Ost-Ukraine: der BdV unterstütz die Forderung der Landsmannschaft nach Erleichterungen beim Nachweis der Sprachkenntnisse

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BdV_LogoDas BdV-Präsidium hat sich mit der fortdauernd gefährlichen Lage in der Ostukraine beschäftigt. Für die Angehörigen der dortigen deutschen Volksgruppe sind Erleichterungen beim Nachweis deutscher Sprachkenntnisse notwendig, wenn sie in Deutschland Schutz suchen möchten. Die Anforderungen sollten sich an den derzeit geltenden Bestimmungen für jüdische Zuwanderer aus den ostukrainischen Bezirken Lugansk und Donezk orientieren, von denen der Nachweis über Sprachkenntnisse erst zwölf Monate nach der Einreise zu erbringen ist.

Link zur Pressemitteilung des BdV (Bund der Vertriebenen)


Forderung der Landsmannschaft:
Keine Benachteiligung der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion durch Ungleichbehandlung bei Nachweis der Sprachkenntnisse 

Mit einem Schreiben an den Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Schaffung einer Möglichkeit für den nachträglichen Nachweis der Sprachkenntnisse gefordert.

Eine Benachteiligung der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion durch die Ungleichbehandlung bei Nachweis der Sprachkenntnisse darf nicht länger bestehen bleiben!

Link zum Schreiben an den Bundesinnenminister

Link zur Anordnung des Bundesministeriums des Innern

Link zum Hinweis auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in Kiew

In­ter­view mit Bun­des­be­auf­trag­tem Koschyk zur La­ge der deut­schen Min­der­heit in der Ukrai­ne

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57. Jahrgang/ Nr. 04/2015 Deutscher Ostdienst – Das Nachrichtenmagazin des Bundes der Vertriebenen
Hartmut_Koschyk

Der Beauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk MdB.

„Minderheit in der Ukraine ein  einzigartiges Bindeglied“

Hartmut Koschyk MdB im Gespräch mit dem Deutschen OstDienst

Das Interview in  als PDF-Datei > hier

Zur ukrainischen Übersetzung  > hier

Zur russischen Übersetzung >hier

Herr Koschyk, als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen sind Sie auch für die mehr als 33.000 Ukrainer mit deutscher Abstammung zuständig, die sich bei der Volkszählung von 2001 noch offen zu ihrer Herkunft bekannt haben. Bei der Volkszählung 1939 waren es noch mehr als 800.000 Deutsche auf dem Territorium der Ukraine. Sie sind 2014 im Auftrag der Bundesregierung in die Ukraine gereist, welchen Eindruck hatten Sie von der Stimmung innerhalb der Volksgruppe?

Informationen zum Aufnahmeverfahren als Spätaussiedler (RDU, Ukraine, russisch)

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RDU_042015In seinem Informationsblatt (Ausgabe 2, 2015) informiert der Rat der Deutsche der Ukraine (RDU) schematisch über die Voraussetzungen zum Aufnahmeverfahren als Spätaussiedler und bringt teilweise zweisprachig (deutsch / russisch) eine Auflistung der wichtigsten Informationsquellen in diesem Zusammenhang.

 

Hier einige Links:

RDU – Informationsblatt (3,4 MB)

RDU – Schema zum Aufnahmeverfahren (Hinweis für Ost-Ukraine im roten Rahmen)

RDU – Auflistung der Informationsquellen

RDU – Infoblätter

Keine Diffamierung der Russlanddeutschen im Ostukraine-Konflikt

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Waldemar Eisenbraun (Bundesvorsitzender)

Medien-Info vom 18. März 2015, Stuttgart

Die Medienwelt will in den Russlanddeutschen aktive Kämpfer im Ostukraine-Konflikt ausgemacht haben. Dabei sind die „Berichte“ und die darauf basierenden Meldungen voll von Konjunktiven und spekulativen Auslegungen.

Als anerkannter Vertreter der Interessen der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion beobachtet unser Verband die Berichterstattung in Verbindung mit unseren Landsleuten sehr aufmerksam. Mit Bedauern stellen wir fest, dass es in den Medien keine besondere Erwähnung findet, wenn Athleten russlanddeutscher Herkunft bei internationalen Sportwettkämpfen Medaillen für die Bundesrepublik holen. Ebenso wenig wird medial gewürdigt, wenn Bundeswehrsoldaten russlanddeutscher Abstammung im Afghanistaneinsatz ihr Leben für ihr Vaterland Deutschland opfern.

Die Volksgruppe der Deutschen aus Russland mit über drei Millionen Bundesbürgern gilt nicht nur als nachweislich erfolgreich integriert, sondern auch als friedfertig, rechtstreu und loyal der Bundesrepublik Deutschland gegenüber. Aus voller Überzeugung bewerten wir jede Andeutung als gegenstandslos, die unsere Landsleute im Ostukraine-Konflikt als kämpfenden Akteur sehen will. Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit und aus dem russischsprachigen Raum stammend, müssen noch lange keine Russlanddeutschen sein. In dieser kritischen Frage ist ein Höchstmaß an Sensibilität in Objektivität gefordert.

In jeder Personengruppe kann es Menschen geben, die – von persönlichen Motiven geleitet – ein individuelles Verhalten entwickeln. Daraus jedoch eine Tendenz für die ganze Volksgruppe ableiten zu wollen, ist nicht nur falsch und verwerflich, sondern auch im höchsten Maße diffamierend.

Als größter und ältester Verband der Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik werden wir die mediale Landschaft weiterhin intensiv durchleuchten. Wir sind fest entschlossen, auf jede Art von Diffamierung unserer Volksgruppe angemessen zu reagieren und im Bedarfsfall konsequent gegen die Verunglimpfung unserer Landsleute vorzugehen.

Waldemar Eisenbraun
(Bundesvorsitzender)