Unser Einsatz geht weiter!

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Lie­be Lands­leu­te,

wie wir immer wie­der berich­tet haben, wer­den die Inte­gra­ti­ons­er­fol­ge der Deut­schen aus Russ­land durch alle ern­st zu neh­men­den Stu­di­en als vor­bild­li­ch bezeich­net, und jeder, der sie als Belas­tung für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bezeich­net, lässt erken­nen, dass er in sei­nen Aus­sa­gen von Vor­ur­tei­len geblen­det ist.

Die Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land leis­tet seit über 60 Jah­ren ihren Bei­trag zu die­ser Ent­wick­lung und hat Erfol­ge zu ver­zeich­nen, auf die wir stolz sein dür­fen. Allen unse­ren soli­da­ri­schen Mit­strei­tern, im Bun­des­vor­stand, in den Lan­des­grup­pen, in den ört­li­chen Glie­de­run­gen, dan­ke ich von gan­zem Her­zen. Sie haben sich um unse­re Volks­grup­pe ver­dient gemacht!

Kei­ne Rede kann jedoch davon sein, dass wir jetzt die Hän­de in den Schoß legen, wir set­zen viel­mehr unse­ren Ein­satz für die Deut­schen aus Russ­land in allen Berei­chen fort. Ich nen­ne eini­ge Bei­spie­le:

• Im Kon­takt mit dem Aus­sied­ler­be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung, Dr. Chris­to­ph Ber­g­ner, machen wir uns für eine Ver­bes­se­rung der Ren­ten­re­ge­lun­gen für Deut­sche aus Russ­land, für zufrie­den stel­len­de Lösun­gen bei Fami­li­en­tren­nun­gen im Spät­aus­sied­ler­auf­nah­me­ver­fah­ren oder eine ange­mes­se­ne Pra­xis bei der Aner­ken­nung von mit­ge­brach­ten beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen stark.

• In inten­si­ven Gesprä­chen mit dem Staats­mi­nis­ter für Kul­tur und Medi­en, Bernd Neu­mann, und sei­nen Mit­ar­bei­tern im BKM suchen wir nach rea­lis­ti­schen Kon­zep­ten für einen wei­te­ren Aus­bau der lands­mann­schaft­li­chen Kul­tur­ar­beit — trotz der Strei­chung von öffent­li­chen Kul­tur­mit­teln gera­de im Ver­trie­be­nen- und Aus­sied­ler­be­reich.

• Wir brin­gen mit Erfolg unse­re Vor­stel­lun­gen in die Sit­zun­gen des Stif­tungs­ra­tes der Stif­tung “Flucht, Ver­trei­bung, Ver­söh­nung”, des Bei­ra­tes für Spät­aus­sied­ler­fra­gen beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, bei der Arbeits­stel­le Ver­trie­be­nen- und Aus­sied­ler­seel­sor­ge der Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz und bei vie­len ande­ren Gre­mi­en ein.

• Wir betei­li­gen uns an den Sit­zun­gen der Deut­sch-Rus­si­schen und der Deut­sch-Kasa­chi­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on sowie an grenz­über­schrei­ten­den Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung und leis­ten so unse­ren Bei­trag zur Ver­stän­di­gung zwi­schen Völ­kern, die sich im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert immer wie­der als Fein­de gegen­über stan­den.

• Wir set­zen unse­re kon­kre­te Sozi­al- und Pro­jekt­ar­beit fort, inten­si­vie­ren unse­re Jugend­ar­beit in Koope­ra­ti­on mit dem Jugend- und Stu­den­ten­ring der Deut­schen aus Russ­land und pfle­gen unse­re Kon­tak­te zu allen öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, die sich mit Aus­sied­lern und Spät­aus­sied­lern befas­sen.

Nach den zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Publi­ka­tio­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res aus Anlass des 70. Jah­res­ta­ges der Depor­ta­ti­on der Deut­schen in der Sowjet­uni­on steht für uns das Jahr 2012 im Zei­chen des 70. Jah­res­ta­ges der Ein­be­ru­fun­gen von Deut­schen in die so genann­te Arbeits­ar­mee und des 75. Jah­res­ta­ges des “Gro­ßen Ter­rors” der Jah­re 1937 und 1938.

Ich darf Ihnen ver­si­chern, dass wir uns mit allen Kräf­ten dar­um bemü­hen wer­den, die­ser tra­gi­schen Ereig­nis­se in ange­mes­se­ner Wei­se zu geden­ken, bit­ten Sie aber auch, uns im Rah­men Ihrer Mög­lich­kei­ten zu unter­stüt­zen, ins­be­son­de­re durch Ver­an­stal­tun­gen im Rah­men Ihrer Orts- oder Lan­des­grup­pe.

Die Grün­der­vä­ter der Lands­mann­schaft haben als Grund­mo­tiv ihres Han­dels immer wie­der die Ver­ant­wor­tung vor der Gemein­schaft der Deut­schen aus Russ­land genannt. Die­sem Grund­mo­tiv soll­ten wir alle ande­ren Befind­lich­kei­ten unter­ord­nen — wir sind es unse­ren Lands­leu­ten schul­dig!

            Adolf Fet­sch,

            Bun­des­vor­sit­zen­der