le und Hand­lun­gen nicht sel­ten fal­sch sein kön­nen. Im Hin­bli­ck auf die anste­hen­den Wahlen rufe ich zu einer regen Wahl­be­tei­li­gung auf.

Ich bedan­ke mich herz­li­ch bei allen Betei­lig­ten für die Vor­be­rei­tung und Mit­ge­stal­tung von Gedenk­ver­an­stal­tun­gen, die bun­des­weit statt­ge­fun­den haben.

Nun schlie­ße ich ger­ne mit dem Mot­to der Lands­mann­schaft
„Zusam­men­hal­ten – Zukunft gestal­ten“

Wal­de­mar Eisen­braun
Bun­des­vor­sit­zen­der

Ansprache des Bundesvorsitzenden, März 2016

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Waldemar Eisenbraun Bundesvorsitzender

Wal­de­mar Eisen­braun
Bun­des­vor­sit­zen­der

Der Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land appel­liert an alle Wahl­be­rech­tig­ten, von ihrem Staats­bür­ger­li­chen Recht, ihrem Wahl­recht, Gebrauch zu machen und damit zu einer über­zeu­gen­den Wahl­be­tei­li­gung aktiv bei­zu­tra­gen.

Link zum Bei­trag in “Volk auf dem Weg”, Aus­ga­be März 2016 (pdf)

Zusam­men­hal­ten –  Zukunft gestal­ten!


Lie­be Lands­leu­te,
lie­be Freun­de und Unter­stüt­zer der Deut­schen aus Russ­land,

die Ereig­nis­se der letz­ten Wochen haben erneut gezeigt, dass es auch unter unse­ren Lands­leu­ten Men­schen gibt, die um jeden Preis das Ram­pen­licht suchen. Das sprich­wört­li­che „kein Licht ohne Schat­ten“ hat sich bedau­er­li­cher­wei­se in den zahl­rei­chen, oft ein­sei­ti­gen Medi­en­be­rich­ten bestä­tigt. Selbst­sucht und Gel­tungs­be­dürf­nis von weni­gen Per­so­nen haben einen rie­si­gen Schat­ten auf uns alle gewor­fen.

Wir – die rechtstreu­en Bür­ger, wir – die enga­gier­ten Lands­leu­te, wir – die posi­ti­ven Bei­spie­le gelun­ge­ner Inte­gra­ti­on, sind heu­te mit Vor­wür­fen und Unter­stel­lun­gen kon­fron­tiert, die Deut­schen aus Russ­land sei­en rechts­las­tig und fremd­ge­steu­ert. Das ist ein schwer­wie­gen­der Rück­schlag für unse­re Bemü­hun­gen der letz­ten Jah­re.

Auch wenn unser Ver­band heu­te unter einem zusätz­li­chen Druck steht, dür­fen wir uns nicht ent­mu­ti­gen las­sen. Mit Selbst­be­wusst­sein, Kom­pe­tenz und noch mehr Ein­satz müs­sen wir den Dia­log mit der Öffent­lich­keit ver­stär­ken und zur Auf­klä­rung über die Deut­schen aus Russ­land bei­tra­gen.

Der Schat­ten, d. h. ins­be­son­de­re die Infor­ma­ti­ons­de­fi­zi­te, von denen wir uns schnellst­mög­li­ch befrei­en müs­sen, machen deut­li­ch, dass die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land gera­de heu­te gebraucht wird. Dabei muss unser Augen­merk dar­auf lie­gen, Unsi­cher­heit und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit unter unse­ren Lands­leu­ten abzu­bau­en, sie auf­zu­klä­ren und in unse­re Arbeit ein­zu­bin­den.

Deutsch­land braucht anstän­di­ge, ver­nünf­ti­ge, weit­sich­ti­ge und loya­le Bür­ger. Gen­au die­ser Per­so­nen­kreis ist in unse­rem Ver­band, der seit 65 Jah­ren besteht, orga­ni­siert. Unse­ren Akti­ven, Mit­glie­dern und Unter­stüt­zern dan­ken wir herz­li­ch für das bis­he­ri­ge Enga­ge­ment. Unser Ein­satz ist enorm wich­tig im Inter­es­se der Volks­grup­pe und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

ANGEMESSENE REAKTION

Die Ereig­nis­se in Ver­bin­dung mit den Demons­tra­tio­nen und das dar­auf basie­ren­de media­le Inter­es­se an unse­rer Volks­grup­pe haben sehr unter­schied­li­che Reak­tio­nen inner­halb wie außer­halb unse­res Ver­ban­des aus­ge­löst. Der Bun­des­vor­stand hat recht­zei­tig und deut­li­ch auf die wich­tigs­ten Vor­gän­ge mit­tels Stel­lung­nah­men, Mit­tei­lun­gen, Inter­views und einem Pres­se­ge­spräch, zu dem die Medi­en­ver­tre­ter über einen gro­ßen Ver­tei­ler ein­ge­la­den wur­den, reagiert.

