Viele Jahrzehnte von zentraler Bedeutung für die Landsmannschaft

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Mit einer Fei­er­stunde am 3. März 2012 im prunk­vol­len Musik­saal des Hes­si­schen Land­ta­ges in Wies­ba­den fei­erte der Lan­des­ver­band Hes­sen der Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land den 60. Jah­res­tag sei­nes Bestehens. Unter den Ehren­gäs­ten befan­den sich die Lan­des­be­auf­tragte der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung für Hei­mat­ver­trie­bene und Spät­aus­sied­ler, Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf, ihr Amts­vor­gän­ger Rudolf Fried­rich, die Vor­sit­zende der UdV Hes­sen, Gud­run Oster­burg, sowie wei­tere Ver­tre­ter aus Poli­tik, Ver­bän­den und der Öffent­lich­keit. Die Fest­rede hielt der Bun­des­vor­sit­zende der Lands­mann­schaft, Adolf Fet­sch. Die Schirm­herr­schaft über die Jubi­lä­ums­feier hatte der Prä­si­dent des Hes­si­schen Land­ta­ges, Nor­bert Kart­mann, über­nom­men.

Der Musik­saal mit sei­nen auf­wän­dig gestal­te­ten Wand- und Decken­ma­le­reien und Ver­zie­run­gen sorgte für das pas­sende Ambi­ente der Jubi­lä­ums­feier. Die wür­dige Atmo­sphäre wurde durch klas­si­sche Musik mit Stü­cken von Franz Schu­bert, Pjotr Tschai­kow­ski und Ser­gej Pro­kof­jew, gespielt von Julia Rein­gardt (Kla­vier) und Elina Gra­now­skaja (Geige), umrahmt.

Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf: Andere Bun­des­län­der kön­nen von Hes­sen ler­nen

Nach der Eröff­nung durch den Vor­sit­zen­den des Lan­des­ver­ban­des Hes­sen, Johann Thie­ßen, ging Nor­bert Kart­mann in sei­nem Gruß­wort auf die Geschichte der Russ­land­deut­schen ein und betonte die große Bedeu­tung der Auf­klä­rungs- und Kul­tur­ar­beit der Lands­mann­schaft in Hes­sen.

Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf über­brachte die Gra­tu­la­tio­nen der Lan­des­re­gie­rung und wandte sich in ihrer Anspra­che eben­falls der Geschichte der Russ­land­deut­schen zu, in der man immer wie­der Neues ent­de­cken könne. Sie lobte die Erfolge der lands­mann­schaft­li­chen Arbeit in Hes­sen, vor allem im Rah­men des Pro­jek­tes „Auf- und Aus­bau eines Net­zes der Mul­ti­pli­ka­to­ren zum Zweck der Ver­stär­kung der Inte­gra­ti­ons­ar­beit mit russ­land­deut­schen Spät­aus­sied­lern“ (Lei­te­rin­nen Rosa Emich und Svet­lana Paschenko), das seit 1999 von der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung geför­dert wird. Man­che Dinge lie­fen in Hes­sen so erfolg­reich, dass andere Bun­des­län­der sie über­neh­men könn­ten, betonte die Beauf­tragte.

Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­nete Ulrich Cas­par betonte, die Hes­si­sche Lands­mann­schaft trage viel dazu bei, die Öffent­lich­keit dar­über auf­zu­klä­ren, wie Men­schen in ande­ren Län­dern in Unfrei­heit oder mit­ten im Krieg leben. Frank Sür­mann, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter der FDP, hob her­vor, dass die Geschichte der Russ­land­deut­schen ein Teil der deut­schen Geschichte sei und ver­stärkt in die Öffent­lich­keit trans­por­tiert wer­den müsse. Hart­mut Saen­ger (Bund der Ver­trie­be­nen Hes­sen) schließ­lich lobte die ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit des Lan­des­ver­ban­des der Lands­mann­schaft mit dem Bund der Ver­trie­be­nen.

de schrift­li­che Gruß­worte bekam der Lan­des­ver­band unter ande­rem von Erika Stein­bach, Prä­si­den­tin des Bun­des der Ver­trie­be­nen, und Dr. Chris­toph Ber­g­ner, Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für Aus­sied­ler­fra­gen und natio­nale Min­der­hei­ten.

