Generationsübergreifendes Engagement für vorurteilfreies Leben in der offenen Gesellschaft


Das Projekt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Integration und Migration sind aktuelle und wichtige Themen in der öffentlichen Debatte. Seit Anfang Januar 2021 läuft in Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein neues Projekt “Generationsübergreifendes Engagement für vorurteilfreies Leben in der offenen Gesellschaft“ (Leiterinen Valentina Rosina und Elena Mozzherina), in dessen Mittelpunkt die soziale und gesellschaftliche Integration von Zugewanderten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steht.

Das Projekt richtet sich an die Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre aus Familien mit Migrationsgeschichte in der Postmigrationszeit die als die längste und emotional intensivste Phase des Prozesses der Akkulturation von Zuwanderern gilt. Erstellung eines sozio-kulturellen Umfeldes, in dem Familien mit Migrationsgeschichte interagieren und als eine zusammenhängende Einheit der Gesellschaft funktionieren ist ein oberstes Ziel des Projekts. Die weitere Ziele des Projekts sind eine Emotionale und psychologische Unterstützung für die Familien der Zuwanderer zu versorgen, günstige Bedingungen für die Lösung der zwischenmenschlichen Konflikte zu schaffen und das gegenseitige Verständnis von Migranten und Einheimischen zu stärken. Unsere Aufgabe ist es, Menschen nicht nur zu helfen sich anzupassen, sondern auch vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu werden (durch die Erhaltung der Traditionen und die Suche nach Gemeinsamkeiten mit der neuen Kultur).

Eine entsprechende Angebotsbasis für Familien mit Migrationshistorie bildet die Grundlage des Projekts. Hierzu gehören die Auseinandersetzung im Umgang mit Fragen Kulturrassismus und Antidiskriminierung im Rahmen eines „sonntäglichen Familienstammtisches“, Erzähl-Cafés und Kulturveranstaltungen und vielfältigen Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, themenbezogene Kunstausstellungen, Fachvorträge mit anschließenden Diskussionsrunden. Damit werden die Kompetenzen von Projektteilnehmer in der Öffentlichkeit sichtbarer. Um die Motivation der aktiven Projektteilnehmer langfristig zu erhalten können diese an Exkursionen und Ausflügen zu historisch relevanten Plätzen und Orten teilnehmen.

Die Maßnahmen des Projektes sind für die Unterstützung der älteren Generation bzw. für das gegenseitige Profitieren aller Generationen aus Migrantenfamilien, die auf Hilfe von außen angewiesen sind, konzipiert. Hierzu gehören „Digitalen-Stunden für Senioren“ die sollen unter aktiver Beteiligung von jüngeren Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung organisiert werden, gemeinsame Malaktionen, Theaterworkshops, Gesangstreffen, Kochabenden und vieles mehr an verschiedenen Standorten im Landkreis. Das Besondere daran ist, dass dieses Projekt auch für die Zeiten der erneuten Quarantäne und den Ausgangsbeschränkungen fortgeführt und sogar weiter ausgebaut werden kann. In solchen Falls soll die Arbeit des Projekts überwiegend digital erfolgen.

Das gesamte Projektvorhaben soll der Diskriminierung und dem Kulturrassismus in der direkten Nachbarschaft und somit im gesamten Landkreis entgegenwirken. Ein gewünschter nachhaltiger Effekt des Projekts soll das höhere soziale Engagement jüngerer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund angestrebt werden. Es werden langfristig wirkende Angebote für alle Interessenten ausgebaut, so dass der konstruktive Austausch und Dialog über Unterschiede in einer pluralistischen Gesellschaft gestärkt werden soll. Dabei sollen sie ihre bereits gewonnene Erfahrungen auch in den Krisenzeiten den Schwächeren in unserer Gesellschaft zu Gute kommen zu lassen. Bei Fragen zur Zusammenarbeit und Teilnahme am Projekt wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Projektleiterinen: v.rosina@lmdr.de oder e.mozzherina@lmdr.de.



 
11/05/2021

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