Trotz die­ser Maß­nah­men ist es oft erfor­der­li­ch, auf dif­fa­mie­ren­de Berich­te in den Medi­en gezielt und dezen­tral zu reagie­ren. Wenn Kri­tik ange­bracht ist, so soll­te die­se sach­li­ch und ver­ständ­li­ch arti­ku­liert und an die Bericht­erstat­ter und Ansprech­part­ner in den Medi­en her­an­ge­tra­gen wer­den. Zahl­rei­che Schei­ben, Leser­brie­fe und Rich­tig­stel­lun­gen soll­ten die ent­spre­chen­den Redak­tio­nen und Jour­na­lis­ten errei­chen. Wir dür­fen uns nicht alles kom­men­tar­los gefal­len las­sen.

KEINE PAUSCHALISIERUNGEN

Als Ver­band haben wir die pau­scha­li­sier­ten Vor­wür­fe unse­ren Lands­leu­ten gegen­über deut­li­ch kri­ti­siert. Wir dür­fen es uns aber auch nicht erlau­ben, undif­fe­ren­zier­te Äuße­run­gen gegen­über ande­ren Per­so­nen­grup­pen zu machen. Dies gilt für die Amts- und Ver­ant­wor­tungs­trä­ger der Lands­mann­schaft im beson­de­ren Maße.

REHABILITIERUNG DER RUSSLANDDEUTSCHEN

Der Bun­des­vor­stand ist momen­tan damit befasst, die Ent­wick­lung und mög­li­che Fol­gen im Zusam­men­hang mit dem Erlass des rus­si­schen Prä­si­den­ten Putin vom 31.01.2016 zu ana­ly­sie­ren und unter Ein­be­zie­hung von kom­pe­ten­ten Stel­len zu bewer­ten. In der aktu­el­len Fas­sung wur­den eini­ge der zen­tra­len Bestim­mun­gen geän­dert oder ersatz­los gestri­chen. Eine offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me der Lands­mann­schaft ist in Vor­be­rei­tung. Beach­ten Sie bit­te den Arti­kel „Halb­her­zi­ge Reha­bi­li­tie­rungs ver­su­che der Russ­land­deut­schen“ auf Sei­te 16.

NICHT ZU WÄHLENIST DIE FALSCHE WAHL!

In den Bun­des­län­dern Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen-Anhalt wer­den am 13. März 2016 die Land­ta­ge gewählt. Am 6. März fin­den Kom­mu­nal­wah­len in Hes­sen statt.
Es ist von gro­ßer Bedeu­tung, dass unse­re Lands­leu­te sich mög­lichst zahl­reich an den Wahlen betei­li­gen. Bit­te moti­vie­ren Sie die Ver­wand­ten und Bekann­ten, ihr Wahl­recht aus­zu­üben.
Wahl­be­rech­tig­te kön­nen auf Antrag Brief­wahl­un­ter­la­gen von ihrer zustän­di­gen Wohn­ort­ge­mein­de erhal­ten.

Wal­de­mar Eisen­braun
(Bun­des­vor­sit­zen­der)

Eisenbraun und Gauks bei Funkhaus Europa

Audio

10649679_644998248939415_6395647763342785638_nAnfang April 2015 wur­de im Stu­dio von “Funk­haus Euro­pa” ein Radio­bei­trag zum The­ma “Russ­land­deut­sche und Ukrai­ne-Kon­flikt” auf­ge­zeich­net.

Damit hat der Sen­der auf die zuvor ver­öf­fent­lich­te Stel­lung­nah­me der Lands­mann­schaft “Kei­ne Dif­fa­mie­rung der Russ­land­deut­schen im Ost­ukrai­ne-Kon­flikt” reagiert.