Adolf Fet­sch: Hes­sen über viele Jahr­zehnte von zen­tra­ler Bedeu­tung für die Lands­mann­schaft

Adolf Fet­sch begrüßte die Ver­sam­mel­ten im Namen des Bun­des­vor­stan­des der Lands­mann­schaft, der durch Leon­tine Wacker, Ewald Oster und Rosa Emich ver­tre­ten war, und dankte den poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern im Namen aller Deut­schen aus Russ­land für die soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung in Hes­sen.

In sei­ner Anspra­che griff er die wich­tigs­ten aktu­el­len Fra­gen und Pro­bleme der lands­mann­schaft­li­chen Arbeit auf und durch­leuch­tete ins­be­son­dere den Wer­de­gang der Lan­des­gruppe Hes­sen, die über viele Jahr­zehnte von zen­tra­ler Bedeu­tung für die Lands­mann­schaft gewe­sen und eine ihrer aktivs­ten Glie­de­run­gen geblie­ben sei. Wir zitie­ren aus sei­ner Rede:

Hes­sen taucht bereits sehr früh in den Anna­len der Lands­mann­schaft auf. Nach der Grün­dung des Ver­eins am 22. April 1950 in Stutt­gart unter dem Namen „Arbeits­ge­mein­schaft der Ostum­sied­ler“ fand die erste Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung ein hal­bes Jahr spä­ter in Kas­sel-Oberz­weh­ren statt. Wenig spä­ter, im Novem­ber 1950 und im Februar 1951, fin­den sich im Ver­eins­blatt „Volk auf dem Weg“ die ers­ten Hin­weise auf eine Lan­des­gruppe Hes­sen. Bereits davor war Pas­tor Schlen­ker als Vor­sit­zen­der der Lan­des­stelle Hes­sen des „Hilfs­ko­mi­tees der evan­ge­li­schen-luthe­ri­schen Ostum­sied­ler“, eines Vor­läu­fers der Lands­mann­schaft, genannt wor­den.

1955 stand das denk­wür­dige 3. Bun­des­tref­fen in der Frank­fur­ter Pauls­kir­che an, bei dem aus der „Arbeits­ge­mein­schaft der Ostum­sied­ler“ die „Lands­mann­schaft der Deut­schen aus Russ­land“ wurde.

Die nächs­ten drei Jahr­zehnte waren für die Lands­mann­schaft in ganz beson­de­rer Weise mit dem Land Hes­sen und sei­ner Haupt­stadt Wies­ba­den ver­bun­den: Zwi­schen 1962 und 1990 fan­den hier 16 der ins­ge­samt 17 Bun­des­tref­fen die­ser Jahre statt.

Wies­ba­den war damit alle ein bis zwei Jahr das ersehnte Ziel vie­ler Lands­leute. Waren es zuerst nur 2.000 Besu­cher, stieg die Zahl schließ­lich bis auf über 10.000. Ein­fluss­rei­che Poli­ti­ker benutz­ten diese Tref­fen gerne als Forum für Appelle an die Sowjet­füh­rung, die Deut­schen aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­union end­lich zu ihren Ange­hö­ri­gen in der Bun­des­re­pu­blik aus­rei­sen zu las­sen.

Die ers­ten Bun­des­tref­fen in Wies­ba­den waren für viele Lands­leute vor allem Feste des Wie­der­se­hens nach lan­ger Tren­nung. Und so konnte „Volk auf dem Weg“, berich­ten, dass die Men­schen sich an den Tischen der Her­kunfts­ge­biete herz­lich umarm­ten und die Trä­nen reich­lich flos­sen, beson­ders wenn von der Tri­büne in der Spra­che gespro­chen wurde, die man so gut ver­stand. Es war die deut­sche Spra­che der Hei­mat und die christ­li­che Spra­che des Glau­bens, der Liebe und der Hoff­nung. Und man zeigte der Welt, dass man zusam­men­hielt.

