Keine Diffamierung der Russlanddeutschen im Ostukraine-Konflikt

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Waldemar Eisenbraun (Bundesvorsitzender)

Medien-Info vom 18. März 2015, Stuttgart

Die Medienwelt will in den Russlanddeutschen aktive Kämpfer im Ostukraine-Konflikt ausgemacht haben. Dabei sind die „Berichte“ und die darauf basierenden Meldungen voll von Konjunktiven und spekulativen Auslegungen.

Als anerkannter Vertreter der Interessen der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion beobachtet unser Verband die Berichterstattung in Verbindung mit unseren Landsleuten sehr aufmerksam. Mit Bedauern stellen wir fest, dass es in den Medien keine besondere Erwähnung findet, wenn Athleten russlanddeutscher Herkunft bei internationalen Sportwettkämpfen Medaillen für die Bundesrepublik holen. Ebenso wenig wird medial gewürdigt, wenn Bundeswehrsoldaten russlanddeutscher Abstammung im Afghanistaneinsatz ihr Leben für ihr Vaterland Deutschland opfern.

Die Volksgruppe der Deutschen aus Russland mit über drei Millionen Bundesbürgern gilt nicht nur als nachweislich erfolgreich integriert, sondern auch als friedfertig, rechtstreu und loyal der Bundesrepublik Deutschland gegenüber. Aus voller Überzeugung bewerten wir jede Andeutung als gegenstandslos, die unsere Landsleute im Ostukraine-Konflikt als kämpfenden Akteur sehen will. Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit und aus dem russischsprachigen Raum stammend, müssen noch lange keine Russlanddeutschen sein. In dieser kritischen Frage ist ein Höchstmaß an Sensibilität in Objektivität gefordert.

In jeder Personengruppe kann es Menschen geben, die – von persönlichen Motiven geleitet – ein individuelles Verhalten entwickeln. Daraus jedoch eine Tendenz für die ganze Volksgruppe ableiten zu wollen, ist nicht nur falsch und verwerflich, sondern auch im höchsten Maße diffamierend.

Als größter und ältester Verband der Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik werden wir die mediale Landschaft weiterhin intensiv durchleuchten. Wir sind fest entschlossen, auf jede Art von Diffamierung unserer Volksgruppe angemessen zu reagieren und im Bedarfsfall konsequent gegen die Verunglimpfung unserer Landsleute vorzugehen.

Waldemar Eisenbraun
(Bundesvorsitzender)

Parlamentarischer Abend der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag „Deutsche Zuwanderer aus Russland“

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Dr. Hans Jürgen Fahn: Deutsche aus Russland sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft

München. 2,5 Millionen Menschen: So viele deutschstämmige Bürger sind in den vergangenen sechzig Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion und den postkommunistischen Reformstaaten Osteuropas nach Deutschland gekommen – allein 300.000 fanden in Bayern eine neue Heimat. Wie wurde dieses beispielhafte Werk der Inte­gration möglich? Das fragten die FREIEN WÄHLER am Freitagabend im Bayerischen Landtag beim Parlamentarischen Abend „Deutsche Zuwanderer aus Russland: Bereicherung unserer Gesellschaft!?“

Gelungene Integration: Erfolgs-Story Russlanddeutsche

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Die Familie Schaufler aus Netphen in den 80er Jahren (Bildrechte: wdr)

Die Familie Schaufler aus Netphen in den 80er Jahren (Bildrechte: WDR)

In Deutschland reden wir oft über misslungene Integration, über Parallelwelten, die entstanden sind. Es scheint oft schwierig zu sein, die Menschen, die zu uns nach Deutschland kommen, in unsere Gesellschaft aufzunehmen. Heimlich, still und leise hat allerdings in den vergangenen Jahren eine Integration stattgefunden, die keiner mehr im Blick hatte – nämlich die der rund 4,5 Millionen Russlanddeutschen, die als Aussiedler oder Spätaussiedler nach dem Krieg bis in die 90er Jahre nach Deutschland gekommen sind.

Link zum WDR-Artikel und Videobeitrag

Trotz vieler anfänglicher Vorurteile sei die Integration der Russlanddeutschen eine Erfolgsgeschichte geworden – das sagt eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Migration. Die Familie Schaufler aus Netphen ist eine solche Familie. Ende der 80er Jahre kamen sie nach Deutschland und die Schauflers sagen: Sie sind angekommen.