Keine Diffamierung der Russlanddeutschen im Ostukraine-Konflikt

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Wal­de­mar Eisen­braun (Bun­des­vor­sit­zen­der)

Medi­en-Info vom 18. März 2015, Stutt­gart

Die Medi­en­welt will in den Russ­land­deut­schen akti­ve Kämp­fer im Ost­ukrai­ne-Kon­flikt aus­ge­macht haben. Dabei sind die „Berich­te“ und die dar­auf basie­ren­den Mel­dun­gen voll von Kon­junk­ti­ven und spe­ku­la­ti­ven Aus­le­gun­gen.

Als aner­kann­ter Ver­tre­ter der Inter­es­sen der Deut­schen aus den Nach­fol­ge­staa­ten der Sowjet­uni­on beob­ach­tet unser Ver­band die Bericht­erstat­tung in Ver­bin­dung mit unse­ren Lands­leu­ten sehr auf­merk­sam. Mit Bedau­ern stel­len wir fest, dass es in den Medi­en kei­ne beson­de­re Erwäh­nung fin­det, wenn Ath­le­ten russ­land­deut­scher Her­kunft bei inter­na­tio­na­len Sport­wett­kämp­fen Medail­len für die Bun­des­re­pu­blik holen. Eben­so wenig wird medial gewür­digt, wenn Bun­des­wehr­sol­da­ten russ­land­deut­scher Abstam­mung im Afgha­nis­ta­n­ein­satz ihr Leben für ihr Vater­land Deutsch­land opfern.

Die Volks­grup­pe der Deut­schen aus Russ­land mit über drei Mil­lio­nen Bun­des­bür­gern gilt nicht nur als nach­weis­li­ch erfolg­reich inte­griert, son­dern auch als fried­fer­tig, rechtstreu und loyal der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gegen­über. Aus vol­ler Über­zeu­gung bewer­ten wir jede Andeu­tung als gegen­stands­los, die unse­re Lands­leu­te im Ost­ukrai­ne-Kon­flikt als kämp­fen­den Akteur sehen will. Men­schen mit deut­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit und aus dem rus­sisch­spra­chi­gen Raum stam­mend, müs­sen noch lan­ge kei­ne Russ­land­deut­schen sein. In die­ser kri­ti­schen Fra­ge ist ein Höchst­maß an Sen­si­bi­li­tät in Objek­ti­vi­tät gefor­dert.

In jeder Per­so­nen­grup­pe kann es Men­schen geben, die — von per­sön­li­chen Moti­ven gelei­tet – ein indi­vi­du­el­les Ver­hal­ten ent­wi­ckeln. Dar­aus jedoch eine Ten­denz für die gan­ze Volks­grup­pe ablei­ten zu wol­len, ist nicht nur fal­sch und ver­werf­li­ch, son­dern auch im höchs­ten Maße dif­fa­mie­rend.

Als größ­ter und ältes­ter Ver­band der Deut­schen aus Russ­land in der Bun­des­re­pu­blik wer­den wir die media­le Land­schaft wei­ter­hin inten­siv durch­leuch­ten. Wir sind fest ent­schlos­sen, auf jede Art von Dif­fa­mie­rung unse­rer Volks­grup­pe ange­mes­sen zu reagie­ren und im Bedarfs­fall kon­se­quent gegen die Ver­un­glimp­fung unse­rer Lands­leu­te vor­zu­ge­hen.

Wal­de­mar Eisen­braun
(Bun­des­vor­sit­zen­der)

Vorstellungs- und Diskussionsrunde in Berlin

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Waldemar Eisenbraun (Bundesvorsitzender)

Wal­de­mar Eisen­braun
(Bun­des­vor­sit­zen­der)

- an Mit­glie­der, Unter­stüt­zer und Sym­pa­thi­san­ten der Lands­mann­schaft
— an Freun­de und Akti­vis­ten der Inte­gra­ti­ons­ar­beit in Ber­lin

Ein­la­dung zur Vor­stel­lungs- und Dis­kus­si­ons­run­de mit der  Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land 

am 05. Okto­ber 2014 (Sonn­tag) ab 16:30 Uhr
(Ein­lass / Regis­trie­rung)

Ver­an­stal­tungs­ort: Rus­si­sches Haus der Wis­sen­schaft und Kul­tur
(Fried­rich­stra­ße 176–179, 10117 Ber­lin)

Refe­ren­ten:

Wal­de­mar Eisen­braun
Bun­des­vor­sit­zen­der

Alex­an­der Rupp
Vor­sit­zen­der  der Lan­des­grup­pe Berlin/Brandenburg

Wal­ter Gauks
Bun­des­vor­sit­zen­der der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on

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