Das Bun­des­tref­fen des Jah­res 1962 in Wies­ba­den wurde zusam­men mit der 200-Jah­res­feier der Aus­wan­de­rung von Deut­schen in das Wol­ga­ge­biet ver­an­stal­tet. Gleich­zei­tig fand die erste wol­ga­deut­sche Arbeits­ta­gung mit 500 Teil­neh­mern aus allen Tei­len der Welt statt, der in den nächs­ten Jahr­zehn­ten zwölf wei­tere wol­ga­deut­sche Arbeits­ta­gun­gen folg­ten, die aus­schließ­lich in Hes­sen, in Wies­ba­den und spä­ter dann in Büdin­gen, durch­ge­führt wur­den.

Nach­dem 1985 zum ers­ten Mal die Marke von 10.000 Besu­chern bei einem Bun­des­tref­fen in Wies­ba­den über­schrit­ten wor­den war, war die Lands­mann­schaft 1988 zum 15. Mal in Wies­ba­den zu Gast. Die­ses Jahr mar­kiert den Beginn des rapi­den Anstiegs der Aus­rei­se­zah­len aus der Sowjet­union, und die Besu­cher des Bun­des­tref­fens ver­nah­men mit Zufrie­den­heit die Worte von Staats­se­kre­tär Bern­hard Jagoda: „Wir freuen uns über jeden Aus­sied­ler, der zu uns in die Bun­des­re­pu­blik kommt.“

Das für einige Zeit letzte Bun­des­tref­fen der Ära Wies­ba­den fand 1990 statt. Fest­red­ner war der dama­lige Bun­des­in­nen­mi­nis­ter und heu­tige Bun­des­mi­nis­ter für Finan­zen, Dr. Wolf­gang Schäuble, der in sei­ner Rede die Obhuts­pflicht der Bun­des­re­gie­rung für die Deut­schen in der Sowjet­union betonte. Deut­li­che Worte fand in sei­ner Anspra­che der dama­lige Bun­des­vor­sit­zende der Lands­mann­schaft, Franz Ussel­mann, indem er auf eine Pro­ble­ma­tik hin­wies, die auch heute noch Aktua­li­tät besitzt. Er sagte: „Die Aus­sied­ler kom­men in die Bun­des­re­pu­blik, um nach Jah­ren der Dis­kri­mi­nie­rung, der Schi­ka­nen und Repres­sa­lien in Ruhe und Gebor­gen­heit als Glei­che unter Glei­chen zu leben. Statt­des­sen gera­ten sie in die Schlag­zei­len und wer­den zum Gegen­stand tages­po­li­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen.“

Nach einer län­ge­ren Pause von 17 Jah­ren mit Bun­des­tref­fen in Baden-Würt­tem­berg kehrte die Lands­mann­schaft vor fünf Jah­ren mit ihrem 29. Bun­des­tref­fen zurück nach Hes­sen in die Wies­ba­de­ner Rhein-Main-Hal­len. Dr. Ber­g­ner sprach hier sei­nen Zuhö­rern als Fest­red­ner mit den fol­gen­den Wor­ten aus den Her­zen: „Sie sind Deut­sche! Sie sind jeden­falls Deut­sche, wenn sie es sein wol­len. Ihre Fami­lien haben wegen ihrer deut­schen Volks­zu­ge­hö­rig­keit schwer gelit­ten. Der Blick auf die Geschichte, vor allem aber der Respekt vor die­sem Leid ver­bie­tet jeden Zwei­fel an ihrer deut­schen Volks­zu­ge­hö­rig­keit.“

Von der Grün­dung der Lan­des­gruppe Hes­sen vor über 60 Jah­ren bis zum heu­ti­gen Tag konnte der Bun­des­ver­band gerade in Hes­sen auf enga­gierte Mit­ar­bei­ter bauen, die der Lands­mann­schaft hal­fen, ihrem sat­zungs­ge­mä­ßen Auf­trag gerecht zu wer­den, der ihr die Sorge für die Deut­schen aus Russ­land im Bun­des­ge­biet, aber auch in den Län­dern der ehe­ma­li­gen Sowjet­union vor­schreibt.