Link zur BAMF-Studie

Autorin: Anke Bösenberg
Stand: 05.03.2015

WDR – Westdeutscher Rundfunk


Rudolf Schaufler ist Vorsitzender der Kreis- und Ortsgruppe Siegen-Wittgenstein der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V

 

Neuer Vorstand in München

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Vorstand Muenchen 2015

v.l.: Alesja Bauer, Dr. med. Viktor Jurk, Dr. med. Marina Mehlmann, Maria Schefner (Vorsitzende), Elfriede Schamberg, Albert Aab, Tatjana Büxel, Waldemar Eisenbraun (Bundesvorsitzender)

Am 1. März fand die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe München statt. Dabei wurde ein neuer Vorstand mit Maria Schefner an der Spitze gewählt.

Pressemitteilung: SWR-Rundfunkrat

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5. März 2015

Innenminister Reinhold Gall:
„Vertriebenenorganisationen bleiben in wichtigem Gremium vertreten“

„Die Verständigung mit der Europa-Union über den Sitz im Rundfunkrat zugunsten der Landsmannschaften ist ein guter Kompromiss.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Donnerstag, 5. März 2015, in Stuttgart. Er begrüße ausdrücklich diese Einigung, weil es aus seiner Sicht unerlässlich sei, dass die Vertriebenen auch nach der Neuregelung des SWR-Staatsvertrages im Rundfunkrat vertreten seien.

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140x182_resize_up_land_hessenHSM, Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung
für Heimatvertriebene und Spätaussiedler
Dostojewskistraße 4 65187 Wiesbaden
Verantwortlich: Stephan Krüger M.A.
Telefon (0611) 8 17-32 88 Telefax (0611) 8 17-28 08
E-Mail: Stephan.Krueger@HSM.hessen.de
Internet: www.Vertriebenenbeauftragte.Hessen.de

PRESSEINFORMATION

Wiesbaden, 26.02.2015
Nr. 2 / 2015

Neujahrsgespräch des Hessischen Ministerpräsidenten mit den Vertriebenenverbänden und Landsmannschaften Hessens               

Ministerpräsident Volker Bouffier, Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf diskutierten mit Spitzenvertretern

Gruppenbild nach dem Neujahrsgespräch in der Hessischen Staatskanzlei Erste Reihe, von links: DEB-Vorsitzender Georg Stolle, Pfarrer i.R. Karl Kindermann, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, BdV-Landesvorsitzender Siegbert Ortmann, Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, sitzend: Mitarbeiterin Vorzimmer LBHS Jelena Paukson, Ministerpräsident Volker Bouffier, Praktikantin im Büro der LBHS Julia Schwenk, MdL Hans-Jürgen Irmer. Foto: © Hessische Staatskanzlei.

Gruppenbild nach dem Neujahrsgespräch in der Hessischen Staatskanzlei
Erste Reihe, von links:
DEB-Vorsitzender Georg Stolle, Pfarrer i.R. Karl Kindermann, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, BdV-Landesvorsitzender Siegbert Ortmann, Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, sitzend: Mitarbeiterin Vorzimmer LBHS Jelena Paukson, Ministerpräsident Volker Bouffier, Praktikantin im Büro der LBHS Julia Schwenk, MdL Hans-Jürgen Irmer.
Foto: © Hessische Staatskanzlei.

Wiesbaden. „Die Arbeit und Anliegen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler bleiben weiter Verpflichtung der Hessischen Landesregierung. Darauf können Sie sich verlassen.“ Diese zentrale Aussage hob Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im Rahmen des traditionellen Neujahrsgesprächs mit rund 50 Vertretern und Vertreterinnen des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Landsmannschaften gleich in seinem Eröffnungswort hervor. Im Jahr 1999 begründete Ministerpräsident Roland Koch die Tradition eines jährlich stattfindenden Neujahrsgesprächs, das nur einmal ausfiel – im letzten Frühjahr wegen der arbeitsintensiven Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl. Auf diesen Umstand ging der Ministerpräsident ein, indem er ausführte: „Kein anderes Bundesland hat das, was Hessen hat. Der Koalitionsvertrag spricht sowohl der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler wie dem Landesvertriebenenbeirat eine Bestandsgarantie aus. Auch wenn die Erlebnisgeneration weniger wird, bleiben die Themen wichtig. Sie müssen weitergegeben werden. Darüber sind wir uns in der neuen Landesregierung einig. Und daher war der Ausfall des Neujahrsgesprächs im vergangenen Jahr eine Ausnahme.“

Parlamentarischer Abend am 13. März 2015 im Bayerischen Landtag

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Landtagsfraktion Freie Wähler:
“Mit unserem parlamentarischen Abend wollen wir einen Akzent auf die Vielfalt von Biografien, Erfahrungen und Perspektiven von Deutschen aus Russland setzen. Ihre Integration ist eine oft unbekannte Erfolgsgeschichte, die eine größere Verbreitung verdient.”

Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland ist Kooperationspartner des parlamentarischen Abends.

Zum Newsletter der Freien Wähler

Neuwahlen des Vorstandes der Ortsgruppe Düsseldorf

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Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Ortsgruppe Düsseldorf
Mit Ehrenamt
bewiesen, dass Integration nicht nur eine staatliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

Am 25.Februar 2015 fand die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Düsseldorf mit Neuwahlen des Vorstandes statt. Die schönen Räumlichkeiten des Gerhart-Hauptmann-Hauses und gute Stimmung von anwesenden Mitglieder haben einer wunderbaren Versammlungsatmosphäre gedient.

Auf Vorschlag der Mitglieder wurde Alexander Kühl zur Versammlungsleiter gewählt.

Koschyk: Die Frage der Rehabilitierung hat für jede deutsche Regierung eine zentrale Rolle eingenommen

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Hartmut_Koschyk(Ein Auszug aus dem Artikel auf der Internetseite des Bundesbeauftragten Hartmuth Koschyk)

Frage der MDZ:
Seit Jahren kämpfen die Russlanddeutschen im ihre vollständige Rehabilitierung in Russland. Für eine kurze Zeit schien der Kreml ihnen im vergangenen Jahr entgegenkommen zu wollen …

Antwort des Bundesbeauftragten Hartmuth Koschyk:
“… Die Frage der Rehabilitierung hat für jede deutsche Regierung eine zentrale Rolle eingenommen. Das „Protokoll über die Zusammenarbeit zur stufenweisen Wiederherstellung der Staatlichkeit der Russlanddeutschen“ von 1992, das nach wie vor Grundlage unserer Fördermaßnahmen in Russland ist, gibt den Stellenwert der Rehabilitierung als Leitmotiv unserer Zusammenarbeit mit der russischen Regierung besonders deutlich wieder. Natürlich können und wollen wir dabei nicht außer Acht lassen, dass die Situation der Russlanddeutschen in Russland heute eine andere ist als noch in den 1990er Jahren. Und die Rolle der Bundesregierung kann bei der Behandlung der Frage der Rehabilitierung immer nur eine begleitende und unterstützende sein. Die Lösung dieser Frage bleibt zuallererst eine innerstaatliche Angelegenheit zwischen der russischen Regierung und ihrer unstreitig repressierten Volksgruppe der Bürger deutscher Abstammung. Die jüngsten Aktivitäten der russlanddeutschen Selbstorganisation, die Frage der Rehabilitierung in Bezug auf die Gesamtheit der deutschen Minderheit in Russland erneut auf Regierungsebene zu thematisieren, stehen offenkundig im Zusammenhang mit den mit Erlass des russischen Präsidenten vom April 2014 angekündigten Rehabilitierungsmaßnahmen zugunsten der Angehörigen repressierter Völker auf der Krim, die auch die deutsche Volksgruppe dort ausdrücklich einbeziehen. Diese Entwicklung verfolgen wir sehr aufmerksam. Ich weise allerdings darauf hin, dass die deutsche Bundesregierung die Annexion der Halbinsel Krim durch die russische Regierung als einen völkerrechtswidrigen Akt bewertet und somit auch alle weiteren Maßnahmen und Initiativen Russlands dort in diesem Lichte zu betrachten sind.”

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Link zum LmDR-Artikel “Putin unterschreibt Erlass über Maßnahmen zur Rehabilitierung der von der Krim deportierten Völker”