Die Geschi­cke der Lands­mann­schaft in Hes­sen bestimm­ten Hein­rich Benz und seine Nach­fol­ger: Albert Mohr, Edmund Leib­ham, Rosa Fie­ber, Prof. Dr. Kon­stan­tin Emich, Otto Kotke und Rosa Emich. Seit 2006 wird der Lan­des­ver­band von Johann Thie­ßen gelei­tet, dem im Vor­stand Svet­lana Paschenko, Lydia Kie­fel, Otto Kotke, Alex­an­der Neu­feld, Eva Scharf, Nata­lie Paschenko, Svet­lana Emmer und Eugen Dam­mer zur Seite ste­hen.

Als Ziel­set­zun­gen hat der Lan­des­ver­band neben der all­ge­mei­nen Inte­gra­ti­ons­ar­beit, der Ver­brei­tung eines posi­ti­ven Erschei­nungs­bil­des der Deut­schen aus Russ­land in der Öffent­lich­keit und der Ein­be­zie­hung jun­ger Aus­sied­ler in seine Akti­vi­tä­ten vor allem die Durch­füh­rung von Kul­tur- und Sport­ver­an­stal­tun­gen sowie die enge Zusam­men­ar­beit mit Insti­tu­tio­nen, Ver­ei­nen und kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen defi­niert.

In den ver­gan­ge­nen bei­den Jahr­zehn­ten konnte die Lan­des­gruppe dar­über hin­aus ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment aus­bauen sowie eine all­sei­tige Aner­ken­nung auf Kom­mu­nal- und Lan­des­ebene errei­chen. Sowohl der gegen­wär­tige Lan­des­vor­sit­zende Johann Thie­ßen als auch seine Vor­gän­ger Otto Kotke und Rosa Emich betä­ti­gen sich nicht nur inner­halb der Lands­mann­schaft, son­dern auch mit Erfolg in ihrem unmit­tel­ba­ren poli­ti­schen Umfeld. Nicht zu ver­ges­sen ist Albina Naza­re­nus-Vet­ter, die über viele Jahre ein Jugend­pro­jekt gelei­tet hat, das durch das Land Hes­sen geför­dert wurde, und gegen­wär­tig als Stadt­ver­ord­nete der CDU-Frak­tion im Frank­furt Römer ver­tre­ten ist.

Vor­bild­cha­rak­ter hat die Zusam­men­ar­beit der Lan­des­gruppe Hes­sen mit der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung und ihren Lan­des­be­auf­trag­ten für Hei­mat­ver­trie­bene und Spät­aus­sied­ler. Die soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung, die der Lands­mann­schaft durch Minis­ter­prä­si­dent Roland Koch und Rudolf Fried­rich in der Ver­gan­gen­heit zuteil wurde, set­zen der amtie­rende Hes­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Vol­ker Bouf­fier und Mar­ga­rete Zieg­ler-Rasch­dorf in der Gegen­wart fort.

Unter­stützt wird die lands­mann­schaft­li­che Arbeit durch das seit Jah­ren lau­fende und von der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung geför­derte Pro­jekt „Auf- und Aus­bau eines Net­zes der Mul­ti­pli­ka­to­ren zum Zweck der Ver­stär­kung der Inte­gra­ti­ons­ar­beit mit russ­land­deut­schen Spät­aus­sied­lern“.

Von her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung wird die Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Lands­mann­schaft und der Hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung in den Jah­ren 2013 und 2014 sein, wenn sich zum 250. Mal die Ver­öf­fent­li­chung des Ein­la­dungs­ma­ni­fes­tes der Zarin Katha­rina II. vom 22. Juli 1763 und die Grün­dung der ers­ten deut­schen Kolo­nien an der Wolga jäh­ren. Hes­sen als Paten­land der Wol­ga­deut­schen und als Bun­des­land, aus dem vor zwei­ein­halb Jahr­hun­der­ten die meis­ten Deut­schen in das Wol­ga­ge­biet auf­bra­chen, fällt in die­sem Zusam­men­hang eine beson­dere Rolle zu, die durch Ver­an­stal­tun­gen in Hes­sen und eine Zusam­men­ar­beit mit dem Gebiet Sara­tow, auf des­sen heu­ti­gem Ter­ri­to­rium die meis­ten Kolo­nien der Wol­ga­deut­schen lagen, zur Gel­tung kom­men sollte.

Für das Jahr 2013 pla­nen wir einen Fest­akt anläss­lich der Ver­öf­fent­li­chung des Aus­wan­de­rungs­ma­ni­fes­tes, das Auf­stel­len eines wol­ga­deut­schen Hau­ses im Hes­sen­park sowie eine umfang­rei­che Publi­ka­tion zur Geschichte und Kul­tur der Wol­ga­deut­schen. 2014 beab­sich­ti­gen wir die Durch­füh­rung eines wol­ga­deut­schen Tref­fens der Lands­mann­schaft in Büdin­gen sowie eines Bun­des­tref­fens in Hes­sen“, betonte Adolf Fet­sch.

Kul­tur­pro­gramm: Von „Hes­sen­lied“ bis „Hefe­klöß mit Kraut“

Das anschlie­ßende Kul­tur­pro­gramm gestal­te­ten die Chöre hes­si­scher Kreis- und Orts­grup­pen der Lands­mann­schaft. Die Mode­ra­tion über­nahm Jakob Fischer, der gemein­sam mit Josef Schlei­cher auch die Wan­der­aus­stel­lung „Volk auf Weg. Geschichte und Gegen­wart der Deut­schen aus Russ­land“ betreute.

Mit dem Lied „Mein Hes­sen­land“, lei­den­schaft­lich dar­ge­bo­ten von der Auto­rin Anna Voth, und der Lan­des­hymne „Hes­sen­lied“ („Ich kenne ein Land“), gesun­gen von allen Gäs­ten gemein­sam, bedankte sich die Lands­mann­schaft bei ihrer neuen Hei­mat Hes­sen.

Die Gesangs­gruppe „Hoff­nung“ unter der Lei­tung von Anna Voth trat mit den Lie­dern „Heut‘ sind wir gekom­men“ (deut­sches Volks­lied aus Argen­ti­nien) und „Du fängst mich auf und lässt mich flie­gen“ (aus dem Reper­toire von Helene Fischer) auf. Der Chor „Echo“ unter der Lei­tung von Fried­rich Stuhl­berg bot ein Lied aus Ver­dis „Nabucco“ und „Ave Maria“ von Giulio Cac­cini dar, wäh­rend der Chor „Hei­mat­klang“ der Orts­gruppe Gie­ßen unter der Lei­tung von Olga Kal­la­sch „Schließ mich in dein Herz, du liebe Hei­mat“ und „Hefe­klöß mit Kraut“ sang.

Zum Schluss dankte der Lan­des­ver­band sei­nen lang­jäh­ri­gen Ansprech­part­nern in der hes­si­schen Poli­tik für die gute Zusam­men­ar­beit mit Blu­men­sträu­ßen, die von der stell­ver­tre­ten­den Lan­des­vor­sit­zen­den Svet­lana Paschenko über­reicht wur­den.

Nach einem Steh­emp­fang gestal­tete Jakob Fischer mit musi­ka­li­scher Unter­stüt­zung von Edu­ard Fri­ckel den stim­mungs­vol­len und unter­halt­sa­men Teil der Jubi­lä­ums­feier. Dabei konn­ten die Gäste zusam­men mit Jakob Fischer und wei­te­ren Künst­lern nach Lust und Laune Volks­wei­sen aus dem reich­hal­ti­gen Lied­gut der Russ­land­deut­schen sin­gen.

VadW